Archive

Mai 2020

Browsing

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise treffen Klubs, Bars und Diskotheken aufgrund der verordneten Sperrstunde härter als viele andere Betriebe. Der monatelange Totalausfall ist eine Existenzbedrohung für viele Unternehmer und bedeutet für tausende Jugendliche, dass kein geordnetes Feiern möglich ist. Logische Folge: jede Menge Partys im privaten und öffentlichen Bereich mit Ruhestörung, Vermüllung und Vandalismus.

Die Betreiber nachtgastronomischer Einrichtungen warnen vehement, dass zwei Drittel der Betriebe nicht mehr wiederöffnen, sollte die Bundesregierung nicht auf die Lage reagieren und nicht schleunigst konkrete Pläne zur Rettung der Nachtgastronomie auf den Tisch legt. Für die gesamte Branche mit ihren Zulieferern – wie beispielsweise Brauereien – oder den Sicherheitsdienstleistern ist zur Zeit „Feuer am Dach“ und es herrscht akuter Handlungsbedarf.

Die FPÖ Graz unter der Führung von Klubobmann Armin Sippel will nicht so lange warten, bis die Bundesregierung reagiert und bringt deshalb in der kommenden Grazer Gemeinderatssitzung am 14. Mai einen dringlichen Antrag ein, der ein umfassendes Rettungspaket für die Grazer Nachtgastronomie beinhaltet.

„Ein pulsierendes und vielfältiges Nachtleben gehört zum Flair unserer Stadt. Für junge Grazer wie für viele Besucher war der Klub- und Diskothekenbesuch eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Um das auch nach der Corona Krise in gewohnter Weise wieder zu ermöglichen, braucht es dringend diese große Kraftanstrengung und eine über den Wirkungskreis der Stadt hinausgehende breite Zustimmung.“

Grazer FPÖ-Klubobmann Armin Sippel über den Dringlichen Antrag der FPÖ Graz

So soll für Planungssicherheit gesorgt und der Druck auf die Verantwortlichen erhöht werden, um der Nachtgastronomie unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen ein uneingeschränktes Öffnen in Aussicht zu stellen.

Armin Sippel will gemeinsam mit der Stadt Graz als Vermittler agieren und ein Zusammentreffen aller Beteiligen von Stadt, Land, Bund und Betroffenen organisieren und ein maßgeschneidertes Förderpaket schnüren, um den Totalausfall von mehreren Umsatzmonaten abzudecken.

Gleichzeitig sollen Kompensationsgeschäfte Lokalbetreiber unterstützen und alternative Einnahmemöglichkeiten schaffen. Angedacht sind etwa Partymeile im Sommer, eine Autodisko, der Ausschank tagsüber und eine alternative Nutzung der Lokalflächen.

ARMIN SIPPEL auf der Internetseite der FPÖ Graz.

Werbung:

Kampagne „Stopp dem Corona-Wahnsinn“ HIER unterzeichnen.

FPÖ-Petition gegen den Coronawahnsinn der österreichischen Bundesregierung

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

„eigentümlich frei“ ist das Magazin für Libertäre, Eigentumsbefürworter, Unkorrekte, GEZ-Geschädigte, Christen, Kapitalisten, Ästheten, Anarchisten, Piusbrüder, Punkrocker, Liberale, IHK-Verweigerer, Waffenfreunde, Freiheitliche, Marktwirtschaftler, Männer, Frauen, Konservative, Klimaskeptiker, Medienopfer, Monarchisten, Raucher, Lebensunternehmer, Tea-Party-Bewegte, Genussmenschen, Nettosteuerzahler und andere zuweilen auch ganz Stinknormale.

Wir haben einen Blick in Ausgabe 203 mit dem Titel „Masken und andere Mentalitäten“ geworfen. Auf 64 Seiten finden sich knackige Gedanken über Zensur bei Facebook und Co und die Rolle der Firma „Correctiv“, die Corona-Krise in der Vollkasko-Gesellschaft und über ungebrochene Diktaturtauglichkeit, Maskenpflicht u.v.m. Ein Blick (nicht nur) ins Inhaltsverzeichnis lohnt sich:

Auch interessant: Dieses Jahr findet wieder der „Jungeautorenwettbewerb“ von „eigentümlich frei“ statt. Zum siebten Mal werden junge Autoren unter 30 zu einem Wettbewerb eingeladen. Zu gewinnen sind 20 freie Plätze für ein dreitägiges Seminar für Jungautoren sowie nach Seminarteilnahme der anschließende Besuch der siebten großen ef-Konferenz zusammen mit vielen weiteren ef-Autoren und -Lesern. Dazu erhält der Sieger erneut ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, gestiftet vom informellen „Freundeskreis Literatur libertär“. Der Sieger wird im Rahmen der Konferenz mit der Julius-Faucher-Medaille ausgezeichnet.

In diesem Jahr bitten „eigentümlich frei“ wir um einen Beitrag zum Thema „Ich in 25 Jahren: Meine ökonomische Zukunftsperspektive“ (Länge: 6.000 bis 8.000 Zeichen inklusive Leerzeichen). Texte gehen per Email mit Dateianhang an: [email protected]

Auch der YouTube-Kanal von „eigentümlich frei“ bietet eine breite Auswahl informativer Sendungen auf dem auch von Februar bis April jedes Jahr die circa 20 Reden der ef-Januar-Konferenz veröffentlicht werden.

Dort schürft jeden Freitag um 18:30 Uhr Max Reinhardt in „Freie Bildung für freie Männer“ etwas tiefer nach echtem Wissen. Im Ferngespräch diskutiert einmal pro Woche André F. Lichtschlag mit einem interessanten Gesprächspartner und in „Asozial“ kommentiert jeden Sonntag um 9 Uhr Sascha Tamm die Politik und den ganzen Rest. Das und noch viele andere Sendungen finden Sie HIER.

Den Internetauftritt von „eigentümlich frei“ finden Sie HIER, das Abo können Sie HIER zeichnen.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Noch nie habe eine Regierung so viele Versprechen abgegeben und so wenige eingelöst. Die Österreicherinnen und Österreicher würden im wirtschaftlichen Corona-Regen stehengelassen, kritisierte Kickl.

Das neue Paket zur Unterstützung heimischer Wirte in Höhe von 500 Millionen Euro ist laut den Aussagen von Finanzminister Blümel ein Teil des bereits mehrmals angekündigten 38-Milliarden-Euro-Corona-Hilfspaketes.

Kritik von Kickl

Kritik kommt von Herbert Kickl. „Offenbar sind große Teile dieser angekündigten 38 Milliarden Euro weder vergeben noch ausgezahlt oder überhaupt verplant worden“, meint der FPÖ-Klubobmann.

Die ach so großzügigen Hilfsgelder würden sich immer mehr als Marketinggag erweisen. „Tarnen, täuschen, bluffen – das ist die Devise der schwarz-grünen Regierung, deren Politik sich immer mehr als billige Show entpuppt, wo auf Choreografie mehr Wert gelegt wird als auf Inhalte und echte Hilfsleistungen.

Kurz, Blümel und Co. schaffen es, die österreichische Wirtschaft immer weiter zu ruinieren, und zwar nachhaltig“, so der freiheitliche Klubobmann.

Kampagne „Stopp dem Corona-Wahnsinn“ HIER unterzeichnen.

FPÖ-Petition gegen den Coronawahnsinn der österreichischen Bundesregierung

Mehr Recherchen, Reportagen und alternative Meinungen. HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Über die Neue Rechte wird im linken Mainstream viel debattiert. Und es nimmt nicht Wunder, dass die Mehrheit dieser Diskurse ohne Vertreter der Rechten stattfinden. Umso beachtenswerte ist es, wenn zwei Angehörige des intellektuellen Mainstreams trotz ihrer unvermeidlichen ideologischen Färbung weitgehende Objektivität wahren.

Bereits am 19. März 2019 fand im Hygienemuseum in Dresden eine Veranstaltung unter dem Titel „Die Theorie(n) der Neuen Rechten“ statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Philipp Felsch, Professor an der Berliner Humboldt-Universität, zu Gast war Danilo Scholz, ein ostdeutscher Ideenhistoriker mit starkem Frankreichbezug.

Gemeinsam ergründen sie die weitreichenden ideengeschichtlichen Verwurzelungen der neurechten Theorien und fördern mitunter Spannendes und auch für versierte Kenner der Materie Interessantes zutage.

Gewiss: Trotz relativer Objektivität bleiben Felsch und Scholz ihrer eigenen Weltanschauung treu. Nichtdestotrotz vermag die Veranstaltung aufzuzeigen, dass der Versuch eines objektiv-wissenschaftlichen Diskurses zwischen links und rechts ein spannendes Experiment werden könnte.

Mehr Recherchen, Reportagen und alternative Meinungen. HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Es gibt einen reichen Schatz an christlicher Geistesgeschichte und christlicher Literatur – nur scheint beides heute nicht mehr sehr präsent zu sein. Natürlich gibt es Klassiker, die jedem bekannt sind. Doch wie gelingt es, die weniger bekannten, aber nicht minder wertvollen Autoren und Denker dem Vergessen zu entreißen?

Dazu bedarf es in aller Regel eines guten Ratgebers. Der ab heuer jährlich erscheinende „Lepanto-Almanach“ schafft hier Abhilfe. Der Schwerpunkt des frisch gepressten Bandes Nr. 1 liegt auf Reinhold Schneider, einem Hauptvertreter des deutschen „Renouveau Catholique“ und der „Inneren Emigration“.

Der „Lepanto-Almanach – Jahrbuch für christliche Literatur und Geistesgeschichte“ ist ein Lotse, der geistige Güter abwägt und sie den Lesern neu erschließt. Wer sich darauf einlässt, entdeckt die christliche Geisteswelt über den wichtigen Anteil, den Poeten, Künstler und Schriftsteller daran hatten und haben. So möchte der Lepanto-Almanach auch einen Beitrag dazu leisten, die Werte katholischer Weltanschauung in unseren Tagen erneut fruchtbar zu machen.

HIER finden Sie den „Lepanto-Almanach“ in unserem FREILICH SHOP.

Mehr Recherchen, Reportagen und alternative Meinungen. HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Sind unsere Bürgerrechte in Zeiten der Corona-Pandemie in Gefahr? Derlei fürchten aktuell zahlreiche Menschen in dieser Republik. Christoph Berndt ist einer von ihnen. Wir haben mit ihm gesprochen.

In Deutschland wird aktuell vielerorts demonstriert. Es formiert sich ein ernstzunehmender Protest gegen die von der Regierung erlassenen Corona-Maßnahmen. So auch in Cottbus, wo Christoph Berndt, Kopf der Bürgerbewegung „Zukunft Heimat, zum Protest aufruft. Wir haben mit Berndt gesprochen.


Unsere Podcastreihe „LAGEBESPRECHUNG“ finden Sie HIER.

Mehr Recherchen, Reportagen und alternative Meinungen. HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Ab sofort gibt es zu jedem FREILICH-Abo ein Poster von Ernst Jünger geschenkt. Aber Achtung: Aktion ist auf die ersten 100 Neuabos begrenzt!

Ernst Jünger ist ein Gesamtkunstwerk mit vielen Facetten. Unseren Neuabonnenten widmen wir eine grafische Allegorie zu „Auf den Marmorklippen“. Exklusiv aus der FREILICH Grafikwerkstatt.

Auch FREILICH ist ein Gesamtkunstwerk und für Menschen mit Lust auf Texten, mit Neugier auf Lesestoff, der sie bewegt. Leser, die nicht genug haben von dem vorgekauten Einheitsbrei, der sich jetzt Mainstream nennt.

Unsere Leser erwarten von uns fundierte Themen und Auseinandersetzungen aufgrund professioneller Arbeit und mit solidem Werterahmen. Wir bieten Position und Kritik.

Also: Schnell sein, FREILICH abonnieren und Ernst Jünger ins Wohnzimmer hängen!

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

HIER einen Blick auf die aktuelle Ausgabe FREILICH 08 werfen.

Ernst Jünger Poster für alle neuen FREILICH Abonnenten (Format DIN A2)

Von allen Schrecken der Vernichtung stieg zu den Marmorklippen einzig der goldene Schimmer empor. So flammen ferne Welten zur Lust der Augen in der Schönheit des Unterganges auf.

Auf den Marmorklippen – Ernst Jünger

„Marmorklippen im Mainstream“ – Dieser Artikel von Günther Scholdt ist im FREILICH 08 erschienen!

Besuchen Sie auch unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Noch nie da gewesene Einschränkungen von Bürger- und Freiheitsrechten sowie Medienethik gebieten Wachsamkeit, reflektierte und differenzierte Berichterstattung.

„Gerade in der Zeit der Krise, in welcher die schwarz-grüne Bundesregierung mit umstrittenen Erlässen und Verordnungen unsere Demokratie schwächt, aus dem engsten Umfeld des Bundeskanzlers Pläne zur Überwachung der Bürger mittels einer Spionage-App öffentlich werden und der Bevölkerung ein von Schwarz-Grün selbst geschaffener Ausnahmezustand als ‚neue Normalität‘ verkauft wird, braucht es kritische Medien als ‚vierte Macht im Staat‘. Dazu gehört es etwa auch, die Inhalte der nahezu täglichen Regierungspressekonferenzen nicht unhinterfragt zu übernehmen, sondern auf diese zu reflektieren und differenziert zu berichten“, mahnte der freiheitliche Mediensprecher Christian Hafenecker. 

„Die Schaltung von unzähligen Inseraten und die Art der Schaffung von Corona-Sonder-Förderungen dürfen nicht dazu führen, dass die täglich offensichtlicher werdende Angst-Strategie von Kurz, Kogler und Co. zur Einheitsmeinung der veröffentlichten Meinung wird und kritische Geister zur journalistischen Minderheit werden. Frei nach dem großen Hanns Joachim Friedrichs muss hier gelten, dass man sich mit keiner Sache gemein macht, auch nicht mit einer guten. Erstmals in der Zweiten Republik erleben wir Einschränkungen der Bürger- und Freiheitsrechte in noch nie gekanntem Ausmaß durch eine Bundesregierung, die jede kritische Haltung und Meinung, auch von Experten, abkanzelt oder sogar als Fake-News diffamiert. Das Gebot der Stunde ist es daher, wachsam zu sein und wenn nötig auch den Mut zum Widerspruch aufzubringen. Denn das Ende des kritischen Journalismus ist immer auch der Anfang vom Ende jeglicher demokratischen Kultur“, betonte Hafenecker.

FREILICH arbeitet als politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung. Das aktuell Heft FREILICH 08 widmet sich ausführlich und unabhängig der Corona-Krise. HIER die neue FREILICH Ausgabe 08 kennenlernen.

Auch in unserer Podcast-Reihe „LAGEBESPRECHUNG“ gehen wir mit Experten tiefer auf die Problematiken der Corona-Krise ein. Alle Podcasts finden Sie HIER.

In FREILICH 06 interviewten wir Christian Hafenecker u.a. über die Zukunft der FPÖ

Werbung:

Kampagne „Stopp dem Corona-Wahnsinn“ HIER unterzeichnen.

FPÖ-Petition gegen den Coronawahnsinn der österreichischen Bundesregierung

Mehr Recherchen, Reportagen und alternative Meinungen. HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Während einerseits der Trend zur nationalen Abschottung wächst, steigt andererseits das Gefühl, in einem „globalen Dorf“ zu leben …

Während ich diese Kolumne schreibe, sind 127.584 Menschen vom Corona-Virus infiziert, 8946 sind bisher daran gestorben, 84.153 genesen. Erkrankungen werden in 158 Ländern und Regionen auf allen Kontinenten gemeldet. Eingebunkert hinter Türmen aus Klopapier und Hamsterkäufen, die Schutzmaske im Gesicht, Seife und Desinfektionsmittel griffbereit, gehorchen wir artig der „Kronen Zeitung“ („Wir bleiben daheim“) und unserer Regierung, die eine Ausgangsbeschränkung über das ganze Land verhängt hat, wie auch in Italien, Frankreich, Spanien, Belgien und Israel. Neben dem Ursprungsland China sind auch die USA und ihr Erzfeind Iran stärker betroffen.

Vor unseren Augen entfaltet sich, wie in einem Zombiefilm, ein „World War C“, der sich stündlich um neue Facetten erweitert. Überall scheinen Bürger wie Politiker geteilter Meinung zu sein, wie groß die Gefahr für Leib und Leben denn tatsächlich sei, wo die Schutzmaßnahmen enden und die Hysterie beginnt. Während die einen den Tod von Millionen kommen sehen, erklären andere den Virus für nicht gefährlicher als eine Grippe und die Maßnahmen mancher Regierungen für Überreaktionen, die blindlings die Wirtschaft zusammenschlügen. Zugleich versorgen uns die Medien mit dramatischen Bildern aus Norditalien, von überfüllten Krankenhäusern und Militärkarawanen, die reihenweise Leichen in Krematorien transportieren, wobei man uns immer wieder versichert, dass vor allem die Alten und komorbid Vorbelasteten lebensgefährdet seien. 50–70 % der Bevölkerung werden angeblich dennoch dem „unsichtbaren Gegner“ nicht entrinnen, ein Großteil davon werde aber nur geringe oder auch gar keine Symptome zeigen. Wieder andere wittern eine Intrige der „Neuen Weltordnung“, den Bürgern durch eine „gemachte“ Krisenstimmung Kontrollen und Restriktionen aufzuerlegen, die sie andernfalls niemals akzeptiert hätten.

Libertäre fürchten einen „kollektivistischen“ Staatscoup, während sich Konservative bestätigt fühlen, dass das Gemeinwohl einer entschlossenen Staatsmacht bedarf. A1 liefert die Bewegungsprofile seiner Kunden an die österreichische Regierung, während die WHO bargeld- und kontaktloses Bezahlen empfiehlt, um das Übertragungsrisiko zu mindern. Aus Berlin wird ein Boom des Goldhandels gemeldet. Touristen stornieren massenweise ihren Urlaub in Südtirol, während Einheimische in sozialen Medien berichten, dass sie mehr Angst als Kranke sehen. In Großbritannien empfehlen Experten in Boulevardzeitungen möglichst große soziale Vermischung, damit das Virus umso schneller den (meine Formulierung) „Volkskörper“ immunisiere.

In Deutschland erklären Experten, dass es sinnlos sei, die Grenzen zu schließen, weil der Virus ohnehin „schon da“ sei wie weiland die Flüchtlinge. Der „Zukunftsforscher“ Matthias Horx prophezeit ein baldiges Happy End, das zu einem „inneren Wandel“ der Gesellschaft führen und sie zu mehr Konsumbescheidenheit und Solidarität erziehen werde. Ganz wichtig: „Vielleicht werden wir uns sogar wundern, dass Trump im November abgewählt wird. Die AfD zeigt ernsthafte Zerfransens-Erscheinungen, weil eine bösartige, spaltende Politik nicht zu einer Corona-Welt passt.“ Da sind etliche AfD- und Trump-Wähler gegenteiliger Ansicht: Vielmehr werde die Corona-Krise wie in Italien das Nationalgefühl stärken, die Wichtigkeit von Grenzen erweisen und Multikulti-Utopien den Garaus machen. In Europa schwindet die Lust rapide, die nächste Migrantenwelle, die an den griechischen Grenzzäunen rüttelt, willkommen zu heißen. In Nordamerika mahnen antirassistische Aktivisten, den Virus nicht mit China in Verbindung zu bringen, um bloß keine Asiaten zu diskriminieren. Auf YouTube rät der Wiener Psychiater Raphael Bonelli, den verordneten Hausarrest zur „Selbsterkenntnis“ nutzen. Schlagzeilen tauchen auf, wie von einem Satiriker erfunden: „Afrika schottet sich gegen Europa ab“.

Ein weiterer apokalyptischer Reiter steht schon bereit: Während der Dax steil nach unten saust, halten viele eine große Wirtschaftskrise für unabwendbar; diese sei zwar unabhängig von der Corona-Krise entstanden, werde durch diese aber erheblich beschleunigt werden. Während einerseits der Trend zur nationalen Abschottung wächst, steigt andererseits das Gefühl, in einem „globalen Dorf“ zu leben, in dem ein Tom Hanks und eine Sophie Trudeau ebenso wie ein Cem Özdemir und ein Eduard von Habsburg das gleiche Virenschicksal erleiden. Wie auch immer die Geschichte weitergehen wird: Der Coronavirus hat eine „globalistische“ Krise ausgelöst, die viele Fragen aufwirft, die wir nur langfristig beantworten können werden.

Dieser Kommentar erschien im FREILICH Magazin 08.

Mehr Recherchen, Reportagen und alternative Meinungen. HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Die Aprilausgabe der Sezessions mit Beiträgen von Ellen Kositza, einem Porträt über Peter Turchin aus der Feder von Konstantin Poensgen, einem Briefwechsel zwischen Ivor Claire und Kubitschek über Hölderlin und vielen mehr.

Schon der Blick ins Inhaltsverzeichnis verspricht eine anregende Lektüre:

Inhaltsverzeichnis Heft 95

Götz Kubitschek und Benedikt Kaiser stellen persönlich Ausgabe 95 der „Sezession“ vor:

Die „Sezession“ befindet sich bereits im 18. Jahrgang und hält für die kommenden Ausgaben einige Leckerbissen bereit:

Überblick über die kommenden Hefte im Jahr 2020

Eine Auswahl des Verlages „Antaios“ finden Sie auch in unserem FREILICH Shop.

Die aktuelle Staffel der Kaplaken-Reihe

Den Internetauftritt von „Sezession im Netz“ finden Sie HIER.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com