Die derzeitige Diskussion um verfügbare Spitalsbetten werfe mehr Fragen als Antworten auf. Die dargestellten Zahlen zeigen nur jene Betten an, die zur Covid-Behandlung zur Verfügung gestellt und gemeldet werden. Dieser Wert ändere sich aber wöchentlich um mehrere tausend Betten, so die Kritik.

Da jedes Bundesland die Zählweise anders handhabt, sei die Möglichkeit der bewussten Inkaufnahme von falschen Zahlen und einer Fehlinterpretation der vorhandenen Kapazitäten gegeben, erklärt FPÖ-Gesundheitssprecher Kaniak.

Gerade einmal 2,8 Prozent der Betten belegt

Derzeit könne man von etwa 42.000 öffentlichen Krankenbetten in Österreich ausgehen, von den momentan gemeldeten 10.110 verfügbaren Normalbetten seien aktuell 1.197 Betten von an Covid erkrankten Patienten belegt, was knappe zwölf Prozent, beziehungsweise 2,8 Prozent der Gesamtkapazität bedeute. Von einer Verknappung der Versorgung könne somit nicht gesprochen werden. „Eine falsche Vorgangsweise kann ein Grund zur Verschiebung von wichtigen Behandlungen oder Operationen sein“, warnt Kaniak.

Privatspitäler müssen mitgezählt werden

Dringend notwendig sei daher ein einheitliches und transparentes Meldeschema für Normal- und Intensivbetten über das gesamte Bundesgebiet. Auch sollten jene 20.000 Betten aus privaten Spitälern mitgezählt werden, da diese wichtige Kapazitäten für Behandlungen und Operationen sicherstellen können.

Nicht jeder muss ins Krankenhaus

Ebenso müsse es ein einheitliches bundesweites Aufnahme- und Entlassungsverfahren geben. Symptomfreie Verdachtsfälle könnten ebensogut in häusliche Betreuung entlassen werden wie Patienten mit überstandener Erkrankung, betonte der FPÖ-Gesundheitssprecher. Österreich sei noch lange nicht an seine Kapazitätsgrenzen in den Spitälern anlangt. Sicher sei allerdings, dass wir Gefahr laufen, durch falsche Daten von der schwarz-grünen Regierung in eine ungerechtfertigte Panik und in einen zweiten Lockdown zu geraten.


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  • csmSpitalintensiv_9cc7bb8de1: Ahmad Ardity via Pixabay

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