Tag

Linke

Browsing

Im linken Erlebnispark kann jeder sein, was er möchte: Mann, Frau, irgendein Zwischenwesen, Experte, Widerstandskämpfer. In einer konstruierten Welt ist alles ein Konstrukt, sprich Schein. Deshalb löst man in dieser Scheinwelt auch keine realen, sondern nur konstruierte Probleme. Damit ist bald Schluss.

Eine knappe Stunde von Wien entfernt, zwischen St. Margarethen und Rust am Neusiedlersee, gibt es einen großen Freizeitpark. Mit Hochschaubahnen, Karussells, Eisenbahnen, Wasserrutschen, Schaukeln und Dutzenden andern Attraktionen. Meine Kinder liebten den Park, der immer weiter ausgebaut wurde. Mindestens einmal im Jahr fuhren wir hin. So ein Erlebnispark hat Kindern und kindlichen Gemütern viel zu bieten. Hier können die Kleinen alles sein: Lokführer, Pilot, Pirat, Kapitän, Rennfahrer, Ritter, Held. Dafür brauchen sie keine Ausbildung, müssen keine Prüfungen ablegen, brauchen nicht zu trainieren und sich anzustrengen.

Im Freizeitpark können die Besucher Abenteuer erleben, ohne jemals in Gefahr zu geraten. Auf der Hochschau- oder in der Geisterbahn schießt das Adrenalin ein, man bekommt eine Gänsehaut und weiß trotzdem: Es kann nichts passieren. Im Hintergrund arbeiten Sicherheitssysteme, die Bahnen sind TÜV-geprüft und werden regelmäßig gewartet. Im Park ist jeder Held, kann mutig mit Ballkanonen oder Wasserspritzen gegen Feinde und Ungeheuer kämpfen und im nächsten Moment mit Mami Fischstäbchen und Pommes essen.

So ein Freizeitpark ist herrlich, nicht nur für Kinder. Man braucht keine Verantwortung zu übernehmen, wird, ohne dass es den Kindern auffallen würde, rundum betreut, gesteuert, überwacht und fühlt sich trotzdem frei und selbständig, obwohl alle das Gleiche tun. Insofern ist es nachvollziehbar, dass die Linken ganz Europa zu einem Freizeit- und Spaßpark umgebaut haben. Zumal das Konzept solcher Parks dem ökonomischen Konsumier-dich-reich-Verständnis, der Ihr-müsst-Haltung und dem Eat-The-Rich-Denken der Linken entspricht.

Angefangen hat es nach den Zweiten Weltkrieg, als Europa im Spannungsfeld der beiden Großmächte lag und man sich keine Gedanken um seine Sicherheit machen musste. Darum kümmerten sich in West- und Mitteleuropa die Amis. In dieser, von einer Supermacht abgesicherten Zone, mit einer homogenen Bevölkerungsstruktur und einer noch kaum vorhandenen globalen wirtschaftlichen Konkurrenz, herrschten Friede, Wohlstand und Wachstum. Ideale Rahmenbedingungen für Sozialisten, die, wie auch ihre muslimischen Geistesbrüder, bestehende und funktionierende wirtschaftliche Strukturen für die Auf- und Umsetzung ihrer Ideologie brauchen. In dieser Ära begann die Infantilisierung der europäischen Gesellschaften.

Die 68er, die Friedens- und Umweltbewegung wollte, weil sie diesen einmaligen Sonderstatus Europas für den historischen Normalfall hielten, den Kontinent demilitarisieren, deindustrialisieren und auch alles andere abschaffen, verbieten bzw. auslagern, was gefährlich, schmutzig, unangenehm und anstrengend ist. Wie in einem Freizeitpark.

Der kalte Krieg und damit diese historisch einmalige Situation sind lange vorbei, die Amerikaner haben sich von Europa ebenso wie die Russen abgewandt, die Chinesen sind zur globalen Wirtschaftsmacht aufgestiegen, in Forschung und Entwicklung hat Europa den Anschluss verloren, der Migrationsdruck auf Europa wächst und die einst homogenen Gesellschaften sind durch Massenzuwanderung von Unqualifizierten und Islamisierung instabil geworden, was Despoten, Terrororganisationen, NGOs und Kriminelle auszunutzen wissen.

Die Linken, die diesen Wandel stets vorangetrieben haben, haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt, ignorieren, dass sich die Welt rund um ihren Erlebnispark dramatisch verändert hat. Europa ist innerhalb weniger Jahrzehnte zur globalen Lachnummer verkommen. Innerhalb des Freizeitparks merkt man davon wenig, reagiert nicht oder falsch auf die globalen Umwälzungen, etwa mit dem Vorantreiben der Deindustrialisierung, die man jetzt modisch Dekarbonisierung nennt. Schwerindustrie, Schlote und manuelle Arbeit sind in einem Spaß-Park einfach deplatziert. Stattdessen hat man im Laufe der vergangenen Jahrzehnte immer neue Berufs- und Betätigungsfelder erfunden, die zwar keinen volkswirtschaftlichen Nutzen haben, dafür gut zu einem ideologischen Spaßpark passen. Auch der Lokführer auf einem Rummelplatz transportiert nichts und der Pilot fliegt nirgend wohin, sondern nur im Kreis.

Der Psycho-, Sozial-, Coaching-, Beratungs-, Asyl-, Wellness- und Gender-Bereich boomt, der primäre und sekundäre Wirtschaftssektor spielen im Freizeitpark nur eine untergeordnete Rolle.

Man hat entsprechend des Freizeitparkkonzeptes die Tätigkeiten auf die Bedürfnisse und Vorlieben der Besucher, insbesondere der Frauen und feminisierten Männer, zugeschnitten, die bekanntlich am liebsten etwas „mit Menschen“ machen. Der Psycho-, Sozial-, Coaching-, Beratungs-, Asyl-, Wellness- und Gender-Bereich boomt, der primäre und sekundäre Wirtschaftssektor spielen im Freizeitpark nur eine untergeordnete Rolle. Gender-Beauftragte ist allerdings nur auf einem fremdfinanzierten, linken Rummelplatz ein Beruf.

Während im fernen Osten produziert, geforscht und entwickelt wird, beschäftigen sich die Europäer vor allem mit Moral, Ideologie, Weltrettung, Frauenfragen, Diskriminierung. sozialer Gerechtigkeit etc. Wie im Freizeitpark geht man keinen Berufen nach, die eine hochentwickelte Gesellschaft zur Aufrechterhaltung ihres Wohlstands, ihrer Infrastruktur etc. braucht, man dreht sich vielmehr im Kreis, um sich selbst.

Menschen, die in solchen Berufsfeldern beschäftigt sind, kümmern sich nicht darum, dass ihr Freizeitpark mit Nahrung, Energie, Ersatzteilen, Technik etc. versorgt werden muss, sie beschäftigen sich ausschließlich mit den Befindlichkeiten der anderen Park-Besucher respektive Insassen.

Im linken Freizeitpark kann jeder sein, was er möchte: Mann, Frau oder irgendein Zwischenwesen, denn Geschlechter sind nur ein soziales Konstrukt. In einer konstruierten Welt ist alles ein Konstrukt, sprich Schein. Deshalb löst man in diesem Park auch keine realen, sondern nur konstruierte Probleme. Man kämpft etwa mutig gegen rechts – die Nazi-Geisterbahn ist eine der beliebtesten Attraktionen im europäischen Freizeitpark –, während die Islamisten Staat und Gesellschaft in atemberaubenden Tempo unterwandern und übernehmen.

In der Scheinwelt des Freizeitpark sind alle Menschen gleich an Talenten und Fähigkeiten. Oder besser: alle Freizeitparkbesucher. Das Personal und die Finanziers dieser Einrichtung, also jene, die im Hintergrund schuften, um den Park am Laufen halten, sind davon ausgenommen. Fahrgeschäfte zu konstruieren, reparieren und warten, gilt unter den Parkbesuchern als minderwertige Tätigkeit, man sieht auf die arbeitende und produzierende Klasse herab.

Adam Soboczynski, Feuilletonchef der „Zeit“, eine der führenden europäischen Freizeitparkpostillen, schrieb über das Verhältnis zwischen Parkbesuchern und Personal, also Arbeiterklasse und die in der freien Marktwirtschaft tätige Mittelschicht: „Es gibt sie natürlich nach wie vor, aber sie sind unsichtbar. Keine satisfaktionsfähige TV-Serie zeigt ihren Alltag, kein Werbespot würde sie zum Handlungsträger machen, niemand in meiner Akademikerschicht sind sie noch ein über die Dienstleistung hinausgehender Bezugspunkt oder gar ein Vorbild, nach dem man sein Leben ausrichtet. Sie sind nicht arm, sie sind nur unbedeutend und out.“

Im Freizeitpark gibt es eine Zweiklassengesellschaft: Anywheres und Somewheres, Progressive und Ewiggestrige, Weltoffene und Rassisten, Linke und Rechte etc.

Die Parkbesucher geben sich als weltoffen, urban, tolerant progressiv – sonst haben sie ja nichts, worauf sie stolz sein könnten –, all jene, die ihnen diesen Lifestyle ermöglichen, gelten hingegen als minderwertig, zurückgeblieben, wertlos. Im Freizeitpark gibt es eine Zweiklassengesellschaft: Anywheres und Somewheres, Progressive und Ewiggestrige, Weltoffene und Rassisten, Linke und Rechte etc. Soziales Prestige genießen nicht jene, die produktiven Tätigkeiten nachgehen, die Unternehmen gründen, im MINT-Bereich arbeiten und erfolgreich sind – also primär die dummen, weißen Männer – sondern jene, die es sich im Freizeitpark bequem eingerichtet haben, die Medienmenschen, die studierten Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes, die Beschäftigten der Sozialindustrie, die Kulturschaffenden und jene, die von ihrem Opferstatus leben. Nicht Prinzessin oder Ritter, sondern Opfer ist die beliebteste Rolle im Freizeitpark. Deshalb sind alle Besucher irgendein Opfer, nur das Personal und die Zulieferer dürfen nicht mitspielen. Irgendwer muss der Täter sein und dafür sorgen, dass die Opfer immer gut versorgt werden und ihren Spaß haben. Spaß wollen die Opfer nämlich immer haben, Spaß verstehen sie aber keinen. Bei Spaßverderbern, sprich Kritikern und Andersdenken hört sich der Spaß im Freizeitpark auf. Klar, wer will sich schon in so einem Freizeitpark mit dem Ernst des Lebens, mit echten Problemen auseinandersetzen.

Der linke europäische Freizeitpark funktioniert wie die Spaß- und Erlebniswelten für Kinder. Beide müssen in ein viel größeres, hochkomplexes und produktives System eingebettet sein. Freizeitparks wie Legoland oder Disneyworld brauchen eine umfangreiche Infrastruktur, eine hochentwickelte, wohlhabende Gesellschaft, die diese Einrichtungen mit allem Notwendigen versorgen. In Haiti oder im Kongo gibt es weder Erlebniswelten noch Gender-Beauftragte. Gute Freizeitparks gibt es nur in kapitalistischen Systemen.

Was alles nötig ist, um solche Parks betreiben zu können, übersteigt das kindliche Vorstellungsvermögen. Linke denken sich gerne neue Parks und Attraktionen (Grundeinkommen für alle, etc.) aus, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was dafür an Ressourcen, Energie, Strukturen etc. notwendig ist. Deshalb verwandeln sich linke Utopien stets in Alpträume. Linke denken immer von der Utopie her, sie fragen sich nicht, wie die Welt ist, sondern wie sie sein soll. Sie beschäftigen sich damit, wie die Attraktionen in eine Freizeitpark aussehen sollen, aber nicht damit was des dazu braucht, sie zu konstruieren, zu bauen und zu betreiben. Was sich hinter der bunten Kulisse verbirgt, interessiert sie nicht. Wohlstand entsteht nicht durch Umverteilung, Integration erreicht man nicht mit Sesselkreisen, Kriminalität und Terrorismus bekämpft man nicht mit mehr Sozialleistungen etc.

Linke wollen die Gesellschaft verbessern, aber selbst nichts zum Erhalt oder Funktionieren einer solchen beitragen. Wer in so einem Freizeitpark sozialisiert worden ist, für den ist es selbstverständlich, dass alles funktioniert, wir in Wohlstand und Frieden leben, Gesundheits- und Sozialsysteme funktionieren, immer genügend Energie und Geld vorhanden ist etc. Greta Thunberg ist ein nahezu perfektes Maskottchen für den europäischen Freizeitpark: einfältig, naiv, fordernd, trotzig, unduldsam, hedonistisch und stets auf fremde Hilfe angewiesen.

„Die heutige Linke will nicht mehr der Widerpart oder Überwinder des Kapitalismus sein, sondern sein Parasit.“

Welche enorme Anstrengungen, wieviel Wissen und Erfahrungen es braucht, damit ein Freizeitpark, eine Industriegesellschaft funktionieren, ist den Parkbesuchern, die in irgendwelchen unproduktiven Gaga-Berufen herumkaspsern, nicht bewusst. Nein, nicht die Kapitalisten und Unternehmer sind die Ausbeuter, sondern jene linke Schicht, die es sich im staatlichen und staatsnahen Bereich bequem eingerichtet hat und von den angeblichen Ausbeutern leben. Der Schriftsteller Michael Klonovsky hat es so ausgedrückt: „Die heutige Linke will nicht mehr der Widerpart oder Überwinder des Kapitalismus sein, sondern sein Parasit.“

Und weil Marktwirtschaft selbst dann noch leidlich funktioniert, wenn sie von Linken gegängelt, reguliert und deren Teilnehmer bis zum Scheitelpunkt der Laffer-Kurve ausgepresst werden, lädt das politmediale Establishment immer mehr Menschen ein, den Park dauerhaft zu besuchen. Die ganze Welt soll zum Freizeitpark werden bzw. in den Freizeitpark kommen.

Politiker wie Angela Merkel, Robert Habeck oder Ursula von der Leyen handeln und denken stets aus der Perspektive des Park-Besuchers, nicht aus der des Betreibers, Cheftechnikers, oder kaufmännischen Geschäftsführers. Deshalb sagen sie gerne: „Man muss“ oder: „Wir müssen“. Sie meinen damit immer das Personal, niemals sich und die anderen Parkbesucher.

Auch immer mehr Bürger verwechseln den europäischen Freizeitpark mit der Realität und verdrängen alle Entwicklungen und Ereignisse, die nicht in diese bunte Kulissenwelt passen. Doch diese Scheinwelt ist akut gefährdet. Nicht erst seit den Corona-Lockdowns, die EU-Chefin von der Leyen als „großartige Chance des Wandels“ sieht. Sie und ihre Clique wollen Corona nutzen, um ihren Park weiter auszubauen. Es könnte anders kommen.

Wie alle sozialistischen Experimente zuvor, muss auch dieses scheitern. Der Freizeitpark wird Pleite gehen und die von Politik und Medien eingelullten Europäer sich der Realität stellen müssen. Dann ist es vorbei mit der Klimaweltrettung, den Multikulti- und Gleichheits-Phantasien, den Gender-Blödeleien, dem fröhlichen Opfer-Kult oder dem Schattenboxen gegen Rechts. Dann muss man sich plötzlich echten Feinden, Gefahren und Herausforderungen stellen, dann geht es wieder darum, worum es im echten Leben im geht, ums Überleben.


Die aktuelle Ausgabe 10 des FREILICH Magazins beschäftigt sich unter dem Titel „Unpopulär rechts“ mit den Problemen des Rechtspopulismus in Europa und Österreich. Die Heftvorschau finden Sie HIER.

JETZT ABONNIEREN oder HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Das Geschäftsmodell der Gutmenschen-Mafia ist die Erpressung. Moralische Erpressung. Diese Methode funktioniert wie die klassische Schutzgelderpressung, wie wir sie aus amerikanischen Mafia-Filmen kennen.

Nur, dass das Erpressungsopfer mit seinen Zahlungen bzw. Zugeständnissen nicht seinen Laden, seinen Betrieb, sondern sein Gewissen schützt. Nur, dass nicht die Geschäfte der Erpressten, sondern, wie im jüngsten Fall, ein Flüchtlingslager abgefackelt wird. Bei beiden Vorgangsweisen wird etwas geschützt, was ohne die Erpresser gar nicht in Gefahr wäre.

Da die Linke und die Armutsmigranten, die zu den europäischen Sozialtöpfen wollen, dieselben Ziele verfolgen, arbeitet man – unabhängig davon, von wem die Idee mit der Brandstiftung gekommen ist – eng zusammen. Die moralische Erpressung funktioniert nach dem Prinzip: Lasst die Armutsmigranten einreisen, bezahlt ihnen Kost und Logis, fördert ihre parallelen und archaischen Kulturen, und wenn ihr das nicht wollt, bringen sie ihr Leben in Gefahr. Ihr Ertrinken, Abbrennen, Leid sind euer Problem.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Heinrich Sickl, GF FREILICH Magazin

Die linke Asyl- und Sozialindustrie braucht permanenten Nachschub an zu Betreuenden, Integrierenden und zu Versorgenden. Allein die Caritas Deutschland beschäftigt 600.000 bezahlte Mitarbeiter. Für die Diakonie arbeiten ebenso viele Mitarbeiter. Dazu kommen unzählige andere Vereine, Firmen und Institutionen. Deutschland ist tatsächlich ein riesiges Sozialamt, von dem die Betreuenden ebenso profitieren wie die Betreuten.

Auch in Österreich übt die große linke Familie vom ORF über die diversen Staatskunst-Promis bis zu den NGOs massiven Druck auf die Bevölkerung und die ÖVP aus. Man versucht uns ein schlechtes Gewissen einzureden, wo wir als Weiße, Westler, Europäer und Österreicher ohnehin historisch belastet zu sein haben.

Deshalb sieht man derzeit wieder viele weinende Kinder aus dem Orient, mahnende Experten und anklagende Promis im ORF. Das schlechte Gewissen und die Schuldgefühle, die sie bei uns erzeugen sollen, sind die Basis für ihre moralischen Erpressungsversuche. Wir sollen wieder unsere Herzen, Geldbörsen und vor allem Grenzen öffnen. Die Linken brauchen erneut einen Grund, um noch mehr Geld einkassieren und umverteilen zu können, zumal Umverteilen für die Umverteiler sehr lukrativ ist.

Auch in diesem Punkt sind sich Linke und viele von ihnen importierte Schutzsuchende einig. Man verachtet seine Erpressungsopfer, jene, von denen man profitiert und lebt. Die Linken hassen ihre Klassenfeinde, die Rechten und Kapitalisten, viele Armutsmigranten die Ungläubigen. Was durch zahlreiche Studien und Umfragen eindeutig belegt ist.

Es geht aber in beiden Fällen nicht in erster Linie ums Geld, das ist ein angenehmer Nebeneffekt, sondern um einen Systemwechsel. Die einen wollen einen sozialistischen Nanny-Staat, die andern einen islamischen Gottesstaat errichten. Wobei die Linken nur die Türöffner und nützlichen Idioten der Rechtgläubigen sind. Aber das haben sie nicht begriffen, weil sie ihre Ideologie noch nie zu Ende gedacht haben. Deshalb arbeiten die einheimischen und importierten Feinde des europäischen National- und Rechtsstaates derzeit noch zusammen.

So wie auch 2015, als Merkel und ihre linke Anhängerschaft in Deutschland und Österreich eine weltweite Migrationsbewegung von Afrika und dem Islamgürtel nach Europa ausgelöst haben. Auch damals setzte man auf moralische Erpressung. Man erinnere sich an das Foto eines kleinen Jungen, der tot an einem Strand liegt. Mit den Gesicht im Sand.

Dieses Bild ist 2015 in allen Medien und auf allen Titelblättern. Die Schlagzeilen dazu lauteten wörtlich oder sinngemäß: Europas Schande! Der tote Junge war ein dreijähriger Syrer mit Namen Aylan Kurdi. Er ertrank, weil sein Vater aus der Türkei über Europa nach Kanada auswandern wollte. Angeblich wurde die Leiche des Buben sogar mediengerecht am türkischen Strand platziert, um ein möglichst aufwühlendes Bild zu bekommen.

Das Foto wurde zum Symbol für die Schuld Europas. Deutschland suhlte sich regelrecht in seiner Schuld und flutete Europa mit Millionen Menschen aus dem Islamgürtel. Auch jetzt versuchen sogenannte linke Journalisten und Aktivisten mit manipulativen Bilder den Bürgern Schuldgefühle einzupflanzen und eine neue Migrationsbewegung in Gang zu setzen. Statt nur nach Lesbos sollten Journalisten, die diese Bezeichnung verdienen, auch nach Schweden blicken. Im einstigen skandinavischen Sozialparadies kann man sehen, wohin es führt, wenn man den Forderungen linker Gesinnungsethiker und Weltretter nachgibt.

Vor wenigen Tagen wurden in Solna in der Nähe von Stockholm zwei schwedische Buben stundenlang gefoltert und vergewaltigt. Die beiden mussten sogar ihr eigenes Grab schaufeln, wo sie von ihren beiden Peinigern lebendig begraben wurden. Nur durch Zufall überleben die zwei Kinder.

Die Täter, ein Tunesier und ein Iraker, sind wie Zehntausende andere Muslime im Zuge der schwedischen Willkommens-Hysterie ins Land gekommen. Das Verbrechen ist eine direkte Folge der Einwanderungspolitik der rotgrünen Regierung in Stockholm. Im Gegensatz zu Aylan Kurdi kennt die Namen und Gesichter der beiden Jungen niemand, ihr Schicksal, ihr zerstörtes Leben wurde nicht zum Symbol für Europas Schande oder besser für das Totalversagen der Willkommens-Politiker von Stefan Löfven, Schwedens roter Ministerpräsident, bis Angela Merkel. Das Martyrium der Jungen war den linken Medien nur eine kurze Chronik-Meldung wert, die auf den hinteren Zeitungsseiten versteckt wurde. Verbindungen mit der schwedischen Einwanderungspolitik und der Massenzuwanderung aus dem Islamgürtel konnten die Journalisten offenbar nicht erkennen. Mit den eigenen Kindern haben Gutmenschen offenbar weit weniger Mitleid als mit ihren aus dem Islamgürtel importierten Mündeln.

Die Opfer der linken Multikulti-Politik haben keine Namen, Gesichter und keine Prominenten, die um sie öffentlichkeitswirksam trauern. Niemand geht für diese zwei gequälten Kinder auf die Straße. Das käme einem Schuldeingeständnis gleich. Die mittlerweile unzähligen Opfer der Schutzsuchenden werden verschämt vor der Öffentlichkeit versteckt. Das grausame Verbrechen in Schweden ist kein Einzelfall, das Multikulti-Vorzeigeland versinkt fünf Jahre nach seiner Willkommenseuphorie im Chaos. Kein anderer EU-Staat hat im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl 2015 so viele muslimische und afrikanische Armutsmigranten aufgenommen wie Schweden.

Asa Romson, die stellvertretende schwedische Ministerpräsidentin von den Grünen, verglich 2015 die Flüchtlinge mit Auschwitz-Häftlingen. Die schwedische Europaabgeordnete Cecilia Wikström erklärte: „In Schweden haben wir erlaubt, unsere Straßen dazu zu benutzen, um Juden in Nazi-Todes-Lager zu transportieren. Heute gibt es mehr Flüchtlinge in der Welt als nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Welt brennt gerade, und wir müssen unseren Beitrag leisten.“

Sie haben ihren Beitrag geleistet. Haben aufgrund ihrer pervertierten Hypermoral und ihres Schuldkultes ein ganzes Land samt seiner Bevölkerung ins Verderben gestürzt. Als direkte Folge bricht im ehemals verschlafenen Pippi-Langstrumpf-Sozialparadies die öffentliche Ordnung zusammen. Arabische Klans übernehmen die Kontrolle über ganze Stadtteile, fordern den Staat heraus, stellen die Machtfrage.

Wer die Welt retten will, um sich von seiner selbst auferlegten Schuld zu befreien, der nimmt solche Kollateralschäden gerne in Kauf. Das eigene Gewissen, die eigene Glückseligkeit steht bei den Gutmenschen an oberster Stelle., selbst über dem Wohlergehen der eigenen Kinder.

Mittlerweile ist die Lage in Schweden so dramatisch, dass die Chefin der schwedischen Kriminalpolizei vor wenigen Tagen öffentlich eingestehen musste: „Bereits vierzig kriminelle Großfamilien sind mittlerweile für Schweden systemgefährdend, da sie versuchen, Behörden und Wirtschaft zu unterwandern und einen eigenen kleinen Staat zu formen.“

Wenn eine der obersten Polizistinnen eines Landes das öffentlich zugeben muss, ist das erstens eine Bankrotterklärung für die schwedische Einwanderungs-, Sicherheits- und Integrationspolitik und zweitens ein verzweifelter Hilferuf. Er müsste alle Alarmglocken läuten lassen – auch in Brüssel, Berlin und Wien. Doch dort stellt man sich taub.

Systemgefährdend ist das Stichwort. Systemgefährdend sind die linke Einwanderungspolitik, die deutsch-merkelsche Welcome-Hysterie, die Forderungen der Zivilgesellschaft, die tendenziöse Berichterstattung der Mainstreammedien, das kommunistische Geschwurbel der Kirchen.

Doch darum geht es. Nicht um Menschlichkeit, nicht um Hilfe für sogenannte Schutzsuchende und Notleidende. Migration löst kein Problem in Afrika oder dem Nahen Osten, es vergrößert nur die Probleme in Europa.

Es geht um die Demontage des Nationalstaates, um die Zerstörung der europäischen Identität, Kultur, Werte und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. In Westeuropa und insbesondere in Schweden sind diese Prozesse weit vorangeschritten. Im einstigen skandinavischen Vorzeigeland zerfallen der Rechtsstaat, die öffentliche Ordnung und das schwedische Volk. In der neuen Multikulti-Normalität gibt es kein Staatsvolk, keinen Demos mehr, sondern nur noch eine fragmentierte Gesellschaft, wo mehr der weniger große ethnische, soziale, religiöse und kriminelle Gruppen für ihre spezifischen Interessen kämpfen, es gibt nichts mehr Verbindendes, keine allgemein akzeptierten Regeln, Umgangsformen, Gesetze und Traditionen, was die explodieren Zahlen von Vergewaltigungen, Bombenattentaten, Körperverletzungen oder Nötigungen eindrucksvoll belegen.

In Schweden existieren bereits 60 No-Go-Areas, also Gebiete auf schwedischen Territorium, über die der Staat die Kontrolle mehr oder weniger verloren hat. Auf den Ruinen einer solcherart zerstörten Nation, Gesellschaft und Kultur will die Linke einmal mehr ihre Vision einer besseren Gesellschaft verwirklichen. Die SPD-nahe Friedrich Ebert Stiftung hat einen Leitfaden für die Zukunft Deutschlands erarbeitet. Darin heißt es, dass Deutschland „zu einer transformatorischen Siedlungsregion in der Mitte Europas“ werden solle. Was immer so eine Region auch sein mag, ein Nationalstaat mit einem Territorium, allgemeingültigen Gesetzen und einem Staatsvolk ist sie jedenfalls nicht mehr.

Das Ziel ist vielmehr ein grenzenloses ,multikulturelles, zentral gesteuerte Siedlungsgebiet. Das ist auch die Intention des UN-Migrationspaktes, das fordern die Linksextremisten und die Grünen mit Parolen wie „We love Volkstod“, „Wer Österreich liebt, muss Scheiße sein“ oder „Deutschland verrecke“.

Und der österreichische Staats-Intellektuelle Robert Menasse verkündete 2017: „Europäer ist, wer es sein will. Die Europäische Republik ist der erste Schritt auf dem Weg zur globalen Demokratie.“ Die Leiterin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung, Naika Foroutan: „Jeder ist ein Deutscher, der auf dem deutschen Gebiet wohnt.“

Europäische Kultur, Identität, Traditionen, Werte und Haltungen haben im linken Multikultopia keine Bedeutung mehr. Alles und jeder ist Europa, jeder darf und soll kommen, von Kabul bis Marrakesch. Deshalb ist jeder Europäer, Europa alles und damit nichts mehr.

Die Bücher von Werner Reichel finden Sie HIER im FREILICH Buchladen.


Die Unvereinbarkeit von Masseneinwanderung und Sozialstaat verdeutlicht der Historiker Rolf Peter Sieferle in seiner letzten Studie. Sie ist Aufklärung, weil sie die Irreführungen einer „emphatischen Politik“ entlarvt.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Douglas Murray geht der Frage nach, warum Politiker Tausende von muslimischen Einwanderern einladen, wenn die Bevölkerung diese mit jedem Jahr stärker ablehnt?

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Kelly M. Greenhill befasst sich mit den Fragen, wer Migration als politisches Werkzeug benutzt, zu welchem Zweck, und wie und warum es funktioniert.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen



Wir schreiben aus Überzeugung!

In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com


Sie war das Aushängeschild, der heimliche Star der Regierung. Am internationalen Parket machte Kneissl eine gute Figur, sorgte für positive Schlagzeilen für die bei in- und ausländische Linken verhasste Regierung des türkisen Neofeschisten (© „Falter“), etwa als die heimischen Medien, selbst einige linke, titelten: „Kneissl verblüfft mit fließendem Arabisch“.

Das ist lange her. Seither hat sich viel getan. Mit dem abrupten Ende der türkisblauen Regierung verschwand auch Kneissl aus den Medien und der Öffentlichkeit. Seit einiger Zeit macht sie wieder Schlagzeilen. Keine schönen. Es geht nicht mehr um den Nahen Osten, die Beziehungen zwischen Europa und China, Außen- oder Geopolitik, sondern vor allem um Privates. Um Schmutzwäsche.

Begonnen hat es mit einer Serie im „Standard“ mit Namen „Krisen-Protokoll“. Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft schildern, wie sehr sie von der Corona-Krise und den Maßnahmen der Regierung betroffen sind. Auch Karin Kneissl. Sie schreibt, dass sie als Vortragende vom Lockdown massiv betroffen sei und kein Einkommen mehr habe. Dass sie sogar Schwierigkeiten habe, laufende Ausgaben zu bezahlen.

Privatleben über dunkle Kanäle an die Öffentlichkeit gezerrt

Nicht nur im „Standard“-Forum wird sie darauf mit Spott und Häme bedacht. Linke Journalisten stellen an den Twitter-Pranger und freuen sich gemeinsam mit dem politisch korrekten Fußvolk über die finanzielle Notlage der Ex-Ministerin. Es folgen mehrere Geschichten in den Boulevardblättern über private Turbulenzen, wo einmal mehr auf wundersame Weise Informationen an Medien gelangen, die aufgrund des Datenschutzes und des Amtsgeheimnisses dort nichts zu suchen haben. Aber das ist bei nichtlinken Politikern in Österreich mittlerweile Usus. Die sich selbst als seriös bezeichnenden Medien inszenieren den Fall einer Ex-Ministerin, um sich gleichzeitig daran zu begeilen.

Vor wenigen Tagen sorgt Kneissl erneut für Aufregung im türkisgrüntreuen Blätterwald. Sie schreibt jetzt für „Russia Today“. Skandal. Florian Klenk, in Österreich eine Art oberste moralische Instanz in politischen und anderen weltlichen Fragen, auf Twitter: „Eine ehemalige Ministerin mit Putin-Freundschaft arbeitet nun für den Propagandasender Putins. Das ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert und untersuchungswürdig.“ Weil? Der „Falter“ ist übrigens seinerzeit ausgerückt, um die Ehre von Alfred Gusenbauer und Christoph Chorherr zu retten Aber die gehören ja zu den Guten.

Wie kann sie nur? Kneissl würde sicher auch für den „Standard“, die „Süddeutsche“, den „Spiegel“, das „Profil“ und vermutlich sogar den „Falter“ schreiben. Da gibt es nur ein Problem. Dort lässt man sie nicht bzw. nicht mehr.

Karin Kneissl wird medial für ihr politisches Engagement bestraft.

Vor ihrer Zeit als Ministerin war Kneissl eine gefragte Expertin, Analystin, Autorin und Vortragende, die regelmäßig für große Zeitungen schrieb oder bei TV-Sendern, unter anderem im „ORF“, auftrat. Doch wer sich in der falschen Partei engagiert, sich mit den rechtspopulistischen Schmuddelkindern einlässt, völlig unabhängig davon, was er dort für eine politische Linie vertritt oder wie erfolgreich er sein Amt bekleidet, wird vom linken Meinungsmainstream dafür bis an sein Lebensende verfolgt und bestraft, wird an den Rand der Gesellschaft gedrängt und zum politischen Aussätzigen erklärt, wird de facto mit einem Berufsverbot belegt. Sollte sich trotz dieses öffentlichen Drucks jemand finden,  der einem politischen Paria einen Job gibt, versucht man daraus einen Skandal zu basteln.

Bestrafe einen, erziehe hundert. Wer nicht mit den politisch korrekten Wölfen heult, wird verstoßen. Neu ist das nicht. Alexis de Tocqueville hat diese Strategie der Macht 1835 in seinen Betrachtungen über die amerikanische Demokratie so beschrieben: „Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen; und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden, ich lasse dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod“

Nur mit der „richtigen“ politischen Meinung wird man weiter versorgt

Wer mitschwimmt, der hat nicht nur nichts zu befürchten, sondern wird für sein politisches Engagement reichlich belohnt. Während blaue Ex-Minister oder Spitzenkräfte nach ihrer Politkarriere beruflich oftmals chancenlos sind, wird die Oberschicht von SPÖ, ÖVP und Grünen bestens versorgt. Selbst dann, wenn sie als Politiker erfolglos waren, sich Skandale geleistet oder als unfähig herausgestellt bzw. große Schäden angerichtet haben.

SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely wurde nach dem KH-Nord-Debakel mit einem gutdotierten Spitzenposten bei Siemens belohnt, für ihre Kollegin, Schuldenkaiserin Renate Brauner, hat man sogar einen neuen Job erfunden: Beraterin für Daseinsvorsorge und Kommunalwirtschaft. Die beiden roten Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer und Werner Faymann verdienen dank ihrer politische Netzwerke, Kontakte und Seilschaften als Konsulenten, oder wie immer man das offiziell bezeichnet, fettes Geld. Eva Glawischnig landete gut gepolstert bei Novomatic und sogar für Maria Vassilakou fand sich in einem „Mission Board“ der EU ein Posten. Am Hungertuch nagt kein ehemaliger Spitzenpolitiker von ÖVP, SPÖ und den situationselastischen Grünen.

Es gilt: Wer in diesem politischen Umfeld eine gewisse Flughöhe erreicht, braucht sich um seine Zukunft keine Sorgen zu machen, für den findet sich immer ein warmes Plätzchen, das in der Regel direkt oder über mehrere Ecken mit Steuergeld finanziert wird. Umgekehrt gilt: Einem erfolgreichen nichtlinken Politiker, einem populären Populisten, der eine Gefahr für die in Österreich seit Jahrzehnten existierenden Netzwerke darstellt, macht man das Leben so schwer als möglich. Das geht von einer schlechten Presse, über Berufsverbot bis hin zur Kriminalisierung.

Das ist eine Strategie, die gut funktioniert, mit der man die nichtlinke Opposition von der Macht fernhalten kann.

Der Preis für Menschen, sich etwa in der FPÖ zu engagieren und Gesicht zu zeigen, ist sehr hoch und wird immer weiter nach oben getrieben. Das zeigt unter anderem das Beispiel Karin Kneissl.

Wer beruflich erfolgreich ist, wer etwas zu verlieren hat, kann es sich kaum noch leisten, sich politisch außerhalb des türkislinken Korridors zu engagieren. Darum geht es. Karin Kneissl ist nur eines von unzähligen Opfern dieses Systems, dieser politmedialen Praxis. Und sie ist sicher nicht das letzte.

Mehr Recherchen, Reportagen und alternative Meinungen. HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com

„Wir müssen reden, um die Gesellschaft zu verändern“, sagt einer der damaligen Diskussionsteilnehmer im Video. Yukio Mishima, Schriftsteller, Putschist, Selbstmörder und einer der bekanntesten Autoren der Rechten: Er stellt sich 1969 an der Universität von Tokio den Mitgliedern der linksradikalen Studentengruppe Zenkyoto.

Die legendäre Diskussion wurde gefilmt, die Bänder galten allerdings seit über 50 Jahren als verschollen. Nach der Entdeckung des archivierten Materials wurde sie neu gemastert und mit englischen Untertiteln versehen, so dass die letzte öffentliche Debatte von Mishima nun zum ersten Mal auf Film zu sehen ist. Dazu kommen Kommentare von Wissenschaftlern, Historikern und Zeitzeugen. Den Trailer zu dieser Dokumentation zeigen wir: 

Yukio Mishima zählt zu den bedeutendsten Autoren seiner Generation. In seinem Werk befasst sich der Japaner unter anderem mit der Beziehung zwischen Kunst und Körper. Daneben war er politischer Aktivist. Nach einem misslungenen Putschversuch beging er 1970 vor einer ebenso entsetzten wie faszinierten Menge Selbstmord durch Harakiri. Dazu eine sehenswerte filmische Kurzbiografie in fünf Minuten auf ARTE: The Lost Ones: Yukio Mishima – Schriftsteller und Aktivist

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Kommt der Tod ins Leben, breitet der Anstand den Mantel des Schweigens darüber: „de mortuis nihil nisi bene“. Wenn Tod und Politik zusammenkommen, wird es noch schwieriger. Sei es der Mörder- und Selbstmörder von Hanau, der er als geistig abnormer Rechtsbrecher ein extremer Fall ist, oder hier Carla W. eine österreichische Linke und ehemalige Obfrau von Attac, die sich selbst getötet hat. Auch hier spielen wohl massive psychische Probleme eine Rolle. Ihr Abschiedsbrief ist eine Homepage und der Twitter Account dazu. Dort schreibt sie: „Wenn ihr das lest bin ich tot. Warum? The more you care about something, the greater the trauma of losing it. @AttacAustria  war mein Leben, und mein Freitod. Für normale Menschen wohl nicht nach empfindbar, trotzdem meine Realität. refusetoaccept.home.blog.“

Auf ihrer Homepage schickt sie voran: „Ich entschließe mich als weißer, global gesehen in jeder Hinsicht privilegierter Mensch ohne offenkundige Sorgen zum Freitod. Meine Gesellschaft sagt mir das ist weder normal noch wünschenswert, daher hier ein Erklärungsversuch.“

Und sie beschreibt ihre politische Sozialisierung: „Mein Leben wurde leichter als ich lernte die Menschheitsgeschichte als eine der sozialen Kämpfe zu verstehen und meine Rolle in der global justice Bewegung fand. Also jener globalen Bewegung, die sich ab Mitte der 90er gegen die Ausweitung von Konzernmacht (vor allem durch die Freihandelsagenda) und für umfassende Demokratisierung mit dem Slogan ‘Another World Is Possible – eine andere Welt ist möglich’ stellte. Ihr Ausläufer in Österreich ist Attac (leider alleinig, nachdem die IL hier nie so richtig Fuß fassen konnte).“ Ihre gesamte Jugend, ihre vielen Jahre in afrikanischen Ländern, und auch ihre „3,5 Studiengänge“ seien darauf hinaus gelaufen für Attac zu arbeiten. „Ehrenamtlich versteht sich. (…) Es waren die glücklichsten Jahre meines Lebens. Ich hatte Existenzberechtigung.“ Ideologie und Aktivismus als Lebenszweck.

Und sie findet organisatorisch Anschluss, das sie politisch spannend beschreibt: „Mein von mir nicht gewähltes ausbeuterisches Dasein als Weiße in Mitteleuropa erfuhr endlich ein wenig Legitimation. Ich bin aufgeblüht, habe abseits der 2-6 Stunden, die ich im Normalfall mein Leben lang pro Nacht geschlafen hatte endlich für den Wandel gekämpft anstatt nur in meinen Gedanken und meinem Gespür gefangen zu sein. Jahrelang habe ich mich so (zeitglich gesehen) hauptberuflich und (Entlohnung betreffend) doch ehrenamtlich für Attac entschieden. Ich wurde in den Vorstand geholt. Ich wurde Obfrau.“ Wir lesen schon aus der Beschreibung eine hohe Identifikationen mit den politischen Zielen heraus, zusammen mit einer für die Linke manchmal übliche extremistische Hypermoral. Als Aktivistin will Carla W. mobilisieren. Scheinbar, so ihre Erzählung, stößt dieser Aktivismus in der NGO nicht nur auf Gegenliebe. Sie prallt wohl an die gesellschaftliche Normalität etablierter linker Organisationen. Wahrscheinlich gibt es da viel Menschen, die ihren Job als Arbeit und nicht als Mission sehen. „Damit hab ich mich nicht sonderlich beliebt gemacht bei den werten Altvorderen von Attac Österreich. Letztendlich wurde ich hinausgeputscht“, bilanziert Carla W. ihre Karriere in diesem Abschiedsschreiben.

„Meine Existenzberechtigung war wieder weg. Plötzlich war ich wieder nur mehr Weiße. Privilegierte. Ausbeuterin.“

Wir haben diese Frontstellungen nicht überprüft, auch weil sie für die Geschichte an sich belanglos sind. Spannend ist allerdings, wie die linksextreme Akivistin den Zusammenbruch ihres ideologischen Rollenbildes beschreibt: „Meine Realität ist: alles was ich mir mühsamst aufgebaut hatte um mit meinem Verständnis für globale Realitäten umzugehen brach zusammen. Der totale Identitätsverlust. Plötzlich hatte ich keinen Kontext mehr, all mein Wissen wurde wieder umgewandelt in nutzlose Informationen, da es nicht mehr anwendbar war. Mir wurde eine Post-traumatische Belastungsstörung diagnostiziert, ständig erlebte ich die Gemeinheiten wieder, die ich durch den Attac Vorstand – durch die Menschen, die ich so viele Jahre zuvor schon bewundert hatte, von denen ich lernen wollte – erfahren habe. Meine Existenzberechtigung war wieder weg. Plötzlich war ich wieder nur mehr Weiße. Privilegierte. Ausbeuterin. Ich weigere mich diese Existenz akzeptieren zu müssen. Und ich weigere mich in einer Welt leben zu müssen, in der mich die vermeintlichen Gutmenschen mich stärker zur Feindin machen als diejenigen mit denen ich mich gerne anlege: den politischen und wirtschaftlichen Eliten weltweit.“

Es folgt eine bittere Abrechnung mit Attac – dazu sind auf der Homepage auch mehrere downloadbare Dokumente angehängt – und dann die finale Bilanz: „(…) ich gehe nicht heimlich, still und leise weil ich hoffe meine Geschichte kann einen Impuls geben und dafür starte ich einerseits eine kleine Projektausschreibung und vergebe €10.000 und verschenke andererseits meine Instrumente (…). Denn ich bin der festen Überzeugung, die psychischen Belastungen die viele Linke verspüren können gemildert werden. Und Revolution ohne Musik geht nicht. Oder macht zumindest keinen Spaß.“

Die Message ihrer Abschiedshomepage sei eigentlich sehr einfach, schrieb Carla W.: „Ihr Linken da draussen: Es macht einen Unterschied wie ihr einander behandelt. Menschen sind nicht austauschbar, schätzt einander.“ Die toxische Linke aber hat ein Opfer gefunden, die Autorin dieser Zeilen scheitert aber auch an ihrer verqueren Ideologie.

Die Aktivistin Carla W. hat sich am 4. März 2020 mit Trockeneis selbst getötet. Auf der Hompage von Attac wird ihr Selbstmord u.a. so bilanziert: „Wir sind zutiefst traurig und betroffen vom Tod von Carla W. Carla . hat in den vielen Jahren, in denen sie bei Attac aktiv war, viel zur Arbeit und zur Entwicklung von Attac beigetragen. Wir haben Carla sehr geschätzt. (…) Trotz langer intensiver – psychotherapeutisch begleiteter – Bemühungen war es nicht möglich die Situation mit Carla W. aufzulösen. Wir setzen uns weiter mit ihrem Tod und allem, was er ausgelöst hat und auslöst auseinander – mit professioneller Hilfe wie auch schon bisher.“ De mortuis nihil … 

Carlas Homepage: refusetoaccept.home.blog

Carlas Twitter: twitter.com/carla_weinzierl

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Die Wahl im Burgendland hat gezeigt, wie rechts Österreich eigentlich ist. Hier fünf Thesen zur Diskussion gestellt:

1. Glaubwürdigkeit ist eine wertvolle Währung. Doskzil hat sie. Seine Rolle während der Großen Wanderung 2015 und eine konsequente Linie danach hat ihm den Wahlsieg beschert. Und weil er nichts mit der marodlinken Bundes-SPÖ zu tun haben will.

2. Dass sogar die ÖVP im Burgenland irgendwie den Kürzeren gezogen hat, liegt ebenfalls an der Positionierung von Doskozil. Gibt es rechte Positionen von links, fühlen sich die Wähler dort mindestens so gut aufgehoben wie bei Basti.

3. Das Irritierende für die wacklige SP-Bundespartei: der „Populist“ Doskozil bringt Politik auf den Boden. Der rote Versuch sich glaubwürdig als Bewegung zu inszenieren scheitert daran, dass die Sozialdemokraten alte Besitzstände verteidigen.

4. Die Grünen sind die neue Linke. Aber sie sind – mit Jobs und Geld und Ministerien – an den türkisen Fels gekettet. Der nimmt sie auf seinem freiheitlichen Klonkurs mit und lässt uns wundern, was mit den Grünen noch alles möglich sein wird.

5. Doskozil und Kurz zeigen, dass es freiheitliche Politik von links und mit Mitte geben kann. Für die Erfolgschancen der Freiheitlichen ist das ein großes Problem: sie waren lange die Partei des Problems mit Monopol auf den Finger in der Wunde.

Zuerst auf FREILICH Twitter (https://twitter.com/FreilichMagazin) veröffentlicht.

HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen