Kickl übt scharfe Kritik an den Aussagen von Bundeskanzler Nehammer in der ORF-Pressestunde.

„Wenn ÖVP-Kanzler Nehammer fernab jeglicher Diplomatie die USA und Großbritannien als Österreichs ‚Alliierte‘ bezeichnet, entfernt er unser Land mit all seinen außenpolitischen Erfahrungen immer mehr vom diplomatisch-neutralen Boden“, reagierte FPÖ-Bundesparteiobmann Kickl auf Aussagen des Kanzlers in der ORF-Pressestunde. Vielmehr solle Nehammer Österreich als unparteiischen Boden anbieten, um wieder friedensstiftende Verhandlungen zu forcieren und aufnehmen zu können.

„Wie nicht anders zu erwarten, schwadronierte der Kanzler wichtigtuerisch herum, freilich ohne eigenständige Lösungen und Handlungen anzubieten oder vorzuschlagen. Es sind nur Plattitüden, wenn Nehammer davon spricht, dass er mit dem ukrainischen Präsidenten übereinkommt, einen Boden für Verhandlungen zu bieten, wenn er dann im selben Atemzug betont, dass sich Russland diesen sowieso nicht anschließen wolle. Aktuell habe aber der ukrainische Präsident Selenskyj den Dialog mit Russland in der Stadt Gomel (Belarus) ausgeschlagen und andere Orte wie Warschau, Budapest, Istanbul und Baku vorgeschlagen – keine Rede von Wien, betonte Kickl.



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  • Herbert Kickl: Bwag via Wikipedia