Eine neue Stufe der Corona-Eskalation hat nun den ORF erreicht. In einer internen Mitteilung von Pius Strobl, dem Leiter der Konzernsicherheit, wird unmissverständlich klargestellt, dass die Mitarbeiter des Staatsfunks nur als Geimpfte (und vorübergehend auch Genesene) eine Zukunft beim ORF haben. Kritik kommt von der FPÖ.

Die interne Mitteilung, die an alle ORF-Direktoren, Landesdirektoren, Dienststellenleiter, technische Leiter, Tochtergesellschaften des ORF sowie den Zentralbetriebsrat und örtliche Betriebsräte am 8. November 2021 versendet wurde, ist knallhart formuliert und unmissverständlich. So unterliegen alle Impfverweigerer, die in Geltungsbereichen der 2G-Regel arbeiten einer Übergangsregelung bis zum 15. Dezember 2021. Im Schreiben heißt es:

„Die/Der derzeit nicht geimpfte Mitarbeiter/in erklärt gegenüber ihrem/seinem Vorgesetzten verbindlich, dass sie/er dafür sorgen wird, die erste Teilimpfung der Corona-Schutzimpfung bis zum Mittwoch, 17. November 2021 zu erhalten. Diese Erklärung ist in Schriftform abzugeben.“

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Auch beim Umgang mit Studiogästen, die auf den Küniglberg kommen, hat der ORF neue Regeln parat. Sie unterliegen der „2G+“-Regel, müssen also entweder geimpft oder genesen UND getestet sein. Wer „nur“ getestet ist, für den bereitet der ORF eine Interviewsituation vor, die Kontakte in „sensiblen Zonen“ vermeiden. „Defacto bedeutet diese Regel aber ganz klar den Ausschluss von ungeimpften Menschen von Diskussionssendungen wie ‚Im Zentrum‘, ‚Pressestunde‘ oder ‚Runder Tisch‘. Das sei ein Vorgang, der demokratiepolitisch höchst befremdlich ist, kritisiert etwa FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker.

Der Coronaplan des ORF mache übrigens auch vor der guten Sache nicht Halt: Die große „Licht ins Dunkel“-Gala, bei der die Parteichefs am Spendentelefon sitzen, um möglichst viel Geld für notleidende Menschen in Österreich zu sammeln, darf ebenfalls nur unter den „2G+“-Regeln besucht werden.



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