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Denken im Unruhestand: FREILICH spricht mit „TUMULT“-Herausgeber Frank Böckelmann über kritisches Denken, ’68er und darüber, warum es Unruhe braucht.

FREILICH: Herr Böckelmann, vor allem die deutsche Medienlandschaft wirkt zurzeit seltsam  überdreht. Erleben wir die Hysterie einer überinformierten, im Kommunikationswahnsinn orientierungslos taumelnden Gesellschaft, die sich um sich selbst dreht, oder sehen wir Frontlinien ideologischer Kämpfe zwischen links und rechts?

Frank Böckelmann: Bekanntlich sympathisieren mehr als 90% der deutschen Journalisten mit  Grünen, SPD, Linker oder FDP – und aus ebendiesem Grund lieben sie Merkel. Seitdem eine Bundesregierung unter Ausschluss von CDU/CSU zu erwarten ist, gebärden sich die Moderatoren und Kommentatoren des Fernsehens und der großen Tages- und Wochenblätter, als stünden sie unter Strom – nur die „FAZ“ schmollt. Der Zeitgeistjournalismus lebt davon, Orientierungslosigkeit in Euphorie zu übersetzen. Von allen Bindungen an die eigenen Leute befreit, wähnt er sich in einer Art von Lehramt für die Verbreitung von Wahrheit und Menschlichkeit.

Das hat die Wirkung eines täglichen Dopings. Die Schwärmerei für Toleranz und Vielfalt, Entgrenzung und Weltoffenheit macht fortschrittstrunken, aber auch schwindlig. Es gilt ja nun als schäbig, noch irgendwie zu unterscheiden zwischen verschiedenen Gesichtern und Herkünft­en und Verhaltensweisen und sexuellen Vorlieben. „Vielfalt“ ist politischer Kitsch und ein Werbeslogan für Einkaufszentren. Alles wird austauschbar.

Man gerät in eine Art von Schleudertrauma – woran kann man sich noch halten? Orientierung bringt allein der Kampf gegen das Böse, gegen rechtsextreme, völkische, nationalistische Brut, das Gesindel, das noch Unterschiede macht. Kommunikationshysterie und Wiederbelebung der alten ideologischen Kämpfe zwischen links und rechts schließen sich also nicht aus. Sie schüren sich gegenseitig.

Vielleicht sollten wir im Sinne der Konsensstörung auch mal die Grundsatzfrage stellen: Taugt Links-rechts noch was? Und was ist vorn und hinten?

Aus den alten weltanschaulichen Gegensätzen ist in Deutschland und Österreich in Spektakel der Anzüglichkeiten und Ressentiments geworden. Ein  Wolkenkuckucksheim steht gegen das andere. Die sogenannte Linke ist nicht mehr gesellschaft­lich geerdet, und ebenso wenig sind es die Haltungen der sogenannten Konservativen. „Rechts“ nennt sich sowieso fast niemand mehr, und auch das Attribut „neurechts“ wird meist als Schimpfwort gebraucht, als Selbstkennzeichnung meines Wissens nur beim Antaios-Verlag und in der „Sezession“.

Meiner Auffassung nach ist die Linke als eigenständige politische Kra­ verschwunden. Was soll das für eine Linke sein, die kein sozialrevolutionäres Programm hat, nicht mehr die Umwälzung der Produktionsverhältnisse anstrebt und sie Vermögensverwaltern und Indexfonds wie BlackRock überlässt, deren Geschäft­smodell es ist, alle Menschen zu Aktionären zu machen? Das Etikett „links“ war spätestens 1968 verschlissen, als klein- und großbürgerliche Radikalinskis sich per Sprechakt zu Feinden des „Systems“ ernannten, klassenkämpferisch kostümierten, auf der Woge des Zeitgeistes schwammen und Individualisierung predigten. Versteht man „links“ als egalitär, verliert sich das Prädikat in der Forderung nach Chancengleichheit, einem Stereotyp aller sozialen Bewegungen und Milieus und Medien und aller auf ihre „Identität“ bedachten Gruppen.

„Links“ zu sein ist nur noch ein abgegriffenes humanitäres Gütesiegel. Diejenigen, die im Weltnetz zappeln, legen mehr Wert auf Dabeisein und Beachtung und Subventionen als auf eine andere Verteilung des Mehrwertes. Auch die als „rechts“ diffamierten, verlegenheitshalber „konservativ“ genannten Personen sind, bei Lichte besehen, Herren und Damen ohne Unterleib. Früher saßen in den Parlamenten Würdenträger, die auf einer ständischen Gesellschaft­sordnung und auf Elitenherrschaft­ beharrten. Beides beruhte auf Traditionen, auf solchen wohlgemerkt, die sich aus eigener Kra­ fortpflanzten. Heute sind hierzulande sämtliche kulturellen Überlieferungen, auch die christlichen und raumgebundenen, ausgehöhlt und ausgelaugt. Manche werden noch künstlich beatmet.

Streng genommen entfällt damit die Bedingung der Möglichkeit einer politischen Rechten. Aber damit kein Missverständnis entsteht: Anders als die Überlieferungen, die Rituale, Sitten und Gebräuche, wären die europäischen Errungenscha­ften durchaus noch lebenskräft­ig und widerstandsfähig, wenn sie von den Europäern nicht preisgegeben würden: Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Sinn für Fair Play, Meinungsfreiheit, Arbeitsethos und Gemeinwohlorientierung, Streben nach Erkenntnis, Fähigkeit zur Selbstkritik, Nationalstaat, Ausdifferenzierung des Politischen, ja selbst Institutionen wie Stadt, Staat, Heer und Universität, kurzum all das, was Rolf Peter Sieferle das „soziale“ und „kulturelle Kapital“ genannt hat. Dieses Kapital wiederum ist abhängig von „der Eindeutigkeit der Gruppenzugehörigkeit“.

Mit Ihrer Zeitschrift „TUMULT“ betrieben Sie lauter Konsensstörungen. Sie halten, wenn man Ihnen lautere Motive unterstellt, Konsens offenbar für einen zu störenden faulen Kompromiss. Aber ist Konsens nicht eine demokratisch zustande gekommene Form der volonté générale, des allgemeinen Willens?

Der heute in Deutschland herrschende Konsens, die Berufung auf die sogenannten europäischen Werte, sagt den Deutschen nicht, dass und auf welche Weise sie zusammengehören. Er ist weder sinngebend noch handlungsleitend. Man behauptet, er sei eine globale volonté générale, aber auch das ist er nicht, und träfe es zu, wäre er ein Allerweltsmerkmal und nichts Besonderes. Dieser Konsens gilt in Deutschland als höchste Staatsräson und darf nicht angefochten werden. Er postuliert Entgrenzung um der Entgrenzung willen. Damit entspricht er dem Tauschprinzip: Alles ist konvertierbar. Und er entspricht dem technokratischen Machbarkeitswahn, der alle Gegenstände und die Beziehung zwischen ihnen gleichgültig werden lässt.

Das wachsende Interesse an Verfügbarkeit macht uns blind für die Außenwelt. Die sogenannten westlichen Werte – Chancengleichheit, Selbstbestimmung, Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit – sind längst zu bloßen Teilnahme- und Verkehrsregeln heruntergekommen. Trotzdem werden sie aufgerufen, als seien sie Konzentrate unanfechtbarer Programme. Ich zitiere aus dem Editorial der „TUMULT“-Ausgabe vom Herbst 2014: „Man schwärmt von Vielfalt und Offenheit; doch hat man dabei wohl ein Stelldichein verträglicher Passagiere im Sinn – eine Art universale Autobahnraststätte.“ In Wirklichkeit sind diese „europäischen Werte“ unverträglich, denn sie dulden keinen Eigensinn. Aber jede Lebensart, jede Gesinnung und jede Daseinsordnung grenzt sich gegen andere ab – und ist daher von einer gewissen Unduldsamkeit geprägt.

Ganz persönlich gefragt: Wie geht es dem Projekt „TUMULT“? Erzeugt es den Aufruhr, den es produzieren soll?

Halten zu Gnaden, Herr Novak, unter „Tumult“ verstehen wir keinen Aufruhr, sondern einen unbeabsichtigten Auauf oder, sagen wir, ein unwillkürlich entstandenes Durcheinander. Tumulte kann man nicht anzetteln. Die Vierteljahresschrift­ „TUMULT“ war nicht meine Idee. Der Wiener Lektor Horst Ebner und ich haben im Jahr 2012 den Vorschlag eines Verlegers aufgegriffen, der, kurz nachdem er ihn gemacht hatte, nichts mehr von ihm wissen wollte. Alles am „TUMULT“-Magazin ist unwillkürlich…

(Dieser Artikel ist im aktuellen FREILICH Magazin 15 erschienen. HIER BESTELLEN und weiterlesen!)



John Hoewer brilliert mit „EuropaPowerbrutal“ und erklärt den dazu nötigen Kulturkampf. FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl hat mit ihm gesprochen.

FREILICH: Sehr geehrter Herr Hoewer, mit „EuropaPowerbrutal“ haben Sie in diesem Jahr einen furiosen Erstlingsroman im Jungeuropa Verlag veröffentlicht. Dort erschien im vergangenen Jahr mit „Enklave“ das erste Buch von Volker Zierke. Und erst kürzlich veröffentlichte der Verlag Antaios Rudolf Preyers „Fall und Aufstieg der Familie Gottmann“. Woher kommt auf einmal diese rechte Schreiblust?

John Hoewer: Dass zu wenig geschrieben worden wäre, das würde ich gar nicht mal sagen. O­ nur halt das Falsche, vermutlich. Wer weiß. Es lag aber womöglich auch am Lockdown, dass noch mehr Leute Zeit und Muße hatten, mal was aufs Papier zu bringen.

Das Enthüller-Buch des Jahres!

Bisher unveröffentlichte Enthüllungen über die wahre Macht von Sebastian Kurz und der ÖVP.

Der Enthüller Hans-Jörg Jenewein hat für seine Recherchen sogar eine Hausdurchsuchung geschenkt bekommen, weil er sich manche der türkis-schwarzen Akteure zu genau angesehen hat.

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Warum spielt das Thema Belletristik in der jungen Rechten eine so große Rolle?

Ach, ich glaube, dafür müsste es schon noch mehr geben als die paar Veröffentlichungen zuletzt. Offenbar gibt es aber eine Nachfrage nach Büchern, die auch einfach mal Freude bereiten, in denen man sich irgendwie wiederfinden und mit denen man sich, salopp gesagt, mal amüsieren oder sogar inspirieren kann – abseits von Theorie und politischem Kampf. Wenn es den beiden anderen Kollegen und, hoffentlich, auch mir gelungen ist, da was anzubieten und wir da einen Weg bereitet haben, den nun auch andere mitgehen, dann ist das eine erfreuliche Entwicklung dahin, dass man auch als drittes Lager sozusagen weitere Grundlagen ausbaut und sich insgesamt breiter aufstellt.

In der rechten Twitter-Blase wird Ihr Buch gefeiert. Wie oft wurden Sie schon darum gebeten, nachzulegen? Und natürlich: Werden Sie nachlegen?

Tatsächlich schon recht oft­, und fast jeder will mehr oder weniger eine nahtlose Fortsetzung, was es nicht einfacher macht. Da muss ich ja erstmal wieder 10–15 Jahre um die Häuser ziehen, um neue Stories zu erleben und zu hören. Erstmal ist noch eine neue Übersetzung in der Mache, und wenn sich irgendwann mal wieder etwas zeitlicher Freiraum ergibt und mir was einfällt, ja, dann kommt womöglich auch nochmal was nach.

Der Lebenswandel Ihres Protagonisten entspricht ja nicht gerade dem Ideal „jung, gesund, aktiv“. Stattdessen Alkoholexzesse, Perspektivlosigkeit, Gewalt – was fasziniert Sie an diesen gesellschaftlichen Abgründen?

So streng schließen sich beide Lebensstile nicht aus, würde ich mal behaupten. In „EuropaPowerbrutal“ geht’s letztlich viel um Alltagsbanalitäten und darum, sie einmal aus einer bewussten Perspektive anzuschauen Faszinierend ist vor allem, zu was eine motivierte Gruppe junger Männer fähig sein kann. Diese Vielseitigkeit, diese mangelnde Berührungsangst und auch diese Härte, um mit womöglich abstoßenden und grenzwertigen Situationen umzugehen. Natürlich wird das persifliert, wenn man eine durchzechte Nacht in der Eckkneipe als heroischen Akt darstellt. Aber ich denke, der geneigte Leser weiß das zu deuten.

Was können Leser von Ihrem Protagonisten lernen?

Mein Eindruck ist, dass die gegenwärtige Gesellschaft­ Menschen hervorbringt, die sich bereits von banalen Scheinwidrigkeiten und Problemchen überfordert fühlen, sich schnell in eine Negativspirale einwickeln, nur mehr in Problemen und nie in Lösungen denken. Nein, wenn eine offen und halbvoll abgestellte Whiskey-Cola-Dose am nächsten Tag noch frisch schmeckt, dann kann man sich auch selbst mal aufraffen. Die Gegenwart muss man bewusst leben und gestalten, eine andere Zukunft­ ist träum- und machbar, und es gibt keinen Grund, aufzugeben oder pseudodepressiv rumzunörgeln. Und man sollte seine Zeit nicht im Internet vergeuden. Leute erzählen mir, sie hätten keine Zeit, was Sinnvolles für sich selbst oder für ein politisches Projekt umzusetzen, kommen aber unironisch um 17 Uhr heim und starren dann sieben Stunden in die Glotze rein. Da ist dann sogar Saufen wirklich sinnvoller.

Die Sprache in Ihrem Buch dürfte vor allem in klassisch bürgerlich-konservativen Kreisen als anstößig empfunden werden, denn Sie setzen auf teilweise derbe Umgangssprache. Gab es offen geäußerte Kritik?

Weniger als erwartet. Nämlich gar keine, um ehrlich zu sein. Aber so schlimm ist es ja nun auch wieder nicht. Und so reden junge Männer nun mal, gerade dann, wenn sie auf Fahrt und Abenteuer sind und sich eine gewisse männliche Haltung bewahrt haben. Nun ja, die bürgerlich-konservativen Kreise, da könnte sich bestimmt wer empören, nur ist deren Meinung leider völlig unerheblich.

Ist Ihre Darstellung vulgärer Erdigkeit ein bewusstes Manöver, um unserer verlogenen, „kontingenten“ Zeit mal so richtig entgegenzukotzen?

Ehrlich gesagt habe ich weder das Wort „Erdigkeit“ noch den Begriff „kontingente Gesellschaft­“ je gehört. Jedenfalls bin ich der Ansicht, dass man diese ungemein vulgäre Zeit nicht dadurch kritisch konfrontieren kann, indem man selbst umso vulgärer gegen sie agitiert. Eher ist es ja so, dass die natürlichen Bollwerke gegen diese Zeit jene sind, die man nicht glattbügeln kann, ohne sie ganz zu zerstören.

Vulgär würde ich das alles also gar nicht nennen, wenn da eine bisweilen derbe Sprache gepflegt wird. Das ist eher klar, direkt, frei heraus. „Vulgär“ verbinde ich dahingehend mit den gegenwärtig staatlich-gesellschaftlich geförderten Phänomenen, mit diesem krankhaft­en Bemühen, möglichst sämtliches Handeln an Verfall, Hässlichkeit und Zerstörung auszurichten und dies dann gleichsam als widerständig und auch als kulturellen Hochwert oder gar als Verfassungsgrundsatz darzustellen.

Es ist vielleicht noch etwas früh, aber erleben wir nach den durch neurechten Aktivismus geprägten Jahren 2015–2018 nun eine neue rechte Literatur- und Kulturphase? Falls ja, woher rührt das? (Stichworte: junge Autoren, „Gegen-Uni“, Künstler etc.)

Die geistige Enge in der BRD ist wahrlich betrüblich, ja. Wie gesagt, man begegnet dem aber nicht, indem man sich beschwert. Man muss Eigenes schaffen, eigene Räume gestalten und Menschen auch mal mit niederschwelligen Angeboten einladen und motivieren – und diese Räume dann verteidigen und  ausbauen. Das betrifft gewiss die Literatur, aber auch alles andere. Insbesondere mangelt es an geeigneten Treffobjekten. Klar ist das nicht leicht, aber ich fürchte, viele Missstände diesbezüglich sind primär hausgemacht.

Sie betonen die Rolle, die Mainstream-Popliteratur für Ihr Buch gespielt hat, da Sie sich dadurch „genötigt“ sahen, selbst zu schreiben, was Sie gern lesen wollten. Ist diese Einfallslosigkeit und Vorhersehbarkeit der deutschen Gegenwartsliteratur Ausdruck einer trägen und saturierten Gesellschaft?

Man kann da eigentlich auf die zahlreichen und zutreffenden  Psychogramme des typischen Bundesbürgers verweisen, der sich noch den absonderlichsten Geistesmüll verkaufen lässt, wenn er dafür in Ruhe seine 99-Cent-Wurst grillen kann. An allem klebt eben dieser zeitgeistige Anpassungsdrang, während scheinbare Widerständigkeit dann dadurch gelebt wird, den zugrunde liegenden Konformismus nur noch stärker einzufordern. Die Trägheit und Sättigung muss man aber wohl zuvörderst denen vorwerfen, die das per se gar nicht so teilen mögen, aber bereits vor 60 Jahren zu feige und zu faul waren, sich gewissen Phänomenen entgegenzustellen. Grüße gehen raus an die „bürgerlich-konservativen Kreise“.

Laut Autorenporträt arbeiten Sie im „Maschinenraum der Politik“. Genauer gesagt im Deutschen Bundestag. Das führt folgerichtig zu der Frage, inwiefern Kunst, in Ihrem Fall Literatur, und Politik miteinander vereinbar sind. Wie politisch darf Kunst Ihrer Ansicht nach sein?

Kunst darf natürlich politisch sein, wobei man auch ohne Vorschlaghammer politisch sein kann. Diese betonte Politikferne ist o­ genau das Problem, weil es eine bürgerliche Rückzugsdiskussion ist. Bürgerliche haben aus Mangel an Weltanschauung o­ kein einziges stichhaltiges Argument außer jenem, dass sich irgendwas nicht gehöre oder dass dies und das nicht politisiert werden dürfe – während sich die Gegenseite alles unter den Nagel reißen kann. Also kurz gesagt kann alles politisch sein, und das ist auch alles vereinbar. Nicht vereinbar ist, wie apolitisch viele Leute sind, die in der Politik höchste Ämter bekleiden.  

AfD und FPÖ sind bislang nicht durch ihre kulturpolitischen Forderungen in Erscheinung getreten. Das mag auf den mehrheitlich links geprägten Kulturbetrieb zurückzuführen sein. Sehen Sie die Parteien in der Pflicht, junge Künstler zu unterstützen?

Das Problem ist halt, dass sich viele Leute eine andere Welt, in… (dieser Artikel ist im aktuellen FREILICH 14 erschienen. HIER bereits ab EUR 49,00 abonnieren und weiterlesen).



Dieses Wochenende legen wir Ihnen wieder den Podcast der Kollegen aus Schnellroda ans Herz – garantiert ungeschnitten!

Es diskutieren: Sezessions-Chefredaktuer Götz Kubitschek, Literaturredakteurin Ellen Kositza, der Leiter des Instituts für Staatspolitik Dr. Erik Lehnert und Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser über Cancel Culture, Sarazzin, Moria und Parlamentspatriotismus.

Hier geht es zu „Kanal Schnellroda“ auf YouTube



Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. In Band 2 schreibt Irfan Peci über den Ruf der Islamisten. Wer ihn verbreitet, wer ihm folgt und wie man ihn zum Schweigen bringt.

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Die Grünen haben das Tarnen und Täuschen perfektioniert und wissen, wie sie ihre linksextremen Wurzeln und Hintergründe geschickt verschleiern (wenn es darauf ankommt). Wir zeichnen die Konturen dieser linksextremen Gruppe nach und sehen uns heute die Strategien der Grünen in Bezug auf ihren „Schuldkomplex“ an.

Die Rolle des Bedrohten kann man nur glaubwürdig einnehmen, wenn der Feind als mächtig, skrupellos und gefährlich wahrgenommen wird, auch wenn die realen Machtverhältnisse völlig andere sind, der vermeintlich Schwache und Bedrohte nur gegen einen Popanz kämpft und längst selbst zur größten Gefahr für Freiheit und Demokratie geworden ist. Deshalb wird von linker Seite eine permanente Bedrohung von rechts konstruiert, obwohl unsere Freiheit, unser Friede, unser Wohlstand und unsere Demokratie von ganz anderer Seite angegriffen werden.

Gelingt es, sich als Opfer zu positionieren, von der Allgemeinheit als solches gesehen zu werden, kann man daraus nicht nur politisches Kapital schlagen: Wer Opfer ist, hat in einem politisch korrekten System auch ein Anrecht darauf, von „der“ Gesellschaft oder den vermeintlichen Tätern mit Geld, Sonderrechten, Anerkennung, Aufmerksamkeit, attraktiven Posten und Subventionen versorgt zu werden. Weil sich ein Opferstatus in unserer Gesellschaft lohnt, gibt es immer mehr Verfolgte, Diskriminierte, Benachteiligte, Unterdrückte. Zu ihnen gehören Frauen, Zuwanderer, Transgender, Schwule, Übergewichtige etc.

Weil jedes Opfer einen Täter, jeder Unterdrückte einen Unterdrücker, jeder Ausgebeutete einen Ausbeuter braucht, weil fast jeder zu einer Opfergruppe gehören möchte und es keine homogene Mehrheit mehr in unserem antielitären Multikultistaat gibt, die man kollektiv als Tätergruppe verantwortlich machen könnte, bleibt unterm Strich als der Unterdrücker, der Täter, als Feindbild und Bösewicht schlechthin der „alte weiße Mann“ (mit der falschen politischen Einstellung).

Das ist keine rechte Opferinszenierung, wie viele Linke reflexartig anmerken würden, das haben selbst Medien wie die linke Wochenzeitung „Die Zeit“ erkannt: „Er ist das Feindbild nicht nur vieler Feministinnen: der ‚alte weiße Mann‘“. „Der Weltbösewicht ist nunmehr der Alte Weiße Mann (AWM). Er wird auch gern als ‚Boomer‘ bezeichnet, weil er der Babyboom-Kohorte angehört.“ In einer für Sozialisten typischen Selbstbezichtigung – Selbstkritik wurde innerhalb kommunistischer Parteien als kommunikative Praxis verstanden – schreibt Mark Heywinkel auf einem Internetangebot des deutschen „Zeit“-Verlages über den „weißen Hetero-Mann“, was nach einigen Protesten in „Mann“ geändert wurde: „Er ist gewalttätig. Er ist brutal. Er ist ein Problem.“

Dieser Erbschuld entkommt der weiße Mann nur, wenn er sich politisch korrekt verhält, die erwünschte linke Geisteshaltung übernimmt. In diesem Fall ist er sich „seiner Weltschuld immerhin bewusst, was das Leben für ihn ein bisschen erträglicher macht und ihn zu einem besseren Menschen“ 149. Dieser von den Grünen instrumentalisierte und geförderte europäische Schuldkult und Selbsthass, mit der die Verehrung bzw. Verklärung des Fremden, des Exotischen einhergeht, hat mehrere Wurzeln. Eine davon liegt im simplen marxistischen ökonomischen Verständnis. Vereinfacht ausgedrückt, ist aus Sicht der Linken die Wirtschaft ein Nullsummenspiel.

Das heißt, reich kann nur werden, wer anderen etwas wegnimmt, sie ausbeutet. Somit ist Reichtum aus linker Sicht immer etwas Unanständiges, Ungerechtes und mit Schuld Behaftetes. Deshalb hat Europa bzw. der Westen eine permanente Schuld gegenüber der Dritten Welt. Solange der Wohlstand – aus welchen realen Gründen auch immer – in Europa größer als in Afrika ist, solange sind „wir“ schuld an der Armut Afrikas. Angela Merkel sprach während der Flüchtlingskrise, als sie die Deutschen davon zu überzeugen versuchte, dass Deutschland bzw. die EU noch mehr Menschen aufnehmen müsse, von einer „tiefen Schuld gegenüber dem afrikanischen Kontinent“. Menschen mit Schuldgefühlen lassen sich leichter moralisch erpressen. Dass der Aufstieg und Reichtum Europas sehr viele Ursachen hat und die Ausbeutung der Dritten Welt dabei eine eher untergeordnete Rolle spielt, wird aufgrund dieser Sichtweise völlig ausgeblendet. Ebenso wie die Tatsache, dass einige ehemalige Kolonialstaaten Europa auch ganz ohne Hilfe der Europäer wirtschaftlich längst überflügelt haben. Man denke etwa an Singapur.

Die Studie „Die Grünen – Konturen einer linksextremen Gruppe“ als Download

Hier treten wie beim Klima wieder die Großartigkeits- und Allmachtsfantasien der Grünen, ihr Wunsch, einer globalen Elite anzugehören, ungeschminkt zutage. „Wir“, sprich die Europäer bzw. der Westen, sind für alle Widrigkeiten und Fehlentwicklungen dieser Welt verantwortlich, wir nehmen alle Schuld auf uns. Wir tragen die Verantwortung für die Klimaerwärmung, die Armut in Afrika, die Konflikte in der islamischen Welt und für alle anderen Ungerechtigkeiten auf diesem Planeten.

In der politischen Realität spielt Europa auf der internationalen Bühne kaum noch eine Rolle, wird für sein infantiles Gutmenschentum belächelt – in China werden europäische Liberale verächtlich „Baizuo“ genannt. Wirtschaftlich und zunehmend auch technologisch ziehen Staaten wie China, Korea oder Singapur an Europa vorbei, und auch in Afrika geben längst die Chinesen den Ton an. Deshalb ist es völlig illusorisch, wenn die Grünen die Einwanderung nach Europa eindämmen wollen, indem sie Afrika zu Frieden und Wohlstand bringen möchten. Dazu ist Europa nicht in de Lage. Man müsse die Fluchtursachen in den Herkunftsregionen bekämpfen, hört man in diesem Zusammenhang gebetsmühlenartig von den Grünen. Dabei haben Jahrzehnte europäischer Entwicklungshilfe wenig bis keine Fortschritte gebracht, im Gegensatz zum rezenten wirtschaftlichen Engagement Chinas.

Wenn es seitens der Grünen angesichts von Klima- und Migrationskrise oder sozialer Ungerechtigkeit heißt, „wir müssen“, sprich: unverblümt Zwangsmaßnahmen eingefordert werden, sind damit stets die Bürger oder, genauer gesagt, die Nettosteuerzahler angesprochen. Sie müssen noch mehr leisten, sprich: Steuern zahlen, damit die Grünen mit dem Geld der anderen einmal mehr die Welt vor den von ihnen selbst verkündeten oder selbst geschaffenen Katastrophen retten können. Zu diesem Zweck wird den Bürgern von den Grünen, deren Vorfeldorganisationen und Medien permanent eingetrichtert, sie trügen an der Armut der Afrikaner ebenso wie an der Klimaerwärmung eine große Mitverantwortung. Diese Schuld könne nur abtragen, wer erstens den Handlungsanweisungen und Vorgaben der Grünen folge und zweitens noch mehr von seiner Arbeitsleistung und Zeit (= Steuern) an die herrschende linke Politklasse abtrete.

Mit dem so generierten Schuldgefühl lassen sich die Bürger moralischer- und finanziell auspressen. Schließlich geht es uns nur gut, weil es anderen schlecht geht. Diese ebenso simple wie falsche Schuldgleichung ist der Hebel für die permanente Erpressung und die Rechtfertigung für immer neue Belastungen der Bürger. Und vom Umverteilen und von der Rettung der Welt profitieren vor allem die Grünen selbst.

Um für das Elend und den angeblich schlechten Zustand unser Welt, an der Klimakatastrophe und den Konflikten in der Dritten Welt die Verantwortung zu tragen, reicht es, ein weißer Mann zu sein. In grün-linken Kreisen macht gerade der aus den USA stammende Slogan „Check your privilege“ Karriere: „Sind sie weiß? Männlich? Am Ende gar heterosexuell? Ganz schlecht, Test nicht bestanden. Ihre gesellschaftliche Existenz besteht offensichtlich nur auf unverdienten geerbten Privilegien, mit denen Sie andere unterdrücken.“

Dieser neue linke Trend zeigt: Es geht nicht um tatsächliche Schuld und Verantwortung, es geht um einen neuen Mechanismus, eine Methode, die Bürger zu steuern und zu unterdrücken. Das funktioniert mit Schuld, Angst und moralischer Erpressung. „Den Grünen ist das Geschäft mit der Angst am besten gelungen“, so Burkard Dregger, CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus.

Die „Grünen-Studie“ im Doppelpack mit „Sozialismus – Die gescheiterte Idee, die niemals stirbt“ im Vorteilspack im FREILICH Buchklub.

Nächste Woche geht es weiter mit den „Strategien der Grünen“. Oder hier die ganze Studie gleich ONLINE lesen oder IM FREILICH BUCHLADEN BESTELLEN.

Zum Thema:

Die Geschichte der Grünen – Vorgeschichte und Anfänge

Die Geschichte der Grünen – Parteiwerdung und Unterwanderung

Die Geschichte der Grünen – Kommunistische Wurzeln

Strategien der Grünen – Gewalt und Extremismus (Teil I)

Strategien der Grünen – Gewalt und Extremismus (Teil II)

Strategien der Grünen – Klimakampf ist Klassenkampf (Teil I)

Strategien der Grünen – Klimakampf ist Klassenkampf (Teil II)

Strategien der Grünen: Angst, Schuld und Erpressung (Teil I)


Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. Band 1 von FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl singt „Das Lob der Grenze“.

Grenzen, so Heinrich Sickl, helfen uns Identität zu bewahren und Sicherheit zu garantieren. Aktuelle Herausforderung wie Corona und illegale Migration machen klar, dass es Zeit ist für Freiheit und Frieden Grenzen zu setzen und zu verteidigen.

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Die Grünen haben das Tarnen und Täuschen perfektioniert und wissen, wie sie ihre linksextremen Wurzeln und Hintergründe geschickt verschleiern (wenn es darauf ankommt). Wir zeichnen die Konturen dieser linksextremen Gruppe nach und sehen uns heute die Strategien der Grünen in Bezug auf ihren „Schuldkomplex“ an.

„Die Klimapolitik benötigt ein Element der Furcht“, so Herrmann Ott, ehemaliger Abgeordneter der deutschen Grünen. Er bringt damit ein Kernelement grün-linker Politik auf den Punkt: das Spiel mit der Angst. Seit ihren Anfängen in den 1970er-Jahren schüren und erzeugen die Grünen in der Bevölkerung Ängste, Panik, warnen vor dem baldigen Untergang der Zivilisation, der Welt, vor einer Apokalypse. „Wann immer es Politiker, gleich welcher Couleur, nach der absoluten  Herrschaft verlangte, haben sie zunächst Ängste geschürt, um sich nachher als Retter in der Not aufzuspielen. War es ihnen erst einmal gelungen, für die nötige Hysterie zu sorgen, wurde die sachliche Begründung ihres Handelns zur Nebensache. Mehrheitlich vertrauten ihnen die Geblendeten blindlings.“

In dieser Disziplin haben es die Grünen zur wahren Meisterschaft gebracht. Seit ihren Ursprüngen und Anfängen warnen sie die Bürgern vor überall lauernden Gefahren und Risiken, prophezeien den Untergang der Menschheit. Die Rohstoff-Knappheit Anfang der 1970er, die Atomkraft, der saure Regen, das Waldsterben, das Ozonloch, der Feinstaub. Die Grünen waren stets die guten Menschen, die die Menschheit vor den Risiken der Technik und des Fortschrittes bewahrten. Ihnen gelang es, ein neues Lebensgefühl zu erzeugen und zu bewirtschaften. Die Grünen schufen eine Generation der Ängstlichen: Atomkraftwerke, Atomkrieg, Gentechnik, Chemie, Plastiksackerl, Umweltverschmutzung etc. Dass die Grünen im deutschsprachigen Raum besonders erfolgreich sind, liegt vermutlich auch daran, dass die Bevölkerung einen Hang zu apokalyptischen Zukunftsängsten hat, den man international unter dem Begriff „German Angst“ kennt. Die Grünen verstanden es am besten, dieses Wesensmerkmal, diese latenten Ängste für ihre Zwecke politisch zu nutzen und weiter zu verstärken. „Ob Atomkrieg, Waldsterben, Kernenergie oder Migration: In Deutschland werden Debatten schnell mit apokalyptischen Ängsten befeuert.“

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Weil sich die Realität aber nicht an grüne Untergangsszenarien hält und die von den Grünen prophezeiten Katastrophen stets ausbleiben, verwandelte sich die zum Teil berechtigte Kritik der Grünen an den herrschenden Zuständen immer mehr in Ideologie, ihre Warnungen und Untergangsszenarien wurden immer apokalyptischer. Wir sind nun beim Hitzetod der Erde angelangt. Das hat gegenüber früheren Schreckensszenarien den Vorteil, dass die Welt erst in einer mehr oder weniger fernen, nicht näher bestimmbaren Zukunft untergeht, sich die gesetzten politischen Maßnahmen also nicht auf ihre Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit hin überprüfen lassen, und dass sich praktisch jedes Wetterphänomen im Sinne der kommenden Klimaapokalypse interpretieren und deuten lässt.

„Angst zu machen ist ihr Geschäft. Heute kämpfen sie gegen Pflanzengentechnik und immer noch gegen den Erzfeind Atomkraft. In der Zwischenzeit auch gegen Straßenausbau, Kohlekraftwerke, Computer, PET-Flaschen, Mobiltelefone, den Transrapid, Stammzellenforschung, Flughäfen, PVC-Fensterrahmen, medizinische Gentechnik, ICE-Trassen und eigentlich jeden technischen Fortschritt außer Windrädern und Solaranlagen. Grünes Denken skandalisiert erfolgreich die Risiken neuer Technologien.“

Mit der Angst vor der Klimakatastrophe haben die Grünen neben ihrer Faschismuskeule eine zweite, äußerst wirkungsvolle politische Waffe an der Hand. Angesichts des drohenden Unterganges ist alles erlaubt, wird selbst von bürgerlichen Wählern vieles bisher Undenkbares akzeptiert: „Bis vor kurzem galt es noch als weithin unakzeptabel oder mindestens radikal zu behaupten, ausgerechnet kollektive Panik und Unterdrückung jedes Zweifels könnte die Lösung eines Problems befördern. Mittlerweile scheint vielen Politikern und auch Bürgern bis weit in die Mittelschicht gerade diese Sichtweise akzeptabel.“

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Dass ausgerechnet die Grünen den Rechten und Konservativen vorwerfen, sie würden mit den Ängsten der Menschen spielen, sie für ihre Zwecke instrumentalisieren, ist angesichts der Geschichte und der Methoden der Grünen sowie der Tatsache, dass sie diese Klaviatur am besten beherrschen, nicht verwunderlich, sondern ein geschicktes Ablenkungsmanöver. Man ruft: Haltet den Dieb!

Grüne Positionen gelten fast automatisch als ethisch hochwertig und damit als etwas Besseres als die Argumente der politischen Konkurrenten.

Michael Miersch

Auch vieles mehr, was die Grünen den Rechten bzw. Bürgerlichen vorwerfen, ist lediglich Projektion – etwa der Vorwurf, sie würden die Gesellschaft spalten, obwohl kaum jemand Andersdenkende so kompromisslos ausgrenzt, abwertet, verfolgt und attackiert wie die Grünen und ihr mediales Um- und Vorfeld. Oder der Vorwurf, Rechte würden sich gern als Opfer inszenieren. Man kennt die Kommentare der Journalisten und politischen Experten, die FPÖ-Politikern oder nichtlinken Persönlichkeiten vorwerfen, sie würden sich in der Opferrolle gefallen, sich gerne als Opfer inszenieren, mit dem stets anklagenden Unterton, sie seien in Wahrheit die Täter, weshalb ihre Ausgrenzung und Marginalisierung schließlich gerechtfertigt sei.

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Zudem beanspruchen Grüne die Opferrolle exklusiv für sich und ihre politische Klientel. Es ist ein Instrument, eine Strategie, ein Geschäftsmodell. Opfer zu sein, ist in der linken postheroischen, feminisierten Gesellschaft auch ein Statussymbol. Es ist ein regelrechter Wettbewerb darum entstanden, wer oder welche Gruppe mehr unterdrückt, ausgebeutet und diskriminiert wird.

Das hängt mit dem Selbstbild und -verständnis der Grünen zusammen, mit ihrer aufgesetzten Antiestablishmenthaltung. Dass man gegen die Mächtigen, gegen das System kämpfte, traf zumindest teilweise auf die sozialen Bewegungen der 1970er-Jahre zu. Mittlerweile ist man nach dem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen selbst zum Establishment geworden, die Haltung aber ist geblieben. Obwohl die 68er und ihre grünen Epigonen die kulturelle Hegemonie errungen haben, über die Deutungs- und Meinungshoheit verfügen und viele wichtige Positionen in Gesellschaft und Staat bis hinauf zum Vizekanzler und Bundespräsidenten besetzt haben, inszenieren sie sich noch immer als widerständig, kritisch, unbequem und unangepasst. Damit diese Inszenierung halbwegs glaubwürdig wirkt, braucht man einen Antagonisten, einen Gegner. Deshalb spielt der Kampf gegen rechts für die Grünen eine zentrale Rolle.

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Zum Thema:

Die Geschichte der Grünen – Vorgeschichte und Anfänge

Die Geschichte der Grünen – Parteiwerdung und Unterwanderung

Die Geschichte der Grünen – Kommunistische Wurzeln

Strategien der Grünen – Gewalt und Extremismus (Teil I)

Strategien der Grünen – Gewalt und Extremismus (Teil II)

Strategien der Grünen – Klimakampf ist Klassenkampf (Teil I)

Strategien der Grünen – Klimakampf ist Klassenkampf (Teil II)


Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. Band 1 von FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl singt „Das Lob der Grenze“.

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Mehr und mehr entwickelt sich eine ernstzunehmende rechte Gegenkultur. Ein weiteres Mosaiksteinchen in diesem Gebilde ist der von Michael Schäfer geführte Hydra-Comic Verlag aus Dresden.

Dort finden sowohl nonkonforme Comics als auch kontrakulturelle Bildkunst ihren Platz. Nun könnte man meinen, dass ein kleiner Comic-Verlag wahrscheinlich keine große politische Wirkung erzielen kann. Weit gefehlt, denn die bloße Existenz von Hydra-Comics hat die deutsche Comic-Welt in Aufruhr versetzt und einen eigenen deutschen Comicsgate losgetreten. Michael Schäfer schildert uns im Gespräch, wie sein Verlag Mittelpunkt eines Skandals wurde und gibt detaillierte Einblicke in die Arbeit DER Hydra.

Mehr über die Hintergründe lesen Sie im TAGESSTIMME-Artikel „In der Szene ist der Teufel los“.

Alle weiteren FREILICH-Podcasts finden Sie HIER.

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Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. Band 1 von FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl singt „Das Lob der Grenze“.

Grenzen, so Heinrich Sickl, helfen uns Identität zu bewahren und Sicherheit zu garantieren. Aktuelle Herausforderung wie Corona und illegale Migration machen klar, dass es Zeit ist für Freiheit und Frieden Grenzen zu setzen und zu verteidigen.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Heimat, das ist auch Mitschunkeln. Von Sacha Korn gibt es das DDR-Kinderlied „Unsere Heimat“ auf neu. Auf FREILICH einfach zum Reinhören.

Kommt mit in den Proberaum und hört Euch „Unsere Heimat“ von Sacha Korn an:

Ursprünglich ist das gute Stück ein DDR Kinderlied. Wer das Original kennenlernen will, Text und Noten gibt es hier: www.vodf.de/liederprogramm/heimat.pdf

Sacha Korn (Jahrgang 1975) ist ein deutscher Musiker und Musik-Manager. Er studierte an der Los Angeles Music Academy und dem MIT in Los Angeles, später auch in Frankfurt/Main. Er arbeitete als Berater und vertrat westliche Plattenfirmen und Verlage in Osteuropa. Seit 2009 veröffentlichte Sacha Korn mehrere Musikalben unter seinem Namen, Ende 2020 ist sein neues Album „Heimat“ erschienen. Hier ist die Heimatseite von Sacha Korn.

Sacha Korn – Heimat

Runterladen und die Gegenkultur unterstützen:

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Kostenfrei hören bei:  Spotify | Deezer | Bandcamp.

Jetzt auf der TAGESSTIMME exklusiv im Interview: Rockmusiker Sacha Korn – „Patriotische Musik fehlt in Deutschland“


JETZT NEU! Das FREILICH Magazin in der Ausgabe 11.  HIER und JETZT ein FREILICH-Abo zeichnen!

Holen Sie sich HIER Ihre passende Botschaft an den Sonnenkanzler Sebastian Kurz und bestellen Sie Ihr Set an FREILICH Demo-Stickern. Denn KURZ MUSS WEG!


Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. Band 1 von FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl singt „Das Lob der Grenze“.

Grenzen, so Heinrich Sickl, helfen uns Identität zu bewahren und Sicherheit zu garantieren. Aktuelle Herausforderung wie Corona und illegale Migration machen klar, dass es Zeit ist für Freiheit und Frieden Grenzen zu setzen und zu verteidigen.

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Kulturschaffende wollen eine Verfassungsklage einbringen und so klären, ob die jüngste Schließung der Kulturstätten verfassungskonform war.

Die Künstler kritisieren die Schließungen der Kulturstätten und das politische System, das dafür verwantwortlich zeichnet. Wenn zentrale Kulturstätten als bloße „Freizeiteinrichtungen“, und eingebettet zwischen „Paintballanlagen“ und „Stätten zur Ausübung der Prostitution“ klassifiziert werden, führe das zu einer beängstigend fortschreitenden Halb- und Unbildung, so die Kritik.

Trotz der Kooperation mit von Landes- und Bundesregierungen empfohlenen Gesundheitsexperten und erarbeiteter Präventionskonzepte, Hygienemaßnahmen und trotz keinerlei relevanter Infektionsketten im Publikum, seien sämtliche Kultureinrichtungen erneut Anfang November geschlossen worden.

Die Kulturschaffenden sehen Kunst und Kultur als offensichtlich volkswirtschaftlich systemrelevant an. Doch weit grundlegender sei die Summe aller Kulturleistungen, die auf individueller wie kollektiver Ebene Identität stifte. Kunst und Kultur als kritisches Sprachrohr sowie die Möglichkeit der Teilhabe daran seien unentbehrliche Bausteine einer demokratischen Gesellschaft, so die Künstler.

HIER mehr über die geplante Verfassungsklage erfahren. Das Vorhaben können Sie HIER finanziell unterstützen!


Die aktuelle Ausgabe 10 des FREILICH Magazins beschäftigt sich unter dem Titel „Unpopulär rechts“ mit den Problemen des Rechtspopulismus in Europa und Österreich. Die Heftvorschau finden Sie HIER.

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Aufgeblättert. Zugeschlagen – Mit Rechten lesen ist eine regelmäßige Literatursendung zu drei aktuellen Büchern des literarischen Lebens, ein Austausch zwischen der Publizistin Ellen Kositza vom Verlag Antaios, der Buchhändlerin Susanne Dagen vom BuchHaus Loschwitz und einem jeweils neuen Gast.

Zu Gast in der aktuellen Ausgabe ist dieses Mal der Karikaturist und Autor Bernd Zeller, der u.a. Redakteur bei den Magazinen Titanic und Eulenspiegel war. Vorgestellt werden die Bücher „Arthur Lanz“ von Monika Maron, „Als die Nacht sich senkte“ von Herbert Lackner und „Mao und die 72 Affen“ von Bernd Wagner.

Unabhängig, geistreich und am Diskurs interessiert ist Aufgeblättert. Zugeschlagen – Mit Rechten lesen ein vergnügliches Plädoyer für vorurteilsfreies Lesen und ein Gemeinschaftsprojekt vom Verlag Antaios, Schnellroda und dem BuchHaus Loschwitz, Dresden. 


Die aktuelle Ausgabe 10 des FREILICH Magazins beschäftigt sich unter dem Titel „Unpopulär rechts“ mit den Problemen des Rechtspopulismus in Europa und Österreich. Die Heftvorschau finden Sie HIER.

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Alexander Malenki ist zurück und setzt mit seinem neuen Projekt „Kulturlabor“ neue Akzente.

Mitte 2019 traf den bekannten rechten YouTuber Alexander Malenki die Zensur. Facebook sperrte ihm seine Konten, sowohl bei Instagram als auch bei Facebook. Er nutzte den im ersten Moment schweren Schlag für ein „Social-Media-Detox“ und um die Kräfte dafür zu sammeln, auch unter schwierigeren Bedingungen die gegenkulturelle Arbeit fortzusetzen. Das trägt nun Früchte. Malenki moderiert die neue Sendung aus dem Hause Ein Prozent: „Kulturlabor“


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