Spätestens seit dem G20-Gipfel 2017 steht Hamburg symbolisch für den erstarkenden Linksextremismus. Bei den diesjährigen Bürgerschaftswahlen entfielen 72,5 Prozent der Stimmen auf Parteien links der CDU. Erst im Januar dieses Jahres warnte der Hamburger Verfassungsschutz vor einer neuen Eskalationsstufe des Linksextremismus. Auch die Universität hat ein Problem mit Antifa-Gruppen.

Dass Konservative es in der Hansestadt nicht leicht haben, erfuhren die Politiker der AfD um ihren Landesvorsitzenden Dirk Nockemann, ehemaliger Innensenator, am eigenen Leib. Infostände wurden attackiert, Gastwirte bedroht und Parteivertreter eingeschüchtert. Der Wahlkampf der Partei war auch ein beständiger Kampf gegen antifaschistische Attacken.

Die Jugend wählt links(-extrem)

Ein Blick auf die Wählerstruktur während der Hamburger Bürgerschaftswahl 2020 verrät, dass es vor allem junge Menschen sind, die mehrheitlich linke bis linksextreme Positionen vertreten. Fast Dreiviertel der Jungwähler zwischen 16 und 24 Jahren machten ihr Kreuz bei den Grünen, der SPD oder der Linkspartei. Laut Infratest dimap wählten 73 Prozent der Wähler mit „hoher Bildung“ die zuvor genannten Parteien. Und tatsächlich wirkt es so, als fungiere die Universität Hamburg als eine Art Kaderschmiede des militanten Antifaschismus.

Linksextreme Umtriebe an der Uni Hamburg

Nicht erst seit den Tumulten anlässlich der Vorlesungen von AfD-Mitgründer Bernd Lucke steht die Studentenschaft der Universität Hamburg im Ruf, besonders stark durch Antifa-Strukturen geprägt zu sein. Bilder aus der Sozialwissenschaftlichen Fakultät (siehe unten) belegen die Existenz solcher Strukturen eindeutig. Auf unsere Nachfrage wollte sich die Universitätsleitung nicht zu den Bildern äußern.

Auch bei den jüngsten Wahlen zum Studentenparlament schlug sich die linke bis linksradikale Geisteshaltung vieler Hamburger Studenten in den Ergebnissen nieder. Stärkste Kraft wurde die Liste „CampusGrün“, dahinter reihen sich etwa die Liste von „Fridays for Future“, die Hochschulgruppe der Jungsozialisten oder „Liste LINKS“ ein.

VS-Chef Voß: „Neue Eskalationsstufe des Linksextremismus“

In einem Antrag der AfD-Fraktion heißt es unter anderem, die Universität Hamburg stelle seit Jahren linksextremistischen und zumeist gewaltorientierten Gruppierungen, die vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet würden, Räume für politische Veranstaltungen, Vorbereitungs- und Vernetzungstreffen sowie Aktions- und Blockadetrainings zur Verfügung, darunter etwa die „Interventionistische Linke“ (IL) oder die Gruppierung „NIKA“. Deshalb forderten die Politiker u.a. eine Distanzierung der Hochschulleitung von gewalttätigen und extremistischen Gruppen.

Auch Thorsten Voß, Chef des Hamburger „Verfassungsschutzes“, warnt vor einer neuen Eskalationsstufe des Linksextremismus. Im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ betonte Voß, dass sich Taten der linksextremen Szene nicht mehr ausschließlich gegen „Sachen wie Wohnungen, Parteibüros oder Fahrzeuge“ richteten, sondern mittlerweile auch direkt gegen das Leben und die Gesundheit von Menschen.

Laut „Verfassungsschutz“ leben in Hamburg derzeit 935 gewaltorientierte Antifaschisten. Die Warnung von Voß ist eindeutig: „Das zusammen bringt mich zu der Einschätzung, dass wir uns in Richtung eines neuen Linksextremismus bewegen.“

Lesen Sie HIER das Interview mit Alexander Wolf, Fraktionsvorsitzender der AfD in der Hamburger Bürgerschaft und Beisitzer im AfD-Bundesvorstand.

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Bildquelle

  • Vandalismus Uni Hamburg: Bildrechte beim Autor

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