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Heinz Faßmann

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Viele Studenten sind durch die Corona-Krise am Limit, doch Minister Faßmann glänzt durch Planlosigkeit. Der Obmann der Freiheitlichen Studenten (RFS) Lukas Heim schreibt auf FREILICH über die momentane Situation an Österreichs Hochschulen.

Es ist wieder Ruhe eingekehrt in Österreichs Hochschulen. Nach dem Chaos der letzten Wochen und Monate gibt es nun ein paar Wochen Pause, bevor es im Herbst wieder losgeht. Nur, es fehlt an Perspektiven.

Schon früh in der Corona-Krise war klar, dass es einen Fahrplan für Österreichs Hochschulen geben muss. Es braucht klare Vorgaben, an die sich die Hochschulen zu halten haben und die für die Studenten Rechtssicherheit schaffen. Dieser Fahrplan blieb bis dato aus. Als Folge der Tatenlosigkeit von Wissenschaftsminister Faßmann mussten die Hochschulen und Universitäten eigene Richtlinien entwerfen, die oft mehr schlecht als recht sind.

Einen Monat Prüfung?

Ein Beispiel der Universität Wien: Hier sehen die Richtlinien vor, dass Lehrveranstaltungsleiter bis zu vier Wochen nach der Prüfung stichprobenartige Überprüfungen der online erbrachten Leistungen durchführen können. Der Haken: Wer zum Termin der Überprüfung keine Zeit hat, wird automatisch negativ benotet. Schreibt ein Student also mehrere Prüfungen in einer kurzen Zeit, läuft er Gefahr durch zeitliche Überschneidungen negative Beurteilungen zu erhalten. Das passiert ihm ebenso, wenn er den bereits absolvierten Prüfungsstoff wieder vergessen hat.

Ohne Job und ohne Unterstützung

Zwei von drei Studenten arbeiten neben ihrem Studium. Zumindest war das vor Corona so, denn viele von ihnen haben auf Grund der Corona-Maßnahmen und der daraus resultierenden Wirtschaftskrise ihren Job verloren. Da sehr viele Studenten nur geringfügig angestellt sind, fallen sie auch durch sämtliche staatliche Hilfsnetze, wenn der Job plötzlich weg ist und die Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), die für solche Fälle einen Härtefallfonds eingerichtet hat, beschäftigt sich lieber mit internen Streitereien als mit der Hilfe für die Studenten.

Dennoch wurde die weit verbreitete Forderung der Aussetzung des Studienbeitrags (rund 363 Euro) von Wissenschaftsminister Faßmann ignoriert. Auch von den Hochschulen erhalten die Studenten keine Unterstützung – im Gegenteil: An vielen Hochschulen werden auf Grund von Sparmaßnahmen die Plätze für Studienassistenten sogar gestrichen.

Die Planlosigkeit von Minister Faßmann

Trotz all diesen Beispielen scheint Minister Faßmann nicht gewillt einen Fahrplan für Österreichs Hochschulen zu erstellen. Dabei ist es an der höchsten Zeit für klare Verhältnisse und Rechtssicherheit zu sorgen und die Ängste und existenziellen Nöte der Studenten wahrzunehmen und sie zu unterstützen.

Die freiheitlichen Studenten forderten bereits im April von Minister Faßmann Klarheit. In einer Aussendung kritisierten sie, dass ein neutrales Semester nicht ausreichen würde „Vielmehr muss nun ein umfassendes Paket geschnürt werden, das vom Erlass der Studiengebühren über eine Außerkraftsetzung der regulären Frequenz an Prüfungsaktivitäten bis hin zu einem zusätzlichen Toleranzsemester reicht.“ Minister Faßmann blieb eine Antwort schuldig.

Lukas Heim studiert Politikwissenschaft und ist Bundesobmann und Mandatsträger des Rings Freiheitlicher Studenten.

Zum Ring Freiheitlicher Studenten geht es HIER.


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