In Lagos, der Hauptstadt Nigerias, lebten 1995, also knapp vor der Jahrtausendwende, rund sechs Millionen Menschen, ungefähr so viele wie heute im Großraum Madrid. In zehn Jahren werden in und um Madrid vermutlich noch immer ca. sechs Millionen Menschen leben, in Lagos werden es rund 25 Millionen sein.

Ungefähr so viele Menschen, wie in den drei Beneluxstaaten zusammen. Es geht um eine einzige Stadt in Afrika. Die Bevölkerung am schwarzen Kontinent wird sich nach derzeitigen Prognosen bis 2050 auf 2,6 Milliarden verdoppeln. Bis 2100 sollen es vier Milliarden sein.

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Auch im Islamgürtel, der sich von Marokko bis Indonesien erstreckt, steigen die Geburtenzahlen dramatisch. Allein im arabischen Raum ist die Bevölkerung von 70 Millionen im Jahr 1950 auf 400 Millionen explodiert. In 30 Jahren werden es 650 Millionen sein. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung im islamischen Raum ist im Vergleich zum Westen extrem niedrig. Beispiel Pakistan: 39 Prozent der Bevölkerung sind unter 14 Jahren alt. Ein beunruhigende Vorstellung: das kleine, überalterte, kinderarme und erschlaffte Europa umgeben von Staaten, in denen die Zahl der jungen, hungrigen Männer gerade explodiert, die ihre Länder re-islamisieren, sprich: radikalisieren. Europa wird hingegen von naiven Frauen und feminisierten Männern regiert: von der Leyen, Merkel, Macron etc. Sie beschäftigen sich mit Feminismus, Schwulenrechten, CO2-Ausstoß, dem Kampf gegen rechts – und blenden die überlebenswichtigen Fragen aus.

Aus diesem Grund betrachten viele der „überzähligen“ jungen Männer aus dem Islamgürtel Europa als leichtes Beuteland. Leider zu Recht. Das kann man in den Zeitschriften des „Islamischen Staates“ (IS), in Predigten von Imamen oder einschlägigen Foren in den sozialen Medien lesen bzw. hören.

Abermillionen Menschen sitzen auf ihren gepackten Koffern und wollen nach Europa kommen, wo trotz Wirtschaftskrise die Sozialgelder noch immer reichlich fließen. Das weiß man in Berlin, Brüssel und anderswo in Europa. Auf der Website des deutschen Verteidigungsministeriums heißt es: „Immer mehr Afrikaner machen sich in Richtung Norden auf und riskieren ihr Leben. Was sie antreibt, ist der Gedanke, die Lebensumstände für sich und ihre Familien zu verbessern. Experten prognostizieren, dass der Migrationsdruck weiter  steigen wird.“

Und obwohl das seit Jahren bekannt ist, sind – bis auf wenige Ausnahmen – weder die europäischen Nationalstaaten noch die EU darauf vorbereitet. Es gibt keinen Plan, wie mit dem stetig steigenden Migrationsdruck, der sich rund um Europa aufbaut, umgegangen werden soll.

Dabei sind sich Politiker, Gutmenschen und Open-Borders-Fanatiker offenbar nicht bewusst, was auf Europa zu kommt, wie explosiv die Lage in Afrika und dem islamischen Raum ist. Der Demograf Gunnar Heinsohn hat es in seinem Buch „Söhne und Weltmacht“ eindrucksvoll dargelegt. Je mehr junge Männer es in einem Land, einer Region gibt, desto kriegerischer, aggressiver, expansiver verhält es  sich. Man spricht von einem „Youth Bulge“, einem Jugendüberschuss. Je größer dieser ist, desto gefährlicher.

Heinsohn hat einen Kriegsindex entwickelt, der das Verhältnis zwischen den 15–19-jährigen und den 55–59-jährigen Männern angibt. In europäischen Ländern liegt dieses Verhältnis, dieser Index deutlich unter 1. Auf 1000 ältere Männer, die bald ihre Posten und Jobs räumen werden, kommen je nach Land 500 bis 800 junge Männer. In Deutschland liegt der Index (Stand 2018) bei 0,65, in Österreich bei 0,75. In afrikanischen Ländern ist er zum Teil zehnmal höher als in Europa. In Uganda warten über 8000 junge Männer auf die frei werdenden Positionen von 1000 alten Männern. Das führt zwangsläufig zu Spannungen und Konflikten. Je höher der Index, desto instabiler die Lage: „Ab Index 2,5 gibt es eine Skala von Reaktionen: Auswanderungsbegehren, Migration und Flucht, Kriminalität, Prostitution, Zwangsarbeit, individuelle Morddelikte, Bandenmorde, Terror, Putsch, Revolution, Bürgerkrieg, Vertreibung, Genozid, grenzüberschreitende Kriege.“

Das erleben wir gerade direkt vor und zunehmend auch hinter unserer europäischen Haustür: Krieg, Bürgerkrieg, Unruhen, Terror, Clanstrukturen etc. Die weitaus häufigste Reaktion auf einen hohen Kriegsindex, sprich: auf einen Überschuss von jungen Männern, ist laut Heinsohn… (weiterlesen im FREILICH Politikon „Das Lob der Grenze“)

Europäische Erbschuld, europäische Geschichte und multikulturelles Europa – ist tatsächlich schon alles verloren?

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Bildquelle

  • Portraits of african american men: K. Burns, USAID via Pixnio