Tag

Black Lives Matter

Browsing

Wir erleben soeben die vielleicht erste „Revolution“ in der Menschheitsgeschichte, in der das gesamte Establishment und alle relevanten Institutionen aufseiten der angeblich so machtlosen und diskriminierten „Revolutionäre“ stehen. Heute lesen Sie Teil II unserer Reportage (HIER finden Sie den ersten Teil). Ein Artikel von Nils Wegner.

Die von BLM und den – oft­ weißen – Mitläufern dieser Organisation über Jahre hinweg angeheizte, sich nun zwischen COVID-19-Pandemie schlagartig Bahn brechende und die gesamte westliche Welt in Brand setzende Rassenpolarisierung reicht weit zurück. Tatsächlich befinden sich die Vereinigten Staaten nicht erst, wie von kurzsichtigen Beobachtern oft­ behauptet, seit den 1992er-Rassenunruhen in Los Angeles (63 Tote und mehr als 2300 Verletzte in nur sechs Tagen), sondern spätestens seit den Ausschreitungen nach der Ermordung Martin Luther Kings 1968 (43 Tote und mehr als 3000 Verletzte in acht Wochen) im Dauerzustand eines Kalten Bürgerkrieges entlang der ethnischen Bruchlinien der Gesellschaft­, und zwar ganz konkret: der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe gegen alle anderen, weit überwiegend jedoch gegen „Whitey“ und die Institutionen der „Weißbrote“.

Dieser Artikel ist in FREILICH 9 erschienen. Alle FREILICH-Ausgaben finden Sie HIER.

Eine wesentliche Grundlage dieses explosiven multiethnischen Gesellschaft­sgemisches ist tatsächlich im Wirken der schwarzen Bürgerrechtsbewegung King’schen Zuschnittes zu suchen. Tatsächlich war es ebenjene „Gleichheit“, nach der noch jetzt auf den  BLM-Protesten geschrien wird, die seinerzeit zum Bruch zwischen Martin Luther King und seinen radikaleren Weggefährten wie Malcolm X führte. Letztere verfochten eine Form von schwarzem Befreiungsnationalismus, der die US-Rassentrennung weitgehend affirmierte; Weiße und Schwarze sollten innerhalb der Vereinigten Staaten gleichberechtigt, aber gesellschaft­lich voneinander getrennt zusammenleben und zur Konfliktvermeidung über jeweils getrennte staatliche Behörden eine  rassische Selbstverwaltung durchsetzen.

Die liberal-integrativen Bürgerrechtler, die sich letztlich durchsetzen, führten ihre schwarzen Gemeinden hingegen über politische Toleranzedikte und die teils mit Waffengewalt durchgesetzte Desegregation in den 1960er-Jahren hinein in die „farbenblinde“ Mischgesellschaft­, als welche die USA seither wahrgenommen werden – und in welcher trotz immenser regulatorischer und legislativer Anstrengungen bis hin zur „Affirmative Action“, der verordneten eklatanten Bevorzugung von Afroamerikanern etwa im Bildungssystem, ein großer Teil der schwarzen Bevölkerungsgruppe auf die eine oder andere Weise Mündel der (noch) weißen Mehrheitsgesellschaft­ geblieben ist.

Die Nutznießer des „Woke Capital“

Doch nicht nur das: Als bedeutendes Konsumentensegment sind die Schwarzen gleichsam ein Angelpunkt der unablässigen PR-Kampagnen multinationaler Konzerne. Für deren besonders „engagierte“, d. h. auf ethnische und sexuelle Minderheiten fokussierte Spielart hat sich das halb ernst gemeinte Adjektiv „woke“ eingebürgert, also „neuen gesellscha­ftlichen Realitäten“ gegenüber „wach“ und aufmerksam. Es liegt so offensichtlich vor unserer Nase, dass manch einer – seiner vorgefertigten Meinung sehr sicher – geradewegs daran vorbeistarren wird: Die weltweiten BLM-Unruhen für „Vielfalt“ und „Gleichheit“, wie wir sie ausgerechnet im „Gay-Pride“- Monat Juni gesehen haben, haben den geballten Auftrieb des globalen Kapitals unter ihren Fittichen.

Von sämtlichen So­ftwaregiganten bis hin zu Luxusmarken wie Montblanc hat sich jedes große Unternehmen solidarisiert, und der Spendenfluss an BLM und nahestehende Organisationen wie NAACP und ACLU straft­ alles Geschrei über eine gesellschaft­liche  Diskriminierung“ Lügen – allein Amazon und Facebook haben bereits Anfang Juni jeweils zehn Millionen Dollar „gegen strukturellen Rassismus“ bereitgestellt. Wer da nicht mittut, sieht sich umgehend boykottiert. So sorgte das Gerücht, Starbucks untersage seinen Angestellten das Tragen von BLM-Ansteckern, binnen weniger Stunden zu weltweiter Entrüstung.

Nur zwei Tage später präsentierte der Kaffeehausriese seine durchtriebene „Lösung“ – Hemden mit dem BLM-Slogan und dem eigenen Markenlogo als Pflichtbekleidung für das Personal. Man spürt die Absicht, und man ist verstimmt, doch ein wenig grimmige Anerkennung muss man den PR-Profis für ihre Winkelzüge wohl tatsächlich zollen!

Dass der zwei Tage nach George Floyds Tod in Betrieb genommene neue Internet-Filmkanal „HBO Max“ umgehend damit Werbung machte, den achtfach oscarprämierten Klassiker „Vom Winde verweht“ wegen dessen „Südstaatenromantik“ vorerst aus dem Programm zu nehmen und in Zukunft­ nur noch mit politisch korrekter Kommentierung anzubieten (und dass dies wiederum zu Rekordabsätzen dieses Filmes bei der Konkurrenz von „Amazon Prime“ sorgte), stellt da bloß noch einen ebensolchen Treppenwitz dar wie die Neubewertung der beliebten Kinderserie „Paw Patrol“, worin durch die Figur eines niedlichen Schäferhundes Polizeiarbeit „zu positiv“ dargestellt werde.  Darin liegt die tatsächliche Dialektik dieses immer unter falscher Flagge operierenden Systems: Der „engagierte“ Spätkapitalismus ist ohne Weiteres in der Lage, jede Opposition zu schlucken und letztlich mit abgestimmten Produkten und Dienstleistungen geldwert ruhigzustellen.

Die US-republikanische Verdrängungsrhetorik im Sinne von „Die Schwarzen sind eigentlich friedlich, es ist die Antifa, die gewalttätig ist und aufhetzt!“, die leider auch von deutschsprachigen,  dialogversessenen Rechtspolitikern eifrig nachgebetet wird, erhält damit sogar ein Stück Legitimität: Schwarze wie linke Krawalltouristen, rassen- wie klassenkämpferische Machtberauschte kommen zusammen unter dem gigantischen globalistischen Schirm der Konzerne, die ihnen neben finanziellen Zuschüssen auch gleich noch die maßgeschneiderte Merchandise- und Souvenirpalette zu ihrem „Widerstand“ gegen die „Unterdrückung“ liefern.

Emotion sticht Sachlichkeit

Es ist schon verschiedentlich auf die (quasi-)religiös anmutende Inszenierung der BLM-Proteste und der  Solidaritätskundgebungen für diese hingewiesen worden; gewisse Parallelen gerade auch zu den ebenso bekenntnisorientierten Umzügen unter der Parole „Fridays for Future“ liegen auf der Hand. Und das nicht allein in beider massiver Instrumentalisierung moralischer Erpressung: Wir sehen auch das in seiner hündischen Unterwürfigkeit grotesk-abstoßende Auft­reten bereitwilliger Selbstbezichtiger, die darum flehen, dass ihnen die mit ihrer Hautfarbe verbundene „Erbsünde“ vergeben werden möge.

Dabei geht es keineswegs nur um den längst nicht mehr ikonischen Kniefall: Fotos und Videos von Weißen, teils von kleinen Kindern, die Leiberl mit der Aufschrift­ „So, so sorry“ tragen, sich laut schluchzend in ein Sklavenjoch einspannen lassen oder Schwarzen auf der Straße die Füße küssen, finden sich in den sozialen Netzwerken zuhauf. Doch böse ist das Erwachen: Vergebung gibt es nicht, kann es nicht geben, denn es kann wortwörtlich keiner „aus seiner Haut“ – und in  dieser Auseinandersetzung gibt es keinerlei Liebe, die für Vergebung unabdingbar ist. Es gibt nur Hass, und mit diesem laden die weißen Flagellanten sich schlussendlich selbst auf und projizieren ihn nach außen, auf ihre eigenen „Farbgenossen“, die verschwinden sollen.

Letztlich aber schlägt sich der religiöse Charakter all dieser Empörung vielleicht am deutlichsten in all den Statuenstürzen nieder – denn das sind im eigentlichen Wortsinn Ikonoklasmen, Bilderstürze, also die Zerstörung „feindlicher“ Götter, Deizid. Wo Rassismus abseits konkreter Vorfälle überall und immerfort latent vorhanden, also „strukturell“ sein soll, die Strukturen aber eben Produkte der einst weiß dominierten Gesellschaft ­ sind, wird „Rassist“ letztendlich zum Synonym für „Weißer“ – und die geschichtlichen Zeugnisse dieses „Krebsgeschwüres der Menschheitsgeschichte“ (Susan „Sontag“ Rosenblatt 1967 über „die weiße Rasse“) sollen ausgetilgt werden, ob nun Sakralbauten oder Denkmäler, ob nun Andenken an Woodrow Wilson oder Winston Churchill, an Bismarck oder Immanuel Kant.

Letztes Bollwerk Identität

„E pluribus unum“, „aus den Vielen das Eine“, heißt es auf dem offiziellen Dienstsiegel und Hoheitszeichen der Vereinigten Staaten, dem „Great Seal“. Ursprünglich auf die 13 separaten Gründungsstaaten der USA gemünzt und auf deren Bereitschaft­, ihre Autonomie zumindest in großen Teilen der Washingtoner Bundesregierung zu unterwerfen, wird diese Parole seit der allgemeinen Etablierung der Metapher des „Melting pot“ durch den zionistischen Autor Israel Zangwill gern auf die vielen im Einwanderungsland Amerika zusammenfließenden Ethnien übertragen.

Die Vereinigten Staaten sind damit – wenn schon nicht politisch, so doch zumindest ethisch – zum ideellen Leuchtturm der Verfechter einer im wahrsten Sinne des Wortes blutleeren „Willensnation“ qua Bekenntnis geworden, eines jederzeit  kündbaren „Verfassungspatriotismus“,  die ihn in Deutschland Dolf Sternberger und Jürgen Habermas bekannt machten, in Österreich zuletzt Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka eingefordert hat („ORF Politik Spezial“, 27. April 2020) und auf internationaler Ebene kein anderer als Francis Fukuyama, der auch noch nach 30 Jahren weiterhin seinem globalen Sieg der liberalen Weltfriedens- und Marktwirtschaft­sdemokratie („Ende der Geschichte“) hinterdreinläuft­.

Was wir in den Exzessen der Berufstoleranten rund um BLM und sonstige gesellschaft­liche Pressure-Groups nun aber erblicken, ist das genaue Gegenteil. Trotz oder gerade bewusst entgegen allem politisch-diplomatischen erlangen danach, „zusammenzustehen“ und „gemeinsam“ ein Zeichen gegen „Ungleichbehandlung“ zu setzen, machen sich die lautstarken Minderheitenvertreter in einer Einheitsfront gegen alles auch nur im Ansatz Weiße die Überreste ihrer Wirtsgesellschaften zu eigen.

Und das ist vor dem Hintergrund der systemimmanenten Immunschwächekrankheit, der enden wollenden Dominanz einer jeden weißen Mehrheitsgesellschaft­ leider nur folgerichtig, wenn auch nicht allgemein einsichtig: „Nachdem das Aas des Leviathan verzehrt ist, gehen sich die Würmer gegenseitig an den Kragen“, schrieb der Historiker Rolf Peter Sieferle in seinem postumen Skandalfragment „Finis Germania“. Sieferles Nachlassverwalter Raimund Kolb zog dieser vernichtenden Diagnose in seinem Nachwort geradezu die Zähne: „Gemeint ist ein Rückfall auf das Niveau von Multitribalismus und der ihm inhärenten Agonalität.“

Mitnichten! Dass „Multitribalismus“ in einer multikulturellen Gesellschaft­ unter „normalen“ Umständen verschwunden ist, kann nur glauben, wer besagtem Hirngespinst von der „Willensnation“ anhängt, und was immer latent vorhanden ist, darauf kann es keinen „Rückfall“ geben. Die „inhärente Agonalität“ in Schach hält allein eine Mehrheitsbevölkerung, die noch willens und in der Lage ist, sich gegenüber Herausforderungen durchzusetzen. Und dass diese Mehrheitsbevölkerung spätestens im Angesicht von Not und Anstrengung trotz aller liberalen Reden ethnisch und eben nicht ethisch zusammengehalten wird, stellen nicht nur national gesinnte Denker ab und an noch fest, sondern ist auf einer ganz basalen Ebene auch für jeden normalen Menschen selbstverständlich, ehe anerzogene Scheu und moralische Bedenken dazwischentreten.

Ein Beispiel auch hierfür bieten die Rassenunruhen unter dem BLM-Banner: In London gab es einen großen (optisch allerdings sehr wohl problematischen) Protest der Angestammten, die auf Statuenjagd befindlichen „Antirassismus“-Aktivisten Parolen wie „You ain’t English“ entgegenbrüllten – und auch der eigenen Polizei, die sie nicht zu Unrecht im Bunde mit den Bilderstürmern wähnten.

Allein: Was kann aus einem solchen neuen Identitätsbewusstsein erwachsen? Wenn das „Erwachen“ durch die jetzigen Ausschreitungen lediglich dazu führt, dass die verängstigten Angehörigen der Noch-  Mehrheit sich zu Hause einschließen und Multikultikritische YouTube-Videos konsumieren, ist exakt gar nichts gewonnen – genauso wenig übrigens wie dadurch, sich durch theatralische Widerstandsaktionen der Repression durch eine Staatsmacht auszusetzen, der nicht nur derzeit das Appeasement gegenüber Fremden wichtiger ist als die Sicherheit der angestammten Bürger.

Optimisten hatten schon gedacht, mit der COVID-19-Pandemie seien derartige Mikroproblematiken und identitäre Sollbruchstellen der Gesellschaft­ endlich von der Bildfläche verschwunden – doch stieg damit der längst vorhandene Druck erst auf ein kritisches Maß an.

Es bleibt dabei: Alle politischen Akteure, deren Modus Operandi sich nicht auf bloße Symbolpolitik für Minderheiten und sonstige vorgeblich gesellschaftlich Benachteiligte beschränkt, müssen realistisch bleiben oder vielmehr erst einmal wieder werden. Ohne die Erkenntnis, dass Schwarz und Weiß sich selbst bei bestem Willen niemals gleichmachen lassen, wird es niemals eine Aussöhnung geben – genauso wenig wie ohne einen weißen Gegenpol zur selbstbewussten, komplexfreien und gegenüber äußeren Gegnern solidarischen ethnischen Identität der Schwarzen. #whitelivesmatter!

Den ersten Teil unserer Reportage lesen Sie HIER.

Dieser Artikel ist in FREILICH 9 erschienen. Alle FREILICH-Ausgaben finden Sie HIER.



Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. In Band 2 schreibt Irfan Peci über den Ruf der Islamisten. Wer ihn verbreitet, wer ihm folgt und wie man ihn zum Schweigen bringt.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Wir erleben soeben die vielleicht erste „Revolution“ in der Menschheitsgeschichte, in der das gesamte Establishment und alle relevanten Institutionen aufseiten der angeblich so machtlosen und diskriminierten „Revolutionäre“ stehen. Ein Artikel von Nils Wegner.

Nach liberaler Lesart sollen „Trollfabriken“ und „russische/chinesische Bots“ mit ihren koordinierten Massenbeiträgen in sozialen Netzwerken die öffentliche Meinung in den westlichen Demokratien für rechtspopulistische Machtergreifungen sturmreif schießen. Nun, ein jeder kehre vor seiner eigenen Tür: Am frühen Morgen (hiesiger Zeit) des 3. Juni verbreiteten binnen weniger Stunden hunderte Angehörige des politmedialen Komplexes in den USA inklusive deutschsprachiger Korrespondenten ein Foto der Journalistin Martha Raddatz von „ABC News“.

Dieser Artikel ist in FREILICH 9 erschienen. Alle FREILICH-Ausgaben finden Sie HIER.

Darauf zu sehen waren drei Dutzend Angehörige von US-Militärpolizei und -Nationalgarde in voller Kampfmontur – gleichwohl ohne Waffen – auf den Stufen des Lincoln Memorial in der amerikanischen Hauptstadt. Die fast wortgleiche Kommentierung der Vertreter unserer weltbürgerlich-engagierten Medienelite: „Trump hat die Vereinigten Staaten in eine Militärdiktatur verwandelt!“

Auf dem vor Veröffentlichung sorgfältig bearbeiteten Foto wohlweislich nicht zu sehen: Das Denkmal für den Präsidenten der Sklavenbefreiung war bereits in der Nacht zuvor schwer vandaliert worden – und der uniformierten und vermummten Wachabteilung stand bereits wieder ein wütender Mob gegenüber, der sich  erneut Zugriff auf die stoffliche Verewigung eines verhassten „alten weißen Mannes“ verschaffen wollte.

Derartige mal mehr, mal weniger gekonnte Meinungslenkung und Massenhypnose findet seit dem 25. Mai dieses Jahres ohne Unterlass statt. An jenem Tag kam der 46-jährige Schwarze George Floyd bei seiner Festnahme durch Beamte der Polizei von Minneapolis ums Leben. Ein – heutzutage unvermeidliches – Handyvideo des Vorfalls verbreitete sich viral über das Internet und sorgte innerhalb von zwei Wochen für eine voll entfaltete Protest- und Krawallwelle unter dem Banner von „Black Lives Matter“ (BLM) in der gesamten westlichen Welt, von Wien bis London und von Berlin bis Tel Aviv. Erhebt sich hier einmal mehr der Volkszorn einer überall außerhalb Afrikas zwar nicht mehr geknechteten, doch mindestens von „strukturellem Rassismus“ unterdrückten schwarzen Opferbevölkerung, wie die westlichen Medien in all ihren Sprachen unisono beschwören?

Einer Opferbevölkerung, der ein bemerkenswert passiver nationalpopulistischer Präsident nicht anders als mit einem Fotoshooting vor der brandversehrten Washingtoner St.-John’s-Episkopalkirche (wovon sich die Kirchenoberen eilfertig distanzierten), Militärhubschraubern, Tränengasgranaten und vor allem vielen leeren Versprechungen, für Recht und Ordnung zu sorgen, beizukommen versteht? Oder steckt mehr dahinter, als auf den ersten Blick sichtbar wird?

Allgegenwärtige Diskriminierung?

Dem gängigen, seit Ende Mai in zahllose Kameras und Mikrofone – laut ORF sogar in Wien – gesprochenen Glaubenssatz zufolge soll George Floyd stellvertretend stehen dafür, „was es heißt, in (Land xy) schwarz zu sein“. Doch ist das mehr als nur billiges Panach thos, in dem Barack Obama nachklingt, der über den 2012 erschossenen 17-jährigen Trayvon Martin (siehe unten) gesagt hatte, dieser hätte auch sein Sohn sein können? Nach allem, was bis heute über Floyd bekannt geworden ist, wir­ eine solche Vereinnahmung alles andere als ein gutes Licht auf die schwarze Bevölkerung: Denn bei dem anfänglich als sanft­er Riese dargestellten Verstorbenen handelte es sich in Wahrheit um einen drogenberauschten Gewohnheitsverbrecher, dessen Strafregister u. a. bewaffneten Raub umfasste.

Zu den Merkwürdigkeiten des Falles zählt außerdem, dass die vier unmittelbar beteiligten „rassistischen“ Polizisten – allesamt nach dem Vorfall entlassen und wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt in Ha­ – geradezu ein Abbild der multiethnischen US-Gesellschaft­ darstellen: zwei Weiße, ein Schwarzer und ein Asiate. Derek Chauvin, der Polizist, der auf Floyd kniete, war überdies mit einer Asiatin verheiratet, die unter dem Druck des öffentlichen Aufruhrs die Scheidung einreichte. Von den sich in wesentlichen Punkten widersprechenden Ergebnissen der beiden Autopsien an der Leiche George Floyds soll hier nicht gehandelt werden; diese lassen sich problemlos im Internet nachlesen.

Fest steht, dass hier in einem Todesfall und seinen Nachwirkungen die vielfältigen Narrative einer spätestens seit der Präsidentschaft­swahl 2016 endgültig von identitätspolitischen Frontstellungen zerfurchten Gesellschaft­ zusammenlaufen, die pars pro toto für die multikulturelle  westliche Welt steht und nun vor unseren Augen in Rauch aufgeht; all das unter dem Deckmantel des breit aufgestellten Kampfes gegen rassische Diskriminierung. Unzweifelhaft­ die sprichwörtlich leichteste Übung, sind doch zumindest seit der 1960er-Bürgerrechtsbewegung die ethnischen Minderheiten in den USA als abstrakte Größen tatsächlich sakrosankt, auch wenn und gerade weil sie zu jedem Wahlkampf aufs Neue als politische Verschiebemasse herhalten müssen.

So auch jetzt: Während Donald Trumps ständiges Pochen auf seine Verdienste im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit unter Schwarzen bereits zum viel belächelten Klischee geworden ist, hat sein greiser Herausforderer Joe Biden die eigene Präsidentschaft­skampagne mit der Warnung vor Rassismus eröffnet und die heutigen vordergründigen BLM-Anliegen damit bereits im Frühjahr 2019 zu einer obersten Maxime des Wahlkampfes gemacht. Zur behaupteten allseitigen Diskriminierung gegen Schwarze und einer durch „White Supremacy“ erzwungenen Zweirassenklassengesellschaft­ mag das nicht recht passen.

Besonders bemerkenswert ist vor diesem „unterdrückerischen“ Hintergrund doch die Untätigkeit aller offiziellen Stellen gegenüber der aktuellen Gewalt, bis hin zur Aufgabe eines ganzen  Stadtbezirkes in Seattle, Washington durch Polizei und Behörden und der anschließenden Ausrufung einer recht kurzlebigen „Capitol Hill Autonomous Zone“ (CHAZ), danach „Capitol Hill Organized Protest“ (CHOP) durch den schwarzen Rapper Raz Simone und seine Anhänger.

Man mag darüber lachen: Rassischer Separatismus ist nun nicht mehr nur eine Phrase, sondern hat einen medial gefeierten Präzedenzfall. Und wir erleben – in Europa zumindest vor unseren Bildschirmen – vielleicht die erste „Revolution“ in der Menschheitsgeschichte, in der das gesamte Establishment und alle relevanten Institutionen aufseiten der angeblich so machtlosen und diskriminierten „Revolutionäre“ stehen.

Natürlich würde sich kein Polit- oder Medienfunktionär je so weit aus dem Fenster lehnen, offen zu Straßenschlachten und Plünderungen aufzurufen – doch Schlagzeilen wie „27 verletzte Polizisten bei weitgehend friedlichen Protesten gegen Rassismus in London“ („BBC News“, 6. Juni); offenkundige Befehle an die Ordnungshüter, sich Demonstranten und Plünderern gegenüber selbst bei offener Gewaltanwendung zurückzuhalten, während Privatpersonen jedweden Hintergrunds, die unter Androhung von Waffengewalt ihr Gut und Blut zu schützen suchten, harsch verfolgt und teilweise sogleich für „Hassverbrechen“ in Untersuchungshaft­ verbracht wurden; die weltweit verbreiteten Fake News, wonach die Plünderungen in erster Linie von Weißen verübt worden oder die BLM-Demonstranten von eingesickerten Neonazis (!) zu Gewalttaten angestift­et worden seien; sowie das dröhnende Schweigen des Establishments auf die Frage, wie viel denn das Leben von Polizisten bzw. Weißen wert sei, werden von den Rädelsführern der Ausschreitun- gen sehr deutlich verstanden.

Und während schon am 30. Mai die Washingtoner Polizei Barrikaden unmittelbar vor der Zufahrt zum Weißen Haus räumte, versandte man ebendort Pressemitteilungen zum „Nationalen Wander-“ und „Nationalen Ozeanmonat“.

Hinzu kommt die Unterstützung wirklich aller Systeminstitutionen, die mindestens als Resonanzböden für die radikalen Forderungen der „Unterdrückten“ dienen. Sogar das US-Außenministerium propagierte über die Botschaft­en im Ausland „Black Lives Matter“, u. a. in Südkorea – dort allerdings verschwand das große BLM-Plakat an der Außenfassade zusammen mit der darüber angebrachten „LGBTQ“- Flagge am 15. Juni schnell wieder, nachdem intern auf die problematische Außenwirkung der behördlichen Werbung für Nichtregierungsorganisationen und Minderheitenbündnisse hingewiesen worden war.

Den Wink natürlich sofort dankbar aufgegriffen haben allerdings „Kultur“schaffende wie die Macher der Independent-Fernsehserie „Cracka“ („Cracker“, im ursprünglichen Wortsinn soviel wie „arme Sau“, ist im amerikanischen Englisch die auf Weiße gemünzte Entsprechung von „Nigger“ für Schwarze). Die von der Gier nach Blut und Vergewaltigung lebende Show, die damit wirbt, „alles infrage [zu] stellen, was Sie zu wissen glaubten“, kehrt in Wahrheit die Geschichte einfach um, indem sie die Schwarzen zu den Sklavenhaltern der Weißen macht. Seit Neuestem übrigens unter der Werbezeile: „Ihr habt uns den Atem genommen – nehmen wir euren!“ Nachgerade alttestamentarische Rachegelüste also sind die wahre Quintessenz des Aufschreis gegen den „strukturellen Rassismus“, den es angeblich nur in „weißen“ Ländern gibt.

„BLM“ als Unruhenreserve

Bereits der Ursprung der so wirkmächtigen und rund um den Globus bekannten Einflussorganisation „Black Lives Matter“ beruht auf Lügen, die unserer digital- medialen Empörungsweltgesellschaft­ seinerzeit lieb und teuer waren: Am 26. Februar 2012 erschoss der 28-jährige Nachbarscha­ftswächter George Zimmerman in Sanford, Florida den 17-jährigen Schwarzen Trayvon Martin, nachdem dieser ihn niedergerungen und  auf ihn eingeschlagen hatte.

Während die zuständigen Behörden unmittelbar nach dem Todesfall aufgrund der Beweislage keinerlei Anlass sahen, an Zimmermans Notwehr-Schilderung zu zweifeln, mussten sie zwei Monate später wegen des überwältigenden gesellscha­ftlichen Drucks schwarzer Protestgruppen (und entsprechender Anordnungen von oben) Anklage wegen Totschlags erheben; der Angeklagte, dessen eigener teils afrikanischer und peruanischer Familienhintergrund in den Medien gezielt verschwiegen wurde, galt bis Prozessende im Juli 2013 und gilt teils heute noch als rassistischer Klischeeweißer, der einen unschuldigen schwarzen Teenager mit glänzenden Zukunftsaussichten grundlos über den Haufen geschossen habe.

Zimmerman wurde freigesprochen – und  während es zu vereinzelten Handgreiflichkeiten gegenüber Weißen und Latinos unter dem Slogan „This is is for Trayvon!“ kam, fanden in empörten Internetdiskussionen einige Aktivisten mit diversen Minderheitenhintergründen zusammen, die sich für die Bewerbung ihrer Protestaktionen auf den prägnanten Hashtag „#blacklivesmatter“ einigten. Bis zum ersten öffentlichen Au­ftritt einer unter diesem Namen firmierenden Organisation sollte es jedoch noch ein weiteres Jahr dauern: Am 9. August 2014 stahl der 18-jährige Schwarze Michael Brown in Ferguson, Missouri eine Schachtel Zigaretten aus einem Supermarkt und wurde einem Angestellten gegenüber, der sich ihm in den Weg stellte, handgreiflich.

Dem herbeigerufenen 28-jährigen weißen Streifenpolizisten Darren Wilson versuchte Brown die Dienstwaffe zu entreißen und wurde darauf in von ihm erschossen. Bereits am Tag danach begann eine Serie von gewaltsamen Protesten, Plünderungen, Schießereien und Brandstiftungen, die sich fast bis Jahresende hinziehen sollte und sogar zum Einsatz der Nationalgarde führte.

Als eine Grand Jury am 24. November 2014 entschied, dass kein hinreichender Tatverdacht zur Anklageerhebung gegen Darren Wilson vorliege, führte dies zu einer massiven Verschärfung der Unruhen, inklusive gezielter Angriffe auf Weiße aus Rassenhass (in einem besonders grausamen Fall wurde in St. Louis ein Urlauber aus Bosnien vor den Augen seiner Verlobten von schwarzen Jugendlichen mit Hämmern erschlagen). BLM war währenddessen damit beschäftigt, sich landesweit und international bekannt zu machen – unter der Parole „Hands up, don’t shoot!“, wonach Michael Brown unmittelbar vor dem Todesschuss gegenüber dem Polizisten die Hände gehoben und um sein Leben gefleht habe, was das US-Justizministerium nach einer Untersuchung im März 2015 zur Erfindung erklärte.  

So wurden der neuen großen Kampagne gegen angeblich rassistisch begründete Polizeigewalt Form und Ziel gegeben, und seither befeuert jeder Todesfall eines Schwarzen im Polizeigewahrsam den Rassenkonflikt und den Kampf gegen die Institutionen der „Unterdrücker“ weiter. In Ferguson wurden Polizisten gezielt niedergeschossen; bereits kurz nach der Verkündung der Juryentscheidung hatte ein schwarzer Attentäter in New York aus Rache zwei Polizisten (einen Latino und einen Asiaten) ermordet. Aus dem gleichen Grund eröffnete am 7. Juli 2016 ein schwarzer Afghanistanveteran das Feuer auf Polizisten, die eine BLM-Demo absichern sollten, und hinterließ fünf Tote und neun Verwundete – der bis heute schwerste Angriff auf US-Sicherheitsorgane seit dem 11. September 2001.

Nächste Woche geht es weiter mit Teil II.

Dieser Artikel ist in FREILICH 9 erschienen. Alle FREILICH-Ausgaben finden Sie HIER.



Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. In Band 2 schreibt Irfan Peci über den Ruf der Islamisten. Wer ihn verbreitet, wer ihm folgt und wie man ihn zum Schweigen bringt.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Vor kurzem ist die neue Ausgabe der Zeitschrift Abendland aus dem ARES Verlag erschienen. Wir haben die neue Ausgabe durchgeblättert.

In seinem Artikel Die Revolution frißt ihre Väter analysiert Fabio Witzeling die Bewegung „Black Lives Matter“. Für ihn ist sie ein Prototyp für eine neue Form linker Politik. Ihre Akteure hätten demnach die hohlen Phrasen der vorangegangenen Generationen ernst genommen und sie mit chaotischem Aktionismus und neuen Ritualen gefüllt. Linke Gleichheitsvorstellungen hätten sich so mit der tief verankerten Amazon-Mentalität, in der alles auf Knopfdruck ins Haus geliefert wird, verbunden.

Der Infantilismus ist eben nicht nur naiv und harmlos – er hat auch eine äußerst grausame Seite. Er ist das vorläufige Endstadium der von Arnold Gehlen in „Moral und Hypermoral“ beschriebenen grenzenlosen Ausweitung der Familienmoral, wobei in dieser Familie die verantwortungsvollen Eltern fehlen und die unreflektierten Wünsche der Kinder zum Ausgangspunkt der Ethik werden. Darin wird jede Äußerung und jede Handlung, die irgend jemanden von irgend etwas „ausgrenzt“, zur Todsünde.

Günter Scholdt schreibt in seinem Artikel über Populismus im Sprachgebrauch des Mainstreams. Dieser sei kein substanzreicher Begriff, sondern lediglich eine Schmähvokabel gegen rechtsalternative Parteien. Eine ernsthafte Beschäftigung mit diesem Phänomen ergäbe jedoch, dass daraus abgeleitete Vorwürfe z. B. in Richtung AfD oder FPÖ entweder nicht zutreffen oder in gleichem Maß alle Parteien kennzeichnen. Politologische Aussagekraft gewänne „Populismus“ nur in nichtdenunziatorischer Wortbedeutung.

In der Postdemokratie wird Volksherrschaft nur mehr institutionell simuliert, in Wirklichkeit jedoch durch mehr oder weniger korruptive Loyalitätsbindung mächtiger Sozialkräfte ersetzt. Gemäß dem Ideal parlamentarischer Demokratie fallen die politischen Entscheidungen im Wettbewerb der Parteien. Die Postdemokratie neigt jedoch dazu, wählerbedingte Unsicherheiten zu minimieren und die herrschende politmediale Klasse zu verdauern. Sie kostümiert sich dabei als R R egiment alternativloser R R ationalität um der Zukunft willen und geriert sich als kaum zu befragende Expertokratie.

Ein weiterer Blick ins Inhaltsverzeichnis verspricht eine ansprechende Lektüre:

Die Revolution frißt ihre Väter – Fabio Witzeling

Schritt für Schritt in den Niedergang – Mag. Werner Reichel

Corona-Splitter

Von Identität, Integration und Assimilation – Feroz Khan

Postdemokratie statt Volksherrschaft – Günter Scholdt

Rassismus ohne Menschenrassen? – Ulrich Kutschera im Gespräch mit Bernd Kallina

Nationalstaat, soziale Frage und Europa – Benedikt Kaiser

Abendland – Felix Dirsch

Die Erkenntnis des Okkulten als Lüge – Mag. Siegfried Waschnig

Die religiöse Situation in der EU – Slavko Leban

Russisch versus Sowjetisch Von Wolfgang Akunow

Die aktuelle Ausgabe von Abendland III/20 HIER im FREILICH Buchladen bestellen.


Die aktuelle Ausgabe 10 des FREILICH Magazins beschäftigt sich unter dem Titel „Unpopulär rechts“ mit den Problemen des Rechtspopulismus in Europa und Österreich. Die Heftvorschau finden Sie HIER.

JETZT ABONNIEREN oder HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Die Oktoberausgabe der „Sezession“ gibt es jetzt druckfrisch mit Beiträgen von Erik Lehnert, Martin Lichtmesz, Ellen Kositza und Götz Kubitschek u.v.m.

Schon der Blick ins Inhaltsverzeichnis verspricht eine anregende Lektüre:

Martin Lichtmesz schreibt über die aktuellen Unruhen in den USA. Kommt es dort zu einem „Rassenkrieg“?

Der Verfall der USA äußert sich aber nicht nur im Versagen der staatlichen Institutionen, sondern auch im Zusammenbruch des nationalen Narrativs, auf dem die Würde des Staates und der Glanz, der Stolz und die Legitimität der Nation beruhen. Der Aufstand gegen den vermeintlichen »institutionalisierten Rassismus« hat einen beispiellosen Bildersturm ausgelöst, einerseits durch Vandalismus, andererseits auf Betreiben der staatlichen Behörden und Institutionen selbst.

Ellen Kositza über die Aufregung rund um Lisa Eckhart, die mit ihrer „abweichenden Meinung“ ins Schuss- und Blickfeld geraten ist.

Nun muß man ehrlicherweise sagen, daß Lisa Eckhart zu den seltenen Personen mit Intellektuellenhintergrund zählt, die »live und in Farbe« deutlich überzeugender sind als schwarz auf weiß. In den allermeisten Fällen ist es gerade umgekehrt – die Wissenden und Belesenen brillieren auf dem Papier und versagen in der Performanz.

Das und noch vieles, vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Sezession…

Die Sezession erscheint alle zwei Monate. Die aktuelle Ausgabe 98 können Sie HIER im FREILICH Buchladen bestellen oder zeichnen Sie am besten gleich ein Abonnement (Deutschland/Österreich).


HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen



Wir schreiben aus Überzeugung!

In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com


Im Rahmen von Black Lives Matter und anderer Bildersturmaktionen von linken Aktivisten wurden in Deutschland zahlreiche Denkmäler verunstaltet und beschädigt. Beatrix von Storch will jetzt ein Zeichen gegen den linken Denkmalsturm setzen.

Die stellvertretende AfD-Bundessprecherin hat gemeinsam mit der Jungen Alternative Berlin Blumen am Denkmal des Dichters Johann Wolfgang von Goethe niedergelegt. Damit startete die Initiative #BlumenfürDeutschland. „Mögen viele Blumenniederlegungen an vielen Denkmälern in Berlin und ganz Deutschland folgen“, so Beatrix von Storch.

Mit ihrem Aufruf in den Sozialen Medien appelliert sie an alle Bürger: „Legen Sie Blumen an den Denkmälern der deutschen Geschichte nieder, in Ihrer Stadt, in Ihrer Gemeinde, in Ihrer Nachbarschaft. Zeigen wir jetzt in der Zeit vor dem dreißigsten Jahrestag der Deutschen Einheit, dass wir unsere Tradition und unsere Identität achten und Deutschland lieben.“


Wir machen LINKE GEWALT sichtbar: www.linke-gewalt.info


HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen



Wir schreiben aus Überzeugung!

In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com


CATO versteht sich als meinungsbildendes Medium, das für den vergessenen Wert des Bewahrens eintritt. Was hilft uns weiter? Worauf können wir zurückgreifen? Woran wollen wir uns erinnern? Was sollten wir pflegen? CATO bietet Orientierung im Hinblick auf Politik, Kultur, Religion, Alltag und Familie. CATO lässt den Leser nicht im Regen der Krisenmeldungen stehen. CATO wird konkret und beansprucht Gültigkeit über Tag und Jahr hinaus. CATO-Chefredakteur Andreas Lombard stellt die neue Ausgabe vor.

Schon fast vergessen ist, dass am 6. Juli 2020 der große Komponist ­Ennio ­Morricone im biblischen Alter von 91 Jahren starb. Sein Porträt auf unserem Umschlag ist ein gemalter Nachruf von dem Straßenkünstler ­Harry ­Greb, der das Bild nach ­Morricones Tod über Nacht an eine Hauswand im römischen Stadtteil Tras­tevere warf. Die Krone über dem Nimbus ­Morricones erinnert an die der New Yorker Freiheitsstatue, und noch leichter zu entschlüsseln ist die Bedeutung des Oscars, mit ­dem ­Morricone zweimal ausgezeichnet wurde. Der Nachruf von ­Marco ­Gallina im aktuellen CATO zeigt, wie angemessen diese Verbeugung vor dem italienischen Nationalhelden ist. Warum aber legt er den Zeigefinger auf die Lippen? Das hat Morricone auf einer Fotografie für ein Buchcover getan und damit vielleicht auf ein Fresko von Fra Angelico angespielt, das Petrus Martyr vorstellt (siehe Seite 61). Der Dominikaner wurde am 6. April 1252 von gedungenen Mördern mit einem Beil erschlagen und bereits im Jahr darauf heiliggesprochen.

Das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe

Die Welt als Jammertal und das Weiterleben der Seele im Jenseits – solche Glaubensinhalte haben auch eine praktische Bedeutung, die notorisch unterschätzt wird. 1968 wurde der „Hirntod“ zu einem sicheren Zeichen des Todes erklärt, was die Organtransplantation sehr erleichtert hat. Ohne die Unsterblichkeit der Seele würden wir nicht merken, dass das Hirntod-Konzept dem Sensenmann schlicht ins Handwerk pfuscht. Darüber beklagt er sich höchstselbst im Interview mit Stefan ­Rehder: „Ich bin die Trennung von Leib und Seele“, sagt er, und diese Trennung ist eben das, was beim Hirntod nicht stattfindet. Weshalb der Hirntod nicht der Tod ist.

Schlafes Bruder spricht über Schein- und Hirntod

Zurück nach Rom: Die drei Reisen, die einst ­Kaiser ­Wilhelm II. in die Ewige Stadt führten, waren Ereignisse, die ebenfalls so gut wie vergessen sind. Es ist heute kaum noch „vermittelbar“, dass und warum der letzte ­Deutsche Kaiser in Italien an die Tradition des Heiligen Römischen Reiches anknüpfte; dabei ist die Erinnerung an die Fruchtbarkeit seiner kulturpolitischen Initiativen gerade in Zeiten der „Cancel Culture“ kostbar.

Die jüngsten Rassenunruhen haben nur wenig mit rassistisch motivierter Polizeigewalt zu tun

Es gibt einen weiteren wenig bekannten Grund, warum ­Kaiser ­Wilhelm II. für unsere Gegenwart relevant ist: Er war nicht empfänglich für politische Religionen, insbesondere für diesseitige Erlösungshoffnungen, wie sie inzwischen fast das ganze politische und öffentliche Leben aufheizen. So auch den Kampf gegen „strukturellen Rassismus“, der sich zu einer ernsthaften Gefahr für das staatliche Gewaltmonopol und die verfassungsmäßige Ordnung der westlichen Welt auswächst. Wir kennen das Phänomen von der Antifa, die nicht davor zurückschreckt, Migranten in ihren Kampf gegen den Staat einzuspannen – mit Zustimmung bis in höchste Kreise der Politik. Leider können sich diese meist nicht entschließen, die destabilisierenden Folgen der Zuwanderung entschieden anzugehen, wodurch sie vor allem ihre Verantwortung gegenüber den Zuwanderern sträflich vernachlässigen. Große Herausforderungen könnten eine Gesellschaft einen, aber nach Flüchtlings- und Klimarettung hat nun auch die Corona-Poli­tik das Land tief gespalten. Inzwischen fehlt es an einfachstem Wissen über das Funktionieren von Staat und Gesellschaft. Totalitäre Flausen, die sich schneller verbreiten als jedes Virus, betäuben den gesunden Menschenverstand. Es kommt aber nicht darauf an, die Gesellschaft zu verändern, sondern sie wieder zu erden, findet Ihr Andreas Lombard.

Die aktuelle Ausgabge von CATO „Die Aufklärung frißt ihre Kinder“ HIER im FREILICH Buchladen bestellen.


HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen



Wir schreiben aus Überzeugung!

In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com


Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis halten Proteste, Plünderungen und Krawalle die USA in Atem. Mit dabei: die linksextreme Antifa.

Längst wird versucht, auch in Deutschland eine Protestbewegung in Gang zu setzen. Denn auch hierzulande herrsche ein institutioneller, systematischer Rassismus. Doch stimmt das? Eine JF-TV Spezialausgabe diskutiert die Frage mit dem Politikwissenschaftler Claus Wolfschlag.

Den Internetauftritt der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ finden Sie HIER.

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Wir schreiben aus Überzeugung!

In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com


Angriffe auf Polizei und Bundeswehr sowie die teils von Interessengruppen unterwanderten „Black Lives Matter“-Demonstrationen sollen die Sicherheitsbehörden und den Staat destabilisieren, fürchtet der frühere Chef des Bundesverfassungsschutzes.

Der frühere Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen rechnet in einem Interview von Tichys Einblick ab: die ständige Kritik an der Polizei und sogenannte Anti-Diskriminierungs-Gesetze wie in Berlin werden dazu führen, dass zukünftig schwerpunktmäßig nur noch Einheimische kontrolliert werden. Jedes Mitglied einer Minderheit könnte sonst sofort den Vorwurf der Diskriminierung erheben und dem Polizisten schaden.

Deutschland wird gefährlich – und ist gefährdet. Denn auch Russland strebt nach Einfluss. Dabei geht es nicht um Panzer und Truppen, sondern mediale Einflussnahme. Von China sei Deutschland längst wirtschaftlich abhängig wie ein Drogen-Junkie, sagt Hans-Georg Maaßen.

Hans-Georg Maaßen war früher mit für die Innere Sicherheit verantwortlich, wurde aber gefeuert: Er hatte die von Bundeskanzlerin Merkel behauptete rassistische „Hetzjagd“ auf Ausländer in Chemnitz hinterfragt und den angeblichen rechten Terror bezweifelt. Mittlerweile ist klar: Merkel hatte Unrecht. Maaßen arbeitet jetzt als Anwalt und bezeichnet sich selbst als „politischen Aktivisten“. Hier sehen Sie das ganze Interview:

Den Internetauftritt von TICHYS EINBLICK finden Sie HIER.

Ein EINBLICK-ABO können Sie HIER zeichnen.


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

 


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com