Dissertation ist zu großen Teilen ein Plagiat – WU Wien unter Druck. 

Die Gründerin des Blockchain-Hubs – ein Thinktank in Berlin, der die Blockchain-Technologie voran treibt – und Direktorin des Institus für Kryptoökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien steht schwer unter Druck. Die Wissenschaftsplattform „VroniPlag Wiki“ hat ihre Doktorarbeit untersucht und festgestellt, dass an mindestens 100 von 111 Seiten der Arbeit Plagiate vorliegen. Dieser Wert ist ähnlich hoch wie der Wert des vor Jahren bekannt gewordenen Plagiats von Karl Theodor zu Guttenberg. Nach einer internen Prüfung wurde Voshmgir, die iranische Wurzeln hat, vom Dienst suspendiert und zwei externe Gutachten eingeholt. Diese Gutachten führten nun zur Aberkennung des Doktortitels. 

Analysen zeichnen verheerendes Bild

Die Analysen von „Vroniplag Wiki“ zeichnen ein verheerendes Bild. Der überwiegende Teil der Arbeit wurde paraphrasierend von einer Masterarbeit, die bereits zwei Jahre zuvor am Institus für Teleinformatik der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm abgegeben wurde, abgeschrieben. Besonders interessant: Die Arbeit, von der paraphrasiert wurde, wird in der Quellenangabe nicht einmal erwähnt. 

Grafik: Vroniplag Wiki. Graue Stellen: Komplettplagiat. Rote Stellen: Verschleierung. Gelbe Stellen: Quelle Angegeben, Ausmaß der Übernahme unklar. 

Wirtschaftsuniversität Wien in Bredouille

Pikant an der Sache ist, dass Voshmgir vor 2001 von der WU selbst den Doktortitel verliehen bekommen hat und ihre begutachtenden Professoren die Arbeit mit einem „sehr gut“ benotet hatten. Einer der Professoren war Alfred Taudes, der die WU mit einem Tweet, in dem er die Arbeit als „innovativ“ bezeichnet, noch zusätzlich in die Bredouille bringt.

Prof. Alfred Taudes verteidigt die Doktorarbeit als innovativ.

Was Taudes jedoch vergisst, ist die Tatsache, dass bereits 2001 eine ehrenwörtliche Versicherung abgegeben werden musste, dass die „Dissertation selbstständig verfasst [und] andere als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt [wurden]“ Nachzulesen ist dieser Tatbestand in der Online-Version der Doktorarbeit (https://epub.wu.ac.at/1946/1/document.pdf)

Die Entscheidung der Wirtschaftsuniversität Wien ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da Voshmgir gegen die Aberkennung in Berufung gehen will. 

Wer ist Shermin Voshmgir?

Shermin Voshmgir ist Gründerin des Blockchain-Hubs, ein Informations-Hub und Thinktank in Berlin, der die weltweite Entwicklung der Blockchain-Technologie vorantreibt, kommuniziert und diskutiert. Auch als Direktorin des Instituts für Kyptoökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien möchte sie ihr Wissen weitergeben. Außerdem unterstützt sie Start-ups mit dem Schwerpunkt Blockchain.

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