Tag

Philip Stein

Browsing

Wohin geht die Deutsche Burschenschaft? FREILICH hat mit DB-Pressesprecher Philip Stein über die Perspektiven der Veränderung gesprochen.

FREILICH Magazin: Herr Stein, Sie sind heute Pressesprecher der DB. Wann und warum sind Sie Burschenschafter geworden?

Philip Stein: Kurz vor dem Abitur, d. h. irgendwann im Herbst oder Winter 2010, habe ich meine ersten holprigen Gehversuche als „Autor“ gewagt. Mir wurde das seltene Glück zuteil, dass gleich zwei meiner Lehrer ein doch sehr offenes Ohr für alles Nonkonforme hatten – und so in den privaten „Genuss“ meiner politischen Elaborate gekommen sind.

Mehr über Burschenschaften lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschen heraus“.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen!

Daraus entwickelte sich aber zum Glück ein reger und offener Austausch über politische Inhalte, mit dem Ergebnis, dass mir beide Lehrer – ganz unabhängig voneinander – ein Engagement in einer Burschenschaft­ ans Herz legten bzw. diese Option zur Sprache brachten. Diesem „Ruf“ bin ich nach mehrmaliger „Besichtigung“ des burschenschaft­lichen Betriebes dann gefolgt. Das politische Interesse stand also bei mir immer im Vordergrund. Aktiv geworden bin ich anschließend im Dezember 2011 bei der Marburger Burschenscha­ft Germania, der ich noch heute angehöre.

Wenn Sie auf Ihre eigene Aktivenzeit zurückblicken: Welchen Einfluss hatte die Burschenschaft auf Ihre persönliche Entwicklung? Was hat Sie geprägt?

Die Zeit, die ich als junger Aktiver in Marburg verbringen dur­fte, hat mich auf eine Art und Weise geprägt, die mit Sicherheit keine andere (politische) Organisation hätte bewerkstelligen können. Der Einfluss der Bundesbrüder war enorm. Ich habe, was politische Standpunkte, Argumentationsgrundlagen, allgemeine wie politische Bildung, aber auch Verhaltensweisen und „So­ Skills“ angeht, so viel und vor allem so schnell gelernt, dass ich durchaus gewillt bin, von einer Ersatzhochschule zu sprechen.

Ich muss aber auch betonen, dass ich das Glück hatte, nicht nur in einer Aktivengeneration „aufzuwachsen“, die außerordentliche Charaktere vorzuweisen hatte, die auch heute noch auf vielfältige Weise politisch aktiv sind, sondern über die Zeit auch echte Freunde und Kameraden zu finden. Wir halten auch heute noch fest zusammen.

Mich hat neben dem Mensurschläger, von dem wir doch häufig Gebrauch machten, also vor allem die interne politische Diskussion geprägt – und die war so vielfältig wie ernstha­ft. Der Druck von außen ist dabei natürlich auch nicht zu vernachlässigen. Marburg ist eine umkämpft­e Universitätsstadt, die Marburger Germanen der Hauptfeind der linken Studentenscha­ft und auch des Mainstreams. Dieser Umstand schweißt zusätzlich zusammen. Die „studentische Front“ hat mich bestärkt und geprägt.

Burschenschaften sind bereits über 200 Jahre alt, und die Gesellschaften haben sich in dieser Zeit stark gewandelt. Für viele Außenstehende wirkt das deutsche Verbindungswesen deshalb sehr antiquiert. Warum sollte man heutzutage eigentlich noch Burschenschafter werden?

Wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, dann müssen wir selbstkritisch konstatieren, dass wir natürlich auch Antiquiertes mit uns herumtragen. Diese antiquierten Elemente, über deren Sinnhaft­igkeit eine Diskussion durchaus erlaubt sein muss, kann jedoch von einem Traditionsbestand geschieden werden, der unserer heutigen „Gesellschaft­“ klar gegenübersteht.

Den Versuch zu wagen, zwangha­ft „moderner“ zu wirken, halte ich für gefährlich. Moderne und zeitgemäße Medien- und Pressearbeit: ja; pseudohippe Party- und Konsum-Updates: keinesfalls. Wir müssen das, was uns ausmacht und von anderen scheidet… (weiter lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschenschaften“).

Philip Stein: 1991 im hessischen Fritzlar geboren, studierte Geschichtswissenschaft, Philosophie und Germanistik in Marburg. Während des Studiums trat er der Marburger Burschenschaft Germania bei. Seit 2015 leitet er das rechte Bürgernetzwerk „Ein Prozent“. Ein Jahr später gründete er den Jungeuropa Verlag. Aktuell ist er zudem Pressesprecher der Deutschen Burschenschaft. In der Vergangenheit publizierte er für unterschiedliche Blogs und Zeitschriften (z.B. Blaue Narzisse, Sezession, Neue Ordnung). 2013 veröffentlichte Stein gemeinsam mit Felix Menzel das Buch „Junges Europa. Szenarien eines Umbruchs“.

Mehr über Burschenschaften lesen Sie in der FREILICH Sonderausgabe „Burschen heraus“.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen!



Neues Jahr, neue Inhalte. FREILICH startet die Buchreihe POLITIKON. In Band 2 schreibt Irfan Peci über den Ruf der Islamisten. Wer ihn verbreitet, wer ihm folgt und wie man ihn zum Schweigen bringt.

HIER im FREILICH Buchladen bestellen.

Nachdem die Bürgerinitiative „Ein Prozent“ fast ein Jahr gegen die willkürliche Sperrung ihrer Benutzerkonten auf Facebook und Instagram geklagt hat, hat das Oberlandesgericht (OLG) in Dresden ein folgenschweres Urteil gefällt.

Das Urteil erlaubt Facebook nun zu definieren, wer in Deutschland als „Hassorganisation“ zu gelten hat und somit aus dem politischen Willensbildungsprozess ausgeschlossen werden darf. Der Begriff der „Hassorganisation“ ist dabei allerdings kein offizieller juristischer Terminus, sondern eine von Facebook definierte Wortschöpfung, die jeglicher Grundlage entbehrt und nicht klar umrissen ist. Für das OLG Dresden reicht diese Definition jedoch aus, um „Ein Prozent“ als Verein – und damit über 100.000 Unterstützer ihrer Inhalte – rechtskräftig zu zensieren.

Die Bürgerinitiative „Ein Prozent“ beschäftigt sich mit der Flüchtlingsthematik, zeigt auf, wie sich die Kriminalität in Deutschland entwickelt und was Massenmigration für ein Land bedeutet. Daraufhin wurde „Ein Prozent“ von Facebook gesperrt.

Mit diesem Urteil schließt das OLG „Ein Prozent“ vom politischen Kampf und der Meinungsfreiheit aus, es besteht nicht mehr die Möglichkeit auf der Plattform „Facebook“ über die Verhältnisse in Deutschland zu berichten. Der Konzern hat so einen neuen Begriff in die politische Debatte eingeführt und bestimmt, wer seine Meinung kundtun darf und wer nicht, so die erste Reaktion von „Ein Prozent“-Vorsitzenden Philip Stein.

Philip Stein, Vorsitzender von „Ein Prozent“, bewertet das Ergebnis des Prozesses vor dem OLG in Dresden:

HIER erfahren Sie mehr über die Bürgerinitiative „Ein Prozent“.


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt FREILICH und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

 

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen


Besuchen Sie unseren tagesaktuellen Nachrichtenkanal: www.tagesstimme.com