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Soziale Medien

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Unsere Zeit ist digital. Wer keine Präsenz im Netz hat, findet nicht statt. Auf diese Weise können die Mächtigen unliebsame Akteure und Meinungen aus der öffentlichen Wahrnehmung bringen. Ein Text von Julian Schernthaner und Stefan Juritz.

Als das Internetzeitalter anbrach, bot sich ein wahres Eldorado für Freigeister und alternative Meinungen. Erstmals war ein potenzielles Millionenpublikum nur mehr ein paar technische Fertigkeiten und einige Mausklicks weit entfernt. Es wurde dadurch möglich, auch nonkonforme Ansichten an mündige Bürger weiterzugeben, damit die sich ihr eigenes Bild machen könnten.

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Die Einführung weit verbreiteter sozialer Medien intensivierte dies noch: Plötzlich waren nicht nur Familie und Freunde wenige Mausklicks entfernt, sondern es bot sich die Chance, auch mit den Schönen und Reichen der Welt – und allerhand prominenten Wichtigtuern aller Couleur – in den Austausch zu treten. Man musste nicht mehr bei einer Zeitung arbeiten, um seine Botschaft­ der Welt mitzuteilen: Gewissermaßen war jeder, der genug Zeit und Verve mitbrachte, sein eigener  Redakteur. Seit Jahren gibt es Menschen, die von ihrem Au­ftreten beispielsweise auf YouTube gut leben können – und Unternehmen setzen offen auf solche „Influencer“.

Dass der dabei mitschwingende freie Meinungsmarkt den modernen Gesinnungswächtern missfallen würde, war klar. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich diese an legistische und logistische Mechanismen machten, um jene Meinungen, die sie für nicht erwünscht hielten, wieder aus der Geltung zu bringen.

Dabei reicht das heutige Spektrum der Meinungsselektion von oben von sanft­en Mitteln, wie der Einschränkung der Reichweite, über irrwitzige Sperren und immer neue Willkürregeln bis hin zu offener Zensur und Verfolgung mit zivil- und sogar strafrechtlichen Rechtsnormen, die darauf abzielen, das alte Meinungsmonopol wiederherzustellen.

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Betroffen sind hiervon alle, die vom etablierten Narrativ abweichen. Momentan trifft es somit sowohl Coronamaßnahmen- als auch Migrations- und Islamkritiker. Verstärkt wird dies auch durch Gesetze wie das deutsche „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ (NetzDG) und das österreichische Paket gegen „Hass im Netz“, die Betreiber sozialer Medien mit hohen Geldstrafen bedrohen, wenn diese vermeintlich problematische Beiträge nicht zeitnah löschen. Die staatliche Zensur wird „ausgelagert“; diese Dienstleister neigen dazu, eher zu viel zu löschen als zu wenig.

Zensur als „Gesundheitskur“

Der schlimmste Fall ist die offene Löschung oder – und sei es nur eine temporäre – Sperre von Kanälen und Konten. Hierbei wird kein Unterschied gemacht, wie meinungsbildend die betroffene Person oder das betroffene Projekt  sein mag.

Der Infektionsepidemiologe und Bestsellerautor Sucharit Bhakdi war davon wegen seiner abweichenden Fachmeinung betroffen. Aber auch vor Journalisten macht man nicht halt. Eine Bezugnahme auf Bhakdi und dessen Warnung vor den im Eiltempo entwickelten Impfungen reichte im Dezember 2020 aus, um den Kanal des „Deutschland-Kurier“ mit fast 100.000 Abonnenten zeitweise abzudrehen. Mehrfach wurden auch Videos von „Wochenblick“-Chefredakteurin Elsa Mittmannsgruber gelöscht.

Möglich macht all dies ein Passus in den Nutzungsbedingungen, wonach Ansichten der WHO und/oder Regierungsmaßnahmen zur Pandemiebekämpfung nicht widersprochen werden darf. Der freie Journalist Boris Reitschuster – immerhin früher jahrelang  Russlandkorrespondent für den „Focus“ – machte die gleiche Erfahrung, es verschwanden sogar seine kritischen Vor-Ort-Berichte zu Pressekonferenzen der deutschen Bundesregierung. Zwischenzeitlich folgte auch bei ihm eine temporäre Sperre.

„Hassrede“ im (a-)sozialen Netzwerk

Eine Masche, die schon länger zieht, ist der Vorwurf der „Hassrede“. Seit Jahren zurrt der IT-Riese die Bestimmungen, was er unter diesem in keiner westlichen Rechtsordnung denierten Begri‑ versteht. Allein zwischen Mai 2019 und Ende 2020 sperrte YouTube deshalb mehr als 25.000 Konten. Der Rechtsweg dagegen ist kostspielig und schwierig – und der Erfolg hängt vom Einzelfall ab. Sogar der Vlogger Niklas Lotz („Neverforgetniki“), der ein eher liberalkonservatives Publikum anspricht, musste die Rücknahme seiner Löschung anwaltlich bezwecken.

Ein in Bezug auf die direkten Konsequenzen minder schwerer Fall ist die Löschung einzelner Videos, die gleichwohl aber eine Selektion der Inhalte bedeutet. Hier macht die Plattform keinen Unterschied, wer sich äußert. Das Portal löschte im Jänner sogar eine Parlamentsrede des damaligen FPÖ-Klubchefs Herbert Kickl.

Auf Facebook wiederum widerfuhr das gleiche Schicksal bereits dem freiheitlichen Generalsekretär Michael Schnedlitz wegen einer asylkritischen Rede. Eine Rede der FPÖ-Abgeordneten Dagmar Belakowitsch zu den Corona-Maßnahmen bekam einen absurden Warnhinweis: Das Video enthalte angeblich „Gewaltdarstellungen“.

Im Laufe der Jahre sperrte Facebook auch mehrere Medien – darunter die Magazine „Info-DIREKT“ und „COMPACT“. Die Sperre für „Unzensuriert“ wurde nach drei Tagen wieder zurückgenommen, dennoch wissen die Betreiber seitdem wohl, dass auch sie auf diesem Meinungsmarkt bestenfalls geduldet sind.

Der bekannte Islamkritiker Hamed Abdel-Samad wiederum wurde zeitweise auf Facebook gesperrt, weil er die Radikalisierung muslimischer Jugendlicher in der zweiten und dritten Generation kritisiert hatte. Im Sommer 2019 war sein YouTube-Kanal nach der Nachschärfung der „Hassrede“-Richtlinien einer jener, die dem Rotsti­ zum Opfer fielen – ohne Vorwarnung oder vorherige Verwarnung. Erst nach der Androhung rechtlicher Schritte schaltete die Plattform das Konto wieder frei.

Kein Amt schützt vor Zensur

Die Zensoren sind keine neutralen Akteure. Die Amadeu-Antonio-Stift­ung der ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin Anetta Kahane gehörte einst einer Taskforce mit Facebook und der deutschen Regierung zur Bekämpfung von „Hassbotschaft­en im Netz“ an. Die Leiterin der nahe am linken Rand operierenden Stiftung dementiert jede Einflussnahme, Kritiker kaufen ihr die Beteuerung angesichts der einseitigen Löschpraxis aber nicht ab.

Der wohl bekannteste Fall einer Totalsperre in sozialen Medien ist Ex-US-Präsident Donald Trump. Nach den in herkömmlichen Medien zum „Sturm auf das Kapitol“ aufgebauschten Tumulten einiger Tausend aufgebrachter Pro-Trump-Demonstranten wurde das zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Staatsoberhaupt unter beträchtlicher Elastizität der Fakteninterpretation wegen eines vermeintlichen Aufrufes zu Gewalt von Facebook und Twitter verbannt.

Dabei hatte er eigentlich das Gegenteil getan, die Protestierenden zum friedlichen Heimweg animiert. Nur weil auch diese Videobotschaft­ ein Raub der Zensur wurde, konnte der Mainstream dann ungehindert das Bild des Umstürzlers zeichnen.

Schon zuvor waren seine Hinweise auf mögliche Manipulationen bei der verlorenen Präsidentschaftswahl im November 2020 zensiert oder mit Warnhinweisen versehen worden. Zum Vergleich: Als seine politischen Gegner einst die falsche Unterstellung lancierten, Russland habe vier Jahre zuvor zugunsten seiner Wahl interveniert, gab es keine solchen Eingriffe. Die  Verschwörungstheorie wurde sogar zur Basis für ein letztlich gescheitertes  Amtsenthebungsverfahren.

Crux der alternativen Fakten

Mit Warnhinweisen operieren auch sogenannte Faktenchecker, die sich bevorzugt an freien und alternativen Medien abarbeiten. Wenn die Checks der dpa oder von „Correctiv“ auch nur kleine Recherchefehler orten, versehen sie entsprechende Facebookbeiträge mit einem Pop-up, das darauf hinweist.

Der eigentliche Schaden ist aber, dass die Beiträge einer betroffenen Seite danach weniger Nutzer erreichen – eine Maßnahme im Kampf gegen angebliche „Fake News“. Im Zweifelsfall kann auch schon einmal ein „fehlender Kontext“ behauptet werden.

Besonders perfide ist es, wenn „Correctiv“ Exklusivrecherchen als „unbelegt“ brandmarkt. In einem Fall hatte der „Wochenblick“ einen solchen „Faktencheck“ über eine regionale Exklusivstory erhalten, die über angedrohte Führerscheinentzüge für Inhaber von Maskenbefreiungsattesten berichtete.

Ein im Corona-Widerstand bekannter heimischer Anwalt hatte belegbar mehrere Klienten deshalb vertreten, der Hinweis kam von einem internen Tippgeber. Weil ein Polizeisprecher aber dementierte, behauptet „Correctiv“ infolge seiner eigenen verkürzten Recherche bis heute, dass die Darstellung „unbelegt“ sei… (weiterlesen in FREILICH 13 – HIER bestellen)

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Die Bürger und ihre Meinungen möglichst umfassend zu kontrollieren, überwachen und steuern, ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie und seit die Grünen in der Regierung sitzen ein vorrangiges politisches Ziel und wird auch allgemein akzeptiert. Von den Medien, der sogenannten Zivilgesellschaft, dem Kulturbetrieb und auch vielen Bürgern. Wer diese antidemokratischen, autoritären Bestrebungen hingegen kritisiert, gilt als Nazi, Verschwörungstheoretiker, Geisteskranker, jedenfalls nicht als normaler Mensch.

Vor allem die linken Medien kämpfen mit wehenden Fahnen für einen lückenlosen Überwachungsstaat. Jede weitere Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Hass, Rechte und Hetze, also gegen nichtlinke Haltungen, wird vom ORF und den anderen Mainstreammedien beklatscht und unterstützt.

Dieselben Medien übrigens, die während der türkis-blauen Regierungszeit täglich das Ende der Demokratie, des Rechtsstaats und die Meinungsfreiheit verkündet hatten. Jetzt werden die Grundrechte von Kurz und den Grünen demontiert, und ORF, Falter und Co. machen begeistert mit. Das zeigt, dass es mit der demokratischen Gesinnung der linken Akteure nie weit her war, es ging ihnen immer nur darum, in einem sozialistischen/kommunistischen System zu leben, egal ob demokratisch oder nicht. Mit einem grünen Bundespräsidenten, einer knalllinken Justizministerin, einer planwirtschaftlich denkenden Infrastrukturministerin, einem autoritären Volksschullehrer und einem benebelten, aber linken Vizekanzler können sie gut leben. Den Kanzler hat man, dank der geballten linken Medienkraft, ohnehin gut im Griff.

In der postdemokratischen Öko-Corona-Normalität gibt es aber immer noch Störenfriede und Unruhestifter, die die An- und Verordnungen der Corona-Regierung und den damit verbundenen Rattenschwanz an sozialistischen Vorhaben kritisieren und hinterfragen.

Die vom Staat großzügig finanzierten Alt-Medien haben sich gleichgeschaltet. Mit Ausnahme von Servus TV und gelegentlich OE24 gibt es kein relevantes klassisches Medium mehr, das den politisch korrekten Meinungskorridor noch verlassen würde. Auch die großen sozialen Medien hat man mittlerweile in den Griff bekommen. Twitter und Facebook gehören längst zu den etablierten Linksmedien, die auf Linie mit dem politisch korrekten Mainstream liegen und unerwünschte Meinungen sperren und zensieren. Twitter ist ohnehin zum Tummelplatz und zur digitalen Kloake der linken Meinungsführer von Wolf, Klenk und Co. verkommen.

Silvester 2015, als nur dank der User und der sozialen Medien in der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, was in Köln in jener Nacht passiert war und Medien, Politik und Behörden zu vertuschen versuchten, war Anlassfall und Ausgangspunkt einer breiten Kampagne, um die sozialen Medien als Plattform für Fake News und Hass zu verunglimpfen und mit politischen Maßnahmen unter staatliche Kontrolle zu bringen.

Nach einer medialen Desinformationskampagne folgten entsprechende Gesetze quer durch Europa und in Deutschland (und auch in Österreich) untersuchen seither private Löschteams unter Leitung einer ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin im Auftrag des Staates Facebook-Postings auf abweichende Meinungen, vor allem in den Bereichen Migration, innere Sicherheit, Islam und Corona.

Jetzt haben der Staat und seine Büttel dort alles mehr oder weniger im Griff. Doch es gibt noch immer Nischen und Schlupflöcher, wo das politmediale Establishment noch nicht die Kontrolle über die dort verbreiteten Meinungen hat, wo nicht auf Knopfdruck politisch unerwünschte Äußerungen gelöscht, gesperrt und ausgeschaltet werden können. Das betrifft etwa den Messengerdienst Telegram. Der allein aus den hier angeführten Gründen als gefährlich gilt, zumal sich der russische Betreiber nicht wie Facebook oder Twitter den Wünschen des Establishments beugt. Deshalb starten die Mainstreammedien nun eine Hetz- und Diffamierungskampagne gegen Telegram. Der ORF, bei solchen Vorhaben immer an vorderster Front mit dabei, hat auf seiner Webseite einen langen Artikel über Telegram veröffentlicht. Titel: „Mehrfach bedenklicher Telegram-Boom“.

Gleich im Einleitungssatz macht der ORF klar, worum es ihm geht, warum er diesen „Boom“ für bedenklich hält: „Dem Messenger-Dienst Telegram haftet seit Jahren ein dubioses Image an, aktuell macht die App vor allem aufgrund ihrer Beliebtheit in verschwörungstheoretischen Kreisen von sich reden.“ Das „dubiose Image“ haftet Telegram nicht an, linke Medien wie der ORF versuchen es dem Kommunikationsdienst anzuhängen; mit solchen Artikeln. Und warum hat Telegram in ORF-Kreisen ein schlechtes Image: „Jedenfalls zeigen sich viele Menschen auf Telegram äußerst redefreudig …“

Das wiederum kann eine gebührenfinanzierte linke Meinungsanstalt nicht gutheißen. Ein entlarvender Satz. Es gibt als noch Orte in der Gesellschaft und im digitalen Raum, wo Bürger noch „redefreudig“ sind, wo man sich ohne Angst vor Kontrolle, Zensur und Verfolgung offen über die wichtigen Themen der Gesellschaft austauschen kann. Ohne Blockwarte, Zensoren und andern staatlichen Meinungswächtern.

„(…) im deutschsprachigen Raum ist die Bekanntheit zuletzt gewachsen, weil auch (semi-)prominente Verschwörungstheoretiker wie Xavier Naidoo, Attila Hildmann und Michael Wendler sich auf Telegram zurückzogen (…)“ Auch dieser Satz sagt mehr über den ORF als über Telegram und seine Nutzer aus. Wirklich prominent und nicht nur semi-prominent ist, wer vom politischen Mainstream dazu gemacht wird. Prominente mit der falschen Haltung sind nur semiprominent, so wie Experten mit der falschen Meinung für den ORF umstritten sind. Alles, was außerhalb der linken Blase existiert, ist dumm, umstritten, „semi“, gefährlich und krank.

Natürlich tummeln sich auf Telegram nicht nur semiprominente Verschwörungstheoretiker, Telegram ist auch ein „Rückzugsort für Kleinkriminelle und in seinen tiefen Ecken eine Mischung aus Schwarzmarkt und Raubkopier-Mekka.“ Der ORF versucht den braven Bürger einzuschüchtern und abzuschrecken, ja nicht in Berührung, ja nicht einmal in die Nähe von Telegram zu kommen, so wie er es auch mit der FPÖ und anderen nichtlinken Gruppierungen macht. Ein anständiger Bürger hat mit Telegram, den Freiheitlichen oder Kritikern von Corona-Maßnahmen (= Lebensgefährder) nichts zu tun, am besten kennt er nicht einmal Menschen aus diesem Milieu. Was das kommunistische China offiziell mit seinem Sozialkreditsystem erfolgreich umgesetzt hat – Kontrolle, Überwachung, Disziplinierung, Einschüchterung, Steuerung etc. – passiert in Österreich mit Unterstützung von ORF, NGOs und anderen linken Helfershelfern (noch) auf informeller Ebene.

Doch der ORF erwähnt auch eine positive Seite von Telegram, das bei „Pro-Demokratie-Protesten“ in „Hongkong, Weißrussland und Thailand“ eingesetzt wird. Doch der nächste logische Gedankenschrift überfordert den gemeinen Staatsfunkmitarbeiter. In Hong Kong wird Telegram aus den gleichen Gründen verwendet wie in Deutschland und Österreich. Und die chinesische Staatsmedien hetzen aus den mehr oder weniger gleichen Gründen gegen Telegram wie der ORF. Ja, auch wenn sie der ORF als vertrottelt, geistkrank, debil und gefährlich hinstellt – so wie es auch die chinesischen Medien tun –, wenn die Kritiker gegen die staatliche Corona-Politik protestieren, dann sind das „Pro-Demokratie-Proteste“. ORF-Journalisten haben mehr mit ihren Kollegen von den Staatsmedien in China und Weißrussland gemein als mit jenen mutigen Journalisten, die dort gegen die Unterdrücker anschreiben.

Die österreichischen Staatsfunkmitarbeiter haben offenbar Probleme damit, dass der Staat, die ihm übergeordnete EU und deren Gehilfen noch immer nicht alle Bereiche und Ecken der Gesellschaft ausleuchten und kontrollieren können. Aber keine Angst, es geht dank tatkräftiger ORF-Unterstützung, dank der der Instrumentalisierung einer Pandemie, dank der Politik von Grünen, Sebastian Kurz und Brüssel ohnehin in die richtige Richtung. Unter dem bewährten Hass- und Hetze-Vorwand wird man Telegram auf nationaler bzw. europäischer Ebene in den Griff bekommen. In Brüssel gibt es bereits konkrete Pläne zur totalen Kontrolle verschlüsselter Messenger-Dienste. Der ORF leistet wie die anderen Mainstreammedien gerade die mediale Drecks- und Vorarbeit. Beim Ausschalten von Andersdenkenden waren und sind die Linken von Peking bis Wien gründlich.


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Politische Freiheit ist heute auch der freie Zugang zu sozialen Medien. Doch die gehören internationalen Konzernen, die bestimmen, was gesagt werden darf.

Man soll „Seinen“ Namen nicht aussprechen. Andernfalls kann es auf diversen Socia-Media-Kanälen durchaus Folgen haben, handfeste: Der Betrag wird wie von Geisterhand gelöscht. Es gibt ein hübsches Video, wo etwa „Seine“ Hochzeitsbilder aus einem privaten Facebook-Account verschwinden, weil sie „Seinen“ Namen trugen. „Damnatio memoriae“ nannte sich die Kulturtechnik im alten Rom, damals übrigens noch ex post an Denkmälern und Inschriften ausgeübt. Wir sind längst schneller, alltäglicher. Der politische Tod, so der Gedanke, tritt mit der Tilgung in den sozialen Medien ein. Und so löschen Twitter, Facebook, Instagram, Tiktok auf Zuruf linker Hasser, was nicht zu den Geschäftsbedingungen passt. Kein kleines Problem, aber keines, zu dem einer einen „Letzten Aufruf“ startet.

Pluralität im politischen Diskurs besteht darin, dass es unterschiedliche politische Postionen gibt, sagt die Binsenwahrheit. Der demokratische Staat garantiert, so die Grundannahme, dass die verschiedenen Richtungen in friedlichem Wettstreit miteinander versuchen, den mündigen Bürger mit rationalen Argumenten davon zu überzeugen, ihre Position zu übernehmen und bei der Wahl entsprechende Mehrheitsverhältnisse zu schaffen. (So viel zur edlen Theorie, als gelernte Österreicher sind wir geneigt zu wissen, dass es letztendlich darum geht, was die Parteien im Staat besitzen und an ihre Anhängerschaft verteilen können.) Vorbei sind allerdings die Zeiten, in denen die Bürger bei Versammlungen, mit Flugblättern und auf der Straße angesprochen wurden. Heute geht es direkt zum Empfänger, soziale Medien verkürzen den Weg. Direkte Demokratie am Handy. Und es bleibt jedem von uns überlassen, welche Meinung er sich gönnen will, egal ob gute Gesinnung oder idealistischer Irrsinn. Wir leben in Zeiten, in denen auch Bombenbaupläne und Hardcore-Pornos nur einen Klick entfernt sind.

Großkonzerne und Linksextreme Hand in Hand

Doch was ist, wenn es gar nicht um diesen radikalliberalen oder freiheitlichen Zugang geht. Längst bestimmen Konzerne ihr eigenes Spiel. Und dann laufen zum Beispiel antikapitalistische Linksextremisten zu den kapitalistischen US-Giganten der Branche und lassen zensieren: die Hasser definieren, wer ein Hassposter ist und was Fake News sei. Oft genug Bezeichnungen, die auf sie selbst zutreffen. Wir haben durchaus mit Amüsement die Unterhaltung zweier linksextremer Untergrundorganisationen mitverfolgt, die einhellig der Meinung waren, dass auch die Stimmen unseres Verlages von Social Media verschwinden müssten … 

Wobei man eben gerne vergisst: Facebook, Twitter und Co. haben zwar irgendwie die Aufgabe der Agora übernommen. Aber sie sind eben nicht eine freie Öffentlichkeit, sondern Plattformen, die Firmen gehören, die wiederum von Eigeninteressen bestimmt sind – oder auch von amerikanischer Politik und ihren Maßstäben. Da wird Ringen um Identität plötzlich zu „white supremacy“ und pointierte politische Kritik zu „hate speech“ – und schon ist man weg von der vermeintlichen Agora. „Er“ kann ein Lied davon singen … 

Und wenn es „Ihn“ trifft, wird es als nächstes andere treffen, die staatlich finanziert als „rechtsextrem“ ins Ecklein gestellt werden, das türkis-grüne Regierungsprogramm sieht ja die Finanzierung der antifreiheitlichen Kampfgemeinschaften vor. Vielleicht erreicht die außerstaatliche Zensur aber auch das politische Mittelfeld, das sich derselben Probleme wie die FPÖ kritisch annehmen will. Kritik an gewissen Themen, das lernt man ja ganz schnell, kann nur „Hassrede“ sein … Die eigentliche Frage ist aber nicht, wie man den Blödsinn im Netz reguliert, sondern wie sichergestellt wird, dass digitale Soziale Medien, die einer globalen Struktur gehören und wesentlich Öffentlichkeit formen, Sprechregeln haben, die politische Freiheit in unserer Gesellschaft garantieren. Gerade weil der Markt für Medien in Österreich kein freier Markt ist – sondern eine Förderungslandschaft. Die grüne Mediensprecherin Eva Bimlinger sagt ja ganz offen, was die Grünen wollen: das eigene Klientel mit Steuergeld versorgen. Die Medienförderung muss etwa Jobs bei linken Nischenmedien („Südwind“ und „an.schläge“) sichern. Ideologisch nicht passende Publikationen sollen sich dagegen „selbst erhalten“.

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Heinrich Sickl, Geschäftsführer Freilich Magazin

Luxusprobleme derer, die am staatlichen Tropf hängen. Wir produzieren unser Magazin ohne staatliche Förderung. Und wir sind mit unseren Lesern über Social Media in direktem, täglichem Kontakt. Auch so reichen wir Fakten und alternative Meinungen weiter … 

Und wir würden nie auf die Idee kommen, „Seinen“ Namen auszuschreiben. Auf Facebook gilt „Er“ ab sofort als „gefährliche“ Person. Wer nur „Seinen“ Namen schreibt, wird blockiert oder gesperrt. Wenn Sie also ein lustiges Selbstexperiment in digitaler Demokratie wagen wollen oder etwa ihren Account nicht mehr brauchen: Schreiben Sie einfach „Martin Sellner“ rein.

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