RFS-Obmann Lukas Heim zeigt die Pläne der türkis-grünen Bundesregierung für die Universitäten in Österreich auf und wie diese die Macht an sich binden will. 

Die UG Novelle sieht vor, dass die Senate der Universitäten bei der Bestellung von Rektoren Macht verlieren und im Gegenzug dazu die von der Politik besetzten Universitäts-Räte Macht gewinnen. Diese Änderung wird sich zwar wenig auf die Studenten auswirken, schafft jedoch die Möglichkeit einer politischen Steuerung. Dadurch kann sich die türkis-grüne Regierung noch stärker in die internen Angelegenheiten der Universitäten einmischen und diese in die gewünschte Richtung lenken.

Erhebliche Einschnitte in die Studienplanung der Studenten

Wer in Zukunft weniger als 16 ECTS pro Studium und Jahr schafft, wird exmatrikuliert und ist somit vom Studium ausgeschlossen. Pro Studienjahr sind in der Mindeststudienzeit zwar 60 ECTS vorgegeben, jedoch ist dies auf Grund von überfüllten Laborplätzen und überlaufenen Kursen in den meisten Fächern nahezu unmöglich. Obwohl diese Hürde nicht die Masse der Studenten treffen wird, wären einige prominente Politiker im hohen Bogen aus der Universität geflogen: ÖVP Wissenschaftsminister Faßmann brauchte für sein Geografie-Studium 32 Semester, Grünen Klubobfrau Sigi Maurer studierte 28 Semester in mehreren Studienfächern, ÖVP Bundeskanzler Sebastian Kurz studierte 24 Semester Jus – ohne Abschluss. Besonders hart wird diese Maßnahme Studenten treffen, die berufsbegleitend studieren oder Kinder und Familie haben. Ihnen wird die Möglichkeit auf einen universitären Abschluss schlichtweg genommen.

Die Cooling-Off Phase in der STEOP fällt, dafür gibt’s zwei Semester Urlaub

Bislang war es möglich bei einem Nichtbestehen der Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) nach zwei Semestern erneut in das Studium zu inskribieren. Diese Möglichkeit sieht die UG Novelle nicht vor, was bedeutet, dass man bei einem Nichtbestehen der STEOP sein Leben lang für eine Studienrichtung gesperrt ist. Das einzig Positive der UG Novelle ist die Möglichkeit unbegründet maximal zwei Semester „Studienurlaub“ zu nehmen. Dies setzt die 16 ECTS Grenze außer Kraft und schafft den Studenten die Möglichkeit ohne Druck zu studieren. Dass diese den Urlaub wohl kaum für eine Studienpause nutzen werden, sondern vielmehr die fehlenden ECTS nachholen werden, bezweifeln derzeit wenige Studenten. 

Lukas Heim studiert Politikwissenschaft und ist Bundesobmann und Mandatsträger des Rings Freiheitlicher Studenten.

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  • student-education-training-school-books-college: via Pxfuel

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