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Linksextremismus

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Immer wieder geraten Grüne an die Polizei, wenn sie als „Demobegleiter“ unterwegs sind. Da sich die Vorfälle ähneln, stellt sich die Frage, ob Grüne bewusst als Puffer zwischen Linksextremen und Polizei fungieren.

Fall Hebein – Attacke auf Ballbesucher

Bei der diesjährigen Demonstration gegen den Akademikerball kam es zu einer Attacke auf einen Ballbesucher, der mit einem Stein angegriffen wurde. Die Exekutive nahm sich die Gruppe der vermeintlichen Steinwerfer vor und kontrollierte deren Mitglieder. Unter dieser Gruppe soll sich laut Angaben auch die Wiener Vizebürgermeisterin Hebein (Grüne) befunden haben. In ihrer Stellungnahme erklärt Hebein, sie sei erst zur Demo gestoßen, als sich diese bereits aufgelöst habe. In Funktion als Vizebürgermeisterin wollte sie zwischen den Beteiligten nur vermitteln.

Einem Facebook-Posting zufolge, war Hebein aber schon zuvor unter den Demoteilnehmern, Linksextremisten haben sich dezidiert bei Hebein für ihre Demoteilnahme bedankt (FREILICH berichtete). In der Vergangenheit geriet Hebein immer wieder in Kritik für ihre Verbindungen zum linken Rand und ihrer fehlenden Distanz zu extremistischem Gedankengut.

Fall Reimon – Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt

Rund um den EU-Gipfel in Salzburg kam es 2018 zu Demonstrationen gegen die Politik der EU. Schilderungen zufolge kam es vor allem von jenen aus dem linksextremistischen “Schwarzen Block“ zu Provokationen. Diese griffen mit Schlagstöcken und Holzlatten bewaffnet Polizisten an, die die ursprüngliche Route der Demonstration sicherten.

Mittendrin der Grüne EU-Abgeordnete Reimon, der zwischen die Fronten geriet und im Zuge des Gerangels von einem Schlagstock berührt wurde. Nach eigenen Angaben wurde Reimon eingeladen „um vermittelnd einzugreifen, falls etwas passiert“. Reimon musst sich aber mit dem Vorwurf auseinandersetzen, nicht für Ordnung gesorgt zu haben, sondern Teil der Aggressoren gewesen zu sein, “welche im Verdacht stehen schweren Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt begangen zu haben”.

Reimon soll die Arbeit der Polizei behindert haben, indem er sich in einer angespannten Situation zwischen die gewalttätigen Demonstranten und die Polizeiabsperrung gedrängt hat, was die Deeskalierungsversuche der Exekutive noch zusätzlich erschwert haben soll.

Fall Öllinger – Strafbare Handlungen gegen Leib und Leben

Auch der ehemalige Grün-Abgeordnete Karl Öllinger war 2010 bei einer Demonstration gegen den Akademikerball (damals Ball des Wiener Korporationsrings) anwesend, um nach eigenen Angaben zwischen Demonstranten und Polizei zu vermitteln. Auch bei dieser Demonstration soll es zu schweren strafbaren Handlungen gekommen sein. Auch Öllinger hat angegeben, nur vermittelt zu haben.

Vorwürfe wurden laut, dass Öllinger durch Schuldzuweisungen an die Polizei seine fragwürdige Teilnahme an der von linken Chaoten und aggressiven Aktivisten geprägten Demonstration zu rechtfertigen versucht habe. Die Polizei soll angesichts fortgesetzter schwer strafbarer Handlungen schlussendlich zum Einschreiten gezwungen gewesen sein. Der Verdacht drängte sich auf, dass strafbare Handlungen gegen Leib und Leben sowie fremdes Eigentum und Vermögen bewusst und mit voller Absicht organisiert und begangen wurden.

All das lässt den Schluss zu, dass eine Strategie hinter den Demoauftritten grüner Politiker steckt und wirft die Frage auf, inwieweit sich die Grünen als Puffer zwischen Linksextremisten und der Polizei sehen. Ein Grund mehr, dass FREILICH die “Demobegleitungen” Grüner Abgeordneter weiter kritisch verfolgen wird.

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Befand sich die Wiener Vizebürgermeister auf der linksextremen Anti – Akademikerball Demonstration?

Dazu gibt es widersprüchliche Angaben. Sie selbst meint: Nein! – “Ich traf erst nach Ende der Abschlusskundgebung ein”. Genossin Spielmann meint: Ja! Und bedankt sich für ihre Solidarität mit den Linksextremen.

Wie erklären Sie sich das, Frau Hebein?

Bilder: Screenshot Twitter, Facebook, Demo der “Offensive gegen Rechts” gegen den Akademikerball 2015 / Haeferl [CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Spuckattacken, verletzte Ballgäste und Gefährdung durch Sprengmittel – all das hat Tradition in der Geschichte des Akademikerballs. Linksextremismus und (r)echte Lebensfreude vertragen sich nicht. Darum ist der Akademikerball auch heuer wieder ein Ball für Meinungsvielfalt.

Der Wiener Akademikerball lädt zu einer rauschenden Ballnacht in die imperialen Prunksäle der Wiener Hofburg und lockt mit einem einzigartigen Abend voll Glanz, Glamour und Tradition. 

Doch Vermächtnis und Schönheit rufen Antiästheten und Antidemokraten auf den Plan, bereits seit 2008 finden regelmäßige Demonstrationen gegen die Veranstaltung statt. Nach ersten Zusammenstößen untersagte die Polizei die Proteste ab 2010 zweimal hintereinander, 2012 bis 2014 kam es zu schwersten Ausschreitungen.

Jasmin Hans, Vorsitzende des Grazer Ballkommitees, hielt fest, dass es vor allem die Ballbesucher sind, die ein Zeichen für Gedankenfreiheit und Meinungsvielfalt setzen, „welches gerade in der heutigen Zeit bewahrt werden muss”. Daher ist der Besuch des Akademikerballs auch eine Erklärung dafür. 

Udo Guggenbichler, Wiener FPÖ-Landtagsabgeordneter und Organisator des Wiener Akademikerballs, betont den freiheitlichen Charakter der Veranstaltung: “Jeder Bürgerin und jedem Bürger steht es frei, den Ball zu besuchen. Die Forderung manche Bürger von einer Teilnahme am Ball auszuschließen – wie es SPÖ und ÖVP getan haben -, halte ich für demokratiepolitisch bedenklich und gefährlich“stellt Guggenbichler klar.

Gegen den Ball in Wien werden nach einem Aufruf der „Offensive gegen Rechts” nicht nur Demonstranten aus Wien erwartet, auch aus der Steiermark hat der Kommunistische Studentenverband (KSV) einen Bus zur Demo organisiert. 

Linksextreme wollen marschieren und demolieren – eine Tradition am Akademikerball. Tradition, die wiederum einen spannenden Ballbesuch der besonderen Art verspricht. 

Aber Achtung: die Karten sind nur limitiert erhältlich!  

Artikel in FREILICH Magazin NO6

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Nach den Gewaltexzessen der linksextremen Antifa bei der Vorlesung von Univ. Prof. Lothar Höbelt bringt FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien ein. „Es reicht. Wir haben umfangreiches Material über den Vorfall und die mutmaßlichen linken Gewalttäter gesammelt und werden die Bild- und Videoaufnahmen mittels Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft übermitteln. Weiters wird eine parlamentarische Anfrage bezüglich des Polizeieinsatzes gestellt werden. Ich gehe davon aus, dass diese Personen vor den Vorhang gezerrt werden und sich vor Gericht verantworten müssen“, sagt Guggenbichler.

Das meint das personifizierte Antifa-Referat der ÖH Wien dazu:

Nach diesem „erfolgreichen Nachmittag“ berichtet Guggenbichler von einer weiteren linken Gewaltattacke gegen einen Studenten – mit Fußtritten und Schlägen gegen den Kopf. Der junge Mann wollte am Farbenbummel der Burschenschaften teilnehmen und musste dann im Spital medizinisch behandelt werden. Laut unseren Informationen wurden zwei Person festgenommen. „Es ist schockierend mitanzusehen, dass die linke Gewalt in Wien immer weiter ausufert. Ich gehe davon aus, dass die Behörden umgehend tätig werden und die Ermittlungen aufnehmen.“

Wir dokumentieren die Sachverhaltsdarstellung:

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Etwa 100 großteils vermummte Linksextreme haben gestern die Vorlesung des Historikers Lothar Höbelt an der Universität Wien blockiert, es wird auch von tätlichen Übergriffen berichtet. „Aus gegebenem Anlass richte ich einen dringenden Appell an den Wissenschaftsminister, dem Treiben linksextremer Kräfte an der Universität ein Ende zu setzen. Was darf ein linksextremer Mob denn noch alles anrichten, bevor Minister Faßmann sich bemüßigt fühlt, einzugreifen“, sagte heute FPÖ-Klubobmann NAbg. Herbert Kickl.

Bei der Hörsaalblockade der extremen Linken an der Universität Wien wurde Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) Bundesobmann Lukas Heim mit rohen Eiern beworfen, bespuckt und mit Tritten und Schlägen attackiert.

Heim wollte, wie jeden Dienstag, die Vorlesung von Prof. Lothar Höbelt zum Thema „Zweite Republik“ besuchen, um sich selbst ein Bild von der Situation zu verschaffen. Vor dem Hörsaal waren etwa 80 schwarz vermummte Extremisten, die mit Sprachchören und wüsten Beschimpfungen gegen den RFS und Heim wetterten. Kurz darauf wurden bereits erste rohe Eier nach Heim geworfen, welche einen unbeteiligten Studenten am Kopf trafen. Als Heim von einem vorbeigehenden Studenten bespuckt und in eine Diskussion verwickelt wurde, attackierten ihn etwa sieben bis acht von hinten kommende Extremisten mit Fußtritten und Schlägen gegen den Oberkörper. Nur mit großer Mühe konnte er sich gerade noch durch eine Türe in den angrenzenden Flur retten. Zum Zeitpunkt des Angriffs waren weder Polizeikräfte noch ein Sicherheitsdienst vor Ort.

Gegen die Gewalt 

„Diese unfassbaren Zustände an der Universität Wien müssen endlich beendet werden“, so der Bundesgeschäftsführer und RFS Uni Wien Obmann Matthias Kornek. „Die heutigen Angriffe auf unseren Bundesobmann sind nur die Spitze des Eisbergs. Wir erwarten uns endlich Konsequenzen von Seiten der Universität Wien und hoffen, dass die Täter ausgeforscht und zur Rechenschaft gezogen werden“ so Kornek abschließend.

Nach den gestrigen Gewaltexzessen der linksextremen Antifa bei der Vorlesung von Univ. Prof. Lothar Höbelt bringt FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien ein. „Es reicht. Wir haben umfangreiches Material über den Vorfall und die mutmaßlichen linken Gewalttäter gesammelt und werden die Bild- und Videoaufnahmen mittels Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft übermitteln. Weiters wird eine parlamentarische Anfrage bezüglich des Polizeieinsatzes gestellt werden. Ich gehe davon aus, dass diese Personen vor den Vorhang gezerrt werden und sich vor Gericht verantworten müssen“, sagt Guggenbichler.

Für die Freiheit der Lehre

FPÖ Klubobmann Herbert Kickl schlicht sich der Forderung an. Wer von sich behaupte, für die Meinungsfreiheit einzutreten und Hass zu bekämpfen, könne ja wohl nicht zuschauen, wenn ein Universitätsprofessor seine Vorlesung nicht ungestört abhalten könne und die Freiheit der Lehre angegriffen werde, nur weil Lothar Höbelt kein Linker sei und dies einem linksextremen Mob nicht passe. „Minister Faßmann ist gefordert, vom ersten Gang in den zweiten und dritten hochzuschalten. Es ist Zeit, hier einmal Mode zu machen“, so Kickl.

Der freiheitliche Klubobmann appellierte auch an die neue Justizministerin Zadic, eine wesentliche Lücke im Regierungsprogramm zu schließen: „Linksextremismus ist auch Extremismus, oder nicht? Das Bekenntnis zum Kampf gegen den Linksextremismus fehlt im Regierungsprogramm allerdings völlig. Wird diese Lücke nicht geschlossen, werden sich ÖVP und Grüne den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass sie mit zweierlei Maß messen und Linksextremisten quasi ein ‚Regierungszertifikat‘ ausstellen“, so Kickl. Im Übrigen vermisst der FPÖ-Klubobmann auch eine Stellungnahme des Herrn Bundespräsidenten zu den ungeheuerlichen Vorgängen an der Uni: „Da höre ich keinen Mucks, keine öffentliche Verurteilung, auch nicht von der Justizministerin“, kritisierte Kickl.

Überfall auf Burschenschafter

Währenddessen wird von linken Extremisten weiter eskaliert: Der Bummel der Burschenschafter an der Uni Wien heute wurde ebenfalls von maskierten Gewalttätern angegriffen. Hier gab es zumindest einen Verletzen, der ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Udo Guggenbichler berichtet, dass bei dieser weiteren linken Gewaltattacke ein Student mit Fußtritten und Schlägen gegen den Kopf angegriffen wurde. Der junge Mann musste im Spital medizinisch behandelt werden. Laut unseren Informationen wurde bereits eine Person festgenommen. „Es ist schockierend mitanzusehen, dass die linke Gewalt in Wien immer weiter ausufert. Ich gehe davon aus, dass die Behörden umgehend tätig werden und die Ermittlungen aufnehmen.“

Der FPÖ-Gemeinderat sieht auch umgehenden Handlungsbedarf seitens des Rektorats wie auch der ÖH Uni Wien, des Wissenschaftsministers Faßmann und der Justizministerin Zadic. „Die Universität ist ein Ort der freien Lehre. Es ist nicht länger hinzunehmen, dass linksextreme Antifa-Chaoten die Lehrveranstaltungen eines untadeligen Universitätsprofessors blockieren, diese mit Gewalt verhindern und anderen Studenten keine Möglichkeit geben, an Vorlesungen teilzunehmen. Ich fordere eine sofortige und eindeutige offizielle Verurteilung der linken Gewalt in Wien“, so Guggenbichler.

Ring Freiheitlicher Studenten: www.rfs.at

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von: Arndt Novak

In Deutschlands Stadien üben linke Fangruppen Selbstjustiz. Fußballbund und Vereine sehen weg. Warum nehmen Antifa und Co. nun die Kurven ins Visier? Wir haben uns umgesehen.

Fußball – das ist mehr als 22 Spieler, die einem Ball hinterherlaufen. Fußball ist Leidenschaft,Aufopferung, Identität und Stolz. Für manche ist Fußball die „schönste Nebensache der Welt“, für andere ein Lebenselixier. Woche für Woche pilgern hunderttausende Sportfreunde in die Stadien der Republik, um ihren Jungs den Rücken zu stärken, sie nach vorn zu treiben und anzufeuern. Kritiker fühlen sich oft an die Brot-und- Spiele Politik Roms erinnert, doch das Phänomen Fußball lässt sich nicht auf eine reine Politshow reduzieren. Dennoch ist der europäische Fußball bedroht: Kommerzialisierung und politische Korrektheit setzen dem Sport und seinen Fans zu. Auf den Tribünen tobt ein Kampf zwischen Anhängern des alten Fußballs, Hooligans und rechtsoffenen Fangruppen auf der einen und militanten Antifaschisten, gewaltaffinen Ultras und „antirassistischen“ Aktivisten auf der anderen Seite.

Was den Fußball ausmacht

Ich gestehe: Ja, ich bin Fußballfan. Schon in jungen Jahren stellte ich fest, dass die Gesetze der Vernunft scheinbar außer Kraft gesetzt wurden, wenn das runde Leder ins Spiel kam. Egal ob jung oder alt, Bolzplatz oder Stadion: Fußball ist nicht rational, sondern emotional. Seit meiner frühen Jugend begeistere ich mich gerade für jene Vereine, die sich scheinbar hartnäckig dem Ungeist der Kommerzialisierung und Medialisierung widersetzen, Vereine, für die die Regeln des freien Marktes offenbar nicht gelten, denn trotz (häufig) andauernden

Gefeuert: Der Stürmer Daniel Frahn wurde von seinem Club entlassen, weil er mit „falschen“ Personen gesehen worden sei.

Misserfolges jubeln wöchentlich Zigtausende ihren Helden auf dem Platz zu und erfüllen die kleinen, nicht mehr ganz so glänzenden Stadien mit ihren Gesängen – ob auswärts oder heimwärts, einerlei. Es ist wohl kaum Zufall, dass die Stimmung bei Regional- und Drittligaspielen häufig besser ist als jene in Erst- und Zweitligastadien. Gerade der Osten der Republik ist übervoll mit Vereinen, deren Historie zwar vor Ruhm und Erfolg nur so strotzt, die aber – von einigen Ausnahmen abgesehen – nicht an die alten Zeiten anknüpfen können.

Seit dem Untergang der DDR und der Eingliederung ihrer Bezirke in die Bundesrepublik verläuft ein Spalt durch das Land. Ein Spalt, der sich in politischen und sozialen Realitäten eines Deutschlands des 21. Jahrhunderts widerspiegelt – und der sich auch im Fußball niederschlägt. RB Leipzig und Hertha BSC haben sich zwar ihren Platz im Olymp des deutschen Fußballs gesichert, allerdings können beide nicht als Vertreter der Ostclubs gelten. Seit der Saison 2019/20 spielt – nach dem Abstieg von Energie Cottbus im Jahr 2009 – mit Union Berlin immerhin erstmals wieder ein veritabler Traditionsverein aus dem Osten erstklassig. Deren Dichte nimmt jedoch zu, je weiter man sich auf der Ligenskala nach unten bewegt. Trotzdem: Der Fußball in Ostdeutschland ist vielleicht zweit-, dritt- oder viertklassig, aber die Fanszenen dort sind noch immer Champions League. Es ist wahrlich ein Vergnügen, mit- anzusehen, wie hier das Zusammenspiel zwischen den Spielern auf dem Platz und den Fans auf den Rängen funktioniert. Und umso erschütternder ist es für Freunde der Fußballkultur, wenn dieses Verhältnis zerrüttet ist. So wie in Chemnitz.

Immer wieder Chemnitz

Der Chemnitzer FC hat eine stolze Tradition. Aber 52 Jahre nach dem Gewinn der DDR-Meisterschaft ist an der Gellertstraße nichts mehr normal. Die Festung Fischerwiese, so wird das Stadion im Volksmund genannt, brennt, obwohl man nach einer herausragenden Saison den Aufstieg aus der Regionalliga in Liga 3 geschafft hatte und viele Zuschauer hofften, dass sich alle Verantwortlichen endlich wieder auf Fußball konzentrieren würden. Doch es kam anders. Was war passiert?

Die jüngste Geschichte des CFC in Kurzfassung: Am 26. August 2018 wurde Daniel Hillig, ein 35-jäh- riger Handwerker und Fußballfan deutsch-kubanischer Abstammung, von Alaa S. mit mehreren Messerstichen niedergestreckt und erlag anschließend seinen Verletzungen (vgl. Freilich No. 1). Innerhalb kürzester Zeit mobilisierte die Fangruppe „Kaotic Chemnitz“ einen Protest- und Trauermarsch. Chemnitz entwickelte sich so ganz schnell Zeit zum Inbegriff „Dunkeldeutschlands“, nachdem linke Journalisten mit eindeutigen Bezügen zum linksextremen Milieu von vermeintlichen „Hetzjagden“ berichteten und Mainstreammedien auf den Zug aufsprangen. Auch das Ansehen des CFC wurde in Mitleidenschaft gezogen, denn der finanziell angeschlagene Verein und seine Fans wurden pauschal als „Rechtsextremisten“ und „Nazis“ verunglimpft. Ein halbes Jahr später sollte sich herausstellen, dass die Fanszene der „Himmelblauen“ kein Kollateralschaden einer aus dem Ruder gelaufenen politischen Kampagne war, sondern gezielt attackiert wurde: Als sich am 9. März 2019 vor dem Spiel gegen die VSG Altglienicke tausende Fans unter einem Banner mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden, Tommy“ versammelten, wollten sie ihrem alten Weggefährten, der Fanlegende Thomas Haller, Lebewohl sagen. Die Trauer um Hallers Tod verlief quer durch (fast) alle politischen Lager. Der Respekt für seine Verdienste um Verein und Heimatstadt war groß. Doch es gab ein Problem: Haller hatte sich auch als Gründer der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppe „HooNaRa“ („Hooligans, Nazis, Rassisten“) einen Namen gemacht. Die Gruppe gilt seit 2007 als aufgelöst.

Jahrelang war Haller außerdem mit seinem Ordnerdienst für die Sicherheit im Stadion zuständig ge- wesen. In dieser Zeit, aber auch danach, war er eine feste Größe in der Chemnitzer Fußballszene. Als er an Krebs erkrankte, sammelten seine Kameraden Spenden durch den Verkauf von T-Shirts, auf denen der Spruch „Support your local Hools“ zu lesen war. Ja, Haller war ein Relikt jener alten Hooliganszene mit Verstrickungen in die rechtsextreme Szene, die in den 1980er- und 1990er-Jahren europaweit das Geschehen auf den Rängen bestimmte. Doch der CFC stand immer an erster Stelle. Dazu passt, dass auch die lokale SPD-Stadträtin und Fanbeauftragte Peggy Schellenberger in einem Facebook-Beitrag Trauer und Mitgefühl für die Familie Hallers zum Ausdruck brachte – was nach einer skan- dalträchtigen Verzerrung der Tatsachen durch einschlägige Journalisten zu ihrer Entlassung als Fanbeauftragte führte.

In einer Stellungnahme erklärte die Sozialdemokratin, sie habe erfahren müssen, dass ein „menschlich gemeinter Facebookpost“ niemals unpolitisch gewertet werde. Es habe auch Reaktionen gegeben, die den „Rahmen sachlicher Kritik“ gesprengt hätten. Ihr dränge sich die Frage auf, „was uns denn dann noch zu besseren Menschen macht, wenn wir die Menschenwürde politisch Andersdenkenden absprechen; ganz unabhängig davon, wie diese selbst zur Menschenwürde stehen“. Helfen sollten ihr diese Zeilen nicht, denn der „Skandal“ war längst im medialen Mainstream angekommen. Es mussten Köpfe rollen – und sie rollten. Thomas Uhlig, CFC-Geschäftsführer, erklärte am 10. März seinen Rücktritt.

Einen Tag später musste Olaf Kadner, jahrelang die Stimme der „Himmelblauen“, seinen Hut nehmen. Maximilian Glös, Kommunikationsmitarbeiter des Vereins, wurde ebenfalls freigestellt. Tags darauf erklärte auch Kadners Stadionsprecherkollege Karsten Kolliski seinen Rücktritt: „CFC-Stadionsprecher Kollege Olaf und mich gab es seit fast 20 Jahren immer als Team. Dieses Team besteht seit seinem Rauswurf leider nicht mehr“, schrieb er auf Facebook. Er sei nicht mehr bereit, den „aktuell beim Verein bzw. bei der GmbH handelnden Personen“ seine Stimme zur Verfügung zu stellen. Doch damit nicht genug der Absurdität: Weil Daniel Frahn, Top-Stürmer und später Torschützenkönig der Regionalligasaison 2018/19, nach seinem Tor an jenem verhängnisvollen Tag eines der besagten T-Shirts in die Höhe hielt, wurde er mit einer Geldstrafe belegt. Frahn, der immer die Nähe zu den Fans suchte und deshalb auch zu Beginn dieser Saison zum Mannschaftskapitän ernannt wurde, wurde von Medien und GmbH-Verantwortlichen zum Buhmann erklärt. Als er am 3. August 2019

beim Auswärtsspiel verletzungsbedingt auf der Tribüne Platz nahm, war ihm wohl noch nicht bewusst, dass dies sein letzter Auftritt für die „Himmelblauen“ sein sollte – denn zwei Tage später folgte die fristlose Entlassung aufgrund einer „offenkundig zur Schau gestellten Sympathie zu führenden Köpfen der rechts gesinnten Gruppierung‚ Kaotic Chemnitz‘ und der aufgelösten Gruppe ‚NS-Boys‘“, wodurch er sich „massiv vereinsschädigend“ verhalten habe, so die Begründung des Vereins. „Daniel Frahn, für Sie ist beim Chemnitzer FC kein Platz mehr“, machte Romy Polster, zu dem Zeitpunkt stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, deutlich. Doch hatte sich Frahn öffentlich zu „rechtem“ Gedankengut bekannt? Nein, er soll sich in Gesellschaft von Chris J. befunden haben, einem „engagierten Ex-Mitglied“ der rechtsgerichteten „New Society Boys“ und „Kaotic Chemnitz“. Nach dreieinhalb Jahren im Chemnitzer Trikot, 115 Pflichtspielen und 54 Toren wurde Daniel Frahn aufgrund eines Verdachtes mit Schimpf und Schande davongejagt. Der Sportler, der nicht nur für den wegen seiner linksradikalen Fanszene bekannten SV Babelsberg 03 spielte, sondern auch für RB Leipzig auf dem Platz stand, wo er sogar Rekordtorschütze ist, wehrt sich derzeit gegen die Kündigung und verurteilte in einer Stellungnahme „Rassismus, Antisemitismus und jede andere Form von Ausgrenzung“. Doch seine Reputation als Sportler hat irreparablen Schaden genommen.

Als Sportfreund und Fußballfan drängt sich einem förmlich die Frage auf, warum politische Verdächtigungen ausreichen, um einen ganzen Verein zu spalten und die Karriere eines erfolgreichen Sportlers zu beschädigen, wenn nicht gar zu beenden.

Ein ungleicher Kampf

Der Fall Chemnitz ist ein spannendes Beispiel für die Politisierung des Fußballs durch die linke „Zivilge- sellschaft“. Denn Chemnitz wurde nicht grundlos zum Ziel dieser Schmutzkampagne: Wie im Rest Sachsens verfügt die AfD über großen Rückhalt in der Stadtbevölkerung. Die Partei erhielt 2019 bei den Kommunalwahlen 17,9 Prozent, bei den Landtagswahlen gar 25 Prozent, und landete jeweils knapp hinter der CDU auf Platz zwei. Und die Fanszene erfüllt hierbei eine Doppelfunktion: Sie bietet gerade Jugendlichen aus der Region die Identifikation mit ihrer Heimat und konserviert – mit den Worten des linken „Fanforschers“ Robert Claus – Ideale von „alten Werten, hegemonialer Männlichkeit und der Propagierung des Rechtes des Stärkeren“ – vor allem Werte wie Heimatverbundenheit, Kameradschaft, Treue und Tradition. Allesamt sind sie der Linken ein Dorn im Auge. Immerhin wählten in Sachsen entgegen dem bundesweiten Trend 22 Prozent der Jungwähler AfD. Das Problem der „antirassistischen“ Linken inner- und außerhalb der Stadien sind also nicht etwaige Verstrickungen rechter Fans in die extremistische Szene, sondern traditionelle Fangruppen als Wählerreservoir für rechte Parteien, vor allem für die AfD. Der Kampf um die Kurven ist nicht zuletzt auch ein Kampf um die politische Hegemonie. Ein Kampf mit ungleichen Mitteln, denn mittlerweile gibt es kaum einen Verband, eine Organisation oder einen Verein, der nicht den ominösen „Kampf gegen rechts“ führt und schweres Geschütz auffährt, wenn es darum geht, die eigenen Fans politisch zu bevormunden. Laut Finanzbericht 2018 sollen die Zuwendungen an die Landesverbände des Deutschen Fußballbundes zur „Umsetzung der zahlreichen gemeinnützigen Verbandstätigkeiten an der Basis“ im Jahr 2019 auf zwölf Millionen Euro ansteigen. Auch das Thema Vielfalt soll verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werden. Dabei sind es gerade solche Projekte, die den Fußball politisieren und die Fans polarisieren. Ein Blick auf die Tribünen jener Vereine, die sich besonders stark mit „Antirassismus“ und „Antifaschismus“ identifizieren, zeigt, dass der Sport längst hinter der Vermittlung politischer Botschaften zurückstehen muss. Linksextrem liegt im Trend – vor allem im Fußball.

Während eine Choreografie der Rostocker Ultragruppe „Wolgastä“ beim DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart für Aufregung sorgte, weil die Fans ein Banner mit der Aufschrift „Außer Rand und Band für Verein und Vaterland“ und dem Wappen der Bundesrepublik Deutschland zeigten, störte sich niemand an Auftritt und Gesang der „Ultrà St. Pauli“ (USP) während des Auswärtsspieles in Dresden am 3. Mai 2019. Die Hamburger tauchten den Gästeblock in sowjetisches Rot und skandierten: „Nie, nie, nie wie- der Deutschland!“ Meine Anfrage bezüglich möglicher Konsequenzen dieses offen zur Schau gestellten Linksextremismus blieb vom DFB unbeantwortet. Stattdessen verweist der Verband auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP- Bundestagsfraktion aus dem April 2019 zum „politischmotivierten Extremismus im Fußball“. Darin heißt es: „Sport und gerade auch der Fußball als beliebteste Sportart in Deutschland eignen sich besonders gut, um Themen wie Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit kritisch und multiperspektivisch zu thematisieren. Fußball kann und soll als Bindeglied dienen und Werte wie Teamgeist, Respekt und Fair Play vermitteln.“ Die Anfrage zeigt jedoch auch, wie einseitig das politische Establishment mit politisch motivierter Gewalt im Sport umgeht. Von 9755 Einträgen in der Datei „Gewalttäter Sport“ (GEWA Sport) konnten 13 dem rechten und 17 dem linken Spektrum zugeordnet werden. Außerdem werden 231 Fälle mit „ermittlungsbezogenen Hinweisen“ als „rechtsmotiviert“ ausgewiesen, darunter auch „Propagandadelikte“; hinzu kommen weitere 105 Fälle, die als „linksmotiviert“ registriert wurden. Eine genaue Erfassung der Schnittmenge von Linksextremisten und Ultragruppierungen erfolge nicht, da es sich lediglich um „punktuelle personelle Überschneidungen“ handele, so die Bundesregierung.

Kontakte in Antifa-Szene

Weiterhin verweist die Regierung auf die Hanno- veraner „Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KOFAS), die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird. Wer zum Thema Extremismus im Fußball recherchiert, kommt an der KOFAS nicht vorbei. Insgesamt zählt die gemeinnützige GmbH sechs Mitarbeiter, darunter der Sportsoziologe Gunter A. Pilz, der immer wieder in TV- und Printmedien als „Experte“ zu Wort kommt und der KOFAS als „fachlicher Berater“ zur Seite steht. Besonders umtriebig sind jedoch zwei seiner Kollegen: Jonas Gabler und Robert Claus. Beide studierten in Berlin; KOFAS-Geschäftsführer Gabler ist Diplom-Politologe, Claus studierte Europäische Ethnologie und „Gender Studies“. Beide treten zudem medial immer wieder als „Experten“ in Erscheinung, und beide pflegten bzw. pflegen Kontakt zu einschlägigen linken Kreisen. So sollte in Freiburg am 30. Juli 2015 eine Veranstaltung mit Jonas Gabler im Linken Zentrum stattfinden – im Rahmen der vierten Ausgabe der vom „Offenen Antifatreffen Freiburg & Region“ organisierten Reihe „Kicken gegen Rassismus“. Bereits zwei Jahre zuvor trat der „renommierte Fanforscher“ Gabler bei einer Diskussionsrunde im berüchtigten Münchener „Kafe Marat“ auf, das laut bayerischem Verfassungsschutz Linksextremisten als „Treffpunkt, logistisches Zentrum und Informationsbörse“ dient.

Etwas subtiler tritt sein Kollege Robert Claus auf. 2017 veröffentlichte er das Buch „Hooligans. Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik“. Seitdem wird er im medialen Mainstream wahlweise als „Fanforscher“, „Hooligan-Experte“ oder „Rechtsextremismusexperte“ herumgereicht. Nebenbei äußert er sich auch auf dem Portal „Belltower.News“ (ehemals „Netz gegen Nazis“) der Amadeu-Antonio-Stiftung. In seinem Buch widmet Claus ein ganzes Kapitel dem „Kampf um die Kurven“. Doch entgegen den Zahlen der Bundesregierung würdigt er die Gewalt, die von „antirassistischen“ Antifa- Ultras ausgeht – etwa die Ausschreitungen im Stadion des SV Babelsberg 03 am 21. Mai 2018 anlässlich des brandenburgischen Landespokalfinales, das Babelsberg mit 0:1 gegen Energie Cottbus verlor –, keines Wortes.

Laut Claus habe der „Kampf um die Meinungshoheit“ in vielen Stadien dieses Landes keinen Endpunkt, sondern werde fortwährend geführt. Im Falle des CFC bemängelte er in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ vor allem das Fehlen linker Ultragruppen als Gegengewicht zu rechten Hooligangruppierungen.

Gewalt und Selbstjustiz

Wie linke „Basisarbeit“ aussieht, musste im vergangenen Jahr ein junger Anhänger des Bundesligisten FC Augsburg (FCA) am eigenen Leib erfahren. Thomas T. [Name von der Redaktion geändert] ist seit mehr als 15 Jahren Fan des FCA – damals fristete der Verein noch ein Schattendasein in der Regionalliga. Seit der Saison 2006/07, als der Aufstieg in Liga 2 perfekt war, ist er stolzer Dauerkartenbesitzer und geht seither mit dem Verein durch dick und dünn. Doch damit nicht ge- nug: Er gründete sogar einen eigenen Fanclub. Den Namen des Clubs möchte er nicht angeben. Er fürchtet Repressionen. Seine Geschichte ist erschütternd und sie zeigt, wohin die Reise geht, wenn Linksextremisten an Einfluss gewinnen. Denn das, was unter dem Deckmantel von „Vielfalt“ und „Antirassismus“ daherkommt, ist ein antifaschistisches Netzwerk, das auch vor Gewaltanwendung gegenüber Andersdenkenden nicht zurückschreckt.

Thomas berichtet, dass er vor dem Aufstieg der Augsburger im Stadion weder „mit Politik konfron- tiert“ worden sei, noch es Probleme mit politischem Extremismus „jeglicher Art“ gegeben habe. Doch seit dem Umzug des FCA in die 2009 fertiggestellte WWK-Arena, in Fankreisen Schwabenstadion genannt, habe sich das geändert. Thomas berichtet von „politischen Plaka- ten im und vor dem Stadion“. Vor dem Eingang „seines Blocks“ habe jemand ein Plakat mit dem Foto von Markus Bayerbach, Augsburger AfD-Stadtrat, bayerischer Landtagsabgeordneter und Mitglied des FCA, und der Überschrift „Unerwünscht“ angebracht. Er selbst, sagt Thomas, sei der Meinung, „dass Politik nichts im Fußball und auch nichts in Stadien zu suchen“ habe. Doch nachdem AfD-Politiker Bayerbach auf der Jahreshauptversammlung des FCA im letzten Jahr von einem Angehörigen der Augsburger Ultras schwer beschimpft worden sei, habe der Verein nicht die Beleidigung angezeigt, sondern prüfen lassen, „ob es möglich ist, Mitglieder der AfD aus dem Verein auszuschließen“. „Das zeigt meiner Meinung nach mehr als deutlich, dass die Ultras im Vorstand und Verein Rückendeckung und Unterstützung in ihrer politischen Meinung haben“, so T.

Was Thomas dann zu Protokoll gibt, sollte jedem Fußballfan zur Mahnung gereichen, linken Gruppen nicht die Hegemonie auf den Tribünen zu überlassen. Er berichtet, wie er im Juni 2018 mit ein paar Freunden in der Stadt essen gehen wollte. Zeitgleich fand auf dem Augsburger Rathausplatz eine Demonstration anlässlich des AfD-Parteitages statt. Aus Neugier verfolgten sie das Geschehen und hörten sich einige Reden an, als ein Freund von T. aus dem Publikum heraus als „Nazi“ beschimpft worden sei, weil er sich mit einem Passanten unterhalten haben soll, der Klamotten des rechten Modelabels „Thor Steinar“ getragen habe. Schnell wuchs die Gruppe der augenscheinlichen Linksextremisten auf 20 Personen an. T. und seine Freunde wurden umzingelt, und „es blieb nicht nur bei verbalen Attacken“. T. erzählt: „Ein Freund von mir bekam einen Faustschlag in den Magen, andere wurden angespuckt und auf uns wurden Zigarettenstummel und Flaschen geworfen. Selbst auf meine Freundin haben die Linksextremen keine Rücksicht genommen und sie angespuckt und Getränke ins Gesicht geschüttet.“ Offenbar haben auch einige Antifaschisten Fotos gemacht – Bilder, die Thomas wenig später zum Verhängnis werden sollten.

Es geschah auf einem Auswärtsspiel: Augsburg musste in Hoffenheim ran. Thomas und seine Familie waren – natürlich – vor Ort, um ihrem Verein beizustehen. Doch er sollte keine Minute des Spiels mitverfolgen können. Denn bereits vor dem Anpfiff wurde er von einer etwa zehnköpfigen Gruppe mit „Schubsereien und Beleidigungen“ gezwungen, den Gästeblock und das Stadion zu verlassen. Er habe einige Angehörige der „Legio Augusta“, einer besonders aktiven Augsburger Ultragruppe, sowie „ein paar Leute aus der mit der Ultraszene befreundeten Gruppe aus Würzburg“ identifizieren können. Sie unterstellten ihm, Aktivist der „Identitären Bewegung“ zu sein, was T. jedoch wahrheitsgemäß verneinte. Geholfen hat es nicht. T. seufzt: „Entschuldige, aber das war wirklich beschissen.“

Ich frage Thomas, welche Folgen dieser „Stadionverweis“ für ihn hatte. Er antwortet sichtlich resigniert: „Seit dem besagten Vorfall war ich auf keinem Spiel des FC Augsburg mehr und habe dementsprechend meine Dauerkarte für die nächste Saison [2019/20; d. Red.] gekündigt. Bei meiner ganzen Liebe für Fußball, mir wurde Gewalt angedroht, sollte ich Augsburg oder das Stadion je wieder betreten. Ich hätte nie gedacht, dass mir, nur weil ich zur falschen Zeit am falschen Ort war, derartige Repressionen angedroht werden. Mir geht es einfach um Fußball.“ An den Verein habe er sich nicht gewandt, darin sehe er keinen Sinn. In der Vergangenheit habe sich schon des Öfteren gezeigt, wer die „Machthoheit“ in der Fanszene und welche Einstellung der Verein bezüglich „Andersdenkender“ habe. Erwartungsgemäß äußerten sich die Augsburger auf meine Nachfrage nicht zu den Vorfällen.

Die Politik zerstört den Sport

Die Dunkelziffer derartiger Vorfälle dürfte überall dort recht hoch sein, wo linke Gruppen ihre politische Tätigkeit frei entfalten können. Dass dabei politisch völlig unbedarfte Fußballfans quasi im Vorbeigehen in antifaschistischer Selbstjustiz unter Gewaltandrohung der Stadien verwiesen werden, ist ein unsägliches Armutszeugnis für die betroffenen Vereine und den deutschen Fußball im Allgemeinen. Gleichzeitig straft es all die Beteuerungen von „Vielfalt“ und „Toleranz“ Lügen, mit denen linke Gruppen und selbsternannte „Fanforscher“ oder „Rechtsextremismusexperten“ andauernd um sich werfen. Wer im Verdacht steht, eine „falsche“ Gesinnung zu haben, hat in deutschen Fußballstadien nichts verloren – das ist zumindest die Botschaft der Antifaschisten und ihr Versprechen. Erst wenn die Kurven von Andersdenkenden gesäubert sind, werden die Linken und ihre Wortführer in Politik und Medien Frieden geben. Dass man sich in diesem „Kampf gegen rechts“ ausgerechnet mit jenen Kräften verbündet, die die Kommerzialisierung des Fußballs weiter vorantreiben, ist nur eine weitere klägliche Facette der politischen Inkonsequenz des militanten Antifaschismus – inner- und außerhalb der Stadien.

„Fußball bleibt Fußball, Politik bleibt Politik“, heißt es noch in einem viel zitierten Lied der bekannten Hooliganband „Kategorie C“, der Verbindungen in die rechtsextreme Szene nachgesagt werden. Der neue linke Aktionismus, der zunehmend um sich greift, bricht jedoch mit dieser bislang gültigen Trennung. Es ist den Verantwortlichen nicht um die Ächtung von Rassismus oder Extremismus zu tun, sondern allein um die Bekämpfung missliebiger politischer Meinungen und die Zerstörung all dessen, was nicht in das Weltbild des progressiven Antifaschismus passt. Egal, ob Chemnitz, Rostock oder Augsburg, egal, ob tot oder lebendig, rechter Hooligan oder unpolitischer Fußballfan – jeder kann in die Mühlen der linken Netzwerke geraten. Auf der Strecke bleiben dabei der Sport, der Zusammenhalt und das Miteinander der Fans eines Vereins, kurzum alles, das den Fußball seit jeher so besonders machte. Eine Trendwende zeichnet sich vorerst nicht ab. Aber noch lebt der Sport.

Dieser Artikel ist im FREILICH Magazin NO6 erschienen.

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Immer wieder werden Studentenverbindungen Ziel linksextremer Übergriffe. Ihre Häuser werden mit Farbbeuteln und Steinen beworfen oder angezündet, ihre Mitglieder werden überfallen, geoutet oder beleidigt. In einer Kleinen Anfrage hat sich jetzt die AfD-Fraktion im Hessischen Landtag des Problems angenommen.

Kaum Verurteilungen, geringe Strafen

In der Pressemitteilung der Partei heißt es: „Von 2010 bis 2018 wurden 133 Straftaten gegen Studentenverbindungen in Hessen erfasst – die meisten davon Sachbeschädigung. 18 der 133 Straftaten waren Gewaltstraftaten. Von diesen 18 wurden 17 als politisch links motiviert eingestuft. […] Von den 18 Gewaltstraftaten ereigneten sich 14 in Marburg. 15 von 18 Strafverfahren wurden eingestellt, in zwölf Fällen war der Täter unbekannt. In nur zwei Fällen wurde ein Urteil gesprochen. Ein Gewaltdelikt gegen die Marburger Burschenschaft Germania wurde mit einem Strafbefehl von 50 Tagessätzen zu 15 Euro geahndet. Die zweite Gewaltstraftat ereignete sich beim Marktfrühschoppen in Marburg. Dort verurteilte das Landgericht Marburg den Täter zu 100 Tagessätzen zu je 14 Euro.“

Dr. Frank Grobe, Mitglied der Aachener Burschenschaft Teutonia, ehemaliger Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung und derzeit Parlamentarischer Geschäftsführer der hessischen AfD-Fraktion, kritisiert die geringe Zahl an Verurteilungen und die niedrigen Strafen, die „alles andere als abschreckend“ seien. Linksextreme Gewalt werde in Deutschland „häufig bagatellisiert oder sogar als legitim angesehen“, so Grobe. 

Er führt aus: „Die Mitglieder von Studentenverbindungen stritten für Demokratie und riskierten Leib und Leben u. a. für Versammlungsfreiheit, Rechtstaatlichkeit und gegen Zensur. Die erste deutsche Nationalversammlung 1848 in der Paulskirche wurde nicht umsonst ‚Burschenschafterparlament‘ genannt. Studentenverbindungen wurden mehrmals von Monarchen verboten, zuletzt von den Nationalsozialisten. Die Farben Schwarz-Rot-Gold gehen auf die Burschenschaft zurück, ebenso wie viele Freiheitsrechte, die heute im Grundgesetz verankert sind. Und heute lassen wir es zu, dass Gewalt gegen Vertreter dieser deutschen Traditionsvereine und ihre Häuser schulterzuckend hingenommen wird.“

Zahlreiche Überfälle in jüngster Zeit

In seiner Antwort behauptet Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU), aufgrund der Heterogenität der Burschenschaften bestehe die Möglichkeit, dass es zu „rechtsextremistischen Einflussnahmen auf Burschenschaften“ komme oder sich „rechtextremistische Bestrebungen innerhalb von Burschenschaften“ herausbilden würden. Im Rechtsextremismus sei eine Gewaltorientierung „weit verbreitet“, so Beuth weiter. Die Gewalt von links könne mit dem „selbst definierten Feindbild“ erklärt werden. 

Überfälle auf Häuser und Angehörige von Studentenverbindungen gab es kürzlich in MünchenHalle (Saale) (erneut), PassauWürzburg und Jena. Erst Ende Oktober verübten Linksextremisten einen schweren Anschlag auf das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach

Alice Schwarzer ist eine der prominentesten Vertreterinnen des deutschen Feminismus. Gestern war die Journalistin und Verlegerin zu Gast an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Ihr Auftritt stieß bei Vertretern der radikalen Linken auf Protest.

Islamkritik als „Rassismus“

In einem Flugblatt der Hochschüler_innenschaft Universität für angewandte Kunst (Hufak) wird argumentiert Schwarzer rede unter dem Deckmantel des Feminismus einem „anti-muslimischen Rassismus“ das Wort. Zudem sei ihr Verständnis von Feminismus „aus der Zeit gefallen“ und „inakzeptabel“.

Dabei sind es vor allem Schwarzers kritische Äußerungen zum politischen Islam, die den Unmut der ÖH erregen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk nannte die bekannte Publizistin den Islam eine „politische Gefahr im Weltmaßstab“ und erklärte das Kopftuch „sei ein politisches Signal“. Ihre Positionen trugen ihr unter anderem den Ruf ein, eine „Rechtsfeministin“ zu sein.

Ferguson: „Verarmung des intellektuellen Diskurses“

Kritik am Verhalten der ÖH übte auch der Falter-Chefredakteur Florian Klenk. Auf Twitter schrieb er: „Und ich dachte, Universitäten sind Orte der Debatte, des Streits und der intellektuellen Auseinandersetzung.“

Damit erweitert sich der Kreis derjenigen, die vonseiten der Studentenschaft mit „Redeverbot“ belegt werden sollen. Zuvor waren innerhalb weniger Wochen Vorlesungen und Auftritte von AfD-Gründer und Ökonom Bernd Lucke, des liberalen FDP-Politikers Christian Lindner und des Historikers Lothar Höbelt von linksextremen Studenten gestürmt worden. Teilweise wurden die Referenten physisch attackiert. 

Der britische Historiker Niall Ferguson – er lehrt in Harvard – spricht im Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung von der „Sich-Verschließen“ und der „Verarmung des intellektuellen Diskurses“ im Namen einer „neuen Diversität“, die „das Gegenteil von echter Vielfalt“ sei, weil sie all jene diskriminiere, „die nicht der gewünschten Weltanschauung widersprechen“. 

In der Nacht vom 20. auf 21. November griffen mutmaßliche Linksextremisten das Auto des patriotischen Journalisten Simon Kaupert an und zerstörten die Windschutzscheibe sowie alle Reifen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.

Anschlag nach Film-Dokumentation

Kaupert ist zweifacher Familienvater und arbeitet u.a. für das Bürgernetzwerk Ein Prozent. Dort ist er für die Medienarbeit und Recherche zuständig. Erst gestern wurde sein jüngstes Projekt, eine Video-Dokumentation über den linken Miteinander e.V. veröffentlicht.

Der Miteinander e.V. wurde 1999 in Sachsen-Anhalt gegründet. Seitdem werden hier staatliche Fördergelder im Rahmen der „Demokratieförderung“ umverteilt. Außerdem sammelt der Verein Informationen und Daten von „Rechten“. Dabei scheut der Verein auch nicht vor Kooperationen mit Linksextremisten wie der Antifa Burg, die auch vom Verfassungsschutz beobachtet wird, zurück.

Mehrere Tausend Euro Schaden

Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung knallte es, wie Ein Prozent berichtet. Gegen Mitternacht machen sich zwei vermummte Gestalten am Auto der Familie Kaupert zuschaffen. Der Angegriffene bemerkte zwar, was vor sich ging und alarmierte die Polizei. Anschließend eilte er durch das Treppenhaus nach draußen, allerdings entkamen die Täter auf Fahrrädern. Jetzt liegt der Ball bei den Sicherheitsbehörden.

Dieser Angriff zeigt einmal mehr, wie hoch das demokratiegefährdende Potenzial der Antifaschisten ist. Hier soll der Vertreter eines politsich unbequemen Mediums mittels Gewalt eingeschüchtert werden. Das linke Establishment schweigt erwartungsgemäß.

Doppeltes Maß des linken Establishments

Die Pressefreiheit ist ein Grundrecht. Wenn jedoch Antifa-Aktivisten und Journalisten gemeinsame Sache machen, um Andersdenkende einzuschüchtern oder mit Konsequenzen drohen, wenn Patrioten kritisch berichten, dann ist die Pressefreiheit und damit ein Grundpfeiler der Demokratie gefährdet.

Der Journalist Simon Kaupert bei der Arbeit.

Besorgniserregend ist die Selbstverständlichkeit, mit der in Fällen wie diesen zweierlei Maß angelegt wird. Genügt es in der Bundesrepublik bereits, als AfD-Politiker ein Verhör-ähnliches Interview mit einem Vertreter des linksdominierten Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks abzubrechen, um Entrüstungsgebrüll der Etablierten hervorzurufen, schweigen sich dieselben Medien bei Angriffen auf rechte Journalisten aus.

Datenschutzrechtlich fragwürdig

Erst kürzlich sah sich Heiko Maas, Außenminister der Bundesrepublik veranlasst, seine Solidarität mit dem einschlägigen Antifa-Journalisten André Aden (Recherche Nord) zum Ausdruck zu bringen, weil die NPD am 23. November in Hannover gegen „steuerfinanzierte Hetze“ demonstrieren will.

Es sind jedoch gerade die privat finanzierten und staatlich geförderten Vereine wie der Miteinander e.V., aber auch die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a.), Recherche NordAntifa Recherche Wien oder die Antifaschistische Recherche Graz die Daten sammeln, aufbereiten, sie dem Zugriff ihrer Opfer entziehen, aber nichts damit zu tun haben wollen, wenn diese Daten plötzlich im Netz veröffentlicht werden und anschließend von ihren gewaltaffinen Genossen genutzt werden, um Anschläge auf Leben oder Eigentum Andersdenkender zu verüben. 

Sicher ist: Private Informationen über Rechte wachsen nicht auf Bäumen. Ob die Speicherung personenbezogener Daten von Privatpersonen bei linken Vereinen tatsächlich datenschutzkonform ist, ist zumindest fragwürdig. Wir berichteten übrigens schon an anderer Stelle über diese Netzwerke der „üblichen Verdächtigen“.

Sind Rechte Freiwild?

Es wirkt als habe die Linke derzeit Oberwasser. Ungestraft können sie Vorlesungen an Universitäten sprengen (etwa in Hamburg und Wien), Denkmäler schänden, Eigentum zerstören oder Frauen überfallen wie in Leipzig. Den halbherzige Versuch der sächsischen Landesregierung, dem Linksextremismus mit einer SoKo LinX Herr zu werden, hat der Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser auf sezession.de bereits analysiert.

All das erweckt den Eindruck, als geschähe es mit stiller Zustimmung der politischen und medialen Klasse. Eine aus demokratischer Perspektive besonders besorgniserregende Entwicklung. Denn wenn Rechte allein deswegen zu Freiwild erklärt werden, weil sie eine andere Meinung vertreten, steht es schlecht um unser Land.