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Vera Lengsfeld

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Schriftsteller, deren Bücher aus dem Sortiment genommen werden, pauschal verbotene Demonstrationen und Vorlesungen, die nicht stattfinden können – die Liste ließe sich endlos weiterführen. Vielen Intellektuellen und Kulturschaffenden reicht es. Unter der Initiative von Milosz Matuschek und Gunnar Kaiser rufen sie jetzt dazu auf, das Denken aus dem Würgegriff zu befreien. Unter den Erstunterzeichnern finden sich Namen wie Norbert Bolz, Raphael M. Bonelli und Vera Lengsfeld. Wir bringen den Aufruf im Wortlaut.

Befreien wir das freie Denken aus dem Würgegriff!

Absagen, löschen, zensieren: seit einigen Jahren macht sich ein Ungeist breit, der das freie Denken und Sprechen in den Würgegriff nimmt und die Grundlage des freien Austauschs von Ideen und Argumenten untergräbt. Der Meinungskorridor wird verengt, Informationsinseln versinken, Personen des öffentlichen und kulturellen Lebens werden stummgeschaltet und stigmatisiert.

Lautstarke Minderheiten von Aktivisten legen immer häufiger fest, was wie gesagt oder überhaupt zum Thema werden darf.

Wir erleben gerade einen Sieg der Gesinnung über rationale Urteilsfähigkeit. Nicht die besseren Argumente zählen, sondern zunehmend zur Schau gestellte Haltung und richtige Moral. Stammes- und Herdendenken machen sich breit. Das Denken in Identitäten und Gruppenzugehörigkeiten bestimmt die Debatten – und verhindert dadurch nicht selten eine echte Diskussion, Austausch und Erkenntnisgewinn. Lautstarke Minderheiten von Aktivisten legen immer häufiger fest, was wie gesagt oder überhaupt zum Thema werden darf. Was an Universitäten und Bildungsanstalten begann, ist in Kunst und Kultur, bei Kabarettisten und Leitartiklern angekommen.

Ohne freie Debatten und freie Rede gibt es keine funktionierende Demokratie.

Inzwischen sind die demokratischen Prozesse selbst bedroht. Der freie Zugang zum öffentlichen Debattenraum ist die Wesensgrundlage eines jeden künstlerischen, wissenschaftlichen oder journalistischen Schaffens sowie die Basis für die Urteilskraft eines jeden Bürgers. Ohne freie Debatten und freie Rede gibt es keine funktionierende Demokratie. Wie wollen wir in Zukunft Sachfragen von öffentlichem Interesse behandeln? Betreut und eingehegt – oder frei?

Die gezielte Verunglimpfung von Intellektuellen, Künstlern, Autoren und jedem, der von der aktuell herrschenden öffentlichen Meinung abweicht, ist eine inakzeptable Anmaßung. Freie Rede und Informationsgewinnung sowie freie wissenschaftliche oder künstlerische Betätigung sind Rechte und nicht Privilegien, die von dominierenden Gesinnungsgemeinschaften an Gesinnungsgleiche verliehen und missliebigen Personen entzogen werden können. Es ist dabei unerheblich, auf welcher politischen Seite die Gruppierung steht, ob sie religiös, weltanschaulich oder moralisch motiviert ist – ein Angriff auf die Demokratie bleibt ein Angriff auf die Demokratie.

Wir fordern sämtliche Veranstalter, Multiplikatoren oder Plattformbetreiber auf, dem Druck auf sie standzuhalten und nicht die Lautstarken darüber entscheiden zu lassen, ob eine Veranstaltung stattfindet oder nicht.

Wir solidarisieren uns mit den Ausgeladenen, Zensierten, Stummgeschalteten oder unsichtbar Gewordenen. Nicht, weil wir ihre Meinung teilen. Vielleicht lehnen wir diese sogar strikt ab. Sondern weil wir sie hören wollen, um uns selbst eine Meinung bilden zu können.

Wir möchten das unselige Phänomen der Kontaktschuld beenden.

Wir möchten das unselige Phänomen der Kontaktschuld beenden. Ohne sie wäre die Absageunkultur nicht möglich. Kontakt ist nicht geistige Komplizenschaft. Die Nutzung einer gemeinsamen Plattform oder Bühne ändert nichts daran, dass jeder für sich spricht und auch nur dafür verantwortlich ist, was er oder sie sagt.

Auch die Unterzeichner dieses Appells sprechen jeweils nur für sich selbst. Uns eint vielleicht nichts, außer die Sehnsucht nach einer aufregenden, für beide Seiten erhellenden Konversation und nach einem vielfältigen Kulturangebot, was auch immer jede und jeder darunter verstehen mag.

Milosz Matuschek & Gunnar Kaiser

Den Aufruf können Sie HIER mit Ihrer Stimme unterstützen! Die Liste mit allen Erstunterzeichnern finden Sie HIER.


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Ist Europa ein Auslaufmodell? Der Migrationsdruck steigt, die Schuldenberge der EU-Staaten wachsen, Experten warnen angesichts von Billig-Geld und Negativzinsen vor einem Finanzcrash. Immer mehr Bürger haben Angst, ihre Meinung offen auszusprechen, in Frankreich gehen Hunderttausende gegen die Regierung auf die Straße. In West- und Mitteleuropa entstehen islamische Parallelgesellschaften, in Deutschland wird eine 17-jährige Weltuntergangsprophetin verehrt.

Wirtschaftlich, technologisch und militärisch verliert Europa den Anschluss, ist kaum noch in der Lage, auf Krisen adäquat zu reagieren. Großbritannien, die USA und Russland wenden sich ab. Wohin steuert Europa? Wie werden wir, unsere Kinder und Enkelkinder in zehn Jahren leben?

Herausgeber Werner Reichel und zwölf Autoren aus dem bürgerlichen, konservativen und liberalen Spektrum versuchen Antworten zu geben. Sie entwerfen Szenarien auf Basis von Fakten und nachvollziehbaren Überlegungen. Ohne politisch korrekte Scheuklappen.

Darunter der Althistoriker und Autor des Buches „Auf dem Weg ins Imperium“ David Engels, die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld, Bestsellerautorin Laila Mirzo und der ehemalige Presse-Chefredakteur Andreas Unterberger.

Werner Reichel beispielsweise zeichnet in seinem Beitrag „The Failed States of Europe“ ein eher pessimistisches Bild über die Zukunft Europas. Während sich am Beispiel Singapurs zeigt, wie sich seit den 1960er-Jahren ein Fischerdorf in eine der dynamischsten Wirtschaftszonen der Welt verwandeln kann, beschreitet Europa gegenwärtig offensichtlich den Weg in die Gegenrichtung: von der Ersten in die Dritte Welt.

Diese Transformation sind seiner Ansicht nach weit gediehen. Nahezu alle Kriterien, die ein Entwicklungsland ausmachen treffen auf einen Großteil Europas inzwischen zu: Hohe Steuern, Überregulierung der Wirtschaft, Behördenwillkür, Brain Drain, unkontrollierte Wanderungsbewegungen, wachsende Tribalisierung und hohe Gewaltkriminalität.

Für Europa gilt das Motto: From First to Third World. In den 1960er-Jahren legte Singapur den Grundstein für seinen Aufstieg und seine Erfolge, zur selben Zeit begann der Abstieg Europas, auch wenn die folgenden wirtschaftlich erfolgreichen Jahrzehnte und der Kalte Krieg diesen Niedergang verdeckten und überlagerten. In dieser Phase des Wohlstands und des von den USA gesicherten Friedens errang die Linke nach dem Konzept des italienischen Kommunisten Antonio Gramsci die kulturelle Hegemonie, die Diskurs- und Deutungshoheit. Entscheidend für den Sieg im Klassenkampf war für Gramsci die Besetzung der Schaltstellen mit den eigenen Leuten, etwa in den Medien. Diesen Marsch durch die Institutionen begann die Linke ab den 1960ern. Sie war dabei konsequent und erfolgreich.

Werner Reichel: The Failed States of Europe

Andreas Unterberger möchte in seinem Beitrag ein anderes Bild des Europa im Jahre 2030 entwerfen. Für ihn sind die aktuellen Probleme im kommenden Jahrzehnt womöglich gelöst. Die demografische Herausforderung ist bewältigt, es fand eine Revolution im Bildungswesen statt (MINT-Fächer werden auf allen Schulstufen forciert, die Schulfinanzierung ist umgestellt worden und funktioniert, es gibt Studiengebühren samt großzügigen Stipendien, die Eltern wählen die Schuldirektoren selbst, etc.) und die Völkerwanderung wurde gestoppt.

Unterberger wagt auch die Vision der gestoppten Islamisierung und einer neu gebauten EU im Jahr 2030. So hätte sich Europa auch emanzipiert, die USA sich militärisch immer mehr von der EU abgewendet und da die Türkei sicherheitspolitisch in keiner Weise zur EU passt, hat das EU-Europa ein eigenes Verteidigungsbündnis entwickelt. Die Klimapanik könnte sich gelegt haben und Europa hat das Christentum wiederentdeckt. Doch bei all dem bleibt er realistisch.

Längst werden manche Leser zu schmunzeln begonnen haben: Schön wäre das alles ja, aber es ist leider eine völlig realitätsfremde Utopie. Ihnen kann man nur antworten: Ja, es ist eine Utopie. Aber es ist eine Utopie, für die es sich mit aller Kraft zu kämpfen lohnt. „Glaub an Dich!“ sollte nicht nur der Slogan einer alten Bank sein, sondern noch viel mehr der zentrale Auftrag an ein neues Europa.

Andreas Unterberger: „Glaub an dich, Europa!“ – die Utopie, für die es sich zu kämpfen lohnt

So vielfältig und unterschiedlich entwerfen auch die anderen Autoren ein Bild über das Europa im Jahre 2030. Jeder dieser Ansätze setzt einen gedanklichen Samen, um weiter über unsere Zukunft und die Zukunft Europas nachzudenken. „Schranken des Denkens“ werden überwunden und neue Ansätze aufgezeigt. Es bleibt das Gefühl: Alles scheint bereits verloren, doch alles ist noch möglich!

Das Buch „Europa 2030: Wie wir in zehn Jahren leben“ herausgegeben von Werner Reichel finden Sie im FREILICH Shop.

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