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Stefan Magnet

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Wir haben mit Medienmacher Stefan Magnet über sein Buch „Nach Corona: Warum die Globalisten scheitern werden und die Menschheit erwacht“ und die Entwicklungen im Zuge der Corona-Krise gesprochen.

FREILICH: Herr Magnet, lassen Sie uns über Ihr Buch „Nach Corona: Warum die Globalisten scheitern werden und die Menschheit erwacht“ sprechen. Sie kamen damit Ende des letzten Jahres raus und sehen die Krise ganz offenbar als Chance.

Stefan Magnet: Ja, das ist richtig. Die Corona-Krise hat die momentanen sozialen, politischen und ökonomischen Dinge gewissermaßen als misstönender Schlussakkord zusammengefasst, denn die Wirtschaft und das Geldsystem stehen ja seit spätestens 2007 am Abgrund, und es hätte auch vor 2020 jederzeit zum Kollaps, zum großen Crash kommen können. Jetzt wollen die Verantwortlichen für die katastrophale Schieflage die Pandemie-Krise nutzen und im Windschatten des Ausnahmezustandes vollendete Tatsachen schaffen.

Das Buch „Nach Corona: Warum die Globalisten scheitern werden und die Menschheit erwacht“ von Stefan Magnet können Sie HIER bestellen.

Die „Neue Weltordnung“ der radikalen Globalisten soll realisiert werden. Instrumentalisierte Staaten zeigen sich als willfährige Vollstreckungsgehilfen gegen die Völker und das medial gehypte Angstszenario soll die Menschen panisch und dann gefügig machen. Inszeniert „allwissende“ Machthaber übernehmen die Erlöserrolle und führen die Schäfchen zum gewünschten Ort. Wir sehen das bereits bei der Impfthematik, die ja aus pharmakologisch-medizinischer, ökonomischer und moralischer Sicht ein übles Kasperltheater allerdings mit ernsten, gesundheitlichen und staatsbürgerlich entmündigenden Folgen darstellt.

Vom Erwachen der Menschheit noch keine Spur…

Zugegeben. Jedenfalls aktuell noch nicht umfassend. Trotzdem hat die Wirklichkeit schon Millionen wachgerüttelt. Das sehen Sie nicht zuletzt an den „Querdenker“-Demos in Wien und Berlin, in den Niederlanden, in Italien. Die Einschläge der machtseitig genutzten Virusbedrohung kommen den Menschen offenbar mittlerweile zu nahe und immer näher. Die verordneten Beschränkungen zur Pandemie-Bekämpfung dringen als Einschnitte immer mehr in den persönlichen Bereich vor. Immer mehr Menschen werden in ihrer intimsten Wohlfühlzone gestört und sagen: So kann und will ich nicht weitermachen. Und sie erkennen: Ich kann mich dieser miesen Lage nicht entziehen, indem ich mich abwende und fliehe.

Der Verhaltensforscher Eibl-Eibesfeldt hat festgestellt, „Verdrängung und Wirklichkeitsflucht kennzeichnen insbesondere unseren Umgang mit brennenden Zeitproblemen“, was aber offensichtlich nur so lange gilt, so lange diese Probleme zur Lösung an die Politik und ihr Personal weiter delegiert werden können. Wenn es allerdings eng, beengend wird, wenn die Einschränkung der Grundrechte, die allgemeine Bevormundung, die Ausgangssperren überhandnehmen, wachen die meisten auf. Das Freiheitsbedürfnis, der Drang zur Eigenbestimmtheit ist bei den meisten Menschen ja letztlich durchaus noch vorhanden.

Ist das, wird das der Stolperstein für die Globalisten?

Einer von vielen. Weltweit hat sich doch längst ein Wandel vollzogen. Trotz suggerierter Meinungsvielfalt und einer irrsinnigen Informationsflut haben wir in Europa noch nicht ganz mitbekommen, dass sich der Nationalismus weltweit wieder auf dem Vormarsch befindet. Schauen Sie nur nach Osteuropa. National gesonnene Regierungen haben sich da durchgesetzt. In diesen Staaten gibt eine Politik den Ton an, die die eigene Bevölkerung und deren Kultur und deren Identität in den Mittelpunkt stellt.

Das bedeutet, dass trotz aller wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Zugeständnisse an die Globalisierung das eigene Land, das eigene Volk, der eigene Fortschritt und Nutzen an oberster Stelle stehen. In der durch die Globalisierung bewirkten Aufweichung kultureller und identitärer Abgrenzungen haben die meisten Staaten und Völker um eine Positionierung gerungen. Und ihre Antwort war: Vernetzung und Austausch? Ja! Auflösung unsrer selbst? Nein!

Stehen wir Europäer, die Österreicher, die Deutschen an dieser Weggabel?

Oh ja. Und wie gesagt, den Allermeisten ist das irgendwie bewusst. Der Widerstand gegen die Fremdbestimmung wächst. Der europäische Mensch ist seit vielen Jahrhunderten auf der Suche nach seinem richtigen, seinem stimmigen Weg. In der aktuell besonders spürbaren europäischen Identitätskrise erkennen wir das Ergebnis einer Entwurzelung, die zwar in den letzten Jahrzehnten umfassend vorangetrieben wurde, aber geistesgeschichtlich viel weiter zurückreicht. Ich nenne nur die geopolitischen Machtverschiebungen im 20. Jahrhundert, die industrielle Revolution, die Oktoberrevolution, die Französische 1789 und natürlich auch die Christianisierung.

Um sich selbst zu finden, reicht es nicht, die 60er Jahre mit dem 68er-Mythos wiederzubeleben. Wir müssen vielleicht auch unsere mythischen Urquellen wiederentdecken. Nur aus einem sehr tief reichenden, kulturellen Verständnis europäischer Besonderheiten ist ein erfolgreicher Widerstand gegen den Diebstahl unsrer Freiheit und unsrer Identitäten möglich. Corona zeigt uns als Signum einer epochalen Umbruchszeit den Weg.

Herr Magnet, vielen Dank für das Gespräch!

Stefan Magnet ist freier Journalist und selbständiger Werbeunternehmer. Neben seinem Video-Blog auf Youtube mit 56.000 Abonnenten engagiert er sich stark bei der Zeitung „Wochenblick“. Der mehrfache Vater verbringt seine Freizeit gerne mit seinen Kindern, beim Sport, in der Natur und in den Bergen.  


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Ibiza, Europawahl, Spesenskandal, Wienwahl … Die Freiheitliche Partei schüttelt es ordentlich. Nachdem sie luftige Höhen erreicht hatte, zieht es sie wieder nach unten, reißt es Lücken in ihre Reihen, wenden sich Wähler enttäuscht von der FPÖ ab. Die neue FREILICH Politische Studie analysiert Lage und Perspektiven der Freiheitlichen.

Die FPÖ vermeidet einerseits aus verständlichen Gründen eine inhaltliche Diskussion. Andererseits wäre genau jetzt ein klarer freiheitlicher Zukunftskurs gefragt.

Das FREILICH-Magazin hat die unterschiedlichsten Autoren gebeten, ihre Meinungen und Analysen zu den Problemen und Herausforderungen der Freiheitlichen für die Zukunft niederzulegen. Sie tun das in der Gewissheit, dass es einerseits eine freiheitliche Kraft im Lande braucht, dass man sich aber andererseits auch Gedanken machen muss, wie bisherige redundante Probleme zu vermeiden sind, die den Charakter dieses politischen Lagers scheinbar prägen.

Wir fassen die sehr unterschiedlichen Texte in dieser Politischen Studie unter dem auffordernden Titel „Aufstehen!“ zusammen. Da ist der Rechtsintellektuelle Martin Lichtmesz, der bekennt, dass er diesmal die FPÖ nicht gewählt hat. Da ist der erfolgreichste Blogger Österreichs, Andreas Unterberger, der die Krise aus seiner persönlichen Sicht analysiert und der FPÖ auch ein paar Tipps mitgibt. Robert Willacker und Christoph Pöchinger geben den konkret Rat, die Partei solide und mit klarer Haltung auszurichten. FREILICH-Kolumnist Werner Reichel weiß, dass in der kommenden Krise eine freiheitliche Alternative gefragt ist und eine Wurzel für einen neuerlichen Aufschwung angelegt ist. TAGESSTIMME-Chefredakteur Stefan Juritz will, dass die FPÖ am Puls des Volkes bleibt. Kolumnist Stefan Magnet fordert die Glaubwürdigkeit der Freiheitlichen ein, denn ohne Glaubwürdigkeit ist alles nichts. Zusätzlich sammeln wir wichtige Stimmen zur Diskussion und stellen sie als Presseschau vor.

Hier die aktuelle FREILICH Politische Studie „Aufstehen! – Die Zukunft der Freiheitlichen nach Ibiza und der Wien-Wahl 2020“ gratis herunterladen.


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Die FPÖ hat bei einem großen Teil ihrer Wähler etwas verspielt, was man in Parteikreisen wohl vor wenigen Jahren selbst nicht für möglich gehalten hat: Das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit.

Und das ist der Anfang vom Ende, wenn es nicht grundsätzlich (ich vermeide angesichts der internen Aufgeregtheit dieser Tage das gängigere Wort „radikal“, damit auch betont Anti-Radikale weiterlesen mögen) zu einem Stilwechsel kommt, der sich erkennbar vom „System HC Strache“ abhebt. 

Ich will mich mit meinem Kommentar nicht auf den Wien-Wahlkampf konzentrieren, sondern auf ein Gefühl dahinter, welches sich bei vielen Blauwählern eingeschlichen hat und welches ich immer und immer wieder zu spüren bekomme, wenn mir eingefleischte FPÖ-Wähler erklären, warum  sie „ab jetzt sicher nicht mehr wählen gehen“. 

Vorbild 

Der Kopf der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Mahatma Gandhi, hat einmal etwas gesagt, was alle großen Männer, die etwas verändert haben in der Welt, so ähnlich formuliert haben: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Das bedeutet auf die FPÖ umgelegt: Wer gegen ein korruptes System in die Schlacht zieht, wer vorgibt den bescheidenen „kleinen Mann“ zu vertreten, wer Anständigkeit und Ehrlichkeit predigt, der muss auch so sein. Menschen unserer Artung wollen Typen folgen, die voll und ganz – auf ganzer Ebene – Vorbild sind. Nicht nur auf der Bühne, im Scheinwerferlicht, sondern auch hinter den Kulissen und im Privatleben. Und das kriminell aufgenommene Ibizia-Video zeigte einen unappetitlichen Blick hinter die Kulissen, der deshalb so verheerend war, weil ein über Jahre aufgebautes und teils inszeniertes Bild urplötzlich zusammenbrach. Wenige Tage nach dem Ibiza-Video schrieb ich daher in einer Kolumne für die Zeitung „Wochenblick“ folgende Zeilen, denn ich hatte mein Urteil fertig: 

“Wie im alten Rom: Nicht nur die Art und Weise, wie Strache durch eine kriminelle Intrige, ein politisches Attentat, zu Fall gebracht wurde, auch die Form der dekadenten Gebärdung des FPÖ-Chefs erinnert an den Niedergang im antiken Reich.

Denn auch Rom war für seine auf die Couch gelehnten Senatoren bekannt, die im Alkohol- und Frauentaumel die Geschicke der Republik leiten wollten. Wie die Geschichte mit Brot und Spielen geendet hat, wissen wir. Dass Strache seit 14 Jahren im Dauereinsatz stand, dass er eine schwache Minute hatte oder ähnliche Erklärungen, interessiert die Österreicher herzlich wenig. Und es geht nicht darum, dass „die anderen auch nicht besser“ wären! Klar: Die Verhaberung und Parteienverfilzung ist in Österreich allgegenwärtig. Im tiefschwarzen Niederösterreich oder im dunkelroten Wien etwa ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Staatsbedienstete „das richtige Parteibuch“ besitzen müssen, um überhaupt auf die Idee zu kommen, im Staatsdienst aufzusteigen. Dass Staatsaufträge grundsätzlich auch nur an genehme Firmen vergeben werden, ist auch ein offenes „Geheimnis“. Und zu den von Investoren, Banken oder Inseraten „völlig unabhängigen“ Medien wollen wir keine Worte mehr verlieren…

Abgehobenheit, Machtgier, Protz und Luxus: Dieses Bild vermittelt seit Jahrzehnten eine zweifelhafte Elite, die sich so vom Volk entfernt hat. Doch genau darum geht es: Diese dekadente Abgehobenheit wurde in den letzten Jahren abgewählt, indem man die FPÖ als „Game Changer“ gewählt hat. Deshalb ist es umso unverzeihlicher, wenn ein solcher Polit-Stil mit der FPÖ fortgesetzt werden würde.”

Glaubwürdigkeit

Ständig idealistisch für die Gemeinschaft und die Sache im Einsatz. Selbstlos, aufopfernd. Bescheiden und am Boden geblieben. – So verkaufte sich HC Strache und so verkauften ihn seine Parteistrategen. Es ist nicht stimmig, wenn so jemand dann seine im Ehestreit kaputt gegangene Rolex von der Partei reparieren lässt, obwohl er dies nachweislich von seinem Parteigehalt hätte erledigen können. Nur als ein Beispiel. Und hier hat das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit massiv gelitten, denn meist sind es die kleinen Gesten… 

Zudem wurde im politischen Kampf nahezu nichts erreicht. So ehrlich muss man sein: Was blieb nach zwei freiheitlichen Regierungsbeteiligungen auf Bundesebene übrig? Was hat die kurzen Perioden im Bundeszirkus überstanden? Wo sind die realen Stützpunkte etwa in Form von patriotischen Häusern, Jugendclubs, Städten der Begegnung? Wo die Akademien, Vereine, Think-Tanks oder Medienprojekte, die in der Hochzeit aufgebaut wurden, um auch ein Tief überdauern zu können? Die Maßnahmen der FPÖ-Minister wurden fast ausnahmslos binnen kürzester Zeit rückgängig gemacht. Abmontiert, wird das „Ausreise-Schild“ im Traiskirchner Asylzentrum oder die 140er Tafeln auf der Autobahn. 

Unsägliche 12 Jahre

2005 sagte ÖVP-Schüssel, dass es ihm nicht mehr möglich sei, mit der FPÖ zu koalieren.  Die Wähler der FPÖ mussten 12 Jahre warten, bis die Freiheitlichen wieder die Chance bekamen, in die Regierung einzuziehen. Eine verdammt lange Zeit für jenen Teil unseres Volkes, der erkannt hat, dass mit jedem Jahr Land und Volk mehr abgeschafft werden und es nicht „nur um Politik“, sondern um eine grundsätzliche biologische und kulturelle Seinsfrage geht. Schon nach 1,5 Jahren hieß es dann erneut, dass man mit der FPÖ einfach nicht kann (ein Wording übrigens, das von der ÖVP schon im Wahlkampf 2017 festgelegt wurde) und ÖVP-Kurz sprach 2019 die bekannten Worte „genug ist genug“. 

Alle Hoffnungen, die die Freiheitlichen emotional auf sich vereint hatten, wurden zerschlagen. Und wie leichtfertig! Strache und Umfeld hätten auch in gewissen Wiener Clubs der Dekadenz überführt werden können, aber zugegeben: Ibiza passt besser ins Drehbuch. Und das ist der Vorwurf: Wie konnte das nur passieren? Weil Anspruch und Wirklichkeit weit voneinander entfernt liegen. 

Hat die FPÖ es geschafft durch den Tausch des Spitzenkandidaten das Image zu wechseln? Wie lange kann Strache noch für das Scheitern der FPÖ verantwortlich gemacht werden? Fakt ist: Die FPÖ konnte auch bei der Wien-Wahl nicht genügend Vertrauen aufbauen, dass man es ihr zugetraut hätte, tatsächlich eine reale Veränderung herbei zu führen. Doch das Gute zum Schluss: Die Wähler wechselten größtenteils nicht beliebig zu einer anderen Partei. Sie wandten sich nur vom System ab. Über 100.000 Wiener verzichteten lieber auf ihr Recht ihre Stimme abzugeben und blieben zuhause. Und ich behaupte: Diese Wahlverweigerer denken freiheitlich, anti-globalistisch, heimattreu. Aber sie haben der FPÖ bei der Wien-Wahl offenbar nicht mehr zugetraut, hier genügend glaubwürdig zu sein. 

Stefan Magnet ist Werbeunternehmer (Agentur Medienlogistik), Kommentator im Bereich der alternativen Medien und betreibt einen Videoblog. Er arbeitet und lebt in Oberösterreich. 


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