Bundesobmann Lukas Heim (Ring Freiheitlicher Studenten) schreibt, was es im kommenden Semester an den Unis braucht.

Die Semesterplanung beginnt und damit auch die Verunsicherung. Viele Fragen sind noch ungeklärt! In rund einem Monat starten an manchen österreichischen Hochschulen bereits die ersten Lehrveranstaltungen im Wintersemester, bevor es Anfang Oktober dann auch für die großen Universitäten wieder losgeht. Trotz des baldigen Starts, haben viele Studenten noch keine konkreten Vorstellungen, wie der Corona-konforme Unterricht ausschauen wird und worauf sie sich vorbereiten müssen. Es fehlt schlichtweg an konkreten Vorgaben.

Zeit und Ort unbekannt

Als Student hat man es dieser Tage nicht einfach, wenn man versucht seinen Stundenplan für das nächste Semester zu planen. Wenn man beispielsweise die Universität Wien anschaut, dann stellt man fest, dass sehr viele Lehrveranstaltungen noch keine Zeit und Ort eingetragen haben und bei den übrigen Kursen ein sehr hoher Anteil ausschließlich online stattfindet. Auf Nachfrage, warum bei so vielen Lehrveranstaltungen weder Zeit noch Ort angegeben sind, wird man damit vertröstet, dass noch unsicher ist ob die Veranstaltungen online oder offline stattfinden und gerade Koordinierungen im Gange sind. Schaut man jedoch genauer hin, so stellt man fest, dass gerade pures Chaos herrscht. Rektorate kommunizieren zu wenig, der Minister kümmert sich lässt die Studenten links liegen und die ÖH, welche eigentlich die Vertretung der Studenten sein sollte, ist gerade in der Sommerpause.

Schwierige Situation für Erstsemestrige

Gerade für Erstsemestrige ist die Situation prekär. Da diese oft in eine neue Stadt ziehen und dort bei 0 anfangen, braucht es Präsenzlehre. Es ist gerade zu Beginn des Studiums wichtig sowohl die Hochschule als auch Kommilitonen kennenzulernen und sich mit den Gegebenheiten einer Hochschule vertraut zu machen. Wenn es überhaupt soweit kommt, denn viele Aufnahmeverfahren sind noch ausständig und das Ergebnis noch völlig offen.

Beurteilungskriterien unklar

Auch bei den Beurteilungskriterien sind noch viele Fragen offen. Es ist ungeklärt in welcher Form die Prüfungen stattfinden werden und, falls es wieder Online-Prüfungen gibt, wie diese konkret aussehen werden und wie die Fairness gewährleistet werden soll. Es ist ebenfalls noch ungeklärt, wie bei technischen Schwierigkeiten vorgegangen werden soll, da diese auf der einen Seite zwar ärgerlich sind, auf der anderen Seite jedoch auch die Möglichkeit des Erschleichens von Leistungen eröffnen.

Es braucht Lösungen

Was es derzeit braucht sind klare Vorgaben, die für alle Hochschulen gelten und die das Vorgehen der Hochschulen und die Rechte der Studenten ganz klar regeln. Hier liegt es vor allem an Minister Faßmann endlich tätig zu werden und sich um die Hochschulen zu kümmern. Auf sich alleine gestellt, wird es im völligen Chaos enden.

Lukas Heim studiert Politikwissenschaft und ist Bundesobmann und Mandatsträger des Rings Freiheitlicher Studenten. Zum Ring Freiheitlicher Studenten geht es HIER.


HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen



Wir schreiben aus Überzeugung!

In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com


Write A Comment