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Buchhändlerin und Verlegerin Susanne Dagen ist die letzte Salonnière unserer Tage. In virtuellen und realen Begegnungsräumen sucht sie das freie Gespräch.

Der Beruf des Buchhändlers gehört zu den 17 Berufen der Berufsprestige-Skala des Instituts für Demoskopie Allensbach. Ca. 7 % der Buchhändler genießen bei den Deutschen seit etlichen Jahren hohes Ansehen. Diese Reputation, mit der der Buchhändler in der Reihung vor Politikern und Fernsehmoderatoren gelandet ist, verdankt er sicher dem als hochwertig empfundenen Handelsgut Buch und vielleicht auch der Tatsache, dass er direkt am Quell kulturell wichtiger Strömungen zu sitzen scheint; ein Verwalter und Wissenswächter also, der über Qualität, Vielfalt und Reinheit unserer geistigen Nahrung durch seine Offerten zumindest mitentscheidet.

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Das ist auch 2021 so, obwohl das Ideenmagazin für den Buchhandel „BuchMarkt“ feststellt, dass „Veränderungen in der Buchhandelslandschaft dafür sorgen, dass der konkrete Kontakt mit dem Buchhändler selten bleibt: Internethandel […], Handelsketten, bei denen man sich möglichst beratungsfrei von den aufgestapelten Bestsellern selbst bedienen kann“.

Doch Kundennähe ist nicht nur in den Buchhandlungen selbst von fataler Kundenentfremdung abgelöst worden. Denn Buchhändler gefährden durch politisch korrekte Sortimente und den Ausschluss weltanschaulich unliebsamer Autoren ihre Existenz und entpflichten sich vom Anspruch auf Meinungsfreiheit und Toleranz beziehungsweise Diskursbereitschaft.

So kam es im Oktober 2017 auf der Frankfurter Buchmesse zu Auseinandersetzungen Linker mit rechten Verlagen. Auf der Leipziger Messe im März 2018 dann diskutierten Buchhändler und Fachpublikum auf einem Forum des Deutschen Börsenvereins die Frage: „Wie politisch ist der Buchhandel?“ Die Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen kritisierte währenddessen in einem Offenen Brief an den Börsenverein den Umgang mit „andersdenkenden Verlagen“ auf der Frankfurter Buchmesse und veröffentlichte die „Charta 2017“, die unter anderem auch von Cora Stephan, Vera Lengsfeld, Matthias Matussek und Uwe Tellkamp unterzeichnet wurde.

Die daraufhin einsetzende repressive Gegenreaktion des autoritären Kulturestablishments hatte allerdings einen weiteren Grund: Dagen, das einstige Vorführkind der Buchhändlerszene der „neuen Bundesländer“, hatte sich laut „Spiegel“ im Mai 2016 angeblich als „PEGIDA-Sympathisantin geoutet“, was sie so aber tatsächlich nicht getan hatte. Das böswillig von dem Relotius-Blatt Unterstellte war, was nicht sein durfte, denn noch 2008 war das „BuchHaus Loschwitz“ zur „Buchhandlung des Jahres“ gewählt worden.

In der „Studie zur Literaturvermittlung in den fünf neuen Bundesländern zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ hieß es: „Gewürdigt wurde damit vor allen Dingen die Idee, die Buchhandlung [Loschwitz] als einen auratischen Ort für Kultur- und Literaturveranstaltungen auszubauen. […] Mit einem Budget von gerade mal 20.000 € organisiert das Buchhaus Loschwitz über 100 Veranstaltungen im Jahr, davon 60 Literaturveranstaltungen, zwölf Ausstellungen, 25 Konzerte sowie zwei Filmvorführungen pro Woche.

Damit leistet das Buchhaus für die Literatur- und Kulturvermittlung mehr als andere Einrichtungen, die mit dem drei- bis fünffachen Budget arbeiten.“ Nicht zuletzt wegen dieser Leistungen gab es 2015 und 2016 den Deutschen Buchhandlungspreis in der Kategorie „besonders herausragend“.

Die neuen Jakobiner bekamen über den besagten „Spiegel“-Artikel jedoch alsbald Witterung, und so fiel die linke Jagdgesellschaft gnadenlos über die 1972 in Dresden-Bühlau geborene gelernte Buchhändlerin und zweifache Mutter sowie ihren Lebenspartner Michael Bormann her. Munition für die Kulturblockwarte unserer Tage lieferte die umtriebige Dresdnerin, indem sie die auf YouTube zu sehende regelmäßige Literatursendung „Aufgeblättert. Zugeschlagen – Mit Rechten lesen“ veranstaltet. Dabei werden drei aktuelle Bücher im Austausch zwischen der Publizistin Ellen Kositza vom Verlag Antaios, der Buchhändlerin und einem jeweils neuen Gast vorgestellt und besprochen.

Weitere Fehltritte im gleichgeschalteten Milieu der „Cancel-Culture“-Akteure sind Interviews mit Dagen in „COMPACT“ und der „Sezession“. Es folgten Angriffe in den sozialen Netzwerken. Noch Ende Januar 2019 wurden Hakenkreuze geschmiert. Sie hätte nicht damit gerechnet, „dass so ein Sturm über mich hereinbricht“, bekennt Dagen.

Trotzdem ist die Buchhändlerin im Kampf gegen die sich verengenden Gesinnungskorridore aktiver denn je. Im vergangenen Jahr konnte sie das 25-jährige Jubiläum ihres Projektes feiern und startete gleichzeitig die Buchreihe „EXIL“ in der „Edition BuchHaus Loschwitz“. Die schön gemachte Paperbackreihe „versteht sich als Kunst der Zuflucht ebenso wie als Zuflucht der Kunst, die sich einem Klima zunehmender politischer Anfeindung ausgesetzt sieht.

Als Zuflucht der Kunst setzt sie auf das Literarische und Künstlerische ihrer Texte, womit sie zugleich Kunst als Zuflucht bietet – nur sie ist es, die uns Räume der Freiheit, der Träume und des Denkens öffnen kann“. Zuflucht unter dem Dach des „BuchHaus Loschwitz“ hatten in der ersten Staffel neben Uwe Tellkamp auch Monika Maron und Jörg Bernig gesucht.

Tellkamp als Opfer einer üblen Pressekampagne, Maron, als ob sie den Rauswurf beim Verlag S. Fischer im Voraus geahnt hätte, und Bernig, dessen später widerrufene Wahl zum Kulturamtsleiter der sächsischen Stadt Radebeul im Mai 2020 stattfand. Im Prinzip alles Opfer der sich selbst Haltungsjournalisten nennenden linken Meute von denunzierenden Berufsschreibern. Denn Jörg Bernig und Monika Maron hatten wie Uwe Tellkamp zwar den zunehmenden Verlust geistiger Freiheiten und das beklemmende Klima sogenannter politischer Korrektheit in Deutschland und Europa beklagt, jedoch, ohne sich dabei in irgendeiner Form auf eine parteipolitische Seite zu schlagen.

Susanne Dagen macht in Dresden-Loschwitz indes unverdrossen weiter, sie legte im Oktober 2020 mit der zweiten Staffel der „EXIL“- Buchreihe nach: Bernd Wagner, Angela Wierig und Eva Rex publizierten. Letztere betrachtet unter dem Titel „Rettet den gesunden Menschenverstand“ Hannah Arendt im Mehrheitsdiskurs.

 Allein der Buchtitel dürfte die Betreiberin des BuchHaus- und KulturHaus-Projektes angesprochen haben, viel mehr allerdings sind es sicher Sätze wie diese gewesen: „Wissenschaft wurde in totalitären Systemen schon immer herangezogen, um großangelegte Experimente eines gesellschaftlichen Umbaus vorzunehmen. […] Heute steht uns das große Experiment bevor, dass eine ‚monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische‘ verwandelt werden soll.

Und dafür braucht es Homogenisierung – das Zerreiben des Menschen zu ethisierten, ökologisierten, pazifizierten, feminisierten und durchgegenderten Bestandteilen des humanitären Universalismus. Dass dadurch die Handlungsfähigkeit des politischen Bürgers unmöglich gemacht wird, sollte uns längst klar geworden sein.“ Susanne Dagen ist in Dresden Stadträtin der Freien Wähler für Kultur, Umwelt und Petitionen.

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Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. In Band 2 schreibt Irfan Peci über den Ruf der Islamisten. Wer ihn verbreitet, wer ihm folgt und wie man ihn zum Schweigen bringt.

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Ein Schriftsteller geht nach Prag, um vor der Kulisse der Mutter der Städte seinen vor langem begonnenen Roman über einen Maler zu Ende zu schreiben.

Es erwartet ihn eine am Ufer hoch über der Moldau schwebende Wohnung, wohin aus den Zimmern einer Gesangslehrerin Musik hinauf klingt. Unten ziehen Schiffe und die roten Prager Straßenbahnen vorbei. Auf einem Balkon des Hinterhofs wartet eine Katze auf das Vergehen der Tage, während eine Etage darunter ein Mann, über seine Balkonpflanzen gebeugt, raucht und in den Fenstern daneben eine kahlköpfige Tänzerin sich beim Kochen zu Klängen aus ihrem Laptop bewegt.

Am Karlsplatz und auf dem Vyšehrad begegnen einander die Weltkreise und lachen, und die Gärten und Parks von Prag sind Splitter des Paradieses. Nach einem Frühlingsregen dampft der Laurenziberg wie ein großes schwitzendes Tier. In der Nacht erscheint dem Schriftsteller der Veitsdom auf dem Hradschin wie ein intergalaktisches Raumschiff, das jeden Augenblick abheben wird. Dann steht, ganz unerwartet, eines Tages ein Wehrläufer mitten im Fluß.

Plötzlich befindet sich der Schriftsteller in einem Verwirrspiel der Zeiten und Begegnungen, im Erinnern an Erlebtes und lebenslang Verschwiegenes. Und endlich stellt er sich der tief in die Vergangenheit reichenden Ahnung, woher seine Einsamkeit rührt. Jörg Bernig erzählt die Geschichte eines Mannes, der von der Begegnung mit sich selbst überrascht wird. Auf ganz gegenwärtige Weise ist der Wehrläufer ein Blick auf Geheimnisse, wie sie wohl jeder Biographie innewohnen. Der Wehrläufer ist aber auch ein Zwiegespräch mit den Schichten der Stadt Prag und eine leise Reminiszenz an Thomas Manns Tod in Venedig.

Jörg Bernigs Novelle ist aber vor allem eins: ein abenteuerliches Kunst-Stück.

Das neue Buch von Jörg Bernig können Sie HIER im FREILICH Buchladen bestellen!



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„Krumme Gestalten, vom Wind gebissen“ von Monika Maron ist unser Buch des Monats. Der FREILICH Buchklub liefert Ihnen monatlich handverlesene Literatur, die man aus patriotischer Sicht gelesen haben muss. Mitglieder erhalten das aktuelle Buch handsigniert.

Monika Maron wurde 1941 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie ein Jahr lang als Fräserin in einem Industriebetrieb, studierte dann Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte und war nach dem Studienabschluss Regieassistentin beim Fernsehen. Später schrieb sie als Reporterin für die „Wochenpost“. Seit 1976 freie Schriftstellerin, siedelte sie 1988 von Ost-Berlin in die Bundesrepublik über, wohnte zunächst in Hamburg und lebt heute wieder in Berlin.

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Aus persönlicher Warte beobachtet und bedenkt sie in ihren Essays aus den letzten dreißig Jahren unsere Lage als Geschöpfe dieser Welt in vielerlei Facetten, und es wird dabei sichtbar, was uns alle betrifft. Die Spannweite ihrer Betrachtungen reicht von der Frage danach, was in Worten sagbar ist, über das Verhältnis von Mensch und Hund bis hin zu wenig ersprießlichen Erfahrungen wie dem unausweichlichen Altern oder der unerfreulichen Lektüre der heutigen Medien, die gelegentlich in galliges Gelächter münden mögen. Ihr Buch ist in der Buchreihe EXIL im Buchhaus Loschwitz erschienen.

Ein ausführliches Portrait über das Buchhaus Loschwitz lesen Sie in der kommenden FREILICH Ausgabe – HIER abonnieren und druckfrisch lesen.

Verlegerin Susanne Dagen aus dem besagten Buchhaus kritisierte 2018 in einem offenen Brief den Umgang mit „andersdenkenden Verlagen“ auf der Frankfurter Buchmesse und veröffentlichte die „Charta 2017“, die unter anderem auch von Cora Stephan, Vera Lengsfeld, Matthias Matussek und Uwe Tellkamp unterzeichnet wurde. Die repressive Gegenreaktion des autoritären Kulturestablishments ließ nicht lange auf sich warten. Die linke Jagdgesellschaft fiel gnadenlos über die Buchhändlerin und zweifache Mutter sowie ihren Lebenspartner Michael Bormann her. Aber Susanne Dagen lässt sich nicht unterkriegen. Auf YouTube veranstaltet sie gemeinsam mit der Publizistin Ellen Kositza die Literatursendung „Aufgeblättert. Zugeschlagen – Mit Rechten lesen“.

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Und so funktioniert’s

Als Kenner der patriotischen Medienlandschaft haben wir den Finger am Puls der Zeit und wissen, welche Themen gerade unter den Nägeln brennen. Wir haben den Überblick, welcher Autor welche Lösungsansätze parat hält und welche Bücher es wert sind, dazu gelesen zu werden. Dieses Wissen teilen wir mit unseren Lesern und geben ihnen jetzt auch die Möglichkeit, bei der politischen Literatur immer am aktuellsten Stand zu bleiben.

Als Mitglied des FREILICH Buchklubs senden wir Ihnen jeden Monat das beste Buch zum aktuellsten Thema (Durchschnittspreis rund EUR 25,00 pro Buch, zzgl. Versandkosten). Der FREILICH Buchklub liefert spannende Themen und politische Bildung aus der Feder renommiertester Autoren des patriotischen Lagers. Mit Ihrer Mitgliedschaft im FREILICH Buchklub verpassen Sie keinen Trend mehr und bekommen die Antworten von morgen schon jetzt zugesandt. Dabei bezahlen sie nur den aktuellen Buchpreis und können Ihre Mitgliedschaft jederzeit kündigen!


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Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. Band 1 von FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl singt „Das Lob der Grenze“.

Grenzen, so Heinrich Sickl, helfen uns Identität zu bewahren und Sicherheit zu garantieren. Aktuelle Herausforderung wie Corona und illegale Migration machen klar, dass es Zeit ist für Freiheit und Frieden Grenzen zu setzen und zu verteidigen.

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Aufgeblättert. Zugeschlagen – Mit Rechten lesen ist eine regelmäßige Literatursendung zu drei aktuellen Büchern des literarischen Lebens, ein Austausch zwischen der Publizistin Ellen Kositza vom Verlag Antaios, der Buchhändlerin Susanne Dagen vom BuchHaus Loschwitz und einem jeweils neuen Gast.

Zu Gast in der aktuellen Ausgabe ist dieses Mal der Karikaturist und Autor Bernd Zeller, der u.a. Redakteur bei den Magazinen Titanic und Eulenspiegel war. Vorgestellt werden die Bücher „Arthur Lanz“ von Monika Maron, „Als die Nacht sich senkte“ von Herbert Lackner und „Mao und die 72 Affen“ von Bernd Wagner.

Unabhängig, geistreich und am Diskurs interessiert ist Aufgeblättert. Zugeschlagen – Mit Rechten lesen ein vergnügliches Plädoyer für vorurteilsfreies Lesen und ein Gemeinschaftsprojekt vom Verlag Antaios, Schnellroda und dem BuchHaus Loschwitz, Dresden. 


Die aktuelle Ausgabe 10 des FREILICH Magazins beschäftigt sich unter dem Titel „Unpopulär rechts“ mit den Problemen des Rechtspopulismus in Europa und Österreich. Die Heftvorschau finden Sie HIER.

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Nachdem der Autorin Monika Maron vom Verlag S. Fischer die Zusammenarbeit aufgekündigt wurde, weil sie in einem „rechten“ Verlag veröffentlicht hätte, rufen Jörg Bernig und Uwe Tellkamp zur Mäßigung auf. Sie warnen vor den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Wir bringen ihre Warnung im Wortlaut.

In großer Sorge und mit Entschiedenheit stellen wir uns vor die Buchhändlerin, Verlegerin und Veranstalterin Susanne Dagen. Desgleichen treten wir an die Seite unserer Kollegin Monika Maron, der die weitere Zusammenarbeit mit dem Verlag S. Fischer aufgekündigt wurde, weil sie in der edition buchhaus loschwitz, dem Verlag Susanne Dagens, einen Band mit Essays veröffentlicht hat. Wohlgemerkt: nicht was Monika Maron in ihren „Essays aus dreißig Jahren“ geschrieben hat, war für S. Fischer inkriminierend, sondern daß sie es in Susanne Dagens edition buchhaus loschwitz publiziert hat. Susanne Dagens Buchhandlung, ihr dort angeschlossenes KulturHaus und der Verlag edition buchhaus loschwitz werden als Ort (neu)rechten Denkens stigmatisiert und das, bei Lichte besehen, schlicht aus dem Grund, weil Susanne Dagen sich einer Festlegung auf ein bloß irgendwie links geartetes Denken entzieht und stattdessen einen Ort bietet, der für alle offen ist.

Unsere große Sorge erwächst aus Beobachtungen und Erfahrungen, die wir selbst während der letzten Jahre gemacht haben. Wir stellen eine Verwahrlosung und gewalttätige Aufladung der Berichterstattung und Kommentierung fest, wenn über Positionen und Menschen geschrieben und gesprochen wird, die sich kritisch zu problematischen Entwicklungen in diesem Land äußern – sei das zu Fragen der Meinungsfreiheit, der Verquickung von Politik und Medien, der Migrationspolitik, der Erscheinung des Islams in unserer Gesellschaft oder der Beschneidung verfassungsmäßig festgeschriebener Freiheiten.

Mit großer Sorge blicken wir auf uns nachgerufene Formulierungen wie: „pegidafiziert“, „rassistisch“, „ausländerfeindlich“ oder „definitiv neurecht[s]“. Wir fragen: Wohin soll das führen? Was soll der Schritt sein, der auf derlei verbale Attacken folgt? Oder: Welchen Folgeschritt sollen solche Attacken vorbereiten?

Wir leben in einer Zeit enormer Umbrüche. – Diskussion? Ja. Streit? Ja. Diffamierung? Nein. Denunzierung? Nein. Ausgrenzung? Nein. Verbale Gewalt? Nein und nein! In großer Sorge um die Entwicklung in unserem Land rufen wir zu Mäßigung im Umgang miteinander auf.

Wir von FREILICH schließen uns dem Aufruf an!

Den Internetauftritt von „buchhaus loschwitz“ finden Sie HIER. Der Aufruf wurde als erstes auf der Facebook-Auftritt von TUMULT veröffentlicht.

Im aktuellen Heft FREILICH 10 spricht Uwe Tellkamp über das Leben im Westen, den Widerstand im Osten und die durch Gleichgültigkeit bedrohte Identität.

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Die aktuelle Ausgabe 10 des FREILICH Magazins beschäftigt sich unter dem Titel „Unpopulär rechts“ mit den Problemen des Rechtspopulismus in Europa und Österreich. Die Heftvorschau finden Sie HIER.

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