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Economy and Society

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Die Umstrukturierungspläne des neuen Rektors sehen vor, dass zwei neue Fakultäten entstehen und diverse Fachbereiche zusammengelegt werden sollen. Rektor Hendrik Lehnert gerät in Kritik.

Seit der Senatssitzung der Universität Salzburg am 23. Juni sind die Pläne, die der Rektor für den internen Umbau der Universität hat, bekannt. Öffentlich sind sie jedoch noch nicht, da die offizielle Verkündung erst für Juli geplant ist. Kritik wird vor allem am Rektor Hendrik Lehnert laut, der erst seit einem Jahr den Posten innehat und die Coronakrise für den Umbau der Universität nutzen will.

Die Vizerektorin hat die Universität bereits verlassen und auch beim Universitätspersonal und bei Studentenvertretern wird Kritik am Vorgehen und vor allem der Kommunikation von Rektor Lehnert laut. Scheinbar soll dieser die Pläne nur sehr kurzfristig mit den Betroffenen besprochen und Unterlagen nur auf Nachfrage herausgegeben haben.

Zwei neue Institute und Zusammenlegung von Fachbereichen

Es soll eine Fakultät für „Economy and Society“ eingeführt werden. Neu geschaffen wird auch die Fakultät für „Data Science“, der die Fachbereiche Mathematik und Computerwissenschaften sowie ein Fachbereich für künstliche Intelligenz und Geoinformatik angehören sollen. Andere Fachbereiche sollen dafür zusammengelegt werden.

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Heinrich Sickl, Geschäftsführer Freilich Magazin

Unter anderem kommt der Großfachbereich „Sprachen und Sprachwissenschaft“, der aus Slawistik, Anglistik, Linguistik und Romanistik bestehen wird. Zudem sollen die Altertumswissenschaften in den Fachbereich Geschichte eingegliedert und einige dieser Studien mit der Zeit sogar komplett abgeschafft werden.

Ein Budgetloch als Treiber der Umstrukturierungsmaßnahmen

Da die Universität Salzburg auf Grund der neuen Studienplatzfinanzierung weniger Geld erhalten wird, kürzt das Rektorat, wo es nur geht. Besonders leidtragend sind dabei die Studenten: Die Plätze für Studienassistenten werden radikal gekürzt. Auch beim Studienangebot soll es Streichungen geben. An anderen Stellen scheint jedoch Geld da zu sein.

Für das neue Logo inklusive dem Außenauftritt sollen Summen im vierstelligen Bereich ausgegeben worden sein. Aufgrund der sinkenden Anzahl an prüfungsaktiven Studenten im Sommersemester 2020, wird das Budget vom Ministerium gekürzt, was die finanzielle Situation der Universität noch zusätzlich verschärft. Trotz einer Reduktion der coronabedingten Kürzungen um 30 Prozent, könnten bis zum Ende des Jahres 2021 bis zu 10 Millionen Euro fehlen.

Grund für den Rückgang der Prüfungszahlen sind jedoch nicht die Studenten, sondern die fehlende Infrastruktur. Erst ab dem 15. Juni waren Online-Prüfungen auf den Uniplattform „Blackboard“ möglich, was für viele Studenten eine Absolvierung eines normalen Studiensemesters unmöglich gemacht hat.

Kritik von Freiheitlichen Studenten

Kritik zu den geplanten Umstrukturierungen kommt von den Freiheitlichen Studenten (RFS): „Statt Unsummen in ein neues Logo der Universität zu stecken, hätte man das Geld in die Universität stecken sollen. So bleiben die Studenten die Leidtragenden“, lautet die Kritik der freiheitlichen Studentenorganisation.

Die Universität Salzburg erhält in der Dreijahresperiode 2019-2021 ein Budget von 446 Millionen Euro und hat derzeit rund 12.600 ordentliche Studenten und rund 3.000 Mitarbeiter.

Den „Ring Freiheitlicher Studenten“ (RFS) finden Sie auf ihrer INTERNETSEITE, auf TWITTER und auf FACEBOOK.


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