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Der SPIEGEL hat sich nach eigenen Angaben von Claas Relotius einwickeln lassen und dem Qualitätsjournalismus einen gewaltigen Imageschaden zugefügt. Jetzt will der SPIEGEL seine Lehren daraus gezogen haben und sich neue Qualitätsstandards geben.

Die neuen SPIEGEL-Richtlinien lassen tief blicken und werfen die Frage auf, was in den Schreibstuben der SPIEGEL-Redaktionen alles schief gelaufen sein muss, wenn (erst) jetzt journalistische Selbstverständlichkeiten als neuer Standard gelten sollen. FREILICH hat die wesentlichen Punkte zusammengefasst, machen Sie sich selbst ein Bild:

1. Die Geschichte muss stimmen. Verantwortlich dafür ist die Redaktion.

2. Stimmen heißt nicht nur, dass die Fakten richtig sind, der Text muss in Dramaturgie und Ablauf die Wirklichkeit wiedergeben.

3. Wesentliches darf nicht weggelassen werden.

4. In Texten geht es zuerst immer um Tatsachen, nicht um deren Überhöhung oder Interpretation.

5. Fakten schlagen die vermeintlich literarische Qualität.

6. Beschreibungen sollten nur so viele Adjektive beinhalten, wie für das Verständnis der realen Szenerie nötig. Mit jedem weiteren gerät der Autor an die Grenze zur Fiktion.

7. Szenische Einstiege in Texte sind nur dann erlaubt, wenn sie selbst erlebt wurden oder ihre Quelle genau benannt wird. Sie sind nur sinnvoll, wenn sie dem Leser helfen, das Thema besser zu verstehen.

8. Szenische Rekonstruktionen können sich nur auf Tatsachen beziehen. Gefühle oder Gedanken von Protagonisten können nicht rekonstruiert werden.

9. Eine Geschichte sollte immer mehrere Perspektiven einnehmen.

10. Für relevante Tatsachenbehauptungen braucht ein Autor zwei voneinander unabhängige Quellen.

11. Eine Geschichte ohne Klarnamen darf nur ausnahmsweise erscheinen. Klarnamen dürfen nur dann verschlüsselt werden, wenn es dafür wichtige Gründe gibt.

12. Jeder Reporter muss seine Recherche lückenlos dokumentieren, vor allem dann, wenn sie nicht überprüfbar ist.

Den gesamten Abschlussbericht der SPIEGEL-Aufklärungskommission (inkl. der neuen Standards in Vollversion) finden Sie hier.

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Die Welt „der Guten“ geht gerade unter und Thüringen versinkt in den Tränen der Schneeflöckchen. FREILICH haben wir 5 Thesen dazu:

1. Die mutigste Partei in Deutschland ist die FDP. Aber nur in Thüringen. Knapp gefolgt von der CDU. Sie haben den Aufstand gegen die veröffentlichte Meinung geprobt.

2. Es gibt keinen Faschismus in Deutschland, der sein Haupt erhebt. Die AfD ist, verharmlosend gesagt, eine CSU auf Bundesebene, die demokratisch mitspielt. Thüringen hat so eine solide bürgerliche Mehrheit.

3. Wenn es nicht so zum Lachen wäre, müsste man weinen: der Faschismusbegriff der linksliberalen Extremisten ist zur Karikatur verkommen. Dementsprechend laufen sie in ihre eigene Falle.

4. Die Normalität der AfD ist den lokalen Parteien bekannt. CDU und FDP wissen wer ihr gegenüber ist. Sie können diese Chance nützen und müssen nicht der linksextremen Propaganda auf den Leim gehen.

5. Thüringen ist ein schüchternes Modell wie in Deutschland linke Minderheiten und ihre medialen Lautsprecher gekippt werden können. Wie fast überall in Europa haben sie keine demokratischen Mehrheiten hinter sich.

Zuerst auf FREILICH-Twitter veröffentlicht (https://twitter.com/FreilichMagazin).

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Weil der Künstler einen Comic für die AfD illustrierte, kritisiert die Süddeutsche Zeitung seinen “pikanten Auftraggeber”. Nun befürchtet der namhafte Zeichner Übergriffe von Linksextremisten und bangt um seine Existenz.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Online-Ausgabe vom bekannten Comic-Illustrator, der unter anderem schon für große Auftraggeber wie BMW, ADAC oder Lidl gezeichnet hat. Doch er passt nicht ins Bild, das man vom allgemeinen Künstler hat: Er ist AfD-Mitglied und wird daher sofort ins Visier genommen.

Aktuell lässt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) Zeichentrick-Spots des AfD-Mitglieds auf den Bildschirmen in den U- und Trambahnen laufen. Die Spots zeigen das Münchner Kindl, die Münchner Wappenfigur, das heldenhaft Menschen vor Not und Gefahren rettet. Nicht ohne Grund hat sich die MVG für den Zeichner entschieden, gilt er in Comic-Szene doch als jemand mit Rang und Namen.

Bekannte Strategie der Denunziation

Bernd Kastner von der Süddeutschen Zeitung, der sich klar für offene Grenzen ausspricht, stört das demokratiepolitische Engagment des Comic-Künstlers bei der AfD. In seinem SZ-Artikel fragt er sich, wie jemand für die Münchner Verkehrsgesellschaft zeichnen könne, der Björn Höcke unterstützt. “Wie passt das zusammen?”, echauffiert sich Kastner.

Für ihn müsse sich die MVG nun einige Fragen stellen, politischer, rechtlicher und ethischer Art: “Will man weiter einen Mann das Münchner Kindl zeichnen lassen, der mit den Ansichten eines Björn Höcke sympathisiert?”, fragt sich der offensichtlich ideologisch motivierte SZ-Schreiber.

Der Wink mit dem Zaunpfahl

Die Münchner Verkehrsgesellschaft wussten bis zur Anfrage der Süddeutschen Zeitung nichts vom politischen Engagement des Zeichners und haben erst durch diese davon erfahren. Doch der Wink mit dem Zaunpfahl wurde verstanden. “Man werde den genauen Sachverhalt zunächst prüfen und anschließend, wenn erforderlich, Entscheidungen treffen”, lautet das Statement.

Der Zeichner kann die Aufregung um seine Arbeit nicht nachvollziehen und nichts Verwerfliches darin erkennen. Vielmehr fürchte er sich jetzt um seine Zukunft: “In meinen Comics ist die Rede von ‘Denunziation’, und dass AfD-Mitglieder allein wegen ihrer politischen Meinung ihren Job verlieren”, so der Künstler zur SZ, nun erwarte er das gleiche Schicksal.

Sollte er tatsächlich seinen MVG-Auftrag verlieren, wäre das existenzgefährdend für ihn. Auch befürchtet er, Ziel von Anfeindungen oder gar Angriffen aus der linken Szene zu werden, da es in der Comic-Szene kein Geheimnis sei, wer den AfD-Comic illustriert hat. So scheint sich die Warnung des Comics in der Realität zu manifestieren, weitere Aufträge scheinen nach der SZ-Kampagne unwahrscheinlich.

Vernünftige Stimmen

Doch anders Rainer Schneider, Co-Leiter des Münchner Comicfestivals, der den Zeichner des Münchner Kindls seit Jahrzehnten kennt. Er schätzt an ihm, dass er sich für die Comic-Szene verdient gemacht hat. “Jemanden auszugrenzen, weil er eine bestimmte politische Meinung habe, wäre auch keine Lösung“, schlägt er einen vernünftigen Zugang vor.

Den Comic Zeit für die Wende_2.0 finden Sie hier.

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Konservative CDU – Funktionäre fordern Dialog mit allen demokratisch gewählten Parteien. Ist das der Anfang der Ausgrenzung der AfD im demokratischen Prozess. Am 6. November 2019 hat der AfD Vorsitzende Björn Höcke angeboten eine Minderheitsregierung zu unterstützen und damit frischen Wind in die schwierige Regierungsbildung in deutschen Bundesland Thüringen gebracht. 

In einem Schreiben an die Landesparteivorsitzenden Mike Mohring (CDU) und Thomas Kemmerich (FDP) regt Höcke an, „gemeinsam über neue Formen der Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen“.

Die Forderung der 17 CDU Funktionäre “Die Gespräche sind ergebnisoffen zu führen und zügig zu beginnen“ fallen also auf fruchtbaren Boden. Die AfD wird zwar namentlich nicht erwähnt, aber es scheint klar zu sein, daß die “Ausschließeritis, die von allen Seiten im Rahmen des Wahlkampfes an den Tag gelegt wurde“ beendet werden soll. 

Hier der Text und die Unterzeichner des Appells:

Link: AfD Thüringen