Tag

Freilich

Browsing

Wider Erwarten hat Boris Johnson die „Brexit-Wahlen“ gewonnen. Deutsche Mainstream-Medien sagten einen knappen Ausgang vorher. Am Ende liegen Johnsons Konservative mehr als 150 Sitze vor der Labour Party. Zurecht fragen sich viele Leser, inwiefern in den Redaktionen der etablierten Zeitungen eigene ideologische Vorstellungen Einfluss auf die Arbeit der Journalisten haben.

In Heft No. 5 beschäftigten wir uns mit dem tiefgreifenden Wandel, der in der Medienwelt Einzug hält. Neue, alternative Medien machen den Etablierten das Meinungsmonopol streitig. In unserer Grafik haben wir zahlreiche wegweisende Projekte aus Österreich und Deutschland, die maßgeblich an der Entstehung einer Gegenöffentlichkeit beteiligt sind, vorgestellt.

Die steirische Wahl ist geschlagen. Hier fünf Thesen zur Diskussion gestellt: 

Nr. 1: Die FPÖ hat bei der Wahl gut abgeschnitten – nach alledem, was passiert ist, liefert sie in der Steiermark ein solides Ergebnis, liegt stabil. Der Bund würde im Moment nicht mehr auf einen so hohen Wert kommen …

Nr. 2: Die größte und gefährlichste Herausforderung für die Freiheitlichen ist nicht das linke Lager. Es sind die schwarzen Türkisen, die den rechtspopulistischen Diskurs gekapert haben – plus Schwiegersohnbonus, ohne Peinlichkeitspunkteabzug.

Nr. 3: Die SPÖ stirbt still und leise und konsequent – ohne Ibiza-Probleme. Das Elend der besitzenden Klasse. Die neue Linkspartei sind die Grünen, ein akademisches Reserveproletariat, das nach der Auferstehung bereit ist, an die Macht zu eilen.

Nr. 4: In Graz kann man als freiheitlicher (Ex-)Wähler Kommunist werden. Die doch irgendwie Ewiggestrigen von links haben sich vor Ort eine bewundernswerte sozialpolitische Glaubwürdigkeit erarbeitet, die im Notfall bis nach rechts ausstrahlt.

Nr. 5: In Graz ist die FPÖ das fünfte Lager. Die Freiheitlichen insgesamt dürfen nicht ins Bockshorn laufen, sich auf eine Partei des Dritten Lagers und täglichen Einzelfalls zu reduzieren. Sie brauchen rechtspopulistische Masse und Dynamik.

Zuerst auf FREILICH Twitter veröffentlicht. 

FREILICH auf Twitter: https://twitter.com/FreilichMagazin

Das Print-Magazin FREILICH hat keine Vorgänger, FREILICH ist ein Solitär. 

In voller Übernahme seiner politischen Verantwortlichkeit hat der Freiheitliche Akademikerverband (FAV) von sich aus im Juni 2018 beschlossen, die Zeitschrift „Die Aula“ einzustellen. Danach gab es den Auftrag, mit einem neuen Verlag ein neues Magazin zu konzeptionieren. Das Ergebnis dieser Arbeit ist das Magazin FREILICH, das seit Dezember 2018 zweimonatlich in der neuen FREILICH Medien GmbH erscheint. 

Anlass für die Einstellung von „Die Aula“ war die Tatsache, dass der Eigentümer der Aula Verlagsg.m.b.H., der FAV, die inhaltliche Ausrichtung schon längere Zeit als unpassend empfand. Der FAV und auch die Leser fanden sich in der eingestellten Publikation nicht wieder, da es immer wieder zu nicht akzeptablen Entgleisungen kam, die abgestellt werden mussten. 

Die Zeitschrift „Freilich – Das Magazin für Selbstdenker“ ist eine völlig eigenständige Publikation der FREILICH Medien GmbH und hat bewusst keine Kontinuität, weder personell oder räumlich, zum eingestellten Magazin „Die Aula“. In Stil, Form und Ausrichtung und als Produkt der selbständig agierenden FREILICH Medien GmbH, die im Besitz des FAV ist, versteht sich FREILICH als modernes politisches Magazin, das Fakten, Reportagen und alternative Meinungen präsentiert und so einen wesentlichen Beitrag zur Vielfalt im demokratischen Pluriversum liefert. 

Die Verlagsleitung am 16. September 2019

Freilich Medien GmbH

Das gesamte linke Spektrum ist da, von den Rändern bis in die Mitte der etablierten Medien, dazu das Dokumentationsarchiv. Ein Koordinierungstreffen zur Ausrichtung der öffentlichen Debatte über den „rechten Feind“. Linke unter sich – beim Konstruieren des Diskurses. Wir waren dabei. 

Institut für Publizistik der Universität Wien, Ende November 2018, die IG Publizistik lädt zur Tagung „Rechtsextremismus als Herausforderung für den Journalismus“. Es referieren, man ist versucht zu sagen: die üblichen Verdächtigen aus Mainstream-Medien von ORF bis „profil“, dazu die „Koryphäen“ der Rechtsextremismusforschung in Österreich von Universitätslektorinnen bis zum Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW). Der Veranstaltungssaal der Universität ist allerdings zu zwei Dritteln leer. Die 40 bis 50 Anwesenden glänzen obendrein durch ethnische Homogenität. Außer einer Muslima und einem Südasiaten, später ergänzt durch eine Afrikanerin, befinden sich nur Autochthone im Raum. Publizistikprofessor Fritz Hausjell vom Institut betont zu Beginn, dass man eine „substanzielle Summe in die Sicherheit des heutigen Abends“ investiert habe, um „einen ruhigen Ablauf“ garantieren zu können. Ja, freilich …

Diese Reportage ist im aktuellen FREILICH MAGAZIN 02 erschienen. In der laufenden Debatte um den Christchurch Attentäter und seine Spende an Martin Sellner von den Identitären Anfang 2018 kann das medial praktische Zusammenspiel der „Experten“ von links wunderbar verfolgt werden: ein „circle jerk“ von Gleichgesinnten, mit eingespielt bei der Tagung im November 2018.

Aus aktuellem Anlass geben wir die vollständige Geschichte zum Gratis-Download frei: