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Martin Heidegger

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Oswald Spengler (1880 – 1936) legte mit „Der Untergang des Abendlandes“ eine grandiose Gesamtschau der Weltgeschichte vor, mit der er den damals immer noch üblichen Eurozentrismus überwand. Der sensible Privatgelehrte hatte sich das Monumentalwerk in Jahren einsamen Schreibens in München abgerungen, während andere seines Jahrgangs an den Fronten verbluteten.

Als der erste Band 1918 erschien, traf Spengler den Nerv der Zeit und avancierte zu einem der bekanntesten und einflussreichsten Denker der Weimarer Republik. Von den Nationalsozialisten distanzierte er sich rasch und umfassend; sein Spätwerk Jahre der Entscheidung gilt sogar als Manifest der konservativen Opposition gegen Hitler.

Heute wird Spengler nach einer längeren Unterbrechung zunehmend wieder gelesen. Arnold Toynbees Geschichtsentwurf vom mechanistischen „challenge and response“ der Zivilisationen, Francis Fukuyamas Prognose vom baldigen „Ende der Geschichte“, selbst Samuel Huntingtons Warnung vor dem „Kampf der Kulturen“ haben sich als oberflächlich oder fehlerhaft erwiesen; Spenglers Analyse vom parallelen Aufstieg und Verfall der Hochkulturen aber scheint der Prüfung der Zeit standzuhalten und erweist sich zunehmend als aussagekräftiger Schlüssel der Gegenwartsdeutung.

Der vorliegende dritte Band der Schriftenreihe der Oswald Spengler Society ist gleichzeitig der erste Band des neu gegründeten Spengler-Journals. Es ist eines der Hauptanliegen der Oswald Spengler Society, das Verständnis der Prinzipien zu fördern, welche der menschlichen Evolution, der Weltgeschichte und der Menschheit zugrundeliegen. Das Spengler Journal ist daher dem vergleichenden Studium der Kulturen und Zivilisationen gewidmet und schließt auch die Frühgeschichte, die Menschheitsgeschichte in ihrer Gesamtheit sowie Überlegungen zur Zukunft des Menschen ein. Auch die Entwicklung der Welt- und Universalgeschichte als einer wissenschaftlichen Disziplin sowie Versuche einer kritischen Würdigung von Oswald Spenglers Werk und Umfeld sind willkommene Publikationsfelder. Das vorliegende erste Heft des „Journals” setzt dabei einen klaren Schwerpunkt auf dem Feld der Aktualität Spenglers für heutige kulturmorphologische Entwürfe.

Aus dem Inhalt:
David Engels – Von der Einsamkeit des Spenglerianers.
Frol Vladimirov – Ein Rückblick in die Zukunft. Zur soziologischen Relevanz von Oswald Spenglers Morphologie der Weltgeschichte
Tom Zwitser – Oswald Spengler, die akademische Welt und das traditionelle familiäre Rollenbild. Eine kleine Soziologie
Ben Brummer – Kultur als Konflikt. Überlegungen zur Psychogenese des Abendlandes
Wätzold Plaum – Ebenen der Zyklik. Vorstellung eines geschichtsphilosophischen Zyklenmodells
Richard McDonough – The Dark Side of Heidegger’s „Authenticity Philosophy“. A Spenglerian Model

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Der aktuelle Attersee Report beschäftigt sich mit dem Nihilismus und der damit untrennbar verbundenen Frage, wie der Einzelne der allgemeinen Sinnentleerung und der kollektiv verordneten Bedeutungslosigkeit des Individuums entkommen kann.

Dabei wird u.a. angedacht, ob die geistigen Grundlagen der Roten Armee Fraktion jenen Ernst Jüngers ähnlich sind, wie manche Autoren behaupten. Ernst Jüngers Waldgang sei demnach ein Konzept, das nicht nur in der rechten, sondern vor allem auch in der linken Hemisphäre auf Interesse stieß. Der Kult eines absoluten Außenseitertums, das im Wesentlichen im Widerstand gegen die Verhältnisse besteht, wird dabei angesprochen, da nur im Wege einer Individualisierung eine wahrhafte Existenz möglich sei.

Doch auch Martin Heidegger soll uns Fingerzeige gegeben haben, wie wir mit unserer Geworfenheit in die moderne Zivilisation auf bessere Weise umgehen können. Selbst in den NS-Staat verstrickt, erkannte Heidegger zuletzt, dass dieser die Entfremdung der Menschen nicht aufhielt, wie es die Propaganda versprochen hatte, sondern durch Technisierung, Industrialisierung und Bürokratisierung noch weiter vorantrieb – mit dem bekannten Ende. Heidegger soll es aber um das Gegenteil gegangen sein: Bewusstsein wieder auf die Urwahrheit zu lenken.

Folgende Beiträge vertiefen in der aktuellen Ausgabe die Fragestellung zum Thema „Nihilismus“:

Anton Grabner-Haider: Todesmystik bei Martin Heidegger
Norbert Nemeth: Der Waldgang
Gerhard Rihl: Gott ist tot – Es lebe die Kunst!
H. Faber: Über die Linie
Wolfram Schrems: Der Greuel der Verwüstung
Siegfried Waschnig: Durch Tätigkeit zum Guten
Michael Demanega: Häresie der Formlosigkeit
Jörg Mayer: Theorien des Träumens
Laila Mirzo: Die Verwerfung des Koordinatensystems
Siegfried Waschnig: Eine Komödie, die Templergnosis und das Böse
Jörg Mayer: Terrorismus, eine Einordnung

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