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Karlheinz Weißmann

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CATO versteht sich als meinungsbildendes Medium, das für den vergessenen Wert des Bewahrens eintritt. Was hilft uns weiter? Worauf können wir zurückgreifen? Woran wollen wir uns erinnern? Was sollten wir pflegen? CATO bietet Orientierung im Hinblick auf Politik, Kultur, Religion, Alltag und Familie. CATO lässt den Leser nicht im Regen der Krisenmeldungen stehen. CATO wird konkret und beansprucht Gültigkeit über Tag und Jahr hinaus. CATO-Chefredakteur Andreas Lombard stellt die neue Ausgabe vor.

Schon fast vergessen ist, dass am 6. Juli 2020 der große Komponist ­Ennio ­Morricone im biblischen Alter von 91 Jahren starb. Sein Porträt auf unserem Umschlag ist ein gemalter Nachruf von dem Straßenkünstler ­Harry ­Greb, der das Bild nach ­Morricones Tod über Nacht an eine Hauswand im römischen Stadtteil Tras­tevere warf. Die Krone über dem Nimbus ­Morricones erinnert an die der New Yorker Freiheitsstatue, und noch leichter zu entschlüsseln ist die Bedeutung des Oscars, mit ­dem ­Morricone zweimal ausgezeichnet wurde. Der Nachruf von ­Marco ­Gallina im aktuellen CATO zeigt, wie angemessen diese Verbeugung vor dem italienischen Nationalhelden ist. Warum aber legt er den Zeigefinger auf die Lippen? Das hat Morricone auf einer Fotografie für ein Buchcover getan und damit vielleicht auf ein Fresko von Fra Angelico angespielt, das Petrus Martyr vorstellt (siehe Seite 61). Der Dominikaner wurde am 6. April 1252 von gedungenen Mördern mit einem Beil erschlagen und bereits im Jahr darauf heiliggesprochen.

Das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe

Die Welt als Jammertal und das Weiterleben der Seele im Jenseits – solche Glaubensinhalte haben auch eine praktische Bedeutung, die notorisch unterschätzt wird. 1968 wurde der „Hirntod“ zu einem sicheren Zeichen des Todes erklärt, was die Organtransplantation sehr erleichtert hat. Ohne die Unsterblichkeit der Seele würden wir nicht merken, dass das Hirntod-Konzept dem Sensenmann schlicht ins Handwerk pfuscht. Darüber beklagt er sich höchstselbst im Interview mit Stefan ­Rehder: „Ich bin die Trennung von Leib und Seele“, sagt er, und diese Trennung ist eben das, was beim Hirntod nicht stattfindet. Weshalb der Hirntod nicht der Tod ist.

Schlafes Bruder spricht über Schein- und Hirntod

Zurück nach Rom: Die drei Reisen, die einst ­Kaiser ­Wilhelm II. in die Ewige Stadt führten, waren Ereignisse, die ebenfalls so gut wie vergessen sind. Es ist heute kaum noch „vermittelbar“, dass und warum der letzte ­Deutsche Kaiser in Italien an die Tradition des Heiligen Römischen Reiches anknüpfte; dabei ist die Erinnerung an die Fruchtbarkeit seiner kulturpolitischen Initiativen gerade in Zeiten der „Cancel Culture“ kostbar.

Die jüngsten Rassenunruhen haben nur wenig mit rassistisch motivierter Polizeigewalt zu tun

Es gibt einen weiteren wenig bekannten Grund, warum ­Kaiser ­Wilhelm II. für unsere Gegenwart relevant ist: Er war nicht empfänglich für politische Religionen, insbesondere für diesseitige Erlösungshoffnungen, wie sie inzwischen fast das ganze politische und öffentliche Leben aufheizen. So auch den Kampf gegen „strukturellen Rassismus“, der sich zu einer ernsthaften Gefahr für das staatliche Gewaltmonopol und die verfassungsmäßige Ordnung der westlichen Welt auswächst. Wir kennen das Phänomen von der Antifa, die nicht davor zurückschreckt, Migranten in ihren Kampf gegen den Staat einzuspannen – mit Zustimmung bis in höchste Kreise der Politik. Leider können sich diese meist nicht entschließen, die destabilisierenden Folgen der Zuwanderung entschieden anzugehen, wodurch sie vor allem ihre Verantwortung gegenüber den Zuwanderern sträflich vernachlässigen. Große Herausforderungen könnten eine Gesellschaft einen, aber nach Flüchtlings- und Klimarettung hat nun auch die Corona-Poli­tik das Land tief gespalten. Inzwischen fehlt es an einfachstem Wissen über das Funktionieren von Staat und Gesellschaft. Totalitäre Flausen, die sich schneller verbreiten als jedes Virus, betäuben den gesunden Menschenverstand. Es kommt aber nicht darauf an, die Gesellschaft zu verändern, sondern sie wieder zu erden, findet Ihr Andreas Lombard.

Die aktuelle Ausgabge von CATO „Die Aufklärung frißt ihre Kinder“ HIER im FREILICH Buchladen bestellen.


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„Man weiß doch, wohin das geführt hat!“ Keine andere intellektuelle Geistesströmung des 20. Jahrhunderts führt heute noch zu einer derart impulsiven Abwehr wie die Konservative Revolution.

Jedenfalls auf Seiten der Linken. Bei bloßer Nennung von Namen wie Edgar Julius Jung oder Arthur Moeller van den Bruck, aber auch von Oswald Spengler und Ernst Jünger, kommt es zu einer schablonisierten Gleichsetzung von offensiv konservativem Denken mit der Befürwortung des Nationalsozialismus und des Betriebs von Konzentrationslagern.

Dieser sekundenschnelle Dreischritt ist wie ein pawlowscher Sabber-Reflex, der eigenes Denken weder erfordert noch duldet. Wer immer sich mit Protagonisten der Konservativen Revolution befasst, läuft so gesehen unweigerlich Gefahr, an das absolut Böse zu rühren und sich damit einzulassen. Die Konservative Revolution, wie sie im rechten Spektrum gern genannt wird, stellt ein No-Go, ein letztverbliebenes Tabu dar, das bestenfalls soziologische Fallstudien lohnt, deren Fazit von vornherein feststehen muss.

Intellektuell-tiefblickender „Ketzer“

Rolf Peter Sieferle, ein intellektuell-tiefblickender „Ketzer“, wie ihn Karlheinz Weißmann im Nachwort des vorliegenden Bandes nennt, wollte an diesem unwürdigen Automatismus etwas ändern. Sein Herangehen an die Geistesströmung ist die des vorurteilsentschlackten Wissenschaftlers, der er zeitlebens war. Er sieht das Detail wie das Ganze, bevor er wertet, und kontextualisiert es universalgeschichtlich.

Wenn er sich der Konservativen Revolution über fünf ihrer maßgeblichsten Autoren (Paul Lensch, Werner Sombart, Oswald Spengler, Ernst Jünger und Hans Freyer) nähert, schildert er das „symbolische Feld“ der modernitätsskeptischen Bewegung induktiv, aus dem literarischen Handeln wie den Lebenswegen der Avantgardisten selbst. Es eröffnet sich dabei eine weitgespannte phänomenologische Historie der Konservativen Revolution, die uns Heutigen, die wir in stürmischen Zeiten den Kurs halten müssen, ein kritischer Kompass wie ein Anker sein kann.

Das Buch „Die Konservative Revolution“ von Rolf Peter Sieferle im FREILICH Shop.

Rolf Peter Sieferle (1949‒2016) studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie an den Universitäten Heidelberg und Konstanz und lehrte ab 1991 in Mannheim. Seit 2005 war er ordentlicher Professor für allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Zu seinen Hauptwerken zählen Epochenwechsel (1994) und die universalhistorische Bilanz Rückblick auf die Natur (1997). 2010 verfasste Sieferle für den „Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen“ der Bundesregierung die Abhandlung Lehren aus der Vergangenheit. 2017 beginnt die Herausgabe seiner gesammelten Werke im Manuscriptum Verlag.


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Das IfS feiert heuer seinen 20. Geburtstag. Es könnte erfolgreicher kaum sein.

Zweimal im Jahr strömen mehr als 150 junge Menschen nach Schnellroda. Der Grund sind die Akademien des Instituts für Staatspolitik (IfS), das hier seinen Sitz hat. Zweimal im Jahr gibt es Vorträge, Gespräche und Arbeitsgruppen zu Themen, die für das konservative Milieu so wichtig sind, dass viele eine weite Anfahrt nicht scheuen. Immer geht es um Grundsätzliches, um das „Politische Minimum“, um „Populismus“ oder um „Lektüren“, die Referenten kommen aus Wissenschaft und Politik. Der einzige Haken: Die Teilnehmer dürfen nicht älter als 35 Jahre sein.

Dieser Grundsatz hat seinen Ursprung in der Schwerpunktbildung des Instituts, das im Mai 2000 von Götz Kubitschek und Karlheinz Weißmann gegründet wurde, um dem staatlichen und parteipolitischen Monopol in der politischen Bildungsarbeit etwas entgegenzusetzen. Der Name ist Programm, denn es geht um eine Unterweisung, die keinen kleinlichen Parteiinteressen dient, sondern den Interessen des Gemeinwesens, des deutschen Volkes und seiner Institutionen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Jugend.

Das IfS hat seit seiner Gründung eine rege Tätigkeit entfaltet, die einzig und allein durch die Förderung seitens privater Spender ermöglicht wurde. Dabei spielt die publizistische Aufklärung durch wissenschaftliche Studien eine besondere Rolle. Da man sich beim IfS einem metapolitischen Konzept verpflichtet weiß, existiert darüber hinaus mit der Zeitschrift „Sezession“ ein anspruchsvolles Periodikum.

Neben den Akademien, die seit einiger Zeit auch einmal im Jahr in der Nähe von Graz stattfinden, gibt es verschiedene andere Veranstaltungsformate wie Staatspolitische Salons in Berlin und Staatspolitische Kongresse in Magdeburg. Der 20. Geburtstag des IfS wird am 23. Mai 2020 mit einem ebensolchen Kongress in Magdeburg gefeiert werden.

Das Institut für Staatspolitik im Netz HIER.

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