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Sollte Feminismus heute nicht längst wertkonservativ sein? Die Freiheit der Frau muss gegen die Ansprüche eines angegrauten Utopismus ebenso verteidigt werden wie gegen die Zumutungen der grassierenden multikulturellen Gesellschaft. Ein Text von Nicole Höchst

Frauenrechtlerinnen haben uns Frauen in den vergangenen Jahrhunderten die Gleichberechtigung erstritten. Dafür kommt ihnen für immer der Dank der nachfolgenden Generationen zu. Jedoch trieb diese Bewegung auch immer schon selbstbewusst und faktenfrei seltsame Blüten. Hier sei auf meine Lieblingsrealitätsverweigerin Simone de Beauvoir verwiesen.

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Sie selbst lebte in einer offenen Beziehung mit Jean-Paul Sartre, aus der keine Kinder hervorgingen. Sie wollte sich nicht durch die Gründung einer Familie in Abhängigkeiten begeben. Ihr Rat an alle Frauen, die nach wahrer Unabhängigkeit streben, war es, einen Beruf zu ergreifen. Dieser erlaube es ihnen, sich um die Versorgung des Nachwuchses eigenständig zu kümmern und sich folglich auch mit Kindern scheiden zu lassen. Nichts war für sie verachtenswerter als eine klassische Familie, in der die Frau einfach „nur“ sorgende Mutter ist.

Völlig realitätsfremd wollte sie vom biologischen Determinismus unabhängig sein. Sie ging so weit, diese Lebenseinstellung für möglichst alle Frauen zu propagieren. Das war hip, das war chic, das war modern, das war frei. In ihrem Fahrwasser wurden aus Frauenrechtlerinnen plötzlich Feministinnen und sogar einige erklärte Gegnerinnen der Penetration.

Diesen Frauen gilt die eigene Befindlichkeit als Toppriorität. Die Befindlichkeiten der anderen haben sich unterzuordnen. Ihre Lebenswelt und -philosophie ist gut durch die Fragen abgebildet: Will ich das wirklich? Macht mich das  unfrei? Wie fühlt sich das für mich an? Was macht das mit mir? Alles scheint sich nur noch um subjektives Empfinden und Erfahren zu drehen.

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Willkommen in der Wellnesszone von Frauen, die sich immer und überall in Konkurrenz- und Geschlechterkampf mit den Männern befinden – deren Sinn des Lebens die totale Unabhängigkeit vom Mann und von ihrem eigenen biologischen Determinismus war. Selbstverwirklichung und Freiheit – was sie damals unter den gegebenen Umständen eben dafür gehalten haben. Aber: Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.

Aus den befreiten Frauen wurden die Begründerinnen einer Gesellschaft, die permanente Nabelschau betreibt. Individuell, aber und vor allem auch im Kollektiv. Alles und jeder ist durchpsychologisiert und psychopathologisiert. Nur so erklärt sich meines Erachtens, dass noch keiner der Zeitgeistfeministinnen aufgefallen ist, dass das gefühlte Patriarchat des bösen weißen heterosexuellen Mannes schon längst von den Xanthippen mit der Subtilität von Panzern geschliffen worden ist und schlicht nicht mehr existiert. Es ist kaputt, verloren, passé, perdu.

Aber beim in Fahrt gekommenen Femopanzer scheint das Visier kaputt, es fokussiert nicht die neuen Realitäten unserer Zeit. Gefeuert wird immer noch auf die Schatten eines Feindbildes, die schon vor vielen Jahren aufgehört haben zu zucken. Leider konnte sich im toten Winkel unbehelligt ein ohne Not in großer Stärke importiertes Steinzeitpatriarchat in Deutschland einrichten, welches in seinen Herkunftsländern die Unterwerfung und Unterlegenheit der Frau nicht selten durch Auspeitschen, Steinigen, Messern, Vergewaltigen usw. zelebriert.

Dort gehört sich die Frau nie selbst, sondern erst dem Vater und den Brüdern, später dem Gatten und der Schwiegerfamilie. Häufig werden Frauen in den Herkunftsländern sehr jung – deutlich vor dem Eintritt in das Erwachsenenalter – verheiratet, nach Vorbild des Propheten Mohammed. Auch ist es dort üblich, sich den Gatten mit bis zu drei weiteren Frauen zu teilen. Liebesheiraten gibt es so gut wie nicht, dafür mehrheitlich Zwangsehen; Cousin- und Cousinen heiraten sind häufig. Dieses Frauenbild und diesen Umgang mit Frauen dulden unsere sogenannten Frauenrechtlerinnen hier in Deutschland ohne Aufschrei.

In regelmäßigen Selbstbeweihräucherungsritualen blicken unsere Feministinnen der alten Schule am Weltfrauentag in ferne Länder und sagen salbungsvoll und selbstgerecht Genitalverstümmelungen, Unterdrückungen von Mädchen und Frauen, Kinderehen, Mehrehen, Ehrenmorden, Gewalt gegen Frauen, Massenvergewaltigungen am anderen Ende der Welt den Kampf an. Gelächter! Was für eine Heuchelei!

All die beschriebenen Phänomene sind doch längst hier! Hier in Europa, hier in Deutschland, mitten in der Komfortzone der sogenannten Frauenrechtlerinnen. Sie bemänteln den riesigen Elefanten im Raum mit dem Deckmäntelchen der totalen Toleranz und der geheiligten multikulturellen Vielfalt, die ach so bereichernd sein soll.

Ganz ehrlich, wie verlogen ist das denn? Ob sich die betroffenen Frauen, die momentan noch mehrheitlich dem gleichen islamisch sozialisierten Kulturkreis entstammen wie ihre Peiniger, bereichert vorkommen? Sie erhalten von den allermeisten Feministinnen keine Stimme. Denn was sie sagen, würde das Leben in der bunten Multikultiwelt ganz schön ins Wanken bringen.

Aus dem Vielfalt preisenden Gruppenkuscheln aller Kulturen auf der Wohlfühlscholle ist ein Deutschland mit stetig wachsenden muslimischen Parallelgesellschaften geworden. Diese Parallelgesellschaften wünschen Kontakt mit den Schon-länger-hier-Lebenden, wie unsere Kanzlerin Angela Merkel die deutschen Bürger nannte, nur zu ihren Bedingungen, die sie auch laut einfordern. Nix Gruppenkuscheln. Nix Grundgesetz. Nix Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Ich denke, wir sind uns alle einig: Gewalt gegen Frauen geht gar nicht, ganz unabhängig davon, wer die Opfer sind und wer die Täter. Das heißt aber auch, dass wir als aufgeklärte freiheitlich-demokratische Gesellschaft ein gesteigertes Interesse daran haben sollten, unsere grundgesetzlich verbrieften Rechte auch für alle gleichermaßen durchzusetzen. Denn heute sind es vielleicht noch mehrheitlich Frauen aus islamisch sozialisierten Kulturkreisen, die durch das pseudotolerante Wegsehen in Deutschland ihre Grundrechte nicht durchsetzen können.

Und ja, an dieser Stelle müssen sich die Regierungen der letzten 50 Jahre gefallen lassen, dass sie durch das angestrengte Wegsehen und ihr lautes Schweigen zu dieser Unkultur der Unterwerfung von Frauen sich der strukturellen Diskriminierung und Benachteiligung ebendieser schuldig gemacht haben.

Das ist eine unverzeihliche Unterlassung, die zugleich sexistisch und rassistisch ist in ihrer Ausprägung und die es zudem erlaubt hat, dass sich unter dem Deckmäntelchen der Toleranz religiöser Vielfalt und kultureller Bereicherung in Deutschland wie in ganz Europa parallelgesellschaftliche Strukturen etablieren und verfestigen konnten, die Frauen unterwerfen. Mitten unter uns. Das kann nicht sein in einer Demokratie, die etwas auf sich hält.

Gewalt gegen Frauen und Unterdrückung von Frauen müssen hart sanktioniert werden, Gleichberechtigung muss nachhaltig durchgesetzt werden. Denn aus der Parallelgesellschaft mit Parallelrechtsverständnis wird, wenn wir Deutschen nicht die demografische Kurve kriegen, in den nächsten Jahren die Mehrheitsgesellschaft werden.

Das sollten sich die zeitgeistverstörten Feministinnen einmal  klarmachen. Sie hinterlassen ihren Kindern und Enkeln ein Land, in dem unser Grundgesetz Makulatur sein wird, insbesondere für die Mädchen und Frauen. Will heißen: Sie sind dabei, unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte zu verraten und wegzuwerfen. Und wofür?

Um sich bei der stetig wachsenden Gruppe der moralisierenden Bessermenschen verorten zu können, die sich hyperreflexiv und dauersensibel allen moralisch überlegen und von allem genervt fühlt. Sie politisieren für Toiletten  für das dritte Geschlecht, für die Legalisierung von Abtreibungswerbung oder für „bunt“ statt „braun“ und kämpfen mit allen Mitteln gegen vermeintlich „Rechtes“ und Klartext, bevorzugen gewaltfreie Kommunikation, den gesamtgesellschaftlichen Konsens und das betreute Denken durch Relotius und Co.

Die schiere Panik, zu Lebzeiten von ihrer Wohlfühlscholle ins kalte Wasser gestoßen zu werden und feststellen zu müssen, dass sie einem großen bunten Regenbogentraum aufgesessen sind, treibt immer absurdere Blüten der Realitätsverweigerung. Und statt sich der Wirklichkeit zu stellen und die gegenwärtigen und zukünftigen Probleme anzuvisieren, zu analysieren und zu diskutieren, werden lieber Wahrheitsunterdrückungsmechanismen installiert.

Das reicht von Zensurgesetzen für das Internet bis hin zu Handreichungen, wie man am besten Arbeitskollegen in Firmen als „Rechte“ outet  und anschließend zur Abschreckung möglichst sozial und medial hinrichtet. Die moderne Hexenverbrennung quasi.

Dabei stehen außer der Tatsache, dass wir als Gesellschaft dabei sind, die Gleichberechtigung von Mann und Frau – ganz auf Kosten der Frauen – aus dem Fenster zu schmeißen, viel drängendere Themen auf dem Zettel, vor allem für uns Frauen… (Nächste Woche geht es HIER weiter mit Teil 2)

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