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Januar 2020

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Diskriminierend ist die Einladungspolitik zu einer Veranstaltung der ÖH Graz. In einem Hörsaal der Universität Graz findet heute eine Veranstaltung der ÖH mit Bernhard Weidinger vom DÖW statt. Dazu sind Burschenschafter in Farben – also ihre Tracht mit Mütze und Band tragend – laut Veranstalter explizit „nicht willkommen“. Das vermeintliche „Hausrecht“ ist eine willkürliche Einschränkung der Freiheit, die studentische Tracht an der Universität zu tragen.

Diskriminierung der traditionellen Studententracht an der Universität Graz.

Zu einer weitergehenden Eskalation war es bereits in den Tagen davor gekommen. Drei junge Burschenschafter wurden am Mittwoch, den 15. Jänner 2020 um 11:30 Uhr, in Wien von linksextremen Gewalttätern aus der Demonstration, zu der unter anderem die Österreichische Hochschülerschaft aufgerufen hat, angegriffen. Dabei wurde einer der Burschenschafter so schwer verletzt, dass er mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht und versorgt werden musste.

Die Polizei, die vor Ort war, konnte die flüchtigen Täter im neuen Institutsgebäude der Universität Wien fassen. Gegen die linken Gewalttäter wurde Anzeige wegen schwerer Körperverletzung eingebracht.

Die Universität war stets ein Ort des freien Diskurses und muss es bleiben. Die Freiheit der Studenten war dabei immer auch die Freiheit der Studentenverbindungen. Farben – die Tracht der in Verbindungen organisierten Studenten – werden auf Universitäten frei seit 1815 getragen. Sie waren verboten in Zeiten der Unterdrückung (Metternich) und der Diktatur (NS Regime, Kommunismus).

Die Burschenschaft fordert ihr Recht auf Meinungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit ein und ist schockiert darüber, dass man im Jahr 2020 in Österreich überhaupt darauf aufmerksam machen muss. Für Burschenschafter bedeutet die Freiheit immer die Freiheit des Anderen. Scheinbar wittert aber der undemokratische Geist gerade mit der neuen Regierung Morgenluft: die Grünen fordern im Regierungsprogramm ja auch die Überwachung der Burschenschaften.

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Mag Krawall-Curry: das Alternativreferat der ÖH Graz.

Nach den Gewaltexzessen der linksextremen Antifa bei der Vorlesung von Univ. Prof. Lothar Höbelt bringt FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien ein. „Es reicht. Wir haben umfangreiches Material über den Vorfall und die mutmaßlichen linken Gewalttäter gesammelt und werden die Bild- und Videoaufnahmen mittels Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft übermitteln. Weiters wird eine parlamentarische Anfrage bezüglich des Polizeieinsatzes gestellt werden. Ich gehe davon aus, dass diese Personen vor den Vorhang gezerrt werden und sich vor Gericht verantworten müssen“, sagt Guggenbichler.

Das meint das personifizierte Antifa-Referat der ÖH Wien dazu:

Nach diesem „erfolgreichen Nachmittag“ berichtet Guggenbichler von einer weiteren linken Gewaltattacke gegen einen Studenten – mit Fußtritten und Schlägen gegen den Kopf. Der junge Mann wollte am Farbenbummel der Burschenschaften teilnehmen und musste dann im Spital medizinisch behandelt werden. Laut unseren Informationen wurden zwei Person festgenommen. „Es ist schockierend mitanzusehen, dass die linke Gewalt in Wien immer weiter ausufert. Ich gehe davon aus, dass die Behörden umgehend tätig werden und die Ermittlungen aufnehmen.“

Wir dokumentieren die Sachverhaltsdarstellung:

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Etwa 100 großteils vermummte Linksextreme haben gestern die Vorlesung des Historikers Lothar Höbelt an der Universität Wien blockiert, es wird auch von tätlichen Übergriffen berichtet. „Aus gegebenem Anlass richte ich einen dringenden Appell an den Wissenschaftsminister, dem Treiben linksextremer Kräfte an der Universität ein Ende zu setzen. Was darf ein linksextremer Mob denn noch alles anrichten, bevor Minister Faßmann sich bemüßigt fühlt, einzugreifen“, sagte heute FPÖ-Klubobmann NAbg. Herbert Kickl.

Bei der Hörsaalblockade der extremen Linken an der Universität Wien wurde Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) Bundesobmann Lukas Heim mit rohen Eiern beworfen, bespuckt und mit Tritten und Schlägen attackiert.

Heim wollte, wie jeden Dienstag, die Vorlesung von Prof. Lothar Höbelt zum Thema „Zweite Republik“ besuchen, um sich selbst ein Bild von der Situation zu verschaffen. Vor dem Hörsaal waren etwa 80 schwarz vermummte Extremisten, die mit Sprachchören und wüsten Beschimpfungen gegen den RFS und Heim wetterten. Kurz darauf wurden bereits erste rohe Eier nach Heim geworfen, welche einen unbeteiligten Studenten am Kopf trafen. Als Heim von einem vorbeigehenden Studenten bespuckt und in eine Diskussion verwickelt wurde, attackierten ihn etwa sieben bis acht von hinten kommende Extremisten mit Fußtritten und Schlägen gegen den Oberkörper. Nur mit großer Mühe konnte er sich gerade noch durch eine Türe in den angrenzenden Flur retten. Zum Zeitpunkt des Angriffs waren weder Polizeikräfte noch ein Sicherheitsdienst vor Ort.

Gegen die Gewalt 

„Diese unfassbaren Zustände an der Universität Wien müssen endlich beendet werden“, so der Bundesgeschäftsführer und RFS Uni Wien Obmann Matthias Kornek. „Die heutigen Angriffe auf unseren Bundesobmann sind nur die Spitze des Eisbergs. Wir erwarten uns endlich Konsequenzen von Seiten der Universität Wien und hoffen, dass die Täter ausgeforscht und zur Rechenschaft gezogen werden“ so Kornek abschließend.

Nach den gestrigen Gewaltexzessen der linksextremen Antifa bei der Vorlesung von Univ. Prof. Lothar Höbelt bringt FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien ein. „Es reicht. Wir haben umfangreiches Material über den Vorfall und die mutmaßlichen linken Gewalttäter gesammelt und werden die Bild- und Videoaufnahmen mittels Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft übermitteln. Weiters wird eine parlamentarische Anfrage bezüglich des Polizeieinsatzes gestellt werden. Ich gehe davon aus, dass diese Personen vor den Vorhang gezerrt werden und sich vor Gericht verantworten müssen“, sagt Guggenbichler.

Für die Freiheit der Lehre

FPÖ Klubobmann Herbert Kickl schlicht sich der Forderung an. Wer von sich behaupte, für die Meinungsfreiheit einzutreten und Hass zu bekämpfen, könne ja wohl nicht zuschauen, wenn ein Universitätsprofessor seine Vorlesung nicht ungestört abhalten könne und die Freiheit der Lehre angegriffen werde, nur weil Lothar Höbelt kein Linker sei und dies einem linksextremen Mob nicht passe. „Minister Faßmann ist gefordert, vom ersten Gang in den zweiten und dritten hochzuschalten. Es ist Zeit, hier einmal Mode zu machen“, so Kickl.

Der freiheitliche Klubobmann appellierte auch an die neue Justizministerin Zadic, eine wesentliche Lücke im Regierungsprogramm zu schließen: „Linksextremismus ist auch Extremismus, oder nicht? Das Bekenntnis zum Kampf gegen den Linksextremismus fehlt im Regierungsprogramm allerdings völlig. Wird diese Lücke nicht geschlossen, werden sich ÖVP und Grüne den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass sie mit zweierlei Maß messen und Linksextremisten quasi ein ‚Regierungszertifikat‘ ausstellen“, so Kickl. Im Übrigen vermisst der FPÖ-Klubobmann auch eine Stellungnahme des Herrn Bundespräsidenten zu den ungeheuerlichen Vorgängen an der Uni: „Da höre ich keinen Mucks, keine öffentliche Verurteilung, auch nicht von der Justizministerin“, kritisierte Kickl.

Überfall auf Burschenschafter

Währenddessen wird von linken Extremisten weiter eskaliert: Der Bummel der Burschenschafter an der Uni Wien heute wurde ebenfalls von maskierten Gewalttätern angegriffen. Hier gab es zumindest einen Verletzen, der ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Udo Guggenbichler berichtet, dass bei dieser weiteren linken Gewaltattacke ein Student mit Fußtritten und Schlägen gegen den Kopf angegriffen wurde. Der junge Mann musste im Spital medizinisch behandelt werden. Laut unseren Informationen wurde bereits eine Person festgenommen. „Es ist schockierend mitanzusehen, dass die linke Gewalt in Wien immer weiter ausufert. Ich gehe davon aus, dass die Behörden umgehend tätig werden und die Ermittlungen aufnehmen.“

Der FPÖ-Gemeinderat sieht auch umgehenden Handlungsbedarf seitens des Rektorats wie auch der ÖH Uni Wien, des Wissenschaftsministers Faßmann und der Justizministerin Zadic. „Die Universität ist ein Ort der freien Lehre. Es ist nicht länger hinzunehmen, dass linksextreme Antifa-Chaoten die Lehrveranstaltungen eines untadeligen Universitätsprofessors blockieren, diese mit Gewalt verhindern und anderen Studenten keine Möglichkeit geben, an Vorlesungen teilzunehmen. Ich fordere eine sofortige und eindeutige offizielle Verurteilung der linken Gewalt in Wien“, so Guggenbichler.

Ring Freiheitlicher Studenten: www.rfs.at

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Die Unterlagen, die die U-Kommission wenige Tage vor der heutigen Sitzung erhalten hat, belasten den Geschäftsführer der Okto-TV schwer. „Er steht im Verdacht, Förderungen mit seinem eigenen Unternehmen abgeschöpft zu haben und sich als Gewinn ausgeschüttet zu haben“, macht der Wiener FPÖ-Klubobmann Toni Mahdalik aufmerksam. Wegen fehlender Unterlagen hat die MA13 deshalb einen Wirtschaftsprüfer beauftragt, der eine Rückzahlungsforderung in Höhe von EUR 620.000 festgestellt hat. 

Leider hat der Magistrat aber den Skandal nicht öffentlich gemacht, sondern offenbar beschlossen, zur Schadenswiedergutmachung einfach die Förderung für das Jahr 2018 in Höhe von 500.000 Euro einzubehalten. „Der Skandal ist, dass der Magistrat im Wissen um den Missbrauch keinerlei Information an den Gemeinderat weitergegeben hat und der Gemeinderat deshalb weiterhin Förderungen für das Unternehmen beschlossen hat. Hätte der Gemeinderat gewusst, welche Vorwürfe hier im Raum stehen, hätte er eine weitere Förderung nie genehmigt“, meint Mahdalik.

Besonders auffällig ist, dass der Förderakt nach den Aufdeckungen der zuständigen MA13 entzogen wurde und nun bei der MA5 liegt. „Ob zur Aufdeckung oder zur Vertuschung, wird in der Untersuchungskommission zu klären sein“, sagt Mahdalik und kündigt eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft an.

Seit Herbst 2005 bietet der linksalternative Mitmachsender Okto-TV ein gefördertes Nischenprogramm. Finanziert wird der nichtkommerzielle Sender vorwiegend aus Subventionen der Stadt Wien (MA 5) sowie aus Mitteln des „Fonds zur Förderung des Nichtkommerziellen Rundfunks“ der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH).

Okto-TV im Internet: okto.tv

FPÖ Wien im Internet: www.fpoe-wien.at

Das Online-Magazin „unzensuriert“ hat am 24. Dezember 2019 Post bekommen. Nicht vom Christkind, sondern von der „Krone“. Juristisch korrekt sind die klagenden Parteien die KRONE-Verlags GmbH & Co. KG sowie die Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG. Der Grund: Der Artikel vom 26. November 2019, in dem „unzensuriert“ über eine Information, die aus dem Inneren der „Kronen Zeitung“ gekommen ist, berichtet hat

„unzensuriert“ berichtet über Abonnement-Kündigunge. „Krone“ klagt

Laut„unzensuriert“ kam es in letzter Zeit zu etwa 70.000 Abonnement-Beendigungen. Den Bericht dazu findet die „Krone“ klagewürdig.

Auf mehreren Seiten wird angeführt, dass die „unzensuriert“ Berichterstattung kreditschädigend sei, so wird beispielsweise angeführt:

Die Behauptung, dass 70.000 Personen innerhalb kürzester Zeit ihr Krone-Abonnement gekündigt haben, wobei dies in der Mehrzahl der Fälle auf eine angebliche unkorrekte Berichterstattung über die FPÖ zurückzuführen sei, ist massiv kreditschädigend. Dies noch dazu, wenn dies mit dem Hinweis verbunden wird, dass man sich dadurch monatlich € 28,40 ersparen kann, von denen man einen Teil an einen Verein spenden möge, der in Wahrheit mit der beklagten Partei ident ist. Selbst wenn sich nur ein einziger Abonnement durch die unrichtige Tatsachenbehauptung der beklagten Partei zu einer Abonnementenkündigung ermuntert fühlen sollte, wäre dies auf Jahre hinaus ein wirtschaftlicher Nachteil von € 349,80 pro Jahr, von allfälligen nachteiligen Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten von potentiellen Kunden ganz abgesehen.

Kommen die Infos aus einem Leak? Und warum schwinden die Leser?

Die klagenden Parteien schreiben hier von einer unrichtigen Tatsachenbehauptung (es gab von „unzensuriert“ diesbzüglich keine Tatsachenbehauptung, sondern wir berichteten im Konjunktiv über eine uns zugespielte Information – also ein mögliches „Leak“). Einen konkreten Beweis, dass dem aber nicht so sei, dass an die 70.000 Abonnement-Beendigungen in letzter Zeit stattgefunden hätten, sucht man in der seitenlangen Anklageschrift allerdings vergeblich. Stattdessen wird fast weinerlich darüber philosophiert, dass der Rückgang ganz andere Ursachen habe und gar nicht so schlimm sei.

Alle Printmedien haben weltweit mit Auflagenrückgängen zu kämpfen. Dies hat mehrere Gründe und trifft vor allem Tageszeitungen mit einem hohen Abonnentenanteil, wie die [sic!] bei der Kronen Zeitung der Fall ist. Der primäre Grund liegt in der Online-Berichterstattung, die einerseits – weitgehend – „gratis“ und andererseits wegen des unterschiedlichen „Vertriebsweges“ naturgemäß aktueller ist. Vor allem junge Menschen informieren sich primär über die Onlinemedien und lesen kaum mehr Tageszeitungen. Dies führt dazu, dass der Anteil an älteren Abonnentinnen und Abonnenten überproportional groß ist. So sind zB. knapp 40% der Krone-Abonnenten älter als 70 Jahre, sodass ein namhafter Rückgang der Abonnentenzahlen laufend biologisch bedingt ist und dies in Zukunft immer mehr sein wird. Die auf diese Weise beendeten Abonnementverträge werden auch von jüngeren Menschen nicht verlängert bzw. neu abgeschlossen. Ein großer Teil der alten Menschen lebt alleine, die Internet-affine Jugend, die ohnedies vielfach mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, informiert sich lieber gratis über das Internet. Dazu kommt in Österreich, vor allem in Wien, noch die Situation, dass es de facto zwei Gratiszeitungen – Heute und Österreich – gibt. Wenn man sich pro Jahr € 340 ersparen kann und man sich trotzdem über eine gedruckte Zeitung informieren will, liegt es nahe, zur Gratiszeitung zu greifen.

Klageschrift der „Krone“ bestätigt Grundlage des „unzensuriert“-Berichts

Dass es einen Abonnenten-Rückgang und somit eine reale Grundlage des „unzensuriert“-Berichts gibt, wird dann einige Absätze später sogar bestätigt:

Die Verringerung der Anzahl der Abonnements geht lediglich zu etwa 70% auf Kündigungen der Abonnenten zurück. Dem steht der Neuabschluss von Abonnementverträgen in einer Größenordnung von etwa 80% der Anzahl der Abonnementkündigungen gegenüber. Wegen des Inhalts der Berichterstattung werden durchschnittlich ca 1% der Abonnementverträge aufgekündigt, wobei dies nur teilweise die politische Berichterstattung betrifft. Von Anfang November bis zum 25.11.2019 erfolgten lediglich ca 100 „FPÖ-motiviert“ Kündigungen.

Spannend auch, woher die „Kronen Zeitung“ genau wissen will, aus welchen Motiven gekündigt wird, denn eine derartige Angabe von Gründen ist für eine Kündigung nicht notwendig. Darüber hinaus wollte „unzensuriert“ in seiner Anfrage wissen, wie der Abo-Rückgang seit Mai 2019 war und nicht nur seit 1. November.

Online-Zeitung „unzensiert“ als lästiger Konkurrent für „Krone“?

„unzensuriert“ besteht seit 2009 und sieht sich als nonkonformistische Online-Zeitung mit einem Jahresbudget, das beispielsweise weit unter den Gehaltskosten für den „Krone“-Chefredakteur und nur geringfügig über dem in der Klage angegeben Gesamtstreitwert von 70.000 Euro liegt. Dass nun die Kläger behaupten, „unzensuriert“ stehe im Wettbewerb mit der „Kronen Zeitung“, ehrt uns, entspricht jedoch nicht den Tatsachen.

„unzensuriert““ meint dazu: „Aufgrund der Klage unterlassen wir es nun und künftig, unsere Leser aufzufordern, sich durch das Kündigen des ‘Krone’-Abos Geld zu ersparen. Stattdessen appellieren wir einmal mehr, Medienprojekte wie ‘unzensuriert’ finanziell zu unterstützen.“

Wer „unzensuriert“ gegen den Angriff der Krone unterstützen will, kann spenden. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: EASYATW1), ltd. unzensuriert.

„unzensuriert“ online lesen: www.unzensuriert.at

„FPÖ am Ende“ – diese Schlagzeile findet sich am 18. Mai 2019 bundesweit auf dem Deckblatt der „Kronen Zeitung“. Damit beginnt am Tag nach Bekanntwerden des Ibiza-Videos eine der eindrucksvollsten medialen Langzeitkampagnen der Zweiten Republik. Die reichweitenstärkste Zeitung Österreichs versteht es in der Folge, Skandale und Skandälchen der Blauen geschickt zu bespielen. Die vorliegende FREILICH Politische Studie untersucht die Berichterstattung der „Krone“ im Zeitraum eines halben Jahres und analysiert den Gesinnungswandel im Boulevard, der lange gemeinsam mit der FPÖ ein politisches Korrektiv im Land war.

Hier gratis die FREILICH Politische Studie „FPÖ am Ende“ herunterladen.

Der Screenshot oben vom 18. September 2019 zeigt die jetzige Justizministerin Alma Zadic (Grüne) und die Grüne Gemeinderätin  Bedrana Ribo auf Besuch im „Islamischen Kulturzentrum Graz“. Das originale Bild ist auf der Facebookseite des Islamisches Kulturzentrum Graz zu finden, das dazu meint: „Wir danken für den konstruktiven Austausch zum Thema Zusammenleben, interkulturelle Kompetenzen und Integration.“ Der Analyst Irfan Peci hat dazu ein Video gemacht, das Zadic Besuch in Bezug zu möglichen salafistischen Strömungen bringt. Wir dokumentieren das Video hier:

Irfan Peci, geboren 1989 in Serbien, aufgewachsen in Bayern, schließt sich als Jugendlicher der islamistischen Bewegung an und wird 2007 zum Deutschland-Chef der »Globalen Islamischen Medienfront« (GIMF), ein islamistisches Propaganda-Netzwerk. In Haft findet ein Umdenkprozess statt, von da an arbeitet er verdeckt in der Dschihadistenszene für ein deutschen Inlandsnachrichtendienst.
Heute engagiert sich Peci hauptsächlich im Präventions- und Deradikalisierungsbereich, hält bundesweit Vorträge und fungiert als Berater.

Der YouTube Channel von Irfan Peci

Die Homepage von Irfan Peci: irfan-peci.de

Das Trojanische Pferd Sebastian Kurz holt die grünen Fundis in Spitzenpositionen der Republik. Damit wird deren „Marsch durch die Institutionen“ auf ein neues Niveau gehoben. Endlich haben sie Jobs zu bieten. Ihr politisches Umfeld kann sich über warmen Geldregen freuen. Sie müssen sich von niemanden distanzieren, nicht mal von ihren linksextremen Freunden. 

Schon das Regierungsprogramm macht klar, dass die üblichen Verdächtigen den „Kampf gegen Rechts“ verstärkt führen werden können. Das viele Geld und der Zugriff auf Informationen aus Nachrichtendiensten und Polizei lässt alle patriotischen Kräfte das Schlimmste befürchten. Kurz wird das mögen, denn er steht ja als ein Guter da. 

Rechtsextremismus bzw. der Kampf dagegen findet viel Raum im Regierungsprogramm. Linksextremismus findet man dort allerdings nicht. Am Kompass der Grünen ist allerdings alles rechts der Mitte gefährlich nahe am Rechtsextremismus.

Die Beobachtung von Burschenschaften, das Verbot von Bewegungen, wie den Identitären, Schulprojekte, die schon die Jüngsten instrumentalisieren sollen, die Verankerung des DÖW, eines privaten Vereins als offizielle Forschungsstelle mit Zugang zu Datenmaterial aus dem Justitz- und Innenministerium stehen im Regierungsprogramm. 

Das alles und noch viel mehr hat uns das türkise Trojanische Pferd in die Stadt gestellt.

Danke, Basti!

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Die Angelobung der Bundesregierung am letzten Dienstag hatte einen hohen Unterhaltungswert: Nein, nicht weil der Bundespräsident die Spendenliste selbst sehen wollte.
Auch diese höfliche Frage ist nicht authentisch.
Der fröhliche Text mit falschen Untertiteln im TVthek-On-Demand-Angebot des ORF zur Angelobung der neuen Bundesregierung war ein Fehler des ORF.
Nein, es war (leider) kein zivilgesellschaftlicher Widerstand, dass ein ORF Mitarbeiter die Textzeilen einer Telenovela eingeblendet hätte.
Wobei, das wäre irgendwie wirklich schön gewesen. Und hätte auch ganz gut gepasst.
Der ORF ist wohlerzogen, das ist die Entschuldigung zum Fehler mit den tollen Bildunterschriften.

von: Arndt Novak

In Deutschlands Stadien üben linke Fangruppen Selbstjustiz. Fußballbund und Vereine sehen weg. Warum nehmen Antifa und Co. nun die Kurven ins Visier? Wir haben uns umgesehen.

Fußball – das ist mehr als 22 Spieler, die einem Ball hinterherlaufen. Fußball ist Leidenschaft,Aufopferung, Identität und Stolz. Für manche ist Fußball die „schönste Nebensache der Welt“, für andere ein Lebenselixier. Woche für Woche pilgern hunderttausende Sportfreunde in die Stadien der Republik, um ihren Jungs den Rücken zu stärken, sie nach vorn zu treiben und anzufeuern. Kritiker fühlen sich oft an die Brot-und- Spiele Politik Roms erinnert, doch das Phänomen Fußball lässt sich nicht auf eine reine Politshow reduzieren. Dennoch ist der europäische Fußball bedroht: Kommerzialisierung und politische Korrektheit setzen dem Sport und seinen Fans zu. Auf den Tribünen tobt ein Kampf zwischen Anhängern des alten Fußballs, Hooligans und rechtsoffenen Fangruppen auf der einen und militanten Antifaschisten, gewaltaffinen Ultras und „antirassistischen“ Aktivisten auf der anderen Seite.

Was den Fußball ausmacht

Ich gestehe: Ja, ich bin Fußballfan. Schon in jungen Jahren stellte ich fest, dass die Gesetze der Vernunft scheinbar außer Kraft gesetzt wurden, wenn das runde Leder ins Spiel kam. Egal ob jung oder alt, Bolzplatz oder Stadion: Fußball ist nicht rational, sondern emotional. Seit meiner frühen Jugend begeistere ich mich gerade für jene Vereine, die sich scheinbar hartnäckig dem Ungeist der Kommerzialisierung und Medialisierung widersetzen, Vereine, für die die Regeln des freien Marktes offenbar nicht gelten, denn trotz (häufig) andauernden

Gefeuert: Der Stürmer Daniel Frahn wurde von seinem Club entlassen, weil er mit „falschen“ Personen gesehen worden sei.

Misserfolges jubeln wöchentlich Zigtausende ihren Helden auf dem Platz zu und erfüllen die kleinen, nicht mehr ganz so glänzenden Stadien mit ihren Gesängen – ob auswärts oder heimwärts, einerlei. Es ist wohl kaum Zufall, dass die Stimmung bei Regional- und Drittligaspielen häufig besser ist als jene in Erst- und Zweitligastadien. Gerade der Osten der Republik ist übervoll mit Vereinen, deren Historie zwar vor Ruhm und Erfolg nur so strotzt, die aber – von einigen Ausnahmen abgesehen – nicht an die alten Zeiten anknüpfen können.

Seit dem Untergang der DDR und der Eingliederung ihrer Bezirke in die Bundesrepublik verläuft ein Spalt durch das Land. Ein Spalt, der sich in politischen und sozialen Realitäten eines Deutschlands des 21. Jahrhunderts widerspiegelt – und der sich auch im Fußball niederschlägt. RB Leipzig und Hertha BSC haben sich zwar ihren Platz im Olymp des deutschen Fußballs gesichert, allerdings können beide nicht als Vertreter der Ostclubs gelten. Seit der Saison 2019/20 spielt – nach dem Abstieg von Energie Cottbus im Jahr 2009 – mit Union Berlin immerhin erstmals wieder ein veritabler Traditionsverein aus dem Osten erstklassig. Deren Dichte nimmt jedoch zu, je weiter man sich auf der Ligenskala nach unten bewegt. Trotzdem: Der Fußball in Ostdeutschland ist vielleicht zweit-, dritt- oder viertklassig, aber die Fanszenen dort sind noch immer Champions League. Es ist wahrlich ein Vergnügen, mit- anzusehen, wie hier das Zusammenspiel zwischen den Spielern auf dem Platz und den Fans auf den Rängen funktioniert. Und umso erschütternder ist es für Freunde der Fußballkultur, wenn dieses Verhältnis zerrüttet ist. So wie in Chemnitz.

Immer wieder Chemnitz

Der Chemnitzer FC hat eine stolze Tradition. Aber 52 Jahre nach dem Gewinn der DDR-Meisterschaft ist an der Gellertstraße nichts mehr normal. Die Festung Fischerwiese, so wird das Stadion im Volksmund genannt, brennt, obwohl man nach einer herausragenden Saison den Aufstieg aus der Regionalliga in Liga 3 geschafft hatte und viele Zuschauer hofften, dass sich alle Verantwortlichen endlich wieder auf Fußball konzentrieren würden. Doch es kam anders. Was war passiert?

Die jüngste Geschichte des CFC in Kurzfassung: Am 26. August 2018 wurde Daniel Hillig, ein 35-jäh- riger Handwerker und Fußballfan deutsch-kubanischer Abstammung, von Alaa S. mit mehreren Messerstichen niedergestreckt und erlag anschließend seinen Verletzungen (vgl. Freilich No. 1). Innerhalb kürzester Zeit mobilisierte die Fangruppe „Kaotic Chemnitz“ einen Protest- und Trauermarsch. Chemnitz entwickelte sich so ganz schnell Zeit zum Inbegriff „Dunkeldeutschlands“, nachdem linke Journalisten mit eindeutigen Bezügen zum linksextremen Milieu von vermeintlichen „Hetzjagden“ berichteten und Mainstreammedien auf den Zug aufsprangen. Auch das Ansehen des CFC wurde in Mitleidenschaft gezogen, denn der finanziell angeschlagene Verein und seine Fans wurden pauschal als „Rechtsextremisten“ und „Nazis“ verunglimpft. Ein halbes Jahr später sollte sich herausstellen, dass die Fanszene der „Himmelblauen“ kein Kollateralschaden einer aus dem Ruder gelaufenen politischen Kampagne war, sondern gezielt attackiert wurde: Als sich am 9. März 2019 vor dem Spiel gegen die VSG Altglienicke tausende Fans unter einem Banner mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden, Tommy“ versammelten, wollten sie ihrem alten Weggefährten, der Fanlegende Thomas Haller, Lebewohl sagen. Die Trauer um Hallers Tod verlief quer durch (fast) alle politischen Lager. Der Respekt für seine Verdienste um Verein und Heimatstadt war groß. Doch es gab ein Problem: Haller hatte sich auch als Gründer der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppe „HooNaRa“ („Hooligans, Nazis, Rassisten“) einen Namen gemacht. Die Gruppe gilt seit 2007 als aufgelöst.

Jahrelang war Haller außerdem mit seinem Ordnerdienst für die Sicherheit im Stadion zuständig ge- wesen. In dieser Zeit, aber auch danach, war er eine feste Größe in der Chemnitzer Fußballszene. Als er an Krebs erkrankte, sammelten seine Kameraden Spenden durch den Verkauf von T-Shirts, auf denen der Spruch „Support your local Hools“ zu lesen war. Ja, Haller war ein Relikt jener alten Hooliganszene mit Verstrickungen in die rechtsextreme Szene, die in den 1980er- und 1990er-Jahren europaweit das Geschehen auf den Rängen bestimmte. Doch der CFC stand immer an erster Stelle. Dazu passt, dass auch die lokale SPD-Stadträtin und Fanbeauftragte Peggy Schellenberger in einem Facebook-Beitrag Trauer und Mitgefühl für die Familie Hallers zum Ausdruck brachte – was nach einer skan- dalträchtigen Verzerrung der Tatsachen durch einschlägige Journalisten zu ihrer Entlassung als Fanbeauftragte führte.

In einer Stellungnahme erklärte die Sozialdemokratin, sie habe erfahren müssen, dass ein „menschlich gemeinter Facebookpost“ niemals unpolitisch gewertet werde. Es habe auch Reaktionen gegeben, die den „Rahmen sachlicher Kritik“ gesprengt hätten. Ihr dränge sich die Frage auf, „was uns denn dann noch zu besseren Menschen macht, wenn wir die Menschenwürde politisch Andersdenkenden absprechen; ganz unabhängig davon, wie diese selbst zur Menschenwürde stehen“. Helfen sollten ihr diese Zeilen nicht, denn der „Skandal“ war längst im medialen Mainstream angekommen. Es mussten Köpfe rollen – und sie rollten. Thomas Uhlig, CFC-Geschäftsführer, erklärte am 10. März seinen Rücktritt.

Einen Tag später musste Olaf Kadner, jahrelang die Stimme der „Himmelblauen“, seinen Hut nehmen. Maximilian Glös, Kommunikationsmitarbeiter des Vereins, wurde ebenfalls freigestellt. Tags darauf erklärte auch Kadners Stadionsprecherkollege Karsten Kolliski seinen Rücktritt: „CFC-Stadionsprecher Kollege Olaf und mich gab es seit fast 20 Jahren immer als Team. Dieses Team besteht seit seinem Rauswurf leider nicht mehr“, schrieb er auf Facebook. Er sei nicht mehr bereit, den „aktuell beim Verein bzw. bei der GmbH handelnden Personen“ seine Stimme zur Verfügung zu stellen. Doch damit nicht genug der Absurdität: Weil Daniel Frahn, Top-Stürmer und später Torschützenkönig der Regionalligasaison 2018/19, nach seinem Tor an jenem verhängnisvollen Tag eines der besagten T-Shirts in die Höhe hielt, wurde er mit einer Geldstrafe belegt. Frahn, der immer die Nähe zu den Fans suchte und deshalb auch zu Beginn dieser Saison zum Mannschaftskapitän ernannt wurde, wurde von Medien und GmbH-Verantwortlichen zum Buhmann erklärt. Als er am 3. August 2019

beim Auswärtsspiel verletzungsbedingt auf der Tribüne Platz nahm, war ihm wohl noch nicht bewusst, dass dies sein letzter Auftritt für die „Himmelblauen“ sein sollte – denn zwei Tage später folgte die fristlose Entlassung aufgrund einer „offenkundig zur Schau gestellten Sympathie zu führenden Köpfen der rechts gesinnten Gruppierung‚ Kaotic Chemnitz‘ und der aufgelösten Gruppe ‚NS-Boys‘“, wodurch er sich „massiv vereinsschädigend“ verhalten habe, so die Begründung des Vereins. „Daniel Frahn, für Sie ist beim Chemnitzer FC kein Platz mehr“, machte Romy Polster, zu dem Zeitpunkt stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, deutlich. Doch hatte sich Frahn öffentlich zu „rechtem“ Gedankengut bekannt? Nein, er soll sich in Gesellschaft von Chris J. befunden haben, einem „engagierten Ex-Mitglied“ der rechtsgerichteten „New Society Boys“ und „Kaotic Chemnitz“. Nach dreieinhalb Jahren im Chemnitzer Trikot, 115 Pflichtspielen und 54 Toren wurde Daniel Frahn aufgrund eines Verdachtes mit Schimpf und Schande davongejagt. Der Sportler, der nicht nur für den wegen seiner linksradikalen Fanszene bekannten SV Babelsberg 03 spielte, sondern auch für RB Leipzig auf dem Platz stand, wo er sogar Rekordtorschütze ist, wehrt sich derzeit gegen die Kündigung und verurteilte in einer Stellungnahme „Rassismus, Antisemitismus und jede andere Form von Ausgrenzung“. Doch seine Reputation als Sportler hat irreparablen Schaden genommen.

Als Sportfreund und Fußballfan drängt sich einem förmlich die Frage auf, warum politische Verdächtigungen ausreichen, um einen ganzen Verein zu spalten und die Karriere eines erfolgreichen Sportlers zu beschädigen, wenn nicht gar zu beenden.

Ein ungleicher Kampf

Der Fall Chemnitz ist ein spannendes Beispiel für die Politisierung des Fußballs durch die linke „Zivilge- sellschaft“. Denn Chemnitz wurde nicht grundlos zum Ziel dieser Schmutzkampagne: Wie im Rest Sachsens verfügt die AfD über großen Rückhalt in der Stadtbevölkerung. Die Partei erhielt 2019 bei den Kommunalwahlen 17,9 Prozent, bei den Landtagswahlen gar 25 Prozent, und landete jeweils knapp hinter der CDU auf Platz zwei. Und die Fanszene erfüllt hierbei eine Doppelfunktion: Sie bietet gerade Jugendlichen aus der Region die Identifikation mit ihrer Heimat und konserviert – mit den Worten des linken „Fanforschers“ Robert Claus – Ideale von „alten Werten, hegemonialer Männlichkeit und der Propagierung des Rechtes des Stärkeren“ – vor allem Werte wie Heimatverbundenheit, Kameradschaft, Treue und Tradition. Allesamt sind sie der Linken ein Dorn im Auge. Immerhin wählten in Sachsen entgegen dem bundesweiten Trend 22 Prozent der Jungwähler AfD. Das Problem der „antirassistischen“ Linken inner- und außerhalb der Stadien sind also nicht etwaige Verstrickungen rechter Fans in die extremistische Szene, sondern traditionelle Fangruppen als Wählerreservoir für rechte Parteien, vor allem für die AfD. Der Kampf um die Kurven ist nicht zuletzt auch ein Kampf um die politische Hegemonie. Ein Kampf mit ungleichen Mitteln, denn mittlerweile gibt es kaum einen Verband, eine Organisation oder einen Verein, der nicht den ominösen „Kampf gegen rechts“ führt und schweres Geschütz auffährt, wenn es darum geht, die eigenen Fans politisch zu bevormunden. Laut Finanzbericht 2018 sollen die Zuwendungen an die Landesverbände des Deutschen Fußballbundes zur „Umsetzung der zahlreichen gemeinnützigen Verbandstätigkeiten an der Basis“ im Jahr 2019 auf zwölf Millionen Euro ansteigen. Auch das Thema Vielfalt soll verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werden. Dabei sind es gerade solche Projekte, die den Fußball politisieren und die Fans polarisieren. Ein Blick auf die Tribünen jener Vereine, die sich besonders stark mit „Antirassismus“ und „Antifaschismus“ identifizieren, zeigt, dass der Sport längst hinter der Vermittlung politischer Botschaften zurückstehen muss. Linksextrem liegt im Trend – vor allem im Fußball.

Während eine Choreografie der Rostocker Ultragruppe „Wolgastä“ beim DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart für Aufregung sorgte, weil die Fans ein Banner mit der Aufschrift „Außer Rand und Band für Verein und Vaterland“ und dem Wappen der Bundesrepublik Deutschland zeigten, störte sich niemand an Auftritt und Gesang der „Ultrà St. Pauli“ (USP) während des Auswärtsspieles in Dresden am 3. Mai 2019. Die Hamburger tauchten den Gästeblock in sowjetisches Rot und skandierten: „Nie, nie, nie wie- der Deutschland!“ Meine Anfrage bezüglich möglicher Konsequenzen dieses offen zur Schau gestellten Linksextremismus blieb vom DFB unbeantwortet. Stattdessen verweist der Verband auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP- Bundestagsfraktion aus dem April 2019 zum „politischmotivierten Extremismus im Fußball“. Darin heißt es: „Sport und gerade auch der Fußball als beliebteste Sportart in Deutschland eignen sich besonders gut, um Themen wie Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit kritisch und multiperspektivisch zu thematisieren. Fußball kann und soll als Bindeglied dienen und Werte wie Teamgeist, Respekt und Fair Play vermitteln.“ Die Anfrage zeigt jedoch auch, wie einseitig das politische Establishment mit politisch motivierter Gewalt im Sport umgeht. Von 9755 Einträgen in der Datei „Gewalttäter Sport“ (GEWA Sport) konnten 13 dem rechten und 17 dem linken Spektrum zugeordnet werden. Außerdem werden 231 Fälle mit „ermittlungsbezogenen Hinweisen“ als „rechtsmotiviert“ ausgewiesen, darunter auch „Propagandadelikte“; hinzu kommen weitere 105 Fälle, die als „linksmotiviert“ registriert wurden. Eine genaue Erfassung der Schnittmenge von Linksextremisten und Ultragruppierungen erfolge nicht, da es sich lediglich um „punktuelle personelle Überschneidungen“ handele, so die Bundesregierung.

Kontakte in Antifa-Szene

Weiterhin verweist die Regierung auf die Hanno- veraner „Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KOFAS), die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird. Wer zum Thema Extremismus im Fußball recherchiert, kommt an der KOFAS nicht vorbei. Insgesamt zählt die gemeinnützige GmbH sechs Mitarbeiter, darunter der Sportsoziologe Gunter A. Pilz, der immer wieder in TV- und Printmedien als „Experte“ zu Wort kommt und der KOFAS als „fachlicher Berater“ zur Seite steht. Besonders umtriebig sind jedoch zwei seiner Kollegen: Jonas Gabler und Robert Claus. Beide studierten in Berlin; KOFAS-Geschäftsführer Gabler ist Diplom-Politologe, Claus studierte Europäische Ethnologie und „Gender Studies“. Beide treten zudem medial immer wieder als „Experten“ in Erscheinung, und beide pflegten bzw. pflegen Kontakt zu einschlägigen linken Kreisen. So sollte in Freiburg am 30. Juli 2015 eine Veranstaltung mit Jonas Gabler im Linken Zentrum stattfinden – im Rahmen der vierten Ausgabe der vom „Offenen Antifatreffen Freiburg & Region“ organisierten Reihe „Kicken gegen Rassismus“. Bereits zwei Jahre zuvor trat der „renommierte Fanforscher“ Gabler bei einer Diskussionsrunde im berüchtigten Münchener „Kafe Marat“ auf, das laut bayerischem Verfassungsschutz Linksextremisten als „Treffpunkt, logistisches Zentrum und Informationsbörse“ dient.

Etwas subtiler tritt sein Kollege Robert Claus auf. 2017 veröffentlichte er das Buch „Hooligans. Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik“. Seitdem wird er im medialen Mainstream wahlweise als „Fanforscher“, „Hooligan-Experte“ oder „Rechtsextremismusexperte“ herumgereicht. Nebenbei äußert er sich auch auf dem Portal „Belltower.News“ (ehemals „Netz gegen Nazis“) der Amadeu-Antonio-Stiftung. In seinem Buch widmet Claus ein ganzes Kapitel dem „Kampf um die Kurven“. Doch entgegen den Zahlen der Bundesregierung würdigt er die Gewalt, die von „antirassistischen“ Antifa- Ultras ausgeht – etwa die Ausschreitungen im Stadion des SV Babelsberg 03 am 21. Mai 2018 anlässlich des brandenburgischen Landespokalfinales, das Babelsberg mit 0:1 gegen Energie Cottbus verlor –, keines Wortes.

Laut Claus habe der „Kampf um die Meinungshoheit“ in vielen Stadien dieses Landes keinen Endpunkt, sondern werde fortwährend geführt. Im Falle des CFC bemängelte er in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ vor allem das Fehlen linker Ultragruppen als Gegengewicht zu rechten Hooligangruppierungen.

Gewalt und Selbstjustiz

Wie linke „Basisarbeit“ aussieht, musste im vergangenen Jahr ein junger Anhänger des Bundesligisten FC Augsburg (FCA) am eigenen Leib erfahren. Thomas T. [Name von der Redaktion geändert] ist seit mehr als 15 Jahren Fan des FCA – damals fristete der Verein noch ein Schattendasein in der Regionalliga. Seit der Saison 2006/07, als der Aufstieg in Liga 2 perfekt war, ist er stolzer Dauerkartenbesitzer und geht seither mit dem Verein durch dick und dünn. Doch damit nicht ge- nug: Er gründete sogar einen eigenen Fanclub. Den Namen des Clubs möchte er nicht angeben. Er fürchtet Repressionen. Seine Geschichte ist erschütternd und sie zeigt, wohin die Reise geht, wenn Linksextremisten an Einfluss gewinnen. Denn das, was unter dem Deckmantel von „Vielfalt“ und „Antirassismus“ daherkommt, ist ein antifaschistisches Netzwerk, das auch vor Gewaltanwendung gegenüber Andersdenkenden nicht zurückschreckt.

Thomas berichtet, dass er vor dem Aufstieg der Augsburger im Stadion weder „mit Politik konfron- tiert“ worden sei, noch es Probleme mit politischem Extremismus „jeglicher Art“ gegeben habe. Doch seit dem Umzug des FCA in die 2009 fertiggestellte WWK-Arena, in Fankreisen Schwabenstadion genannt, habe sich das geändert. Thomas berichtet von „politischen Plaka- ten im und vor dem Stadion“. Vor dem Eingang „seines Blocks“ habe jemand ein Plakat mit dem Foto von Markus Bayerbach, Augsburger AfD-Stadtrat, bayerischer Landtagsabgeordneter und Mitglied des FCA, und der Überschrift „Unerwünscht“ angebracht. Er selbst, sagt Thomas, sei der Meinung, „dass Politik nichts im Fußball und auch nichts in Stadien zu suchen“ habe. Doch nachdem AfD-Politiker Bayerbach auf der Jahreshauptversammlung des FCA im letzten Jahr von einem Angehörigen der Augsburger Ultras schwer beschimpft worden sei, habe der Verein nicht die Beleidigung angezeigt, sondern prüfen lassen, „ob es möglich ist, Mitglieder der AfD aus dem Verein auszuschließen“. „Das zeigt meiner Meinung nach mehr als deutlich, dass die Ultras im Vorstand und Verein Rückendeckung und Unterstützung in ihrer politischen Meinung haben“, so T.

Was Thomas dann zu Protokoll gibt, sollte jedem Fußballfan zur Mahnung gereichen, linken Gruppen nicht die Hegemonie auf den Tribünen zu überlassen. Er berichtet, wie er im Juni 2018 mit ein paar Freunden in der Stadt essen gehen wollte. Zeitgleich fand auf dem Augsburger Rathausplatz eine Demonstration anlässlich des AfD-Parteitages statt. Aus Neugier verfolgten sie das Geschehen und hörten sich einige Reden an, als ein Freund von T. aus dem Publikum heraus als „Nazi“ beschimpft worden sei, weil er sich mit einem Passanten unterhalten haben soll, der Klamotten des rechten Modelabels „Thor Steinar“ getragen habe. Schnell wuchs die Gruppe der augenscheinlichen Linksextremisten auf 20 Personen an. T. und seine Freunde wurden umzingelt, und „es blieb nicht nur bei verbalen Attacken“. T. erzählt: „Ein Freund von mir bekam einen Faustschlag in den Magen, andere wurden angespuckt und auf uns wurden Zigarettenstummel und Flaschen geworfen. Selbst auf meine Freundin haben die Linksextremen keine Rücksicht genommen und sie angespuckt und Getränke ins Gesicht geschüttet.“ Offenbar haben auch einige Antifaschisten Fotos gemacht – Bilder, die Thomas wenig später zum Verhängnis werden sollten.

Es geschah auf einem Auswärtsspiel: Augsburg musste in Hoffenheim ran. Thomas und seine Familie waren – natürlich – vor Ort, um ihrem Verein beizustehen. Doch er sollte keine Minute des Spiels mitverfolgen können. Denn bereits vor dem Anpfiff wurde er von einer etwa zehnköpfigen Gruppe mit „Schubsereien und Beleidigungen“ gezwungen, den Gästeblock und das Stadion zu verlassen. Er habe einige Angehörige der „Legio Augusta“, einer besonders aktiven Augsburger Ultragruppe, sowie „ein paar Leute aus der mit der Ultraszene befreundeten Gruppe aus Würzburg“ identifizieren können. Sie unterstellten ihm, Aktivist der „Identitären Bewegung“ zu sein, was T. jedoch wahrheitsgemäß verneinte. Geholfen hat es nicht. T. seufzt: „Entschuldige, aber das war wirklich beschissen.“

Ich frage Thomas, welche Folgen dieser „Stadionverweis“ für ihn hatte. Er antwortet sichtlich resigniert: „Seit dem besagten Vorfall war ich auf keinem Spiel des FC Augsburg mehr und habe dementsprechend meine Dauerkarte für die nächste Saison [2019/20; d. Red.] gekündigt. Bei meiner ganzen Liebe für Fußball, mir wurde Gewalt angedroht, sollte ich Augsburg oder das Stadion je wieder betreten. Ich hätte nie gedacht, dass mir, nur weil ich zur falschen Zeit am falschen Ort war, derartige Repressionen angedroht werden. Mir geht es einfach um Fußball.“ An den Verein habe er sich nicht gewandt, darin sehe er keinen Sinn. In der Vergangenheit habe sich schon des Öfteren gezeigt, wer die „Machthoheit“ in der Fanszene und welche Einstellung der Verein bezüglich „Andersdenkender“ habe. Erwartungsgemäß äußerten sich die Augsburger auf meine Nachfrage nicht zu den Vorfällen.

Die Politik zerstört den Sport

Die Dunkelziffer derartiger Vorfälle dürfte überall dort recht hoch sein, wo linke Gruppen ihre politische Tätigkeit frei entfalten können. Dass dabei politisch völlig unbedarfte Fußballfans quasi im Vorbeigehen in antifaschistischer Selbstjustiz unter Gewaltandrohung der Stadien verwiesen werden, ist ein unsägliches Armutszeugnis für die betroffenen Vereine und den deutschen Fußball im Allgemeinen. Gleichzeitig straft es all die Beteuerungen von „Vielfalt“ und „Toleranz“ Lügen, mit denen linke Gruppen und selbsternannte „Fanforscher“ oder „Rechtsextremismusexperten“ andauernd um sich werfen. Wer im Verdacht steht, eine „falsche“ Gesinnung zu haben, hat in deutschen Fußballstadien nichts verloren – das ist zumindest die Botschaft der Antifaschisten und ihr Versprechen. Erst wenn die Kurven von Andersdenkenden gesäubert sind, werden die Linken und ihre Wortführer in Politik und Medien Frieden geben. Dass man sich in diesem „Kampf gegen rechts“ ausgerechnet mit jenen Kräften verbündet, die die Kommerzialisierung des Fußballs weiter vorantreiben, ist nur eine weitere klägliche Facette der politischen Inkonsequenz des militanten Antifaschismus – inner- und außerhalb der Stadien.

„Fußball bleibt Fußball, Politik bleibt Politik“, heißt es noch in einem viel zitierten Lied der bekannten Hooliganband „Kategorie C“, der Verbindungen in die rechtsextreme Szene nachgesagt werden. Der neue linke Aktionismus, der zunehmend um sich greift, bricht jedoch mit dieser bislang gültigen Trennung. Es ist den Verantwortlichen nicht um die Ächtung von Rassismus oder Extremismus zu tun, sondern allein um die Bekämpfung missliebiger politischer Meinungen und die Zerstörung all dessen, was nicht in das Weltbild des progressiven Antifaschismus passt. Egal, ob Chemnitz, Rostock oder Augsburg, egal, ob tot oder lebendig, rechter Hooligan oder unpolitischer Fußballfan – jeder kann in die Mühlen der linken Netzwerke geraten. Auf der Strecke bleiben dabei der Sport, der Zusammenhalt und das Miteinander der Fans eines Vereins, kurzum alles, das den Fußball seit jeher so besonders machte. Eine Trendwende zeichnet sich vorerst nicht ab. Aber noch lebt der Sport.

Dieser Artikel ist im FREILICH Magazin NO6 erschienen.

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Als jüngster Abgeordneter des Parlaments stellte Hans Kudlich im österreichischen Reichstag 1848 den Antrag zur Abschaffung der Leibeigenschaft und ging damit in die Geschichte ein. Gleichzeitig entstand im Zuge dieser Bauernbefreiung die Raiffeisen-Bank. Für die Bauern folgte eine Abhängigkeit auf die andere: nunmehr die von den Kreditgebern. In „Kudlich – eine anachronistische Puppenschlacht“ (Uraufführung Schauspielhaus Wien 2016), dem ersten Teil von Thomas Köcks „Kronlandsaga“, ging es um die Frage nach der Ambivalenz der Freiheit, nach der problematischen Dialektik des Liberalismus. Die Hauptrolle spielt der Burschenschafter Hans Kudlich (Originalbild unten). 

Beim Original bleibt es freilich nicht: Mit seinem jüngsten Stück entwirft Köck eine Fortsetzung und verlagert die Geschichte von Kudlich nach Amerika. Aufgrund seiner Teilnahme am Wiener Oktoberaufstand zum Tode verurteilt, floh Hans Kudlich tatsächlich in den 1850er Jahren in die USA. In Köcks Fiktion landet er dort unverhofft hundert Jahre später zwischen Hollywood-Stars am Set eines bekannten Westernfilms in der texanischen Wüste. Er entdeckt, wie einst James Dean auf der Leinwand, mehr durch Zufall denn durch eigenes Zutun eine Ölquelle. Durch die Linse des Western-Filmgenres wirft Thomas Köck einen eigenwilligen Blick auf die USA des ausgehenden 19. Jahrhunderts: Die Zeit, in der sich mit der profitorientierten, ungehemmten Erschließung von Land und Rohstoffen die Idee von Freiheit, Wachstum und Individualismus als US-amerikanische Grundwerte herausbilden. Der im Westernfilm mythisierte Prozess der Landnahme und Expansion gen Westen mündet im Einsetzen einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung, deren Antrieb die Verheißung ist, dass jede/r es nach oben schaffen kann. Thomas Köck nimmt dies zur Folie für das Nachdenken über den Treibstoff des klassischen Kapitalismus, der wie kein anderer Fortschritt und Bedrohung verkörpert, die Kriege des 20. Jahrhunderts befeuert und die Welt an den Rand des ökologischen Kollaps geführt hat: das Öl.

„schön wärs wär die Geschichte immer so eindeutig wie sie sich später dann gern darstellt“ denkt Kudlich einmal laut. Köcks humorvolles Spiel mit historischen Fakten und filmkulturellen Zitaten vermittelt gerade die Unmöglichkeit ebensolch eindeutiger Darstellung und leuchtet aus, wie gefestigte Narrative durch erfinderisches Erzählen aufgebrochen werden können. Wie lässt sich die Komplexität der Geschichte, die niemals nur etwas Vergangenes ist, heute künstlerisch bedenken? Wer verfügt über ihre Erzählung? Verschiedene Zeitebenen raffiniert miteinander verwebend, knüpft Thomas Köck Verbindungen durch die Jahrhunderte in die Gegenwart, wo die fatalen Langzeitschäden der Ausbeutung der Erde durch den Menschen unleugbar ins Sichtfeld gerückt sind. Wo Klimabewegungen die Veränderung des kapitalistischen Gesellschaftssystems einfordern, während in der Weltpolitik rechtspopulistische Politiker*innen und Gruppierungen an Regierungsmacht gewinnen.

Im Klartext also: ein Stück für Burschenschafter und keinen. Möglicherweise aber doch ein Kandidat für den FREILICH Theaterpreis zur Sichtbarmachung von Burschenschaftern auf der Bühne. 

Hans Kudlich, der Echte.

KUDLICH IN AMERIKA oder who owns history
ein carbondemokratischer spaghettiwestern

von Thomas Köck
URAUFFÜHRUNG
Regie Elsa-Sophie Jach & Thomas Köck

Premiere am 11. Jänner 2020

Alle weiteren Termine am Wiener Schauspielhaus: www.schauspielhaus.at/kudlich_in_amerika