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Über die Neue Rechte wird im linken Mainstream viel debattiert. Und es nimmt nicht Wunder, dass die Mehrheit dieser Diskurse ohne Vertreter der Rechten stattfinden. Umso beachtenswerte ist es, wenn zwei Angehörige des intellektuellen Mainstreams trotz ihrer unvermeidlichen ideologischen Färbung weitgehende Objektivität wahren.

Bereits am 19. März 2019 fand im Hygienemuseum in Dresden eine Veranstaltung unter dem Titel „Die Theorie(n) der Neuen Rechten“ statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Philipp Felsch, Professor an der Berliner Humboldt-Universität, zu Gast war Danilo Scholz, ein ostdeutscher Ideenhistoriker mit starkem Frankreichbezug.

Gemeinsam ergründen sie die weitreichenden ideengeschichtlichen Verwurzelungen der neurechten Theorien und fördern mitunter Spannendes und auch für versierte Kenner der Materie Interessantes zutage.

Gewiss: Trotz relativer Objektivität bleiben Felsch und Scholz ihrer eigenen Weltanschauung treu. Nichtdestotrotz vermag die Veranstaltung aufzuzeigen, dass der Versuch eines objektiv-wissenschaftlichen Diskurses zwischen links und rechts ein spannendes Experiment werden könnte.

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„Wir müssen reden, um die Gesellschaft zu verändern“, sagt einer der damaligen Diskussionsteilnehmer im Video. Yukio Mishima, Schriftsteller, Putschist, Selbstmörder und einer der bekanntesten Autoren der Rechten: Er stellt sich 1969 an der Universität von Tokio den Mitgliedern der linksradikalen Studentengruppe Zenkyoto.

Die legendäre Diskussion wurde gefilmt, die Bänder galten allerdings seit über 50 Jahren als verschollen. Nach der Entdeckung des archivierten Materials wurde sie neu gemastert und mit englischen Untertiteln versehen, so dass die letzte öffentliche Debatte von Mishima nun zum ersten Mal auf Film zu sehen ist. Dazu kommen Kommentare von Wissenschaftlern, Historikern und Zeitzeugen. Den Trailer zu dieser Dokumentation zeigen wir: 

Yukio Mishima zählt zu den bedeutendsten Autoren seiner Generation. In seinem Werk befasst sich der Japaner unter anderem mit der Beziehung zwischen Kunst und Körper. Daneben war er politischer Aktivist. Nach einem misslungenen Putschversuch beging er 1970 vor einer ebenso entsetzten wie faszinierten Menge Selbstmord durch Harakiri. Dazu eine sehenswerte filmische Kurzbiografie in fünf Minuten auf ARTE: The Lost Ones: Yukio Mishima – Schriftsteller und Aktivist

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