Die Inflation ist in Wirklichkeit deutlich zweistellig, warnt die Freiheitliche Wirtschaft.

Die Inflationsrate, die die Statistik Austria mit aktuell 5,9 % ausweist, ist für den Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft, Matthias Krenn, nicht nachvollziehbar. Auf einer Liste der teurer gewordenen Produkte ist gerade mal ein Zehntel mit einer Teuerung von unter 6 % angeführt – der Rest ist durchschnittlich um mehr als 20 % teurer.

Teilweise gehen die Teuerungen bis 70 % wie etwa bei Gas. Besonders auffällig sei, dass nur Produkte, die man selten benötigt, unter 6 % Teuerung bleiben, wogegen die Waren des täglichen Bedarfs deutlich darüber liegen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Buntstifte, Fertigparkett und Schlafsäcke die Preisanstiege von Lebensmitteln, Treibstoff und Strom, die teilweise über 30 % liegen, insgesamt unter einem durchschnittlichen Inflationswert von 5,9 % halten“, stellt Krenn fest.

Die Freiheitliche Wirtschaft sieht die tatsächliche Inflation deutlich zweistellig. „Wenn man einen Durchschnitt der tatsächlichen Produkte des täglichen Bedarfs errechnet, kommt man auf eine Inflation von mindestens 20 %“, erlärt Krenn. Das habe nicht nur fatale Folgen für die Wirtschaft, sondern für alle in diesem Land. Die hohe Inflation werde den Konsum nicht lebensnotwendiger Güter massiv einschränken – eine Welle von Unternehmenspleiten und Arbeitslosen sei die unweigerliche Folge. „Die Bundesregierung muss hier sofort einschreiten und gegensteuern, sonst ist der erarbeitete Wohlstand der letzten Jahrzehnte in kürzester Zeit zunichte gemacht“, warnt Krenn.

Die Freiheitliche Wirtschaft fordert ein echtes Entlastungspaket, dass nicht die Ideologie der Grünen bedient, indem nur Pendler mit Placebos ruhig gestellt werden sollen, bis sie bemerken, dass es sich auch trotz der Erhöhung der Pendlerpauschale nicht zum Überleben ausgeht.

Ein erster unverzichtbarer Schritt wäre eine Energiepreis-Deckelung durch die öffentlichen Energie-Anbieter, die sich ohnehin in Besitz des Bundes und der Länder befänden. Weiters muss die Mineralölsteuer ausgesetzt werden, weil auch alle, die nicht pendeln, die hohen Preise an den Zapfsäulen bezahlen müssen. Zudem muss die Bundesregierung auf geplante Verteuerungen ersatzlos verzichten.

In Zeiten wie diesen jetzt auch noch den Mietpreisindex und Kommunalgebühren zu erhöhen und per 1. Juli eine CO2-Bepreisung einzuführen, die alles noch einmal teurer macht, sei vollkommen inakzeptabel. „Die Bundesregierung betätigt sich als Brandstifter und will sich dann als Feuerwehr feiern zu lassen. Sie alleine hat es in der Hand, die Teuerungen abzufedern und die Abwärtsspirale, die ganz Österreich mitreißen wird, aufzuhalten“, so Krenn abschließend.