Tag

Burschenschaft

Browsing

Die Zeiten, in denen Burschenscha­fter das gesellschaftliche Leben maßgeblich prägten, sind seit den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts vorbei. Doch bis heute wirken Burschenschafter für und in der Gesellschaft.

Max Weber, Carl Bosch, Paul Laband, Theodor Storm, Victor Adler, Gustav Stresemann – diese Liste klangvoller Namen ließe sich noch lange fortsetzen. Die Genannten eint – bei allen Unterschieden – dreierlei: zunächst einmal ihr Ruf, der noch forthallt, nachdem allesamt bereits seit mindestens 100 Jahren tot sind. Dann: ihre bemerkenswerten Leistungen auf wissenschaftlicher, künstlerischer und politischer Ebene. Und zu guter Letzt: ihr Engagement als Burschenschafter. Sie stehen sinnbildlich für die Vielzahl an Burschenschaftern, die dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert ihren Stempel aufgedrückt haben.

Die ganze Geschichte lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen!

Gewiss, zwischen damals und heute liegen zwei Weltkriege, unzählige Wirtscha­fts- und politische Krisen, eine mehr als 75 Jahre währende Friedensperiode und eine nachhaltige soziale Transformation. Jedoch: In seiner Max-Weber-Biographie beschreibt der FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube das Studentenleben des Begründers der deutschen Soziologie im Heidelberg der 1880er-Jahren als ein Potpourri aus strebsamen Studien, „‚männliche[n] Rituale[n] wie Kamp­trinken, Fechten, öffentliche Krawalle“ sowie einer „kostspielige[n] Lebenshaltung“. Manch ein Leser wird doch die ein oder andere Parallele zu heute erkennen können.

Doch während Max Weber die Zahl von 900 bis 1.000 Studenten, die zu Beginn der 1880er-Jahre an der Universität Heidelberg immatrikuliert waren, bereits als „unerhört große“ Zahl empfindet, studieren heute an deutschen und österreichischen Universitäten und Hochschulen mehr als 3,2 Millionen Studenten. Das Studienangebot umfasst nicht mehr nur klassische Studien wie Philosophie, Rechtswissenschaft, Medizin o.ä., sondern mehr als 20.000 Studiengänge – eine schier unüberschaubare Zahl. Angesichts dieser Größenverhältnisse nimmt sich auch die Zahl der rund 4.500 Mitglieder der Deutschen Burschenschaft­ (DB), dem größten und ältesten burschenschaftlichen Dachverband, verschwindend gering aus. Und geht man von etwa 500 aktiven Studenten aus, so ist diese Zahl bereits wesentlich geringer als die Zahl der Erstsemester an einer x-beliebigen kleinen Universität.

Diese Zahlen verdeutlichen einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel – und der ist der entscheidende Grund für das Schattendasein, das studentische Korporationen und ihre Mitglieder trotz hundertjähriger Tradition heute fristen. Denn im Gegensatz zu den Studentennationen in Schweden und Finnland oder den im angelsächsischen Raum anzutreffenden Colleges haben die meisten Studentenverbindungen im deutschen Raum festere Strukturen und Prinzipien, die nicht massentauglich sind. Man denke an die weitverbreitete Mensur oder den volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff der Deutschen Burschenschaft. Und es nimmt daher auch nicht wunder, dass die Zahl der Mitglieder in dem Maße zunimmt, in dem die „massenuntauglichen“ Prinzipien abnehmen. So verzeichnet der katholische und nichtschlagende Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) rund 30.000 Mitglieder, davon 4.000 Studenten.

„Snowflakes“ und linke Gewalt

Anders als die Korporationen haben linke und linksextreme Initiativen, begünstigt durch gleichgesinnte Professoren, wohlwollende Universitätsleitungen und das Versagen konservativer Bildungspolitik in den 60er- und 70er-Jahren, die rasant steigende Zahl der Studenten für sich genutzt. Indem diese Antifa-Gruppen in wohlstandsgeprägten Jahrzehnten nahezu vollkommene Narrenfreiheit genossen, entstand an den Universitäten eine neue Form geistiger Unfreiheit. Niall Ferguson, Historiker an der Harvard University, kommentierte diesen Wandel im Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ): „Der Stimmungswandel, der in den letzten dreißig Jahren stattgefunden hat, ist tiefgreifend. Ich muss es so direkt wie simpel sagen: Die Linken haben die Macht übernommen. Und sie, die sich in der Theorie für die Inklusion stark-machen, haben in der Praxis alle Andersdenkenden konsequent exkludiert.“

Und deshalb finden wir Burschenschaft­er im öffentlichen Leben insbesondere an Orten, die für jene prädestiniert sind, die sich für die offene politische Auseinandersetzung entschieden haben: bei der Identitären Bewegung, bei der FPÖ, der AfD oder im metapolitischen Umfeld der Neuen Rechten bzw. des Dritten Lagers, etwa Bürgerinitiativen oder alternativen Medien.

Medienwirksam inszeniert wurde diese Exklusion etwa im Oktober 2019 an der Universität Hamburg, wo die erste Vorlesung nach dem Ausscheiden des AfD-Mitgründers und Professors für Ökonomie Bernd Lucke  aus dem Europäischen Parlament von mehreren Hundert Demonstranten verhindert wurde. Oder kurz darauf an der Universität Wien als Linksextremisten mehrfach Vorlesungen des Historikers Lothar Höbelt zu stören versuchten. Doch auch abseits der medialen Aufmerksamkeit entfalten linke Gruppen ein ernstzunehmendes Gefährdungspotenzial: Korporierte aller Couleur sehen sich regelmäßig Angriffen auf Leib und Eigentum ausgesetzt. Allein in Hessen wurden in den Jahren 2010 bis 2018 133 Stra­ftaten gegen Studentenverbindungen aktenkundig. In Bayern forderte der AfD-Landtagsabgeordnete und Burschenschaft­er Christoph Maier deshalb eine  kriminalstatistische Erfassung linksextremer Gewalt gegen Studentenverbindungen“. Und erst im Juli 2020 berichtete die „Tagesstimme“ von der Verurteilung eines „linksextremen Demonstranten“, dessen Angriff auf einen Burschenschaft­er im Januar dieses Jahres filmisch fixiert wurde.

Diese physische Gewalt ist dabei lediglich die Spitze des Eisbergs, der die linksextreme Hegemonie an deutschen Universitäten repräsentiert. Und sie ist auch gewissermaßen notwendig, denn Korporierte gefährden mit ihren jahrhundertealten Traditionen, ihrer männerbündischen Prägung und ihrer konservativen Ausrichtung schon durch ihre Existenz die Aufrechterhaltung  eines „safe space“, den linke Gruppen sich „erkämp­ft“ haben, sprich: der ihnen von den Universitäten überlassen wurde. Erneut Ferguson: „Aus Angst, Ideen könnten schmerzen, wollen sich die jungen Leute mit ihnen unangenehmen Ideen gar nicht mehr beschäft­igen. Studenten sind zu Schneeflocken geworden, die man vor gefährlichen Gedanken schützen muss – und das an Universitäten, die es letztlich nur zu dem einzigen Zweck gibt, dass ein freier Ideenaustausch stattfinden kann.“

Die Wege des Burschenschafters

Für junge Burschenschaft­er gibt es angesichts dieser beiden Entwicklungen – zahlenmäßige Bedeutungslosigkeit auf der einen, linksextreme Hegemonie auf der anderen Seite – demnach zwei Möglichkeiten. Erstens: der sprichwörtliche Kampf mit offenem Visier. Diesen Weg beschritten in jüngerer Vergangenheit insbesondere jene, die sich der Identitären Bewegung anschlossen und damit ihrem Verständnis des politischen Au­ftrags, den die Burschenschaft­ seit 1815 für sich reklamiert, Ausdruck verliehen. Ein Schritt, der für die Betroffenen nicht nur mit Anfeindung, Angriffen und „Outing“ verbunden ist, sondern auch prägend für den weiteren Lebens-, insbesondere Berufsweg. Eine zweite Möglichkeit, die weit häufiger gewählt wird, ist das „Abtauchen“ in den Massen abertausender Studenten, die – vor dem Corona-bedingten totalen Digitalisierungsmodus – tagtäglich die Vorlesungssäle und Seminarräume stürmten.

Und, man lese und staune, all diese Irrungen und Wirrungen zusammen ergeben jenes gi­ige, oder modischer: toxische Klima, das den Korporationen mehr oder weniger an die Substanz geht. Einige wenige Ausnahmeerscheinungen wie Reinhard Kienberger, Professor an der TU München und Alter Herr der Akademischen Burschenschaft­ Oberösterreicher Germanen in Wien, bestätigen diese Regelmäßigkeit. Und deshalb finden wir Burschenschaft­er im öffentlichen Leben insbesondere an Orten, die für jene prädestiniert sind, die sich für die offene politische Auseinandersetzung entschieden haben: bei der Identitären Bewegung, bei der FPÖ, der AfD oder im metapolitischen Umfeld der Neuen Rechten bzw. des Dritten Lagers, etwa Bürgerinitiativen oder alternativen Medien.

Doch spätestens seit der programmatischen Schrift­ „Kulturrevolution von rechts“ des französischen Philosophen Alain de Benoist hat die von Gramsci stammende Idee, dass Politik zuvörderst außerhalb der Parlamente gemacht werde, im neurechten und konservativen Lager… (…weiterlesen in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“)

Die ganze Geschichte lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen!


Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. In Band 2 schreibt Irfan Peci über den Ruf der Islamisten. Wer ihn verbreitet, wer ihm folgt und wie man ihn zum Schweigen bringt.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Der Alltag von Burschenschaftern spielt sich häufig auf den Buden ab. Die FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“ gibt Einblick in das Leben der Aktiven.

Freitagabend bei einer Burschenschaft. Gedämpftes Licht und Kerzenschein. Es herrscht Stille im Raum. Im sogenannten Kneipsaal steht ein junger Student vor zwei gekreuzten Klingen. Ihm  gegenüber befindet sich der Sprecher der Burschenschaft und reicht ihm die Hand.

Der Neuling gelobt vor den Anwesenden, stets nach den Grundsätzen der Burschenschaft­ zu handeln und die Freundscha­ft zu den Bundesbrüdern zu pflegen. Danach springt er über die gekreuzten Klingen in den äußeren Verband der Verbindung ein und bekommt seine Mütze überreicht. Er ist jetzt Fuchs, das heißt: ein Probemitglied, und bekommt exklusive Einblicke in das Innenleben der schlagenden  Studentenverbindung. Gerade die alten studentischen Traditionen und Riten, wie der eben beschriebene Einsprung, wecken bei vielen Menschen Neugier. Durch zahlreiche Mythen und Gerüchte scheint es, als seien die Burschenschaft­en wie von einer geheimnisvollen Aura umgeben. Doch was passiert wirklich auf den Häusern der deutschnationalen Studentenverbindungen?

Die ganze Geschichte lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen!

Die „Bude“, wie man das Verbindungshaus auch nennt, ist das soziale Zentrum der Burschenschaft. Hier finden die Veranstaltungen großteils statt, und gerade die jungen Aktiven – also jene  Burschenschafter, die noch studieren – wohnen zumeist in den günstigen Studentenzimmern am Haus. Betritt man ein Verbindungshaus zum ersten Mal, kann es sein, dass man sich wie in vergangenen Zeiten fühlt. Die Häuser stammen häufig aus der Gründerzeit, und die Einrichtung ist dementsprechend traditionell gehalten. In den verschiedenen Räumen stehen oft­ alte Möbel, an den Wänden sind beispielsweise Holzvertäfelungen angebracht, und überall hängen Bilder oder  burschenschaft­liche Dekorationsgegenstände.

Neben dem Kneipsaal, in dem regelmäßig Kneipen, Vorträge und Seminare stattfinden, verbringt man als Burschenschaft­er ebenso viel Zeit im Paukraum. Dort trainieren die jungen Aktiven mehrmals die Woche das Fechten, um sich auf anstehende Mensuren vorzubereiten.

Der beliebteste und am häufigsten frequentierte Bereich ist aber mit Sicherheit die Hausbar. Hier lassen die Aktiven gern mal den Tag bei einem gemütlichen Bier ausklingen oder feiern bis in die frühen Morgenstunden – beides kann natürlich spontan ineinander übergreifen. Alkohol gehört doch irgendwie zur Burschenschaft­. Gerade Wein und Bier werden in zahlreichen Studentenliedern besungen und bei den meisten Veranstaltungen ausgeschenkt. Ob Burschenscha­fter mehr trinken als durchschnittliche Studenten, ist schwer zu sagen. Doch wie einige andere Dinge ist bei Burschenschaft­en auch der Alkoholkonsum reglementiert. Wer über die Stränge schlägt und sich an gewisse Regeln nicht hält, kann schon mal mit einem längeren Alkoholverbot belegt werden – und das gilt dann nicht nur am Haus, sondern in allen Lebensbereichen.

Auf rund 80 Seiten lesen Sie mehr über Mensur, Burschenschaft und studentisches Leben. Die FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“: HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Der Weg zur Burschenschaft

Die Akademische Burschenschaft­ Germania zu Graz bezog 1990 ihre Räumlichkeiten im Dr.-Adalbert-Aigner-Studentenwohnheim in der Bergmanngasse, nur wenige Gehminuten von der Karl-Franzens-Universität entfernt. Das dreistöckige Haus wurde 1888 von Stadtbaumeister Franz Josef Böhm errichtet und die Fassade ist im Stil der Neorenaissance gestaltet. Im ersten Stock befinden sich die Vereinsräumlichkeiten der Germania: Bar, Kneipsaal, Bibliothek und Arbeitszimmer. Gefochten wird im Keller. Außerdem besteht auch für Germanen die Möglichkeit, Studentenwohnungen im Hochparterre, im zweiten Stock und im Dachgeschoss zu mieten.

Günstige Zimmer sind unter Studenten heiß begehrt – von deren unmittelbaren Nachbarscha­ft profitiert die Burschenschaft­. Der Erstkontakt wird o­ftmals über ein solches Zimmer hergestellt. Doch die Wege zu einer Burschenschaft­ verlaufen ganz unterschiedlich. Bei manchen ist bereits ein familiärer Hintergrund vorhanden, andere wiederum werden durch (soziale) Medien neugierig. Viele kommen hingegen einfach über Freunde zur Burschenschaft­.

Der 22-jährige Molekularbiologie-Student Robin wohnt auch am Germanenhaus. Er ist nicht nur Germane, sondern wurde bereits während seiner Schulzeit Mitglied in einer pennalen Burschenschaft­. Mit 16 Jahren habe er begonnen, sich für Politik zu interessieren, erzählt Robin. Dadurch kam er in Kontakt mit der Schülerverbindung und wurde dort aktiv. Als er dann in Graz sein Studium aufnahm, sprang er bei der Germania ein.

Die ganze Geschichte lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen!

Ähnlich verlief es bei seinen Bundesbrüdern Fabian (21) und Gernot (30). Fabian kommt aus Leoben und wurde ebenfalls schon während seiner Schulzeit Pennäler. Mit Beginn seines Jus-Studiums in Graz habe er sich dann bei allen Burschenschaft­en umgesehen und sich schließlich für die Germania entschieden. Gernot war vorher genauso in einer pennalen Burschenscha­ft aktiv. In seiner Familie ist er allerdings nicht der einzige, auch sein Vater und der ältere Bruder sind Grazer Germanen – die Entscheidung fiel dem angehenden Mediziner deshalb nicht allzu schwer.

Die Reaktionen aus dem persönlichen  Umfeld waren völlig unterschiedlich. Fabians Freunde seien anfangs skeptisch gewesen, hätten aber kaum etwas über Burschenschaft­en gewusst, erzählt er. Man kennt die Gerüchte und typischen Antifa-Unterstellungen zur Genüge. Nach ein paar Gesprächen habe sich die Skepsis aber in Interesse und Neugier gewandelt. „Wir brauchen viel mehr Aufklärungsarbeit, dann legen sich auch die Vorurteile“, betont Fabian. Das bestätigt auch Gernot: „Im ersten Moment ist es bei vielen so, dass sie negativ reagieren. Aber wenn man Außenstehende über Burschenschaft­en persönlich aufklärt oder ihnen einmal das Haus zeigt, dann kann sich das schnell zu einem positiven Bild wandeln.“

Heutzutage ist es schwieriger geworden, junge Mitglieder anzuwerben. Die Zahl der jungen Aktiven ist mit jener vor einigen Jahrzehnten nicht mehr vergleichbar. Das hat mit verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun, auch der Linksruck an den Universitäten macht sich bemerkbar. Vielen gilt die Burschenscha­ft als nicht mehr zeitgemäß und überholt. Wer bekennt sich heute noch zum deutschen Vaterland, bindet sich ein Leben lang an eine Gemeinschaft oder stellt sich mit scharfen Klingen zum blutigen Zweikampf? Burschenschaft­en sind also alles andere als Spaßvereine, nicht nur ein „Hobby“ für die Freizeit. Burschenscha­fter sein hat viel mit Idealismus und Überzeugung zu tun – das merkt man in den Gesprächen mit jungen Aktiven, aber auch Alten Herren, die durch die Burschenschaft­ geprägt wurden.

Fuchsen haben innerhalb der Verbindung nur eingeschränkte Rechte und Pflichten. So verfügen sie etwa über kein Stimmrecht bei Conventen. Im Burschenconvent (BC) wird beispielsweise der laufende Aktivbetrieb geregelt. Dort sitzen allerdings nur Burschen und Alte Herren, also Vollmitglieder, die das dreifärbige Band der Verbindung tragen. Nach seinem Einsprung wählt jeder Fuchs ein Vollmitglied, mit dem er sich besonders gut versteht, zu seinem „Leibbursch“. Dieser ist dann eine Art Mentor und vertritt seinen „Leibfuchs“ auch bei Conventen. Dieses besondere Leibverhältnis…

Wie es weitergeht, lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“: HIER im FREILICH Buchladen bestellen.


Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. Band 1 von FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl singt „Das Lob der Grenze“.

Grenzen, so Heinrich Sickl, helfen uns Identität zu bewahren und Sicherheit zu garantieren. Aktuelle Herausforderung wie Corona und illegale Migration machen klar, dass es Zeit ist für Freiheit und Frieden Grenzen zu setzen und zu verteidigen.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Zwei Männer stehen einander gegenüber. Der Comment bestimmt, in welchem Abstand. Diese Abmessung (lat. „mensura“) ist namensgebend für den studentischen Brauch der Mensur. Die FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“ schildert, was bei einer Mensur passiert.

Eine erhabene Szenerie: zwei Männer, die kaum ein Meter trennt. Penibel ausgerichtet stehen sie sich gegenüber. Jeweils ein Schlepper reicht ihnen die Waffe. Stille ist angeordnet. Nur leises Flüstern ist noch zu vernehmen, letzte Worte, die den Paukanten von ihren Sekundanten zugesprochen werden. Eine gewisse Schwere liegt in der Lu­ft. Desinfektionsmittel. Rauchschwaden, die manch einer vom Tresengespräch mit ins Pauklokal hinüberzieht. Nicht selten steht bereits der Schweiß in den Nasen, o­ft kann man die Lu­ft gar schmecken, ihren Eisengehalt, den sie zehrt aus den Blutlachen, die an diesem Tag bereits vergossen wurden von anderen Waffenstudenten. Sie stehen mit wüsten Verbänden und Pflastern in der Menge, lassen sich zuprosten, während sie auf das soeben ärztlich erteilte Alkoholverbot mit großen Bierkrügen anstoßen.

Die ganze Geschichte lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen!

Dann wird es ernst. Die Mensur ist abgemessen, ausgesteckt oder genommen, mit den Korbschlägern oder den Glocken, je nachdem, aus welchen deutschen Landen die Beteiligten hier  zusammengekommen sind. Ihre behandschuhten Finger sind an die Griffe der Hiebwaffen gelegt. Sie starren sich an durch die kleinen Sichtgitter metallener Schutzbrillen. Manch einer steht wie auf Appell, manch einer lockert noch einmal die Beine. Einen Ausweg gibt es nicht mehr. Kein Ausweichen, keine Ringecke, in die man sich flüchten kann. Nur eine Haltung ist erlaubt: geradestehen. Durchziehen. Es ist ein Teil der inneren Dimension jenes Schauspiels. Wer weicht oder jammert, für den endet dieses Abenteuer heute in Gram und Schmach.

Auf rund 80 Seiten lesen Sie mehr über Mensur, Burschenschaft und studentisches Leben. Die FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“: HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Die Sekundanten gehen in Stellung. Ab sofort zieht ihr bellendes Kommando scharf: „Hoch bitte!“ Auf ihr Wort schnellen die Klingen in die Auslage. Ein letztes Einatmen. Dann ein Ruf – meistens „Los!“ –, und wie ein düster angerolltes Gewitter entladen sich die Kräfte der Kontrahenten. Es wird aufgezogen und wieder in Deckung gegangen. Es gibt ein charakteristisches blechernes Scheppern, wenn das rasende Bestreben beider Paukanten aufeinandertrifft. Funken fliegen, wenn die Klingen in der Lu­ft aneinanderprallen. Mal zerfetzt es ein Stück der Schutzkleidung oder auch den Haarschnitt, meist akkurat gekämmt und mit besonders frischen Seiten, die dem Paukarzt sein Wirken genauso erleichtern sollen wie dem Mensurfotografen.

Mindestens vier Hiebe lässt jeder Paukant pro regulären Gang auf sein Gegenüber niederregnen. Die Anzahl der Hiebe und Gänge regelt der jeweilige Comment. Mal sind es 40, mal 60 Gänge. Ab und zu ist es auch nur einer. Wenn das Fuchteln und Wedeln der Klingen sich seinen Weg bahnt, dann klingelt es dort, wo sich das meiste abspielt bei diesem Treiben: im Kopp! Oft­ zunächst unbemerkt rauscht das Eisen auf die Köpfe und Stirnflächen, frisst es sich in Kinn oder Wange, wo noch immer der prominenteste Schmiss zu Hause ist. Dann obliegt es dem Entscheid von Paukarzt und Sekundant, wie zu verfahren ist. Wie schlimm ist es? Wie weit geht man? Der Paukant hat bei all dem keine Mitsprache. Bloß darum anzusuchen, doch noch ein paar Gänge stehen zu dürfen, das mag man ihm zubilligen. Und so steht mancher, bis ihm das Blut fast bis…

Wie es weitergeht, lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“

HIER im FREILICH Buchladen bestellen!


Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. Band 1 von FREILICH-Herausgeber Heinrich Sickl singt „Das Lob der Grenze“.

Grenzen, so Heinrich Sickl, helfen uns Identität zu bewahren und Sicherheit zu garantieren. Aktuelle Herausforderung wie Corona und illegale Migration machen klar, dass es Zeit ist für Freiheit und Frieden Grenzen zu setzen und zu verteidigen.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Wolfgang Wippermann ist Historiker und Corpsstudent. Es ist also naheliegend, dass der Professor für Neuere Geschichte sich auch mit der Geschichte der Corps und Burschenschaften beschäftigt.

Bei der vorliegenden Arbeit handle es sich „weder um eine Anklage- noch um eine Verteidigungsschrift“, betont der Autor in seinem Vorwort. Ein löblicher Vorsatz, den Wippermann allerdings nur dort einhält, wo er unpolitisch bleibt. Die verbindungsstudentische Frühgeschichte, das Mensur- und Duellwesen sowie die studentische Kultur (von Liedgut bis Kleidung) werden über weite Strecken lesenswert und kenntnisreich geschildert.

Doch speziell, wenn es um die politische Ausrichtung der Burschenschaften geht, lässt der Historiker oftmals Differenzierungen vermissen. Die Geschichte der Korporationen ist natürlich ambivalent und nicht in ein einfaches Schwarz-Weiß zu fassen. Aber Wippermann stört sich bereits am volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff. Das Festhalten der Burschenschaften an diesem Standpunkt sieht er als Beleg für eine angebliche „Radikalisierung“. 

Besonders die österreichischen Bünde nimmt der Autor ins Visier und klingt dabei phasenweise wie die bekannten „Experten“ aus dem Antifa-Milieu. Es geht dabei natürlich um die sogenannte „Liederbuch-Affäre“, den Südtirol-Aktivismus und die FPÖ. Ein Schmankerl dazu: Als schrecklich empfindet der Historiker etwa die „Gesamt-Tiroler Freiheitskommerse“ im Zeichen der „Dornenkrone“, die an das Leid der Südtiroler erinnert. „Das geht nun wirklich nicht“, das habe mit burschenschaftlicher Tradition „nicht das Geringste gemein“, behauptet Wippermann. Außerdem unterlaufen dem Autor mehrere Recherchefehler, was auch die handwerkliche Qualität der Arbeit mindert. 

Eines vereint Konservative wie Otto von Bismarck und Sozialisten wie Karl Marx, Ferdinand Lassalle und Wilhelm Liebknecht, Nationalsozialisten wie Ernst Kaltenbrunner
und Widerstandskämpfer wie Rudolf Breitscheid und Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg: Sie alle gehörten Corps und Burschenschaften an.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.


Rechtzeitig zu Weihnachten ist ein besonderes FREILICH Magazin bei den Lesern. Unser Sonderheft über und mit der Deutschen Burschenschaft stellt das Leben, Denken und Streben in traditionalistischen Studentenverbindungen vor.

INTERVIEW: „Burschenschaften sind stets unangepasst“ – Drei Männer, drei Generationen Burschenschaft. Im FREILICH Gespräch über ihre Welt, ihre Erfahrungen, unsere Gesellschaft.

INFOGRAFIK
Geschichte bewegt
– Daten und Fakten zur Deutschen Burschenschaft

REPORTAGE: Das Männerhaus – Der Alltag von Burschenschaftern spielt sich häufig auf den Buden ab. FREILICH gibt Einblick in das Leben der Aktiven.

REPORT: Alte Herren – Die Zeiten, in denen Burschenschafter das gesellschaftliche Leben maßgeblich prägten, sind seit den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts vorbei. Doch bis heute wirken Burschenschafter für und in der Gesellschaft.

DOKUMENTIERT: Linke Gewalt gegen Studenten – Längst sind Angriffe auf Korporationen alltäglich. Die Straftaten reichen von Schmierereien über Brandstiftungen bis zu körperlichen Angriffen.

UTENSILIEN: Dinge tun – Ganz besondere Gegenstände spielen jeweils lebenswichtige Rollen im burschenschaftlichen Alltag. FREILICH präsentiert eine kleine Auswahl.

REPORTAGE: Bei den Pennälern – Burschenschaften gibt es nicht nur an den Universitäten, sondern auch an den Mittelschulen. Für manche Lehrer sind sie ein Ärgernis, für viele Jugendliche hingegen ein spannendes Abenteuer und eine prägende Charakterschule.

EINBLICKE: „Auf Mensur“ – Zwei Männer stehen einander gegenüber. Der Comment bestimmt, in welchem Abstand. Diese Abmessung (lat. „mensura“) ist namensgebend für den studentischen Brauch der Mensur.

ESSAY: Der Weg in den Männerbund – Toxisch soll sie sein, die Männlichkeit. Hier ist sie zu Hause. In der Burschenschaft leben Hierarchie und Gemeinschaft. Und lauter Männer.

INTERVIEW: „Alles ist im Wandel“ – Wohin geht die Deutsche Burschenschaft? FREILICH hat mit DB-Pressesprecher Philip Stein über die Perspektiven der Veränderung gesprochen.

… und vieles mehr. JETZT ABONNIEREN!

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Endlich ist es geschafft: Der überwiegend rot-grüne Mainstream-Journalismus hat endlich und frohlockend die Möglichkeit konstruiert, zwei ihm unliebsame Milieus gleichzeitig zu „bashen“. Nachdem wochenlang öffentlich auf die bundesdeutsche Polizei mit absurden Rassismus-Vorwürfen eingedroschen wurde, konnte jetzt eine Kampagne losgetreten werden, die sich wieder einmal gegen die Bundeswehr und wieder einmal gegen die studentischen Korporationen richtet.

Mit dem wohlvertrauten journalistischen Instrumentarium wurde der für soziale Medien zuständige Referent im bundesdeutschen Verteidigungsministerium, Oberstleutnant Marcel B., von dem Gesinde der links gepolten Zeitungsverlage und den zwangsfinanzierten Rundfunkanstalten medial hingerichtet. Was war geschehen?

B. hatte nach Recherchen des sattsam bekannten, ältesten politischen Magazins im deutschen Fernsehen „Panorama“, das von der ARD ausgestrahlt wird, „öffentlich mit einem Rechtsradikalen, der unter dem Netznamen ‚incredible bramborska‘ auf Instagram aktiv ist [sympathisiert]“. Er hatte wohl das bei Antaios verlegte Buch „Der letzte Franzose“ von Jean Raspail mit „Gefällt mir“ markiert.

„Rechtsextremismusexperten“

Doch dessen nicht genug: B. soll schon 2015 einen Vortrag über sein Buch „Der einsame Kämpfer“ bei der Münchner Burschenschaft Cimbria gehalten haben. Das Journalisten-Team des TV-Formates veröffentlicht auf seiner Website zu der Causa, dass die „Münchner Cimbria […] zu den weißen Burschenschaften [zählt].“ Die bei dieser hochqualitativen Recherche offenbar assistierende Politikwissenschaftlerin Alexandra Kurth, „die zu Studentenverbindungen forscht“, ergänzt: „Das sind diejenigen, die sich für das Völkische, für das deutsche Volkstum ganz besonders einsetzen. Das ist immer auch verknüpft mit der Vorstellung, dass Deutschland viel größer ist als seine nationalen Grenzen.“

Linkes Forschungsinstrument: Google

Die Burschenschaft stünde seit vielen Jahren in der Kritik und schlimmer noch, „Veranstaltungen der ‚Cimbria München‘ wurden zum Beispiel 2011 vom rechtsextremen ‚Institut für Staatspolitik‘ beworben.“ Frau Kurth lässt dabei einen Blick in ihre Forschungsmethoden zu: Man könne wissen, dass Cimbria rechtsextrem sei, denn das sei „kein Geheimwissen, man kann es einfach googeln.“

Fragen werfe auch der Auftritt von B. beim „Studienzentrum Weikersheim“ auf, wo der Offizier in einem Tagungsprogramm aus dem Jahr 2014 mit „Vortrag und Aussprache ‚Die Bundeswehr in Afghanistan‘“ gelistet sei. Böse Rechtsextreme, wie Jürgen Elsässer und Götz Kubitschek, hätten schließlich Kontakte zum Studienzentrum.

Der Schaden ist angerichtet

Man lehnt sich zurück und weiß nicht, wie laut man lachen soll. Wer die Münchner Waffenstudentenszene einigermaßen kennt, weiß, dass die Burschenschaft Cimbria alles andere als rechtsradikal ist, und jeder, der sich etwas tiefergehender mit der burschenschaftlichen Geschichte befasst, weiß auch, dass die weißen Burschenschaften alles andere als völkisch-größenwahnsinnige Träumer waren (hätte man übrigens auch googeln können). B. und die Cimbern haben jetzt jedenfalls – medial gesehen – den Salat.

Die „Welt“ verkündet jedenfalls schadenfroh und obrigkeitsbeflissen: „Nach den ersten Hinweisen auf die Vorwürfe [sind] sofort Ermittlungen gegen den Mitarbeiter eingeleitet worden. […] B. kümmert sich seit den Vorwürfen nach eigenen Angaben nicht mehr um die Social-Media-Division der Bundeswehr.“

Der Offizier hat sich mittlerweile wenig rühmlich, aber vielleicht vor dem Hintergrund einer zu versorgenden Familie verständlich, reuig gezeigt. Man darf jedenfalls gespannt sein, wann dem Treiben der linken Denunziationsjournalisten Einhalt geboten wird. Denn ihnen geht es ausschließlich um die Demontage eines durchsetzungsfähigen Staates und seiner Exekutivorgane.

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Wir schreiben aus Überzeugung!

In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com


Der Siegfriedskopf an der Universität Wien sollte an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Studenten und Lehrenden erinnern. Gut 90 Jahre später war er Angriffsziel der extremen Linken, bis hin zur Schändung durch Farbe und Abschlagen der Nase. Gestern bekannten sich die Täter.

Auslöser für den Bekennermut ist die Debatte um #BlackLivesMatter und den Fall der Statue des Sklavenhändlers Edward Colston in Bristol. Eigentlich plädiert Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger gegen solche Bilderstürmerei und für eine „Rekontextualisierung“. Da gäbe es noch einiges zu tun: „So in etwa stell ich mir das z.B. beim Karl Lueger Denkmal und einigen anderen Altlasten in Wien und anderswo auch vor.“

Angesichts der entspannten Stimmung beim Fall von historischen Denkmälern memoriert Lektor Schmidinger, der an der Universität Wien und an den Fachhochschulen Oberösterreich und Vorarlberg unterrichtet, nostalgisch einer anderen Heldentat, nämlich der Schändung des Siegfriedkopfes an der Wiener Universität: „… ich als der, der 2002 noch als Student gemeinsam mit einem Freund die Nase des Monumentes abgeschlagen hat.“ Sei freilich verjährt, freut sich der ehemalige Student der Uni Wien, aber immerhin legitimiert er sich so als Experte für die den Umgang mit unliebsamen Denkmälern.

Schmidinger oder sein Freund – so genau weiß er das nicht mehr – 2002 beim Schänden des Denkmals für die Gefallenen der Universität Wien im Ersten Weltkrieg: „… die Nase ging echt nicht leicht runter!“

Oder wenn wir den Bekenntnissatz des heute Lehrenden rekontextualisieren wollen: „Eine völlige Zerstörung des Siegfriedskopfes, wie ihn sich manche heute noch wünschen, hätte ich für falsch gehalten und das sage ich als der, der 2002 noch als Student gemeisam mit einem Freund die Nase des Monumentes abgeschlagen hat. Ist längst verjährt aber die Uni hat damals Anzeige gegen einen unbekannten Vermummten wegen Sachbeschädigung eingebracht. Ich erzähl das nur, damit klar wird, dass auch um diese Rekontextualisierung gekämpft werde musste und ich einer der Leute war, die dafür auch einiges an Risiko eingegangen sind. Heute bin ich froh, dass wir diesen Kampf gewonnen haben.“ 

Rund um den Artikel vom 9. Juni 2020 auf der Facebookseite Schmidingers entspinnt sich eine entspannte Debatte der Denkmalstürmer von einst, die wir hier einfach dokumentieren:

Und weiter:

2006 folgte die Universität Wien inhaltlich den Bilderstürmern und erlaubte unter dem Deckmantel von „Wissenschaftliche Aufarbeitung und künstlerische Gestaltung“ das Denkmal ganz zu zerlegen: „Schließlich entschloss sich das Rektorat der Universität Wien, die Versetzung des Denkmals von der Aula in den Arkadenhof zu veranlassen und mit der künstlerischen Umgestaltung des Denkmals Bele Marx & Gilles Mussard zu beauftragen, die dieses 2006 realisierten. Eine Witterungshülle aus Glas sowie mehrere weitere Glasebenen und Einheiten dienen gleichzeitig als Träger von Textbeiträgen und Fotografien aus Tageszeitungen von 1923 bis heute, die die Geschichte des Denkmals dokumentieren.“

Das Denkmal für die Gefallenen der Universität wurde dabei auf Deutschnationalismus und Antisemitismus reduziert. Selbst wenn es nach dem Ersten Weltkrieg von der Deutschen Studentenschaft gestiftet wurde, eine komplette Dekontextualsierung als Ergebnis eines langjährigen Konflikts zwischen Burschenschaften und extremer Linker an der Uni Wien. Noch paradoxer dabei: der Historiker Adam Wandruszka konnte auf die Tatsache verweisen, dass als Modell für den Kopf des germanischen Heldenjünglings der jüdische Mediziner Georg Politzer gestanden sei.

Stinkefinger für einen Toten: Thomas Schmidinger seinerzeit an der Jörg Haider Gedächtnisstätte.

Thomas Schmidinger, der im Selbstporträt durchaus launisch Beurteilungen anderer über seine Person zusammensammelt, war auch Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage 2017, aus der das Foto oben entstammt, das Schmidinger bei der privaten „Rekontextualisierung“ der Gedächtnisstätte für den bei einem Autounfall verunglückten Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) zeigt. Juristisch natürlich auch nicht strafbar.


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

 


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

Es ist Zeit – helfen wir zusammen!

Die Corona-Krise zeigt: die heimische Landwirtschaft ist von höchster Bedeutung für die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung. Doch diese Versorgung ist nicht selbstverständlich. Der Ausfall von tausenden Erntehelfern und Saisonarbeitern stellt die heimischen Bauern in den nächsten Monaten jedoch vor riesige Probleme.

Obwohl der derzeitige wirtschaftliche Betrieb auf ein Minimum reduziert ist, stehen noch täglich genügend Obst und Gemüse in den Regalen unserer Lebensmittelgeschäfte.

Damit das so bleibt, müssen wir anpacken: Laut Landwirtschaftsministerium werden allein in Österreich 5.000 Erntehelfer gesucht. Ansonsten drohen gewaltige Ernteausfälle, die sogar dazu führen könnten, dass der Lebensmittel-Bedarf in Österreich nicht mehr gedeckt werden kann.

Die Lage ist also ernst. Die Bauern brauchen unsere Hilfe! Gerade in Krisenzeiten ist Solidarität gefragt. Für uns ist das mehr als nur ein reines Lippenbekenntnis. Jetzt ist es an der Zeit, mit anzupacken und unsere heimischen Bauern nicht im Stich zu lassen!

Ziehen wir alle an einem Strang. Helfen wir mit!

Koordination und Organisation der Erntehilfe für unsere heimischen Bauern übernehmen die steirischen Burschenschaften. Meldungen bitte an die vorsitzende Burschenschaft der Arbeitsgemeinschaft steirischer Burschenschaften: [email protected]

Die Arbeitsgemeinschaft der steirischen Burschenschaften im Netz

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Vier Monate nach dem Anschlag auf das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach sind die Wiederherstellungsmaßnahmen bereits im Gange.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Anschlages (FREILICH berichtete), kam es zu zahlreichen Solidaritätsbekundungen sowie Hilfsangeboten aus allen Teilen Deutschlands, Österreichs und direkt aus Eisenach. Einzelne Handwerker und Unternehmen boten sofort ihre kostenfreie und fachliche Unterstützung an und gaben wertvolle technische Ratschläge. Ermöglicht wurde diese Angebot durch 600 eingegangene Einzelspenden, mit denen der Großteil der Reparaturen und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen finanziert werden konnten.

Besonders beigetragen hat dabei die spontane Spende der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft, sowie Spenden aus dem Kreis der Neuen Deutschen Burschenschaft und verbandsfreier Burschenschaften. Hier sind sich alle einig: Das Denkmal ist für alle Burschenschafter ein wichtiges Symbol. Selbst nicht korporierte Sympathisanten und Angehörige anderer Korporationsverbände unterstützten das Projekt.

Am 21. Februar fand im Berghotel unterhalb des Denkmals eine Pressekonferenz statt. Mit Ausnahme der Vertreter von SPD und FDP waren neben dem Eisenacher Bürgermeister alle im Stadtrat vertretenen Parteien anwesend, bei der ein symbolischer Scheck in der Höhe von 14.600 Euro übergeben wurde. Künftig wird ein lokaler Sicherheitsdienst in Kooperation mit der örtlichen Polizei das Denkmal sichern.

„Neben den Schäden hat der Anschlag glücklicher Weise auch einen positiven Effekt. Das Denkmal ist über Eisenach und Thüringen hinaus in den Mittelpunkt allgemeinen Interesses gerückt. Die Besucherzahlen haben sich erhöht und unser Verein hat neue Mitglieder hinzugewinnen können. Die Anzahl der Veranstaltungen am Denkmal können wir aufgrund zunehmender Nachfrage erhöhen“, so der Vorsitzender des Denkmalerhaltungsvereines Eisenach Axel Zimmermann.

HIER finden Sie weitere Informationen zum Denkmalerhaltungsverein Eisenach.

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Spuckattacken, verletzte Ballgäste und Gefährdung durch Sprengmittel – all das hat Tradition in der Geschichte des Akademikerballs. Linksextremismus und (r)echte Lebensfreude vertragen sich nicht. Darum ist der Akademikerball auch heuer wieder ein Ball für Meinungsvielfalt.

Der Wiener Akademikerball lädt zu einer rauschenden Ballnacht in die imperialen Prunksäle der Wiener Hofburg und lockt mit einem einzigartigen Abend voll Glanz, Glamour und Tradition. 

Doch Vermächtnis und Schönheit rufen Antiästheten und Antidemokraten auf den Plan, bereits seit 2008 finden regelmäßige Demonstrationen gegen die Veranstaltung statt. Nach ersten Zusammenstößen untersagte die Polizei die Proteste ab 2010 zweimal hintereinander, 2012 bis 2014 kam es zu schwersten Ausschreitungen.

Jasmin Hans, Vorsitzende des Grazer Ballkommitees, hielt fest, dass es vor allem die Ballbesucher sind, die ein Zeichen für Gedankenfreiheit und Meinungsvielfalt setzen, „welches gerade in der heutigen Zeit bewahrt werden muss”. Daher ist der Besuch des Akademikerballs auch eine Erklärung dafür. 

Udo Guggenbichler, Wiener FPÖ-Landtagsabgeordneter und Organisator des Wiener Akademikerballs, betont den freiheitlichen Charakter der Veranstaltung: “Jeder Bürgerin und jedem Bürger steht es frei, den Ball zu besuchen. Die Forderung manche Bürger von einer Teilnahme am Ball auszuschließen – wie es SPÖ und ÖVP getan haben -, halte ich für demokratiepolitisch bedenklich und gefährlich“stellt Guggenbichler klar.

Gegen den Ball in Wien werden nach einem Aufruf der „Offensive gegen Rechts” nicht nur Demonstranten aus Wien erwartet, auch aus der Steiermark hat der Kommunistische Studentenverband (KSV) einen Bus zur Demo organisiert. 

Linksextreme wollen marschieren und demolieren – eine Tradition am Akademikerball. Tradition, die wiederum einen spannenden Ballbesuch der besonderen Art verspricht. 

Aber Achtung: die Karten sind nur limitiert erhältlich!  

Artikel in FREILICH Magazin NO6

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen