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Mai 2021

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Wohin geht die Deutsche Burschenschaft? FREILICH hat mit DB-Pressesprecher Philip Stein über die Perspektiven der Veränderung gesprochen.

FREILICH Magazin: Herr Stein, Sie sind heute Pressesprecher der DB. Wann und warum sind Sie Burschenschafter geworden?

Philip Stein: Kurz vor dem Abitur, d. h. irgendwann im Herbst oder Winter 2010, habe ich meine ersten holprigen Gehversuche als „Autor“ gewagt. Mir wurde das seltene Glück zuteil, dass gleich zwei meiner Lehrer ein doch sehr offenes Ohr für alles Nonkonforme hatten – und so in den privaten „Genuss“ meiner politischen Elaborate gekommen sind.

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Daraus entwickelte sich aber zum Glück ein reger und offener Austausch über politische Inhalte, mit dem Ergebnis, dass mir beide Lehrer – ganz unabhängig voneinander – ein Engagement in einer Burschenschaft­ ans Herz legten bzw. diese Option zur Sprache brachten. Diesem „Ruf“ bin ich nach mehrmaliger „Besichtigung“ des burschenschaft­lichen Betriebes dann gefolgt. Das politische Interesse stand also bei mir immer im Vordergrund. Aktiv geworden bin ich anschließend im Dezember 2011 bei der Marburger Burschenscha­ft Germania, der ich noch heute angehöre.

Wenn Sie auf Ihre eigene Aktivenzeit zurückblicken: Welchen Einfluss hatte die Burschenschaft auf Ihre persönliche Entwicklung? Was hat Sie geprägt?

Die Zeit, die ich als junger Aktiver in Marburg verbringen dur­fte, hat mich auf eine Art und Weise geprägt, die mit Sicherheit keine andere (politische) Organisation hätte bewerkstelligen können. Der Einfluss der Bundesbrüder war enorm. Ich habe, was politische Standpunkte, Argumentationsgrundlagen, allgemeine wie politische Bildung, aber auch Verhaltensweisen und „So­ Skills“ angeht, so viel und vor allem so schnell gelernt, dass ich durchaus gewillt bin, von einer Ersatzhochschule zu sprechen.

Ich muss aber auch betonen, dass ich das Glück hatte, nicht nur in einer Aktivengeneration „aufzuwachsen“, die außerordentliche Charaktere vorzuweisen hatte, die auch heute noch auf vielfältige Weise politisch aktiv sind, sondern über die Zeit auch echte Freunde und Kameraden zu finden. Wir halten auch heute noch fest zusammen.

Mich hat neben dem Mensurschläger, von dem wir doch häufig Gebrauch machten, also vor allem die interne politische Diskussion geprägt – und die war so vielfältig wie ernstha­ft. Der Druck von außen ist dabei natürlich auch nicht zu vernachlässigen. Marburg ist eine umkämpft­e Universitätsstadt, die Marburger Germanen der Hauptfeind der linken Studentenscha­ft und auch des Mainstreams. Dieser Umstand schweißt zusätzlich zusammen. Die „studentische Front“ hat mich bestärkt und geprägt.

Burschenschaften sind bereits über 200 Jahre alt, und die Gesellschaften haben sich in dieser Zeit stark gewandelt. Für viele Außenstehende wirkt das deutsche Verbindungswesen deshalb sehr antiquiert. Warum sollte man heutzutage eigentlich noch Burschenschafter werden?

Wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, dann müssen wir selbstkritisch konstatieren, dass wir natürlich auch Antiquiertes mit uns herumtragen. Diese antiquierten Elemente, über deren Sinnhaft­igkeit eine Diskussion durchaus erlaubt sein muss, kann jedoch von einem Traditionsbestand geschieden werden, der unserer heutigen „Gesellschaft­“ klar gegenübersteht.

Den Versuch zu wagen, zwangha­ft „moderner“ zu wirken, halte ich für gefährlich. Moderne und zeitgemäße Medien- und Pressearbeit: ja; pseudohippe Party- und Konsum-Updates: keinesfalls. Wir müssen das, was uns ausmacht und von anderen scheidet… (weiter lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“).

Philip Stein: 1991 im hessischen Fritzlar geboren, studierte Geschichtswissenschaft, Philosophie und Germanistik in Marburg. Während des Studiums trat er der Marburger Burschenschaft Germania bei. Seit 2015 leitet er das rechte Bürgernetzwerk „Ein Prozent“. Ein Jahr später gründete er den Jungeuropa Verlag. Aktuell ist er zudem Pressesprecher der Deutschen Burschenschaft. In der Vergangenheit publizierte er für unterschiedliche Blogs und Zeitschriften (z.B. Blaue Narzisse, Sezession, Neue Ordnung). 2013 veröffentlichte Stein gemeinsam mit Felix Menzel das Buch „Junges Europa. Szenarien eines Umbruchs“.

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Die österreichische „Corona-Widerstands“-Bewegung, oder wie auch immer man sie nennen möchte, ist ein unerwartetes und einzigartiges Phänomen. Ein Kommentar von Martin Lichtmesz.

Obwohl es international zum Teil massive Proteste gegen die „Corona-Maßnahmen“, insbesondere den „Lockdown“ gibt, scheinen die österreichischen Protestler einen besonders ausgeprägten Grad an Organisiertheit, Beharrlichkeit und Zugkraft  entfaltet zu haben.

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Trotz aller Bemühungen der Regierung und der mit Millionen von Förder- und Werbegeldern gekauften Presse, die Teilnehmer pauschal als „Rechtsextreme, Staatsverweigerer, Hooligans, Alt-Neonazis“ (Innenminister Nehammer), „Verschwörungstheoretiker“ oder als „Demo-Mob“ (oe24) zu diffamieren, handelt es sich hier um eine authentische Volksbewegung, in der Menschen aus allen Schichten und Altersklassen vertreten sind und in deren Rahmen friedensbewegte ehemalige Grüne wie Alexander Ehrlich mit freiheitlichen Patrioten wie Herbert Kickl zusammenarbeiten.

Rot-weiß-rote Solidarität

Dass sich die rot-weiß-rote Nationalflagge als kennzeichnendes Symbol durchgesetzt hat, gibt den Protesten eine auch ästhetisch ansprechende Klarheit und Geschlossenheit, die den eher chaotischen bundesdeutschen „Querdenker“-Demos fehlt, was gewiss auch mit einer größeren Entfremdung der Deutschen von ihrer Nation zu tun hat. Dabei steht die rot-weiß-rote Fahne auf den Demonstrationen nicht für Nationalismus, sondern betont das übergeordnete und verbindende Ganze, die republikanische Einheit und Solidarität. Sie stellt mit einer gewissen demokratischen Romantik das freie Volk einer autoritären Regierung  gegenüber. Dieses Gefühl, dass es nun wirklich um die Wurst für uns alle geht, eint wohl sehr viele Demoteilnehmer, weshalb weltanschauliche und politische Differenzen hintangestellt und auch die auf Großdemos unvermeidlichen Spinner und Käuze unterschiedlichster Couleur toleriert werden.

Dies geschieht freilich zu einem Zeitpunkt, an dem das Volk dank der unablässigen Propagandabeschallung durch die Massenmedien gespalten ist wie nie zuvor, mehr noch als während der „Flüchtlingskrise“. Das „Corona“-Narrativ erklärt den Maßnahmenkritiker oder gar -verweigerer zum asozialen, verantwortungslosen Seuchenverbreiter und hat in manche Köpfe die Vorstellung gepflanzt, dass ein Mensch schon allein dadurch das Leben seiner Mitmenschen gefährden könne, indem er „ungetestet“ ein- und ausatmet. Dieses Säen von wechselseitigem Misstrauen und die Forderung nach physischer Distanzierung werden perverserweise mit Slogans wie „Wir halten zusammen“ vorangetrieben. Es gibt schier keine Brücke mehr zwischen denen, die vor allem Angst vor dem Virus haben, und denen, die vor allem Angst vor den Maßnahmen der Regierung haben, insbesondere dem sozialen und wirtschaftlichen Impfungsdruck und den damit verbundenen Programmen wie dem „Grünen Pass“, die mit roboterartiger Zielgerichtetheit durchgesetzt werden.

Drei Bruchlinien

Man erkennt indes in der laufenden Spaltung Bruchlinien wieder, die Caroline Sommerfeld und ich in unserem Buch „Mit Linken leben“ beschrieben haben und die nur vektorenhaft eine Frage von „links“ und „rechts“ sind. Wir stellten erstens „Utopisten“ gegen „Realisten“, was in Bezug auf die „Coronakrise“ etwas modifiziert werden muss. Beide Seiten, die Maßnahmenanhänger wie auch -kritiker, beanspruchen, die Wissenschaft auf ihrer Seite zu haben, und auf beiden Seiten finden wir gelegentlich entweder offene oder versteckte sektiererische Tendenzen und magisches Denken. Allerdings muss klar gesagt werden, dass die Maßnahmenkritiker trotz aller offiziellen Gaslichterei in den wesentlichen Punkten die besseren sachlichen Argumente auf ihrer Seite haben, während man den „Lockdown“ allenfalls als politischen Mythos oder Kollektivwahn bezeichnen kann.

Zweitens nannten Sommerfeld und ich die Bruchlinie „Vertrauen/Misstrauen in politische Eliten und Mainstreammedien“, die an dieser Stelle wohl keiner weiteren Erläuterung bedarf. Als „Verschwörungstheoretiker“ gilt heute, wer daran zweifelt, dass die Superreichen und  Supermächtigen dieser Welt irgendetwas anderes im Sinn haben könnten als philantropische Zielsetzungen, und bizarrerweise haben sich auch viele Linke entsprechende Affekte einimpfen lassen, insbesondere, seit die Großkonzerne des Westens „woke“ geworden sind.

Die dritte Bruchlinie ist etwas spezifischer. Sie stellt „Globalisten“ gegen Identitäre, Souveränisten, Separatisten, Regionalisten, Föderalisten, Verteidiger des Nationalstaates und so weiter, also gegen alle, die sich gegen die Entgrenzungen und die Maßlosigkeit globalistischer Politik stellen, wozu eben auch die Agenda des „Great Reset“ und sonstiger politischer Nutzen der Schein-Pandemie zählen. Auch unter diesem Aspekt ist es sinnfällig, wenn sich die Protestler unter der österreichischen Nationalflagge versammeln. Sie antworten damit auf den Pseudo-Patriotismus, den der opportunistische Globalist Kurz schon lange vor „Corona“ genutzt hat, um die Wahlen zu gewinnen, und der nun eingesetzt wird, um dem Volk seine eigene Freiheitsberaubung, Entrechtung, ökonomische Vernichtung und ideologische Gleichschaltung schmackhaft zu machen; manche werden sich vielleicht daran erinnern, wie während des ersten Lockdowns vor einem Jahr Patrouillen von Polizeiautos durch leere Straßen fuhren und „I am from Austria“ aus den Lautsprechern erschallen ließen.

Aufbäumen gegen die Globalisten

Was nun die Reaktion der Regierung und der Leitmedien auf die Protestbewegung betrifft , so kann man es nicht anders bezeichnen, als dass hier ein propagandistischer Bürgerkrieg gegen große Teile des eigenen Volkes geführt wird. Die Tausende, die Kickl, Ehrlich oder Martin Rutter auf die Demonstrationen folgen, hoff en hingegen auf einen basisdemokratischen Frühling, der die „Corona-Diktatur“ zu Fall bringen wird. Auch ich wünsche mir, dass dieser Sand im Getriebe ausreichen wird, um die Maschine zu stoppen, aber ich fürchte, dass die Menschen, die mit bewundernswertem Einsatz auf die Straße gehen, das Monstrum  unterschätzen, gegen das sie angetreten sind. Schlimmstenfalls erleben wir gerade das letzte ehrenhafte, aber naive Aufbäumen einer überholten Idee namens „Demokratie“, ehe die globalistischen Eliten in Davos und anderswo den „Reset“-Knopf drücken, um in der westlichen Welt ein Herrschaftsmodell nach chinesischem Vorbild zu installieren.

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Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. In Band 2 schreibt Irfan Peci über den Ruf der Islamisten. Wer ihn verbreitet, wer ihm folgt und wie man ihn zum Schweigen bringt.

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Trotz der nötigen Kritik an der Sicht der Rechten, die den Fokus zu sehr auf links statt gegen die Islamisierung richten, ist es ohne Zweifel so, dass die Gefährlichkeit des politischen Islam erst durch die Kooperation mit den Linken zustande kommt.

Fast jede Ursache und Erscheinung der  Islamisierung ist letztendlich entweder auf linke Politik und Ideologie oder aber den linken Zeitgeist mit seiner totalen Dominanz als Metapolitik zurückzuführen.

Das ungeheure islamistische Personenpotenzial in Gesamteuropa ist das Ergebnis der offenen Grenzen und der liberalen Asyl- und Einwanderungspolitik, die zu einer Masseneinwanderung vor allem aus unteren  Gesellschaftsschichten aus der islamischen Welt geführt hat. Das ist nicht erst seit 2015 der Fall, sondern schon seit der Zeit der Gastarbeiter in den 1970er- und 1980er-Jahren. Schon in den 1990er-Jahren bildeten sich in Paris, London, New York, Madrid und anderen westlichen Großstädten islamistische Gruppen und muslimische Parallelgesellschaften.

Welche Strategien Islamisten noch verfolgen, schildert Irfan Peci im neuen FREILICH Politikon „Wider die Islamisten“

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Von diesen islamistischen Gruppierungen ging auch damals schon eine Terrorgefahr aus, wie man sehen konnte, als die islamistische GIA (Groupe Islamique Armé) mehrere Anschläge in Frankreich verübte oder Dschihadisten in New York unter der Führung des „blinden Sheikh“ Omar Abdul-Rahman 1993 versuchten, das World Trade Center in die Luft zu jagen. Die Kerngruppe der Attentäter von 9/11  befand sich Jahre zuvor in Deutschland, wo sie sich ungestört auf den großen Tag vorbereiten konnte.

Muslimische Parallelgesellschaften, die  damals toleriert wurden und langsam, sogar eher zaghaft anwuchsen, beherrschen heute selbstbewusst ganze Stadtteile, in denen der Einheimische als Fremdkörper empfunden wird. All das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die linksliberale Politik der europäischen Sozialdemokratie seinerzeit den Grundstein für die spätere Masseneinwanderung legte.

Höhepunkt war die ausufernde Masseneinwanderung seit 2015, die von Angela Merkel und der deutschen Bundesregierung im Alleingang fast ganz Europa aufgezwungen wurde. Nur wenige osteuropäische Länder – wie Ungarn und Polen – konnten das unter großer Mühe bei sich noch verhindern. Dabei ist es unerheblich, ob dies unter der Flagge der CDU oder einer anderen, angeblich konservativen Partei geschah, es waren trotzdem politische Entscheidungen im Sinne der Linken, die von ihnen auch unzählige Male öffentlich begrüßt wurden.

Dazu kommt eine Justiz, die, dem linken Zeitgeist unterworfen, kaum noch auf Strafe und Abschreckung setzt, sondern fast nur noch durch pädagogische Mittel versucht, Straftäter… (weiterlesen im FREILICH Politikon „Wider die Islamisten“).

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Was für die Medien- und Kommunikationsbranche gilt, trifft auf Kunst und Kultur in noch weit höherem Maße zu. Dieses Milieu wird wie kein anderer Bereich der Gesellschaft von linken Kräften dominiert. Die roten und grünen Sozialisten verfügen hier über ein De-facto-Monopol, wobei die Kulturschaffenden tendenziell eine höhere Affinität zu den Grünen und anderen weit links verorteten Kräften als zu den gemäßigteren Sozialdemokraten haben.

Dies umso mehr, seit die Grünen aufgrund ihrer Regierungsbeteiligung mehr Einfluss auf die Verteilung öffentlicher Gelder, mehr politische Gestaltungsmöglichkeiten und Kompetenzen haben, zumal die Kulturbranche in hohem Maße vom Wohlwollen und den Geldleistungen der öffentlichen Hand abhängig ist, zumal sie viel vom Staat und wenig vom Markt zu erwarten hat.

Das und viel mehr lesen Sie in der FREILICH Studie „Die Grünen – Konturen einer linksextremen Gruppe“.

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„Ein guter Pizzabäcker bringt es nicht selten zu mehr Wohlstand als ein hoch gebildeter Doktor der Philosophie. Auf diese Kränkung reagieren die meisten Intellektuellen mit Antikapitalismus und einem starken Glauben an staatliche Planung und Lenkung. Im romantisch geprägten Deutschland wird daraus häufig ein Ressentiment gegen die Oberflächlichkeit der westlichen Zivilisation. Im Gegensatz zum Kapitalismus offerieren totalitäre Führer ein gewaltiges Jobprogramm für Intellektuelle in Propaganda und Planung.“ So beschreibt Roland Baader das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen Künstlern, Intellektuellen und der Staatsmacht. Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stellung tendieren Kulturschaffende, Intellektuelle und Menschen, die in meinungsbildenden Berufen tätig sind, zu totalitären linken Ideologien.

Bei den Kulturschaffenden, wo die Abhängigkeit vom Staat und seinen Geldleistungen besonders hoch ist, ist deshalb auch das Klima repressiver als in der Medienbranche. Hier herrscht ein enormer Gruppendruck, eine lückenlose soziale Kontrolle, die die Künstler dazu nötigt, ihre korrekte politische Gesinnung stets aufs Neue durch Worte und Taten kundzutun und zu beweisen. Wer das nicht tut, gilt bereits als verdächtig.

Deshalb wird auch die Schlagerbranche, die politische Botschaften meidet, von linken Künstlern verachtet. Während der Flüchtlingskrise 2015 gab es wiederholt Forderungen von Künstlern in Deutschland und Österreich, die populären Schlagermusiker müssten sich öffentlich politisch bekennen. So forderten Thomas Spitzer und Klaus Eberhartinger von der Unterhaltungsband EAV nach den von Politik und Medien erfundenen Menschenjagden in Chemnitz: „In Zeiten wie diesen kannst du nur Komplize sein oder Rebell. […] Schön wäre es, wenn die politisch keimfreie  Fraktion wie [Helene] Fischer oder Gabalier in ihren Liedern zum Nachdenken anregt. […] Zumindest einen Kommentar abgeben.“ Künstler werden genötigt, sich der herrschenden Ideologie unterzuordnen, mit den Linken mitzumarschieren, andernfalls ist man „Komplize“ von  Menschenfeinden, Nazis etc.

Dass sich ausgerechnet jene, die sich weitgehend unkritisch dem Zeitgeist angepasst haben und nur vorgekaute und erlaubte Phrasen und Inhalte vorbringen, wie sie auch von allen anderen relevanten gesellschaftlichen und staatlichen Kräften verbreitet werden, als Rebellen sehen, liegt, wie bereits beschrieben, in der Ideologie und den Anfängen der linksalternativen bzw. grünen Bewegungen begründet. Ein gutes Beispiel für die Ausgrenzung von Künstlern, die sich dem linken Gruppendruck entziehen, ist Andreas Gabalier. Weil er – völlig untypisch für die durchgängig linke Unterhaltungsbranche – für traditionelle Werte steht und eintritt, gilt er in diesem Milieu, das seine primäre Aufgabe in der Schaffung von „richtigem“ politischen Bewusstsein sieht, als Fremdkörper und Außenseiter.

In der linken Kunst- und Medienbranche ist er zum Feindbild geworden, über das man sich lustig macht, das man kritisiert und bei Auszeichnungen und Ehrungen übergeht. Nachdem Gabalier beim Formel-1-Grand-Prix in Spielfeld die Bundeshymne in der ungegenderten Originalversion gesungen hatte, schrieben die „Grünen Frauen Wien“ einen offenen Brief an Gabalier, in dem sie die „Klärung der Causa“ forderten.

Seine Künstlerkollegen, die den Begriff „Kollege“ wohl brüsk von sich weisen würden, linke Blätter wie „Falter“ oder „Die Zeit“ versuchten, Gabalier als politisch problematisch und anrüchig darzustellen, als jemanden, der wisse, „wie man mit rechten Ideen spielt“. KPÖ, Grüne und diverse Künstler kritisierten, dass Gabalier von der Stadt Graz für seine Verdienste ausgezeichnet werden sollte. Als Gabalier in München der Karl-Valentin-Preis verleihen wurde, sorgte das für große Aufregung. Die Grünen in München  protestierten heftig und forderten, den Preis zu verstaatlichen: „Hier wird ein Sänger geehrt, dessen unkritische Heimatseligkeit sowie häufig frauenfeindliches und homophobes Auftreten mit dem Valentinschen Hintersinn unvereinbar ist.“

Grüne, Künstler und linke Medien versuchten mit ihren bekannten Methoden, Gabalier zu desavouieren, als Nazi, als Frauenfeind, Ausländerhasser und Homophoben darzustellen. Je größer die Popularität, je höher die Flughöhe eines nichtlinken Andersdenkenden, desto schwerer werden die Geschütze, die man gegen ihn auffährt. In ihrem Hoheitsgebiet dulden die Linken keinerlei Abweichung und Abweichler. Buntheit, Vielfalt sind bei den Grünen nur Oberfläche, wie bei Smarties; innen drin müssen alle gleich sein, sprich links, ökologisch, gendersensibel etc.

Deshalb hatte auch Alexander Van der Bellen die gesamte heimische Künstlerschaft geschlossen hinter sich, als er gegen Nobert Hofer um das höchste Amt im Staat wahlkämpfte. Hunderte Schauspieler, Regisseure, Autoren, Musiker und andere primär vom Staat abhängige Kulturschaffende bekundeten öffentlich ihre alles andere als uneigennützige Solidarität mit dem grünen Bundespräsidenten in spe. Angesichts dieses Ungleichgewichtes im Wahlkampf schrieb sogar „Profil“, das sich ebenfalls in die linken Hilfstruppen hinter Van der Bellen einreihte, von einem „Unterstützermonopol“: „Kabarettisten, Schriftsteller, Schauspieler, Sänger: Die Kulturszene bildete ein selten dichtes Bollwerk gegen Hofer“.

Anders ausgedrückt: Die linken Netzwerke bzw. jene Netzwerke, die auf linke Kräfte in der Regierung angewiesen sind, der sogenannte Tiefe Staat, haben sich bei diesem Wahlkampf ganz offen gezeigt und gemeinsam für die Erreichung seines politischen Zieles gekämpft. Das war angesichts der damaligen Krise der Linken notwendig. Der nationale Schulterschluss all jener Kräfte, die dem grünen Netzwerk angehören bzw. von ihm profitieren oder sonst wie abhängig sind, zeigte, wie erfolgreich der Marsch der 68er und ihrer grünen Epigonen durch die Institutionen war, wie groß ihre tatsächliche Macht in der Gesellschaft ist, wie groß der Druck ist, den sie aufbauen und ausüben können, wie sehr die Gesellschaft von diesen Kräften durchdrungen ist. Es war eine eindrucksvolle grüne Machtdemonstration.

Angesichts der linksalternativen Hegemonie im vorpolitischen Raum und in der subventionsabhängigen Kulturszene kommt es einem Berufsverbot gleich, nicht mit der linken Masse mitzuheulen und mitzumarschieren oder sich gar als Rechter oder Konservativer zu outen. Nur ein einziger echter Prominenter wagte es, Norbert Hofer zu unterstützen: der Extremsportler Felix Baumgartner. Er wurde für sein Engagement mit gehässigen Medienberichten, Kampagnen und linken Shitstorms bestraft. Die Kunst-, Kultur- und Unterhaltungsbranche ist eine linke Meinungswüste, in der jedes noch so zarte Pflänzchen sofort zertreten wird, das diese linke Eintönigkeit, die linke Meinungshoheit gefährden könnte. (Mehr zum Thema lesen Sie in der FREILICH Studie „Die Grünen – Konturen einer linksextremen Gruppe“).

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Das Standardwerk der Burschensprache von J. Vollmann wurde neu aufgelegt.

Das „Burschicose Wörterbuch“ von 1846 ist jetzt als überarbeitete Auflage im WHB Verlag, Mönchengladbach, erschienen. In diesem nach wie vor umfassendsten Nachschlagewerk der deutschen Studentensprache schildert der Schweizer Johann Grässli unter seinem Pseudonym J. Vollmann auf 540 Seiten lebendig und anschaulich das Studentenleben in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Er erklärt alle im damaligen verbindungsstudentischen Dasein vorkommenden Sitten, Ausdrücke, Wörter, Redensarten und Comments, die größtenteils auch heute noch im Verbindungswesen gebräuchlich sind und teilweise sogar in die Umgangssprache übernommen wurden.

In diesem Wörterbuch führt Grässli sämtliche damaligen Hochschulorte auf, übernimmt hierin exemplarisch die kompletten badischen Universitätsgesetze, bezeichnet die Corps und schreibt ausgiebig über Burschenschaften und Landsmannschaften sowie deren geschichtlicher Entwicklung. Ebenfalls geht er ausführlich auf Besonderheiten von Paukcomments bei Duellen auf Hieb, Schuss und Stoß ein.

Das „Burschicose Wörterbuch“ enthält neben einer detaillierten Beschreibung der Landesvater-Zeremonie den kompletten Marburger Biercomment auf vierzehn Seiten. Diejenigen, die bisher frei davon waren, erfahren hier nicht nur von den verschiedenen Arten des Katzenjammers, sondern lernen auch alte Hausmittel kennen, die hiergegen vorbeugen als auch diese heilen sollen. Zum besseren Verständnis spezieller Weincomments, wie es sie in Heidelberg, Bonn und Würzburg als auch neuerdings bei Damenverbindungen gibt, ist in diesem Nachschlagewerk beispielhaft der Bonner Weincomment wiedergegeben.

Wenn der Verfasser schreibt, dass dieses Nachschlagewerk „ein unentbehrliches Hand- und Hilfsbuch für Lyzeisten, Gymnasiasten, Pennäler, Polytechniker, Forstpolacken, Kantons- und Realschüler, Maultiere, Füchse und Studenten, die forsche Häuser werden wollen, diesen zur Erlernung, und alten, ausgesoffenen Burschen und philistrierten Häuptern zur Erinnerung an’s sel. Burschenleben” ist, kann ihm wohl kaum widersprochen werden.

Bei dieser Auflage des Buches wurde bewusst auf eine „neuzeitliche Überarbeitung“ des Textes verzichtet. Somit blieben Rechtschreibung und Sprachweise des 19. Jahrhunderts in diesem verbindungsstudentischen Nachschlagewerk erhalten, was dem Genuss beim Durchblättern allerdings keinen Abbruch tut.

Das „Burschicose Wörterbuch“ ist im WHB Verlag als Buch mit festem Einband in Fadenheftbindung mit Kapitalband und Lesebändchen im Format 21 cm x 14,8 cm erschienen und hebt sich von den Faksimile-Drucken im Paperback-Einband wohltuend ab. Diese Ausgabe eignet sich nicht nur für den privaten Gebrauch oder als wertvolles Geschenk sondern ist ebenfalls tauglich für den täglichen Einsatz in Bibliotheken und Archiven.

Fazit: Ein Wörterbuch, welches dem geneigten Leser Stunden der Freude schenken wird und dem krassen Fuchs dienlich ist, sich in die Burschensprache einzufinden.



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Die Klage- und Hasstiraden der linken Szene sind noch nicht verstummt, da erhielten Abonnenten und Kioske bereits die neue Compact-Ausgabe zugeliefert.

Diese bietet wieder reichhaltigen Inhalt und streift diverse Bereiche. Als Titelthema stehen diesmal die umstrittenen Corona-Impfungen im Fokus, dem gleich fünf Artikel gewidmet sind. Neben einem Interview mit dem nonkonformen Medizinprofessor Prof. Dr. Winfried Stöcker beleuchtet man die Profiteure des besonders umstrittenen AstraZeneca Impfstoffes und die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Impfstoff.

Zweiter Schwerpunkt stellen die Grünen und die Genderthematik da, sowohl eine Analyse des neuen Programmentwurfs der Grünen als auch eine vierseitige kurze Geschichte der Entwicklung „vom Feminismus zu Transgender“ haben es in die Ausgabe geschafft. Daneben gibt es einen Artikel zur Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock und den Verbindungen der Grünen zur Antifa.

Ein Reisebericht aus Albanien, ein Artikel zu Legenden rund um das Darknet und eine Darstellung des „neuen Historikerstreits“ runden die 66 Seiten lange Ausgabe ab.

Das vollständige Inhaltsverzeichnis:

Titelthema
Impfstreik!: Warum Millionen keine Spritze wollen
Wir trauern um die Opfer: Dokumentation einer tödlichen Kampagne
Sie wollte Leben retten: Das plötzliche Sterben einer Krankenschwester
Die Akte Oxford: AstraZeneca: Die Täter und die Profiteure
«Diese Toten gehen auf das Konto der Regierung»: Prof. Dr. Winfried Stöcker im Interview

Politik
Volksverführer, Volksverräter: Söder: Ein Mann will die totale Macht
Der neue Historikerstreit: War Hitler ein Produkt der Demokratie?
Die Gender-Revolution frisst ihre Mütter: Salto mortale einer gescheiterten Emanzipation
Vom Feminismus zu Transgender: Kurze Geschichte der jüngeren Frauenbewegung
Durch das Land der Skipetaren: Reise durch einen Staat ohne Masken

Dossier
Barbie der Besserverdienenden: Annalena Baerbock will nach oben
Alles Dumme ist drin: Das grüne Programm zur Bundestagswahl
Müslis und Mollis: Zur Symbiose von Grünen und Antifa

Leben
Schamane und Seher: Hommage zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys
In 80 Tagen zum Mars: Was will Elon Musk im Weltall?
Virtuelle Schattenwelt: Faktencheck: Legenden um das Darknet
Abschied von Utopia: Kleine Bilanz sozialistischer Kommunen

Kolumnen
BRD-Sprech _ Verantwortung übernehmen
Janichs Welt _ Menschenunrechte
Sellners Revolution _ Attilas Sturm auf Berlin
Scharf-Richter _ Frau, die ich liebe
Comic des Monats _ Södolf 2023, Teil 2



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Einrichtungen, welche „Islamophobie“ im Namen tragen, besitzen fast ausnahmslos ein Näheverhältnis zum politischen Islam.

Darunter etwa das französische „Collectif contre l’Islamophobe en France“ (CCIF). Alain Léuthier schrieb für das Portal „Marianne.net“, dass es sich beim CCIF um ein „Flaggschiff­ des politischen Islam in der Nähe der Muslimbrüder und Tariq Ramadan“ handele. Nach Ansicht des Journalisten sei es „sehr aktiv in allen Kampagnen, die sich gegen das laizistische Lager richten“, und sei somit schlichtweg mit der extremen Rechten gleichzustellen.

Doppelt brisant ist, dass Farid Hafez und Enes Bayraklı für ihren 2017er-Bericht mit Yasser Louati ausgerechnet einen ehemaligen CCIF-Sprecher für den Frankreich-Teil engagierten, welcher sich entsprechend liest. Ähnliche Seilschaften sind auch im Fall des litauischen Teilberichtes greifbar. So erscheint dessen Mitautorin Birute Sabatauskaite bürgerlich. Suchmaschinentreff­er verorten die studierte Anwältin für Internationales Recht im Umfeld thematisch eher linker NGOs, mittlerweile ist sie Direktorin des unverdächtig benannten „Lietuvos žmogaus teisiu centras“ („Litauisches Zentrum für Menschenrechte“).

Zwischen 2010 und 2016 war sie Vorstandsmitglied des „European Network Against Racism“ (ENAR). Im selben Vorstand saß auch Intissar Kherigi, Tochter des Chefs des tunesischen Muslimbruderschaft-Ablegers ENNAHDA. Kherigi ist in mehreren Organisationen des Muslimbruder-Netzwerkes aktiv. Auch die CCIF ist eine ENAR-Teilorganisation, Kritiker werfen dem gesamten Netzwerk eine positive Rezeption der Muslimbrüder vor. Der Vorwurf gründet darauf, dass auch weitere Teilorganisationen diesen nahestehen sollen. Als maßgeblicher Financier der ENAR sowie weiterer ihrer dem politischen Islam nahestehenden Untergruppen dienen die Open Society Foundations des US-Milliardärs George Soros.

Nicht weniger problematisch erscheint die Vergabe des britischen Teilberichtes an Arzu Merali, wissenschaftlicher Leiter der „Islamic Human Rights Commission“ (IHRC). Diese gilt als islamistische Organisation mit Hauptsitz in London. Vorwürfe, ihre Ausrichtung sei neokhomeinistisch, weist die Gruppierung zurück. Zu ihren Verteidigern gehört auch der Publizist Stuart Weir, welcher der sozialdemokratischen Labour-Partei nahesteht. In der Vergangenheit geriet die Gruppe außerdem aufgrund von  Äußerungen auf einer Demonstration in ihrem Dunstkreis in den Verdacht der moralischen Unterstützung der libanesischen Terrormilliz Hisbollah.

Als besonders umstritten gilt eine Aktion aus dem Jahr 2015: Damals verlieh die IHRC ihren „Islamophobe of the Year Award“ an die Redaktion von „Charlie Hebdo“ – nur zwei Monate zuvor hatten Islamisten bei einem Anschlag, der weltweit Entsetzen auslöste, zwölf Mitarbeiter des Satiremagazins ermordet.

Auch anhand von Personalauswahlen lässt sich ablesen, dass sowohl der „Islamophobie“-Begriff­ als auch viel beachtete Studien zu anderen Themen unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit als Instrument dienen, um ausgesprochen islamophile Ansichten zu befördern. Die von diesen Akteuren geführte Liste angeblich antimuslimischer Vorfälle soll den Eindruck einer flächendeckenden „Islamophobie“  erwecken.

Dabei wird wohl nicht zufällig eine entsprechende Tendenz in der Politik und im ö­ffentlichen Alltag unterstellt. Der wissenschaftliche Schein der jeweiligen Papers neigt dazu, Verantwortlichen in der Politik, aber auch Bürgern zu vermitteln, dass konkrete Maßnahmen vonnöten seien, um die Inklusion der vermeintlich Betroffenen anzukurbeln. Insbesondere soll das Gefühl erweckt werden, dass es einen strukturellen antimuslimischen Rassismus gebe, den es zu überwinden gelte.

Welche Strategien Islamisten noch verfolgen, schildert Irfan Peci im neuen FREILICH Politikon „Wider die Islamisten“

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In seinem Buch „Lob der Grenze“ zeigt FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl Strategien für Europa auf.

Was tun gegen die Entmachtung der Nationalstaaten durch die EU und die globalistischen Eliten? Was tun gegen den Niedergang des grenzenlosen Europa? Was tun gegen Massenzuwanderung und die Islamisierung unseres Kontinentes? Was tun gegen die zunehmende Abhängigkeit von China und den internationalen Großkonzernen? Was tun gegen die De-Industrialisierung? Was tun gegen jene selbstzerstörerischen bzw. defätistischen Geisteshaltungen, die unsere Gesellschaften prägen? Was tun gegen den tief sitzenden Hass auf die eigene Kultur, die eigene Nation und Geschichte? Was tun gegen den europäischen Schuldkult?

Wie wird es mit Europa weitergehen? Ist bereits alles verloren? Antworten darauf lesen Sie im POLITIKON „Das Lob der Grenze“ von Heinrich Sickl.

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Diese Problemstellungen können nicht für sich allein beantwortet, nicht isoliert betrachtet werden, weil sie miteinander verwoben sind. Es reicht nicht, kontrollierte Zuwanderung, Abschiebung von kriminellen Ausländern, die Erhöhung des Verteidigungsetats, Verbesserung der Energieversorgung oder bessere Rahmenbedingungen für heimische Unternehmer zu fordern. Es braucht eine Totalreform, ein  radikales Umdenken auf allen Ebenen.

Diese Zerfallsprozesse, die Islamisierung, die Massenzuwanderung, der Werteverfall, die Bildung von Parallelgesellschaften, die Niedergang der Industrie, der Bildungsverfall oder die Ausbreitung tribaler Strukturen sind kein Betriebs-unfall, keine Kollateralschäden und auch nicht Folge von politischer Unfähigkeit oder Naivität. Sie sind Vorsatz, von linken Ideologen geplant und gewollt. Auf den Ruinen der bürgerlichen, der abendländischen Kultur, des Nationalstaates will die Linke einmal mehr ihre Vision von einer besseren Gesellschaft und einem neuen Menschen verwirklichen.

An diesem Ziel arbeitet die Linke seit Jahrzehnten. Sie hat mit ihrem Marsch durch die Institutionen alle wichtigen Schaltstellen besetzt, die für die Meinungs- und Bewusstseinsbildung relevanten Bereiche der Gesellschaft durchdrungen und so die kulturelle Hegemonie errungen. Der soziale und politische Druck der Linken ist flächendeckend und so massiv, dass selbst Konservative und Rechte die Terminologie und das Denken des politmedialen Establishments übernommen haben.

Die Angst davor, als rechtsextrem abgestempelt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, wie es schon vielen Dissidenten passiert ist, hat die  Konservativen und Rechten in die Defensive gedrängt. Viele haben mittlerweile Angst, offen zu ihren Überzeugungen zu stehen, die noch vor zwei Jahrzehnten als bürgerlich und politisch unbedenklich  galten. Die Opposition ist in gesellschaftliche Nischenbereiche zurückgedrängt worden. Mit dem Corona-Hype gelang es dem Establishment, seine Macht weiter auszubauen und die Reste der nichtlinken Opposition mit neuen Zensurgesetzen, Einschüchterungskampagnen und der Entmenschlichung und Pathologisierung des politischen Gegners („Covidioten“ etc.) weiter an den gesellschaftlichen Rand zu drängen oder sie – nach dem Vorbild der DDR – in politisch kastrierte Blockparteien umzuwandeln, die nur noch die Funktion haben, den demokratischen Schein zu wahren.

Dieser steigende politische, mediale und soziale Druck erzeugt aber auch Gegenkräfte, zumal immer mehr Menschen in solch krisenhaften Situation erkennen, dass das Establishment nicht Politik für, sondern gegen ihre Interessen macht. Das war auch im Herbst 2015 so.

Es geht darum, das weit nach links verschobene politische Koordinatensystem neu zu kalibrieren, zurechtzurücken. Die Linken haben Europa, die Gesellschaft, das Zusammenleben, das Denken und die Sprache in letzten Jahrzehnten grundlegend verändert und mit ihrer Ideologie kontaminiert. Nur eine Entgiftung, eine umfassende Reform auf all diesen Ebenen, die Verankerung eines neuen konservativen bzw. rechten Denkens und Bewusstseins in weiten Teilen der Gesellschaft, insbesondere in den meinungsbildenden Segmenten, kann positive Veränderungen hervorrufen, retten, was noch zu retten ist.

Das hat das Scheitern der türkis-blauen Koalition gezeigt, wo eine breite Allianz aus Politik, Justiz, Unterwelt, Medien, Geheimdiensten, politischen Vorfeldorganisationen und Zivilgesellschaft die patriotische FPÖ nachhaltig zertrümmert und Sebastian Kurz auf Linie gebracht hat. Auch der brutale Machtkampf in den USA führt uns das täglich vor Augen: Solange die Liberalen die Medien, die Kultur, die Justiz, die Wissenschaft, die Bildungssysteme und die Universitäten dominieren, solange der tiefe Staat nicht zurückgedrängt werden kann, bleiben Wahlsiege patriotischer Kräfte und die von ihnen gesetzten politischen Maßnahmen nur temporäre und punktuelle Erfolge ohne nachhaltige Wirkung. Um die Gesellschaft, die Strukturen der Macht zu verändern, braucht es einen rechten, einen konservativen „Gramscismus“, einen Marsch rechter, konservativer und liberaler Kräfte… (weiterlesen im FREILICH Politikon „Das Lob der Grenze“)

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Die türkis-grüne Regierung steht vor einem politischen Scherbenhaufen. Zu Beginn der Pandemie inszenierte sich das Corona-Quartett Sebastian Kurz, Rudi Anschober, Werner Kogler und Karl Nehammer als Corona-Musterschüler. Ein Kommentar von Werner Reichel.

Anschober präsentierte fast täglich stolz Corona-Vergleichszahlen aus aller Welt. Auch Kurz klopfte sich auf die Schulter und betonte, wie gut man Vergleich zu allen anderen dastehen würde. Die Beliebtheitswerte des Duos Kurz und Anschober gingen dank medialer Hofberichterstattung und Dauerpropaganda durch die Decke. Zweitweise drohte der onkelhafte Dorfschullehrer sogar den jugendlichen Kanzler zu überholen. Doch mit zunehmender Dauer der Krise wurde auch die politische und wirtschaftliche See rauer und die beiden Schönwetter-Kapitäne stellten sich als politische Leichtmatrosen heraus.

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Keine gute Bilanz für die Regierung

Die Bilanz nach einem Jahr Corona-Pandemie fällt nicht gerade gut für Kurz und Anschober aus. Wir stehen wieder am Anfang. Die Regierung hat die Beschaffung der Impfstoffe vergeigt, sich auf die EU verlassen – ein besonders dummer und schwerer Fehler –, zu langsam geimpft, den sogenannten Verfassungsbogen mehrfach verlassen und die Rechte und Freiheiten der Bürger zum Teil massiv eingeschränkt. Mit welchem Erfolg? Österreichs Wirtschaft ist im vergangen Quartal so stark eingebrochen wie in keinem anderen EU-Land, auch beim Durchimpfen liegt Österreich im EU-Vergleich weit hinten.

Da hilft es auch wenig, dass die Regierung rund 210 Millionen Euro für Eigen-PR und Werbekampagnen und nur 200 Millionen für Impfstoffe ausgegeben hat. Selbst die mit staatlichen Werbegeldern gemästeten Medien können mit ihrer in Sachen Corona völlig unkritischen und regierungstreuen Berichterstattung den Stimmungswandel in der Bevölkerung nicht stoppen. Zu weit ist die Schere zwischen medial vermittelter Realität und den Alltagserfahrungen der Menschen aufgegangen.

Türkis-grüne Unfähigkeit

Auch die aggressiven medialen Hetz- und Verleumdungskampagnen gegen jene Bürger, die gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung auf die Straße gehen, verlieren an Wirkung, schrecken immer weniger ab. Staatsführung und Medien haben den Widerstandsgeist vieler Österreicher unterschätzt, haben von sich auf die anderen geschlossen.

Laut einer Umfrage von Gallup und Medienhaus haben bereits 36 Prozent der Bevölkerung „großes Verständnis“ für die Proteste gegen die türkis-grünen Corona-Maßnahmen, wobei die Dunkelziffer aufgrund der niedrigen Bekennerquote um einiges höher liegen dürfte. Das ist ein sensationell hoher Wert, zumal Regierung und Medien seit Monaten eine massive Hetzkampagne gegen alle Kritiker der Corona-Maßnahmen fahren, sie als Nazis, Corona-Leugner, Lebensgefährder, potentielle Gewalttäter und Terroristen beschimpfen und denunzieren. Während die unkritischen und opportunistischen Bürger in den klebrigen staatlichen Werbekampagnen zu Helden und Musterbürgern erklärt werden.

Es hilft nichts: Angesichts der Präpotenz, Unfähigkeit und Abgehobenheit der Regierung und ihrer Helfershelfer in Medien und Wissenschaft, angesichts der als alternativlos verkauften Fehlentscheidungen und Verfassungsbrüche hat sich ein enormer Frust, eine enorme Wut in der Bevölkerung aufgestaut.

Linksautoritäre Grüne

Den grünen Fundis scheint es egal zu sein, sie fahren ihren ökokommunistischen Kurs unbeirrt weiter, träumen bereits vom nahtlosen Übergang der Corona- in die Klimakrise, vom immerwährenden CO2-Lockdown und grüner Planwirtschaft.

Die Grünen sind dermaßen verbohrte Kommunisten, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, dass man Impfungen nicht nur zentralistisch, planwirtschaftlich organisieren, sondern Ankauf, Vertrieb und Impfungen einfach dem Markt, der Privatwirtschaft überlassen kann. Dann würde es auch funktionieren. Aber das sieht die neue Normalität der Grünen nicht vor.

Wie seinerzeit während der Flüchtlingskrise 2015, als man gegen den wachsenden Unmut und Mehrheitswillen der Bevölkerung seinen suizidalen Willkommenskurs durchdrücken wollte und dafür später mit dem Rauswurf aus dem Parlament bestraft wurde. Jetzt, wo sie Regierungsverantwortung tragen, wollen sie mit aller Macht und ohne Rücksicht auf die öffentliche Meinung ihren linksautoritären Kurs durchziehen. Was den Grünen leicht fällt, weil sie den gemeinen Österreicher ohnehin verachten und ihr Partner Kurz ebenfalls solche Machtgelüste verspürt.

Regierung braucht Sündenbock

Der Kanzler ist allerdings sensibler und flexibler, hat aber auch keinen Plan B oder eine gute Exit-Strategie. Den Grünen und der EU die Schuld in die Schuhe zu schieben, wird nicht ausreichen. In einem Punkt sind sich Türkis, Grün, Journalisten und staatlich alimentierte Experten einig: Man braucht angesichts der sich zuspitzenden Lage und der sich verdüsternden Stimmung dringend einen Sündenbock, jemanden, auf dem man sein eigenes Versagen abwälzen kann.

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Zumal die richtige Krise erst vor der Tür steht. Wenn die Arbeitslosenzahlen explodieren, die Pleitewelle anrollt und sogar die Inflation zu galoppieren beginnt – und damit auch jenen Österreichern das Geld ausgeht, die sich aufgrund ihrer staatlichen und staatsnahen Jobs auf der sicheren Seite wähnten–, wird es wirklich ungemütlich.

Weil den beiden Regierungsparteien vorerst nichts Besseres einfällt, baut man gemeinsam mit den Medien an einer eher wackeligen Corona-Verschwörungserzählung, wonach es die Österreicher den sogenannten Corona-Leugnern, Corona-Sündern und der FPÖ zu verdanken haben, dass der Lockdown so lange dauert und folglich die Zahl der Arbeitslosen und Firmenpleiten so hoch ist. Seit Beginn der Pandemie basteln Politik und Medien an diesem Popanz, zuletzt mit deutlich mehr Eifer.

Demonstranten werden beschimpft

Da versuchen etwa Grüne und ORF eine Tiroler Busgruppe, die zu einer Demo nach Wien gefahren war, für die steigenden Infektionszahlen in einem Tiroler Ort verantwortlich zu machen. Ohne Grundlage. In der ZiB2 las man sogar ein anonymes Facebook-Posting vor, in dem die Corona-Kritiker als „Volltrottel“ beschimpft werden. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Demoteilnehmer getestet und die Volksschule der Infektionsherd war. Egal, es ging ohnehin nur darum, Demonstranten als Volltrottel zu bezeichnen und als „Lebensgefährder“ zu brandmarken. Der Innenminister hat gemeinsam mit den Medien versucht, die Demonstranten als gewalttätig und aggressiv darzustellen. Mit der Meldung, wonach Anschober angeblich bedroht werde, sollen die Corona-Maßnahmen-Kritiker als Staatsfeinde vorgeführt werden. Gleichzeitig basteln die Medien damit am Helden- und Märtyrermythos Anschobers. Der kränkliche Minister opfert seine Gesundheit für das Land und seine Bürger und die dämlichen Covidioten wissen es ihm nicht zu danken, kritisieren ihn sogar.

Ihre Hass- und Teile-und-herrsche-Strategie sollten Politiker und Mainstreamjournalisten überdenken. Sie ist riskant. In absehbarer Zeit könnte es mehr „Volltrottel“ und „ Corona-Leugner“ als Corona-Untertanen, Regierungs- und ORF-Gläubige geben, könnten sich die Mehrheitsverhältnisse drehen. Dann wird es nicht mehr reichen, seine Berichterstattung umzustellen, sich ins Burnout zu verabschieden oder so zu tun, als hätte man es eh nicht so, sondern nur gut gemeint. Zu hysterisch, zu aggressiv, zu undemokratisch, zu autoritär , zu menschenverachtend war dafür die Corona-Politik.

Karten werden neu gemischt

Immer mehr Menschen haben jegliches Vertrauen in Politik, Behörden, staatliche Institutionen und Medien verloren. Dieser demokratische Super-GAU gehört ebenfalls zur ohnehin desaströsen Corona-Bilanz dieser Regierung.

Die tiefen Gräben quer durch die Gesellschaft, die Grüne, Türkise und ihre Helfershelfer aufgerissen haben, lassen sich nicht mehr mit ein paar salbungsvollen Worten und hohlen Phrasen des Bundespräsidenten zuschütten. Die Vorgehensweise in der Corona-Politik hat das Fundament, auf dem unser Rechtsstaat ruht, unterspült, vieles was Kurz, Anschober und Nehammer in den vergangenen Monaten angerichtet haben, ist zumindest mittelfristig irreparabel.

Sie haben sich zu weit aus dem Fenster gelehnt, wollten die Krise für ihren Machtausbau und ihre politische Agenda nutzen. Die Bekämpfung der Seuche war für Sie stets zweitrangig. Die Medien haben bei all dem mitgespielt, haben die Regierung unterstützt. Die verbannte Erde, die das politmediale Establishment hinterlassen hat, könnte tatsächlich der Boden für einen Neustart sein, für eine echte konservativ-patriotische Politik, eine neue Regierung, neue Medien und einer Absage an den vom EU-Zentralismus. Die Karten werden neu gemischt und die derzeitigen Krisenprofiteure als Verlierer dastehen.

Die FPÖ sollte sich nicht nur auf das politische Tagesgeschehen konzentrieren, sondern sich gründlich auf den kommenden Umbruch vorbereiten, inhaltlich, organisatorisch, strategisch und personell. Viel Zeit bleibt nicht dafür.

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Toxisch soll sie sein, die Männlichkeit. Hier ist sie zu Hause. In der Burschenschaft leben Hierarchie und Gemeinschaft. Und lauter Männer.

Es ist Montagabend. Der erste Tag des neuen Studiensemesters liegt hinter dir. Dieser Abend gehört nicht dir allein. Du verbringst ihn beim gemeinsamen Convent mit deinen Bundesbrüdern. Vor einem Jahr bist du kurz nach deinem Einsprung auf das Haus gezogen. Seither wächst du täglich mehr in eine familiäre Gemeinscha­ft hinein, in einen Männer- und Lebensbund, der dich und deinen Alltag prägt. Nach langen Sommerferien bist du wieder in vertrauter Runde angekommen – im Kreis deiner Burschenscha­ft!

Die wöchentlichen Convente, die täglichen Paukstunden, das Semesterprogramm und nicht zuletzt die Mensuren bestimmen den Lebensrhythmus eines Burschenschaft­ers während seiner Aktivzeit. Die zeitliche Belastung neben dem Studium ist hoch, ebenso die Ausfallquote. Auf jeden Alten Herren kommen zumindest drei Ausgetretene, die ihre Aktivzeit vorzeitig abgebrochen haben. In einigen Burschenscha­ften liegt dieser Anteil noch höher.

Gerade die ersten Jahre als Waffenstudent sind stark von Pflichten geprägt. Erfolgreich ist nur, wer Müssen, Können und Wollen in Einklang bringt. Selbstverständlich kommt in Studentenverbindungen die gemeinsame, feuchtfröhliche Freizeitgestaltung auch nicht zu kurz – nichtsdestotrotz bleibt die Frage: Warum begibt sich ein junger Mann im Jahr 2020 freiwillig in die enge Gemeinscha­ft eines Männerbundes?

Des Lebens Ängste, er wirft sie weg

Spezielle Merkmale des Männerbundes sind hierarchische Strukturen, Gemeinschaft­srituale, Initiationsriten, strenge Ehrenkodizes und gemeinsame Erkennungszeichen. Die Gemeinscha­ft stärkt damit den inneren Zusammenhalt, schafft eine gemeinsame Identität und grenzt sich nach außen ab. Dies gilt gleichermaßen für die ersten, primitiven Jagdgesellschaft­en und die mittelalterlichen Ritterbünde wie auch für die neuzeitlichen Studentenverbindungen.

Gemeinsame Identität, Korpsgeist und Gruppendenken sind die Grundpfeiler des Männerbundes im Lauf der Geschichte. Das „Wir“ dieser Gemeinscha­ften wird von den Bundesbrüdern (zumindest zeitweise) dem „Ich“ übergeordnet. Die eigene Männlichkeit und Opferbereitschaft ­ sollen in diesen Bünden immer wieder unter Beweis gestellt werden. Ein echter Mann ist… (weiter lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“)

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