Wer in die Regierung geht, kriegt die Jobs. Postenschacher? Aber sicher … Und die Grünen wissen, warum es sich lohnt zu schweigen und mit der ÖVP gemeinsam zu regieren.

Gut, dass die Grünen in der Regierung sind. Die Medien sind sich ziemlich einheitlich sicher, dass das eine gute Sache ist, sind viel Journalisten doch Sympathisanten der linken Bewegung. Dementsprechend haben sie kein Auge dafür, wie die Jobs im Land an die Grünen vergeben werden. Die Partei macht mit bei der Realverfassung: ein Proporz der Regierenden und hat sich mit Türkis gemeinsam das Land aufgeteilt. Geld und Posten winken. Plus: der Sideletter zur Regierungserklärung, wo Grüne und ÖVP festlegen, wer welches Stück vom staatlichen Kuchen kriegt.

Die Grünen haben sich über Jahrzehnte erfolgreich ein Image als saubere, korruptionsfreie und moralisch einwandfreie Partei aufgebaut, als eine politische Bewegung, der Postenschacher, Freunderlwirtschaft und Mauscheleien fremd sind, die Politik aus Idealismus, Überzeugung und für die Bürger macht. Persönliche Bereicherung, Nepotismus und Machtmissbrauch sind den Grünen fremd. Es geht ihnen einzig um eine bessere Gesellschaft, eine saubere Umwelt, um Gerechtigkeit und um die Rettung des Planeten. So das gängige Narrativ, das die Grünen und jene linken Kräfte, die die Oberhoheit über die veröffentlichte Meinung haben, Mainstreammedien, Kultur, Wissenschaft etc. verbreiten. So tönt es aus dem Fernsehen, liest man es in der Zeitung, verbreiten es die Künstler, wird es in den Klassen und Hörsälen unterrichtet. Sie haben es geschafft, die Grünen als moralische Instanz zu etablieren, als Heilsverkünder und Hüter der linken Moral, sprich: der politischen Korrektheit.

Diese Studie zeigt, dass sich die Grünen – entgegen ihrer Selbst- und der medialen Darstellung – nicht nur nicht positiv von anderen Parteien, im Besonderen den konservativen und rechten, abheben, sondern im Gegenteil mehr als jede andere politische Kraft auf staatliche Leistungen und Unterstützung angewiesen sind. Dementsprechend richten sie ihre Politik, ihr Handeln und ihre Ziele aus, versuchen, den Staat und die Gesellschaft gemäß ihres Lebensmodells umzugestalten – und auch geheime „Sideletters“ mit Koalistionspartnern haben, die Jobs und Inhalte aufteilen.

Die FREILICH Politische Studien 13 – Green Jobs gibt es HIER gratis im Download.