Wie das Online Portal unzensuriert.at berichtet, beendet Bildungsminister Heinz Fassmann die Zusammenarbeit mit der kritischen Lehrerin Susanne Wiesinger. Die schwarz-blaue Koalition hat sie als Ombudsfrau ins Ministerium geholt.

Der Bundesminister spricht von einem “Bruch des Vertrauens”. Dies ist insofern interessant, da Susanne Wiesinger sich durch ihre offenen Worte zuerst den Groll des roten Wiener Stadtschulrates zugezogen hat und nun auch im schwarz/türkisen Bildungsministerium nicht mehr gerne gesehen wird. Stein des Anstoßes ist das zweite Buch von Wiesinger, dass kürzlich erschienen ist. Sie geht dort mit der österreichischen Bildungspolitik hart ins Gericht.

In unseren Klassenzimmern spielt sich tagtäglich eine bildungspolitische Katastrophe ab. Kinder sind zu oft der Kollateralschaden einer blinden ideologischen Politik. Die Parteilinie ist oft wichtiger als wirkliche Hilfe für die Schüler.

Susanne Wiesinger im addendum.org

Norbert Hofer und Herbert Kickl fordern Fassmann auf, seine Entscheidung zu überdenken bzw. monieren, dass dieser ein doppeltes Problem mit der Meinungsfreiheit hat.

Susanne Wiesinger hat die Probleme an Schulen mit hohem Migrationsanteil, vor allem in Wien, richtig analysiert. Dass gerade in Wien so viele Kinder Privatschulen besuchen, ist doch ein klarer Hinweis auf diese Problemlage. Wer es sich leisten kann, flüchtet aus dem öffentlichen Schulsystem. Leidtragende sind jene Kinder, die aus weniger betuchten Elternhäusern kommen, die sich Privatschulen nicht leisten können. Diesen Kindern erwächst dadurch ein enormer Nachteil, der sich auf ihr ganzes späteres Leben auswirken kann.

Norbert Hofer

ÖVP-Minister Faßmann bestraft Susanne Wiesinger anscheinend dafür, dass sie ihre Meinung niedergeschrieben hat. Zu den Attacken auf die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Lehre durch einen linksextremen Mob, der regelmäßig die Vorlesungen von Lothar Höbelt an der Uni Wien stört und sie zuletzt sogar verhindert hat, habe ich von ihm aber noch kein Wort gehört. ÖVP-Minister Faßmann hat offenbar ein doppeltes Problem mit Meinungsfreiheit. Auf jeden Fall misst er mit zweierlei Maß.

Herbert Kickl

Die erfrischende Offenheit von Susanne Wiesinger erschreckt wohl viele in der Bildungspolitik. Als eine der Wenigen spricht sie beispielsweise Probleme mit Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch Parteibuchwirtschaft im Ministerium explizit an.

Brückl bringt Anfrage im Parlament ein

unzensuriert.at berichtet weiters, dass Hermann Brückl eine Anfrage an Heinz Fassmann im Parlament einbringen wird. Der freiheitliche Bildungssprecher Hermann Brückl sieht Aufklärungsbedarf. „Die plötzliche und panikartige Freistellung von Susanne Wiesinger dürfte wohl eine Bestätigung der von ihr beschriebenen Vorfälle von Meinungsdiktatur im Bildungsministerium sein“, vermutet er. 

Brückl hat nun eine parlamentarische Anfrage vorbereitet. Unter anderem fragt er:

Mit welchem Zeitpunkt wurde die Zusammenarbeit mit Frau Wiesinger beendet?

Was ist der Grund für die Beendigung?

Wann genau (Datum/Uhrzeit), von wem und wie (persönlich, schriftlich, …) wurde Frau Wiesinger mitgeteilt, dass die Zusammenarbeit beendet wird?

Wie viele interne und wie viele externe Personen waren für die Ombudsstelle für Wertefragen und Kulturkonflikte tätig (gesamt in Vollzeitäquivalente und aufgeschlüsselt nach Monaten)

Wie hoch waren die Kosten? Gesamt; gesamt aufgeschlüsselt nach internen Personalkosten, externen Personalkosten, sowie sonstigen Kosten; aufgeschlüsselt nach Monaten; aufgeschlüsselt nach Monaten nach internen Personalkosten, externen Personalkosten, sowie sonstigen Kosten

In welchem Ausmaß war die ÖVP-Beraterin Heidi Glück für die Ombudsstelle tätig? Gesamt in Stunden; aufgeschlüsselt in Stunden je Monat.

Wie hoch war das Honorar der Frau Glück? Gesamt und aufgeschlüsselt nach Monaten.

Gab es für die Beratung von Frau Glück eine Ausschreibung?

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